ONLINE-Selbsthilfegruppe | Samstags von 19 Uhr bis 21 Uhr

Expertinnen- und Expertenumfrage "Limit"

Begonnen von Ilona, 22 Dezember 2025, 12:14:54

Vorheriges Thema - Nächstes Thema
#15
Liebe Ilona,

ich denke mal, dass es um eine Aktualisierung des Glücksspielstaatsvertrages geht (o.ä.)
Zusammen sitzen und aushandeln werden ... Anbieter, Anwälte, Beamte, Verbraucher-Schutzverbände, Parteiabgeordnete? ... so was wie Protokollführende - wer noch? Wie ist die prozentuale Aufteilung, wie die Stimmengewichtung? Paritätisch?
Es ist ja ein gesellschaftspolitisches Problem (Thema).
Daher meine Frage: Wie wird die Sahnetorte aufgeteilt (die Verlustsumme der Spieler)?
Kann das einfach erklärt werden oder wird es hier schon nebulös?

Trete ich aufn Schlauch, wenn ich dafür bin, dass die Verluste der Spieler steuerlich absetzbar sein sollen?
Würde das nicht schon mal dazu animieren, die staatliche Einflussnahme und die Rechtsprechung anders anzugehen? Es ist wahrscheinlich keine humanistische Geste des Staates, Einfluss zu nehmen, sondern eine Frage des Profits als Teil der 'Mainplayer' in diesem 'Spiel'.
Absetzbare Verluste = Mangel an Steuereinnahmen. SO dachte ich.

Das gilt dann ja auch für Großverdiener, die 20.000 in ner Woche verballern möchten, was ich besser nicht kommentiere :)
Und warum die Angst um diese Leute und dass sie abwandern in den Schwarzmarkt?
Ist  der immer noch nicht ausgemacht, identifiziert? Lahmgelegt? Und wenn nicht - dann soll diese Klientel doch dahin - mir egal, deren Entscheidung. Spenden ... ja, das ist wohl weniger deren Steckenpferd.

Du schreibst: hier geht's in der Tat um Vorschläge für eine Verbesserung der Überprüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.
... Das geht ja gar nicht generell. Nur höchstens mit meinem 2. Vorschlag, dem Gehaltsnachweis für jeden, auf dem steht, dass er oder sie aufgrund des Nettoverdienstes für das Glücksspiel Summe X ohne einen finanziellen Ruin zu erleiden ausgeben kann.
Was eine Farce ist. DAS zöge erst recht superviele Klagen nach sich.
(Manchmal wäre es auch wünschenswert, wenn sich IQ, EQ und Geldverwaltung irgendwie die Waage hielten 8) )
Der Job, den Du machst, ist schwer! Sich innerhalb eines starren Systems mit dessen Mitteln um Veränderungen zu bemühen. Kannst Du da mit spielerinteressen-vertrauten Anwälten wie 'Red.' rechnen?
Und wer ist da eigentlich sonst noch sozial engagiert - außer den Grünen?
--Meist ist Geist geil--

Moin,

obwohl so ein Limit ja eher in Richtung "kontrolliertes" Spielen geht ( nur bis zum Limit ), halte ich es dennoch in Maßen für sinnvoll.
Natürlich wird es nicht die Masse der Spieler nun zum Aufhören bewegen, aber eine kleine Atempause kann jemanden wachrütteln und vor größerem Schaden kurzzeitig bewahren.
Die Höhe zu bestimmen ist vermutlich nicht sinnvoll möglich, da es auf die individuelle finanzielle Lage des Einzelnen ankommt.
Besser wären kombinierte Alternativen. Zum Beispiel ein geringes Limit und bei Überschreitung gibt es eine "Gesprächspflicht", damit man wieder weiterspielen "darf".
Ist aber auch problematisch hier in die WIrtschaft bzw. die Rechte des Einzelnen so massiv einzugreifen.

Die wirkliche Unterstützung bei Spielsüchtigen liegt vermutlich deutlich mehr in der (Sucht)-Hilfe / Selbsthilfe.

Den Rest hat André bereits gut erklärt.




Hi Ilona, ich weiß nicht, ob das Thema noch relevant ist, aber ich werfe auch mal paar Worte in die Runde.


Die Leistungsfähigkeit müsste in meinen Augen über eine Delta-Rechnung realisiert werden, die einen aussagekräftigen Zulauf oder Ablauf über Zeitraum X aufzeigt. Wenn man mein Konto betrachtet hätte, würde man sehen, dass ich über die monatliche Statistik massive Ausgaben hatte, dem aber nur Lohn und Kredite/Kleinkredite entgegenstanden. Es wäre sofort ersichtlich gewesen, dass diese Linie abwärts verläuft. Kein normaler Mensch häuft Geld an und verbrennt auf einmal jeden Monat Tausende von Euros. Hier wird es wahrscheinlich auch am deutlichsten, ob Spielsüchtige, die vor allem finanziell noch gesund sind, ein Problem haben. Habe ich 20.000 € ohne Kredite angespart, oder mit Kredit, würde ich einen Teufel tun, auf einmal Tausende Euros zu verbrennen und meinen Barbestand so massiv in kürzester Zeit zu minimieren.


Danke für die Beiträge. Die Anfrage ist noch aktuell!
LG Ilona 
[url="//www.gluecksspielsucht.de"]www.gluecksspielsucht.de[/url]
www.gluecksspielsucht-selbsthilfe.de
[url="https://spielerschutz.gluecksspielsucht.de/"]https://spielerschutz.gluecksspielsucht.de/[/url]
Bluesky@gluecksspielsucht.bsky.social

Wir danken dem AOK Bundesverband für die Finanzierung des technischen Updates dieses Forums