Hallo Fred,
ich möchte Deine Anfrage nicht unbeantwortet sein lassen:wir bauen uns, wenn wir uns den Totalschaden betrachen, den wir angerichtet haben, eine womögliche Schutzfunktion. "Ich bin der Allerschlimmste Zocker, ich habe die übelsten Dinge getan, ich kenne keine Grenzen mehr... Ich erachte das als eine Schutzbehauptung, die dazu geeignet scheint, sich zwischen dem eigenen Willen und der Sucht eine hohe Mauer aufzubauen. Diese soll dann dem Suchtdruck, wenn er seine Attacke fährt, Eiheit gebieten. Tut er aber nicht, die Sucht ist eben stärker!
Es gibt wirklich etwas positives dabei. Der Umkehrschluß, ich kapituliere vor meiner Sucht, und ich suche mir Hilfe. Die Wege über Suchtberatung, Anwälte, Kliniken, Selbsthilfegemeinschaften werden ja hier benannt und geplegt. Und ich glaube, daß sich diese Einrichtungen , und die Menschen, die sich denen annehmen, die aufrichtig Hilfe suchen, eben genau das Positive verschenken. Ich lerne es, erst mühselig, dann immer befreiter, mein Leben anzunehmen, bin offen dafür neues zu lernen, werde toleranter mit mir und versöhne mich mit meinen Mitmenschen, ich geneieße mein Leben in Ruhe und Frieden, und reiche meine Händen, denen, die sie ergreifen möchten.
Es sind eben bei mir - ein Dutzend einfache Schritte, die die Komplikationen meistern.
Den Satz: "Ich bin dankbar, daß ich spielsüchtig geworden bin" mag sich darauf beziehen, aber ich verwende ihn nicht mehr. Das hat für mich einen sehr tiefen Hintergrund. Ich habe Heute, diesen Tag eine Wegstrecke zu bewältigen, die ich nicht mehr alleine gehen brauche, und bei der ich,besonders durch das zuhören, lernen darf, genießbar zu werden.
Mein Fazit: Zeit und Geld sind verspielt, das Wertgefühl aber läßt sich wiederherstellen (GA)
Eien Tag zur Zeit
Andreas