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Habe ich endgültig die Kontrolle verloren?

Begonnen von Versager01, 26 März 2026, 00:36:20

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Klar kannst du es schaffen. Deine Aussagen sind aber widersprüchlich..

Du sprichst von kontrolliertem Pokern als Hobby mit festem Budget, anderseits sagst du, dass ,,sowas wie gestern" passiert ist. Wenn es wirklich diszipliniert wäre, dann gäbe es dieses ,,gestern" gar nicht.

Du gibst 300€ als Grenze an.. ich lese aber aus deinem Text, dass es sich hierbei um eine flexible Grenze handelt, denn sonst wäre ,,sowas wie gestern" nicht passiert. Also hast du keine Kontrolle und auch keine feste Grenze.

Die Vergleiche mit dem Rauchen und dem Alkohol klingt logisch, lenkt aber vom Kern ab. Schaust du auf dich oder auf andere?

Dieser Satz ,,mal schauen, wo es hinführt" ist vielleicht der ehrlichste im ganzen Text. Denn genau das ist der Punkt: Es ist eben nicht komplett unter Kontrolle, sondern ein Ausprobieren mit ungewissen Ausgang..

dann ist der aktuelle plan mit 2 monaten den alkohol weglassen, das glücksspiel und poker sowieso
und mich auf stabilität im leben finden und dass es mit dem beginnenden job hoffentlich gut funktioniert
vielleicht ja ein guter ansatz

Mir wurde auch klar, dass ich versuchen muss kleine Schritte zu gehen.
Alles auf einmal kann vielleicht zuviel Emotion machen. Wenn dann noch krank bin, und andere Stressfaktoren überhand nehmen, evtl noch Ängste vor der Zukunft, ob dinge wie Jobs klappen.. neben ganz vielen aktuellen Emotionen und Aufgaben- wenn ich dann den Durvhblick verliere und mich verloren fühle in alldem. Dann wird die Emotion stärker und der Alkohol lässt es vielleicht explodieren, wenn dann noch trauernde Gedanken hinzukommen.
Jedenfalls war es diese Mischung die fast tödlich war vor Kurzem.


deswegen komm ich gerade darauf, kleine Schritte helfen mir. Ich muss nicht direkt den perfekten Schlarhythmus haben. Aber abends gemütlich the walking dead schauen, alkoholfreies bier trinken.
dann kann ich die tage und abende gut mit positiver emotion verbringen und so schritt für schritt weitermachen..
wenn ich dann 7, 8 , oder 9 Stunden schlafe , egal. Hauptsache ich bring ein bisschen Ordnung rein.. kann ich morgens ausschlafen kann man ja auch länger bis spät nachts the walking dead schauen.
muss ich früh raus, naja, selbsterklärend..

aber worauf ich hinaus will- dises bier und film ist dann auch wieder so ich kann wieder in die komfortzone gehen. ist fast das gleiche wie ichs so gern mochte , nur dass das bier durch alkoholfreiees ersetze und ich glaube das hilft mir durch die nächsten 2 Monate.

Im Grunde genommen versuchst du immer, irgendwas rauszulesen, das dein 'Vorhaben' bestätigt. Den Rest ignorierst du einfach.

Oder glaubst du, zwei Monate 'geplanter' Verzicht würden Stabilität in dein Leben bringen?
Damit setzt du dem ganzen in Gedanken ja bereits ein Ende, bevor du überhaupt angefangen hast.

Die 2 Monate sollen mein Leben erst mal stabilisieren und mir helfen genug Struktur und Routine aufzubauen

nebenbei mit minijob den finanziellen ausgleich von mehr oder weniger alleine zu schaffen

 um dann nach den 2 monaten frühestens bei dann stabilisiertem leben, und bakroll die wieder in für mich gesundem rahmen liegt (weil damit der finanzielle ausrutscher von vor paar tagen wider reingeholt ist)
 langsam und kontrolliert mit poker , aber nicht mit glücksspiel weiterzumachen
so kann es schon funktionieren, denke ich

Zitat von: Versager01 am 28 März 2026, 13:50:57um dann nach den 2 monaten frühestens bei dann stabilisiertem leben, und bakroll die wieder in für mich gesundem rahmen liegt (weil damit der finanzielle ausrutscher von vor paar tagen wider reingeholt ist)
 langsam und kontrolliert mit poker , aber nicht mit glücksspiel weiterzumachen
so kann es schon funktionieren, denke ich

Moin Versager,
im Moment machst du deinem Namen alle Ehre.
Von deiner Spielsucht hast du vielleicht maximal 5% verstanden.
Du hast nicht ansatzweise eine Idee, wie du dein Leben gerade komplett ruinierst.

Was du hier an Beiträgen abgibst ist dummes Gesabbel und Jammerei um deine Kohle und wie gut du das wieder auf die Reihe bringen wirst.

Das ist nutzloser Quatsch eines klatschnassen spielkranken Menschen.

Um deine Eingangsfrage zu beantworten:
Ja hast du. Die Kontrolle über deine Spielsucht und dein Leben ... verloren ...

Aber es gibt ja immer einen Ausweg. Aus allem. Auch aus deinem kaputten Leben :-)
Du musst es nur wollen.
Du musst verstehen, dass du eine Krankheit hast, die man im Volksmund auch "Spielsucht" nennt.
Du musst dich damit beschäftigen, die schlau machen was da überhaupt bedeutet, was zu tun ist.
Dir fehlen im Moment noch sämtliches Hintergründe.

Also, setzt dich auf deinen Arsch und überlege mal, wie du deine Zukunft gestalten willst.
Als Spielsucht-Junkie oder als zufriedener Mensch in einem geregelten Leben ?

Ich habe 30 Jahre gezockt, schade um die Zeit. Soll dir nur zeigen, dass es JEDER schaffen kann.
AUch du.
Im Moment bist du aber meilenweit davon entfernt.

Tu was - für dich !
Es ist wichtig.

Um auf deinen letzten Absatz einzugehen

genau deswegen mache ich doch jetzt die 2 Monate Abstand, und Routinen kriehen in mein Leben und mich um alles kümmern nur kein Glücksspiel

ich muss kleine Schritte gehen, um mich nicht zu überfordern.
Ich sehe in diesen 2 Monaten dann doch bestimmt auch mehr, wasmir guttut und was nicht, und danach sehe ich weiter

 Mein Lieber,

in zwei Monaten = 60 Tagen sehe ich Dich nicht spilfrei, so wie Du Dich hier von Ferne betrachtest. Ein Suchtkranker Mensch braucht 90 Tage , sprich 3 Monate, um sich von seinem Suchtmittel zu distanzieren, daß er nicht wieder zugreift. Das heißt, nach 90 Tagen Spielfreiheit hat ein Spieler das Rücstzeug zu entscheiden, ob er wieder sielen will oder nicht.
Um sein Leben zu ordnen, so daß es wieder struktiriert Lebenswert ist braucht es etwas länger. Ich arbeite da seit nunmehr 35 Jahren dran, und erlebe jeden Tag neue Herrausforderungen, also Momente die ich in meiner Spielzeit nicht wahrgenommen hätte.

Nein, mit einer Flasche Bier, ob mit oder ohne Sprit sich aufs Faulbett zu legen, und selbstzufrieden die Nacht abwarten, hat das bei Dir wirklich schon funktioniert?
Schlaf ist wichtig, und besonders in der REM - Phase in den Träumen verarbeiten wir. Dafür nimmst Du Dir ja genug Zeit, aber sind es dann auch glückliche Träume?
Du hst in tiefer Nacht, in bitterer Not Di hier eingebracht, und durftest erfahren, daß Du hier ernst genommen wirst. Ich weiß es von mir, das hinterläßt bleibende Spuren. Selbst wenn am 30. Mai der Weltuntergang eintritt, wirst Du einen Ort finden, an dem Du ein Neues Vertrauen finden kannst.

Glücksspiel ist kein Hobby, und Bier trinken nur ein Fluchtmittel für unsereins.
Ich schätze Dich so ein, daß Du Dein Leben noch weit vor Dir hast, aber im Augenblick vor einer Nebelwand stehst. 

Auf jeden Fall belebst Du dieses Forum gerade, das nenne ich einen positiven Aspekt.

schöne 24 Stunden

Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

Ja, Struktur und kleine Schritte sind vom Gedanken her nicht verkehrt.
Der Fehler, den du dabei machst, ist zu sagen "Ich beiße jetzt zwei Monate die Zähne zusammen, gucke Serien und trinke alkoholfreies Bier, um mich 'abzulenken', und dann fange ich an, wieder 'diszipliniert' Poker zu spielen."
Aus dem letzten Teil spricht die Sucht.
Du willst dir beweisen, daß du es 'kannst'. Und anschließend willst dich dafür 'belohnen'. Mit Spielen. Dann hast du es dir ja 'verdient'.
Siehst du den Fehler?
Und das wird schiefgehen - wie dir hier mehrere Leute schon geschrieben haben, die selber ähnliche... äh... 'Denkfehler' gemacht haben.

Denn 'kleine Schritte' zu machen, bedeutet eben nicht, zu sagen "Ich halte jetzt zwei Monate irgendwie durch, und dann spiele ich wieder kontrolliert.", sondern eher "Heute spiele ich nicht, und morgen ist noch weit weg, darüber mache ich mir jetzt keine Gedanken." 
Ganz einfach weil, wie man an deinem Beispiel sieht, der Gedanke an das 'nie wieder' (erstmal) überwältigend und unrealistisch klingt. Du klammerst dich an die Hoffnung, daß es bei dir doch geht... irgendwann. Das ist übrigens völlig 'normal' in unserer Situation.
Bei 'kleinen Schritten' geht es also nicht darum, das nächste Spiel für die Zukunft zu planen, sondern nur darum, es für heute auszuschließen. Weil das im Kopf weniger 'final' klingt, weniger beängstigend.

Oder einfach gesagt: Du weißt jetzt schon, daß du in zwei Monaten wieder spielen wirst. Und in der Zwischenzeit tust du gar nichts, außer es 'auszusitzen'.
Das ist keine Struktur, kein 'Plan', keine Veränderung.
Sondern das typische Verhalten eines süchtigen Spielers, der sich selbst 'austrickst'.

#54
Hallo noch mal,

ich lese in Deinen Erklärungen immer wieder von diesen ominösen 2 Monaten.
Wir sind uns evtl. nicht einig, aber ... 2 Monate sind 'so gut wie nix'. Damit kannst Du keine 'Wende' oder Veränderung in Dein Leben bringen.
Ansonsten wirken Deine Worte wie 'gemerkt' und wiedergegeben aus den ersten
Antworten/Reaktionen, die  Du hier erhalten hast.
Du wendest sie allerdings immer wieder oberflächlich an wie jemand, der nur Satzteile austauscht, und Wert legt, sich selbst nicht zu reflektieren, aber zu schonen, wo nur möglich. Wiederholt schreibst Du davon, dass 2 Monate Stillhalten Dir den Weg weisen, wie es weitergehen kann. Und dass Du Poker dann als Favorit fest etablieren willst.
Das ist genauso (meine Meinung) halbseiden wie 'alkoholfreies Bier'.
Solange Du Deals mit Deinem Suchtverhalten machst und Dich schonst und vorsichtig guckst, dass die 2 Monate Dir bloß nichts abverlangen, hast Du
keinen Bock und keine Einsicht, was  zu verändern.

Das kennen sicher auch Viele hier, und sie/wir mussten für diese Haltung immer mehr Verluste hinnehmen. Nicht nur finanziell. Freundschaften, Arbeitsklima, Vertrauensverhältnisse, alles, wovon wir möchten, dass es so bleibt - weil es uns erdet und Halt gibt, geht kaputt.
Verantwortlich ist die Halbherzigkeit, mit der wir damit umgehen,
und schon stabilisiert sich die Gewinnspiel-Abhängigkeit, denn ... was bleibt sonst noch?? Da stellt sich dann das Mitleid des Spielenden mit sich selbst ein. Und dann droht wirklich innere Verlorenheit und Einsamkeit. Gerade das, was wir so gar nicht wollten.
Deshalb fand ich auch interessant, als Du schriebst, dass Du wohl leiden wolltest oder willst.
Du könntest bloß mal diese 'feige' Haltung ablegen.
Nicht Versager sein oder Dich so bezeichnen, sondern die bequeme Haltung ablegen. Und aus der Trotzphase kommen.
Aber Einsicht bedeutet auch Stolz abzulegen und auch einzuräumen, dass
Pokern auch Glücksspiel ist. Das wäre mal ein Anfang.

Zum Schluss: Vielleicht hilft es Dir, klar zu erkennen und zu wissen, dass Dein Verhalten für die Leute hier keine Auswirkungen hat.
Du tust nix für oder gegen uns, NUR DICH betreffend.
--Meist ist Geist geil--

Hi danke nochmals für eure Antworten. Es ist zwar noch nicht viel Zeit vergangen, aber ich fühle mich etwas besser. Irgendwie auch nicht mehr so wie ein Versager, ich denke weil sich beruflich viel tut derzeit. Ich mich Neues traue..
Trotzdem habe ich irgendwie Angst wieder zu spielen. Denn alkohol hab ich auch wieder angefangen zu trinken , nach anderthalb wochen. Zwar erst dann, aber wollte ich ja eigentlich konsequenz seinlassen.
Nunja, soviel dazu.
Ich habe zur Sicherheit meine Bankkarte dahin getan, wo ich sie nicht ohne Weiteres benutzen kann, wenn ich was trinke. Ich weiss nicht ob das sicher genug ist aber besser als nix.. wenn ich die Kontrolle verliere, weiss ich nämlich scheinbar ja nicht mehr immer was ich tue..
ausserdem war es zwar gewonnenes spielguthaben das leiderso leicht auf dem komto verfügbar war, das ich auszalen wollte,  wo dieser schlimme beschriebene Komtrollverlust passierte.
Jedoch ist ja nicht sicher, ob ich nicht auch einzahlen würde, wenn der Pegel hoch genug ist oder ob ich darüber genug nachdenke und es nicht tue. Sicher ist ja auch das nicht- auch wenn ich glaube, dass Spielguthaben bei miroffensichtlich am gefährlichsten ist.

Hallo,

schön, daß Du Dich wieder meldest, das ist ein richtiger Weg, sich selber bewußt zu machen, wie Verstand und Gefühl zueinander gehen, oder auch nicht.
Ich vermute, Dein Kopf leistet neben Deinem Kopf auch Scherarbeit, und findet kaum eine Halte - und Ruhepunkt?
Bist Du sicher in Deiner Neuenn Spielfreiheit, und ist Dein Geld sicher?
Hast Du Dein gewonnenes Geld Dir nur ausgeliehen?
Machst Du im Job Karriere, und was willst anfangen, wenn sich Dein Gehalt erhöht?

Fragen über Fragen, aber jetzt ist Wochemnende. Früher ist mir das schwergefallen, ich war trostlos einsam, und blöderweise gaben Alkohol und Glücksspiel mir keine Geborgenheit und Nähe.
Hast Du Dir Heute Abend ein tolles Programm im Fernsehen angesehen,
eine bewegte Musik angehört,

wie bist Du dazu gekommen, Dich nicht mehr als Versager zu fühlen?
Das freut mich sehr, allemale.

schöne 24 Stunden

Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

heute habe ich einen schönen kurd gemacht in beruflicher weiterbildung nette neue leute kennengelernt
hab zwar bisschen noch getrunken heut abend
aber mein leben scheintja fortschritte durchmlich zu machen undnicht durcg spielen ..
also ich weiss nicht- ich glaub ich kann mich etwas besser fühlen zurecht als, zu dem zeitpunkt, wo ich hier reinschrieb. alkohol hin oder her.. mir schwebt es auch immernoch so nach meine besten kumpel verloren zu haben und glaube es hämgt alles zusammen
aber muss natürlich zumindest das mit dem spielen unter kontrolle halten und mir bewusst sein. alkohol hab ich nicht heschafft, spielen schaff ich weiter, beruf (und leben?) geht vorrqn..
heute hab ich neben der berufliche fortbildung einen schönen spatziergang in der natur gemacht nach krnakheit der mir sehr gut tat wohl.. bald werde ich dann sport machen , weil die krankheit wohl auskuriert ist und weiter in den modus kommen so der plan.. beruflich mich immer weiter bilden
und natürlich, schön war auch heute mal wieder mit frauen zutun zu haben denn irgendwie war mir da letzte zeit zusehr stillstand und wenn es auch nur nettes kennenlernen und gespräche ist. oder meue Leute kennenlernen.
dazu dann schaue ich gerade filme an- trinke zwar was
dazu ist aber vlt auch ok, mit bankkarte ausser reichweite um nen kontrollverlust zu vermeiden. einfach den abend ausklingen lassen..

Machst Du im Job Karriere, und was willst anfangen, wenn sich Dein Gehalt erhöht?


die frage ist gut
und ehrlich gesagt ha ich noch keine antwort
und weiss nicht wie gut alles klappen wird beruflich und gehaltszechnisvh
und wenk es dieses gute niveau bleibt (verdammt gut wie ich finde) weiss ich nicht, wo es hinführen soll
und was ich mit mache und wo meine grenzen sind
und ob ich poker spielen werde.....

mein geld war nur mein eigenes, aber ich hatte ja zumindest mal
die kontrolle verloren und das schoxkte mich..

wann ist genug? wann ist es vok was genug? wann ist es zuviel?
was wenn ich scheitereoder es wieder weniger wird.. wäre es überhaupt scheitern.. wievieo gehalt braucze ich , und wofür
was ist mir wicztig im leben..
bin mitte 20- vielleicht weiss ich noch zu wenig..

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