ONLINE-Selbsthilfegruppe | Samstags von 19 Uhr bis 21 Uhr

Isas Tagebuch

Begonnen von Isa, 14 April 2026, 10:23:35

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Hallo Isa,

herzlichen Glückwunsch zu Deinem erfolgreichen Abschnitt der Abstinenz, es werden weitere folgen, da bin ich mir 10000.....% sicher :)  :)


und ich freue mich, dass Du es mit uns teilst.



Wie Du es beschreibst, so kann ich es mir bildlich vorstellen, wie deine Augen glücklich leuchten, wenn du  musizierst und weiterkommst.

Viel Erfolg Dir beim Spielen der Gitarre!


Das Forum macht Pause – und ich irgendwie auch 😂

Irgendwie ist hier seit ein paar Tagen ziemlich wenig los.

Ich schaue ins Forum ... nichts.
Ich schaue später nochmal ... immer noch nichts.
Ich schaue am nächsten Tag ... tja. Auch nichts. 😂

Kurzzeitig hatte ich schon den Verdacht, dass alle anderen gerade ein geheimes Forumstreffen ohne mich veranstalten. 😉


Dabei fällt mir ein , heute hab ich mich zur FAGS Jahrestagung in Berlin angemeldet .
Ist noch jemand von euch am Start ?

Ansonsten hab ich nicht viel Neues zu berichten.



Und falls hier weiterhin niemand schreibt, führe ich eben Selbstgespräche. 😂
Zwei mal drei macht vier,
Widdewiddewitt und drei macht neune,
ich mach' mir die Welt,
Widdewidde wie sie mir gefällt 🎶

Stimmt ist mir auch aufgefallen. Mein Tagebuch Eintrag hat Stunden gedauert bis er aus den neuesten Einträgen verschwunden war. Und das unbemerkt 😂

LG Roy
Da ich kein Anwalt bin spiegeln meine Posts lediglich meine eigene Meinung wieder.

Die nächsten Spammer werde ich mal nicht bannen ... versprochen! ;)
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)


Ihr seid noch da 😊
Sehr schön !

Zitat von: Olli am 07 Oktober 2026, 21:57:59Die nächsten Spammer werde ich mal nicht bannen ... versprochen! ;)
Guter Plan , Olli 😂
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Hallo ihr Lieben,

ich sende Euch mal liebe Grüße zu.
Das funktioniert aber nurm weik ich von meinem Vater eine starke Lupe geerbt habe.
Ich habe eineEntzündungen an meinem Auge,
und so agiere ich weiter im Dunkeln.

Gute Nacht

Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

Lieber Andreas,

danke für die Grüße! Du warst hoffentlich beim Augenarzt?! Mit Entzündungen am Auge ist nicht zu spaßen!!
Gute Besserung
Ilona
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Bluesky@gluecksspielsucht.bsky.social

Männergrippe mit Nebenwirkungen 😂

Mein Mann hat die Männergrippe. Und ausnahmsweise hat das sogar zwei gute Dinge mit sich gebracht. 😅

Während er hier also um sein Leben kämpft, kam ihm plötzlich der Gedanke, irgendwelche Papiere zusammensuchen zu müssen.

Gesagt, getan.

Innerhalb kürzester Zeit wurden sämtliche Schränke durchwühlt und allerlei Unterlagen hervorgekramt.

Und ich? Ich bekam ganz kurz Bauchschmerzen.

Warum?

Weil ich jahrelang Unterlagen vor meinem Mann versteckt habe. Kredite, Kreditkarten und all das, was besser niemand finden sollte. Solche spontanen Aufräumaktionen haben mich früher sofort in Panik versetzt.

Was, wenn er jetzt irgendwas findet?

Dieses Gefühl ploppte für einen kurzen Moment wieder auf. Und dann war es auch schon wieder weg.

Denn es gibt keine Geheimnisse mehr.

Ich konnte also ganz entspannt arbeiten gehen, während mein Mann zu Hause weiter in den Papieren wühlte. Früher wäre das für mich vermutlich ein ziemlicher Horrorfilm gewesen. Heute war es einfach nur Papierchaos. 😊

Nach der Arbeit habe ich mich zu ihm aufs Sofa gesetzt und mit ihm ferngesehen.

Mein Mann ist wirklich selten krank. Aber wenn, dann gibt es ein festes Ritual: Sendungen wie Storage Wars oder Kings of Cash müssen sein. 😂

Pünktlich zu Kings of Cash saß ich also neben ihm.

In der Sendung geht es um Pfandhäuser und die Menschen, die dort ihre Sachen zu Geld machen wollen. Manche davon sind ganz schön verzweifelt.

Und während wir so darüber gesprochen haben, ist mir etwas aufgefallen.

Mein Gefühl für Geld scheint sich langsam wieder zu normalisieren.

Ich saß da und sagte tatsächlich:

,,Wie kann man denn so tief in der Scheiße hängen, dass man die Kette der verstorbenen Oma verpfändet?"

Und direkt danach fiel mir ein:

So weit entfernt war ich davon selbst gar nicht.

Schon verrückt, wie schnell man verdrängt, wie es einem selbst einmal ging. Wie schnell man wieder von außen auf solche Situationen schaut und denkt: Wie kann man nur?

Dabei weiß man eigentlich ganz genau, wie man dort landen kann.

Und irgendwie finde ich das gleichzeitig erschreckend und beruhigend.

Erschreckend, weil man offenbar ziemlich schnell vergisst, wie sich das eigene Leben damals angefühlt hat.

Beruhigend, weil sich offenbar auch das eigene Denken und Empfinden wieder verändern kann.

Ich sitze heute neben meinem Mann auf dem Sofa, schaue eine Sendung über Menschen in finanzieller Not und kann wieder ganz normal darüber nachdenken, was ich da sehe.

Ohne selbst mittendrin zu stecken.

Und während mein Mann sich hoffentlich bald von seiner lebensbedrohlichen Männergrippe erholt, freue ich mich über diese beiden kleinen Dinge:

Keine Panik mehr, wenn plötzlich irgendwelche Papiere auftauchen.

Und ein Gefühl für Geld, das sich langsam wieder ein Stück weit normal anfühlt.

Manchmal steckt zwischen Taschentüchern, Hustenanfällen und Pfandhausfernsehen eben doch mehr, als man zunächst denkt. 😂❤️
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Tjaja, die Männergrippe. Ist Dir aber auch schon aufgefallen, dass Du Dich angesteckt hast mit der man-Grippe? :) Alles ist noch viel weiter weg, als Du denkst ... :)

Gute Besserung Euch beiden! :)
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
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Erwischt 😅🫣

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Ein Vertrag mit mir selbst?

Heute war wieder Online-SHG. Zwei Stunden lang wurde über so einiges geredet, aber eine Frage hat sich bei mir besonders festgesetzt:

Habt ihr schon mal einen Vertrag mit euch selbst geschlossen?

Hab ich nicht.

Aber ich hab überlegt, ob das für mich vor einem halben Jahr Sinn gemacht hätte. Und ich würde sagen: Nein.

Erst mal macht es für mich gar keinen Sinn, einen Vertrag mit jemandem zu schließen, dem ich nicht vertraue. Und ich habe mir definitiv nicht vertraut.

Dafür hatte ich mich selbst einfach zu oft enttäuscht und belogen.

Wie oft hatte ich mir selbst versprochen:

Ab jetzt wird alles anders!
Ab morgen machst du dies und das nicht mehr.
Du wirst ein neuer Mensch.

Und wie lange hat das gehalten?

Gar nicht!

Mit jedem nicht eingehaltenen Versprechen an mich selbst ist mein Selbstvertrauen weiter gesunken.

Ein Vertrag mit mir selbst?
Was wäre meine Unterschrift wert gewesen?

Nichts!

Heute, sechs Monate später, sieht das anders aus.

Ich kann mir selbst wieder trauen. Nicht, weil ich plötzlich alles schaffe oder nie wieder Fehler mache. Sondern weil ich mir nicht mehr verspreche, was ich nicht halten kann.

Auch die Formulierungen in meinem Kopf haben sich verändert.

Aus einem:

Ab morgen ist das so und so! Für immer!!!

ist ein:

Ich werde jetzt versuchen, es so und so zu machen. Und ich bin bereit, dafür zu arbeiten.

geworden.

Das klingt vielleicht weniger spektakulär. Dafür ist es ehrlich. Und wenn etwas mal nicht so läuft wie geplant, ist nicht gleich alles gescheitert.

Die große Enttäuschung bleibt damit hoffentlich aus. 😉

Nach jedem SHG-Treffen gibt es ein paar Sätze, die mich durch die nächsten Tage begleiten. Oft ist es, wie heute, ein Satz oder eine Frage, die eher beiläufig gefallen ist.

Manchmal nimmt man eben genau das mit, was man vorher gar nicht gesucht hat.
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Hallo Isa,

schön das Du es geschrieben hast.  :)  :)

Ich habe auch keinen schriftlichen Vertrag mit mir geschlossen und werde es demnächst auch nicht machen.
 
Da ich merke, dass für mich so ein Vertrag eine Verpflichtung ist , diese mich unter Druck setzt.

Ich möchte weiter jedes HEUTE  - spielfrei sein, ohne eine vertragliche Bindung in einer Schriftform.

LG Maria



Ich habe einen stillen Mitleser in meinem Tagebuch aus meinem privaten Umfeld.

Seit 15 Jahren leite ich den Weihnachtskinderchor in unserem kleinen Dorf. Diesen Chor gibt es nur für die Kindermesse am Heiligen Abend.

Angefangen hat das Ganze damit, dass niemand diesen Job übernehmen wollte. Ich habe damals gesagt, ich mache das gerne, bis ihr jemanden anderen dafür gefunden habt.

Nun ja,  bis heute wurde niemand gefunden. 😂

Denn man sitzt ja nicht nur die zehn Nachmittage mit den Grundschulkiddies bei den Proben, sondern ist auch am 24.12. mindestens drei Stunden in der Kirche, während die anderen Eltern diese Zeit nutzen, um das Christkind zu unterstützen. 😉

Aus den zehn Nachmittagen Proben und dem Heiligen Abend ist irgendwann ein echtes Herzensprojekt geworden.

Die Kinder fragen mich inzwischen schon im Juni oder Juli bei jedem zufälligen Treffen, wann es eeeendlich wieder losgeht.

Und genau deshalb tut mir das, was heute passiert ist, so weh.

Beim Vorgespräch wurde ich vom Pastor zur Seite genommen.

Eine besorgte Mutter habe ihn gefragt, ob ich denn die richtige Person für diesen Posten sei. Eine Süchtige in der Kirche, alleine mit den kleinen Kindern.

Ich war total baff.

Mir war völlig klar, dass man mich in meinem Tagebuch erkennt, wenn man mich kennt. Damit hatte ich so jetzt aber nicht gerechnet.

Die Informationen, die dem Pastor vorlagen, stammen definitiv aus meinem Tagebuch.

Daher erst einmal: Herzlich willkommen in meinem Tagebuch, liebe besorgte Mutter!

Ich finde es völlig legitim, sich um seine Kinder Gedanken zu machen. Das möchte ich überhaupt nicht infrage stellen.

Was mich allerdings enttäuscht, ist die Art und Weise, wie das Ganze gelaufen ist.

Diese Mütter kennen mich alle. Sie kennen mich nicht erst seit gestern und wissen, wie viel Liebe und Herzblut ich in dieses Projekt stecke.

Ich habe ihre Kinder nie schlecht behandelt. Ich habe niemanden aus diesem Kreis belogen, bestohlen oder um Geld angebettelt.


Es war immer alles gut.

Und plötzlich scheint das alles nicht mehr zu zählen, weil ich spielsüchtig bin.

Genau das tut weh.

Ich hätte es schöner gefunden, wenn du das Gespräch mit mir gesucht hättest. Ich hätte dir gerne persönlich erklärt, wie ich mit meiner Sucht umgehe und was sie mit meiner Aufgabe als Chorleiterin zu tun hat.
Nämlich nichts.

Das kann ich leider nicht, weil der Pastor mir nicht sagen durfte, von wem er seine Informationen hat.

Auch das Gespräch mit ihm war ziemlich unangenehm. Er hat herumgedruckst und mir Hilfe angeboten ...
Nochmal deutlich gemacht , dass es nicht an ihm liegt , er der Sache aber natürlich nachgehen muss usw usw

Und nun?

Ich werde den Chor nicht mehr leiten.

Das war meine eigene Entscheidung. Niemand hat mich dazu aufgefordert.

Aber nach diesem Gespräch könnte ich nicht mehr unbeschwert in dieses Projekt gehen. Und das möchte ich weder mir noch den Kindern antun.

Es macht mich traurig, dass ich etwas aufgebe, das mir über so viele Jahre ans Herz gewachsen ist. Und es enttäuscht mich, dass es ausgerechnet so enden muss.


Liebe besorgte Mutter, ich weiß nicht, warum du hier mitliest. Vielleicht betrifft dich das Thema selbst, vielleicht jemanden, der dir nahesteht. Was auch immer dich hierherführt, ich wünsche dir, dass du deinen Weg findest.




Dieses Projekt wird mir fehlen.

Meine Spielsucht hatte dort niemals einen Platz.

Und genau das hätte ich dir/euch gerne persönlich gesagt.

Also , sprecht mich gerne an .

PS :
Bin schon ein bisschen traurig , dass ich mich  beim neusten Dorftratsch nicht beteiligen kann , weil es vermutlich still wird , sobald ich den Raum betrete .

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Nun, liebe Mutter, die hier mitliest!

Es gibt tatsächlich Menschen, die einer Sucht verfallen können. Auch Du bist nicht gefeit davor. Vielleicht bist Du ein paar Stunden zu viel online, vielleicht liebst Du auch zu gerne die ein oder andere Knabberei. Wer weiss ... alles fängt immer ganz harmlos an und läuft dann ganz langsam aus dem Ruder. Wir erkennen es selbst erst gar nicht. Die Sucht gibt uns etwas, von dem wir gar nicht wissen, dass wir es gesucht haben.
Doch irgendwann kommt ein Wendepunkt. Einer, bei dem wir uns entscheiden müssen. Das ist nicht einfach. Das, was uns die Sucht gegeben hat, erscheint ein riesiges Loch zu hinterlassen, wenn wir die Suchtausübung einstellen. Doch wir stellen uns dem - egal, wie gut oder schlecht es uns gerade geht.
Wenn sich also jemand auf den Weg macht, dann sind das unzählige einzelne mutige Schritte.
Denn weisst Du, was da bei der Genesung passiert? Wir halten uns den Spiegel vor. Das tut hier und da auch weh. Das, was Du da befürchtest, das tun wir uns um ein Vielfaches selbst an. Aber wir wachsen auch daran.
Isa sagt es Dir geradeheraus ... sie hat den Mut, mit Dir über das Thema zu sprechen. Aber Du versteckst Dich hinter dem Pastor. Von wem kann nun Dein Zögling genau in dieser Angelegenheit mehr lernen? Ich möchte Dich als Mutter keinesfalls kleinreden. Ich rede ausschließlich von dem Mut, sich dieser Thematik zu stellen.

Wir sind doch weitaus mehr als nur Süchtiger, Chorleiter oder Mütter. Manchmal sind wir sogar alles in Einem ... :)

Und nun zu Dir, meine liebe Isa!

Weglaufen ist keine Option! Gehe erhobenen Hauptes in die Probe und halte Rücksprache mit den anderen Eltern. Das hier wäre für mich ein Moment, wo ich offen und ehrlich über mich und meine Sucht sprechen würde. Wer Fragen und Ängste hat, hat dann die Gelegenheit sich zu äußern. Ich wette, dass da so manches Elternteil sagt: Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?

Bestrafe Dich nicht selbst ... Du arbeitest aktiv an Deiner Genesung und die Menschen hier profitieren von Deinen Gedanken und Deinen Schlüssen. Sei stolz darauf wer Du bist und was Du tust!
Gute 24 h
Olaf


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