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Bilder sagen mehr als Worte ...

Begonnen von Olli, 04 August 2026, 18:13:44

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Damit würdest du am Ende ja doch gegen dich selbst kämpfen. Gegen deine eigene Konditionierung.
Heraus aus alten Mustern - Genesung ist nichts anderes, nur auf einer viel kleineren Ebene. Ich rette dabei nur eben nicht die ganze Welt, sondern bloss mich selbst. Klingt erstmal viel weniger pompös, es ist aber das einzige noble Ziel, das für mich realistisch erreichbar ist ohne mir selbst etwas vorzugaukeln.
Deine Energie kannst du also auch sinnvoller einsetzen.

Die Trendwende kann man leider nicht erzwingen. Der Kampf gegen das System braucht Zeit. Bei Zigaretten und Alkohol hat es auch Jahrzehnte gedauert, bis das Bewusstsein entstand, diese Dinge kritisch zu bewerten, so dass die Gesellschaft aus sich selbst heraus ablehnte, ihnen weiterhin Platz im öffentlichen Raum zu geben. Heutzutage wäre es undenkbar, dass Wodka Gorbatschow ein Sportereignis sponsort, oder Marlboro Gratisproben auf dem Jahrmarkt verteilt. Das würde einen Riesenaufschrei geben. Weil es inzwischen endlich moralisch als falsch empfunden wird.
Es dauert eben, bis auch den Menschen, die nicht selbst betroffen sind, die Schädlichkeit und Gefahr bewusst wird. Da werden wir auch mit Glücksspiel irgendwann hinkommen, da bin ich mir sicher. Nur eben nicht heute oder morgen.
Ich selbst kann da nicht viel machen. Stand heute würde da eh keiner zuhören.

Du kannst den Wandel nicht übers Knie brechen egalwie laut du bist.

Fang stattdessen lieber bei dir selbst an.
Vorausgesetzt natürlich, du willst überhaupt etwas ändern und nicht einfach nur mal Dampf ablassen.

#31
Moin Bärchen,
du kennst vielleicht den Spruch "Weltbilder entstehen im Kopf". Die eine Welt gibt es daher genau genommen nicht. Jeder lebt in seiner und kennt auch nur die, was wiederum heißt, dass er entscheidet, was in seiner Welt wie viel Gewicht hat. Wenn er noch nie etwas von Glücksspielsucht gehört hat, kommt die in seiner Welt auch nicht vor, wie bei Olli bis zur Selbsterfahrung.

Umgekehrt kann jeder ihn bekannten Sachverhalten auch besonders viel Bedeutung beimessen und mit genügend Elan das in andere Köpfe bzw. Welten hinein kommunizieren.
Wandel muss man erzwingen, indem man zunächst seine Ergebenheit bekämpft und damit das eigene Weltbild der Fernsteuerung entzieht. Das braucht auch Zeit, aber nur so kriegst du die Kurve.

Ich fange also schon bei mir an, beschränke mich aber nicht auf die Kontrolle meiner Reaktionen, sondern beziehe mein Umfeld mit ein, womit ich in meiner Welt einen dominanteren Platz einnehme, anstatt nur in die selbsterwählte Richtung davonzulaufen, weil sich das Universum bekanntlich ausdehnt.
Meine Sucht wird damit zum Anspruch.



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Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Hi!

ZitatWandel muss man erzwingen, indem man zunächst seine Ergebenheit bekämpft und damit das eigene Weltbild der Fernsteuerung entzieht.

Nein, das ist zu stringend ... Das kann man so machen, muss man aber nicht. Wenn ich Entwicklung als Fortschritt und damit positiv ansehe, dann kann ich mich alternativ auch auf eine spannende Entwicklungsreise in meiner eigenen Welt begeben. Wieso sollte ich kämpfen, wenn Freude auch zum Ziel führt?
Jeder Mensch macht am liebsten das, was er schon immer gemacht hat. Das gibt Sicherheit und stärkt das Selbst. Trotz alledem hindert es uns nicht daran, uns weiter zu entwickeln. Dies geschieht nicht kontinuierlich und in allen möglichen Themen, doch der Prozess als solcher ist Bestandteil unseres Seins.
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Zitat von: Olli am 08 August 2026, 10:19:01Kindheitserinnerungen eines Glücksspielers:



Erstellt mit ChatGPT


Hallo Olli,

ich erkenne in dem Bild eine "freudige Werbung für das Glücksspiel". - Machen wir uns nichts vor, wir kennen das, und wir wissen, wie die Realität dahinter wirklich aussieht.
Vielleicht bin ich zu versessen, alles ins rechte Licht zu rücken, alles zu werten, zu kritteln, aber es schmerzt immer noch, die Erinnerungen wach werden zu lassen.
Ich danke allen hier am und im Forum Beteiligten, , allen, die uns aus der Schcheinwelt des Glücksspiels herraushelfen für ihre Dienste, die Bereitschaft, und sicherlichauch für eine Portion Humor. Ich hoffe, daß dieser niemals in Sarkasmus mündet.

Das wollte ich einmal loswerden,

Liebe Grüße

Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

Hi Olli, ich gebe dir Recht, was Jene betrifft, die Kontrolle über ihr Leben haben. Suchtkranke laufen jedoch Gefahr, rückfällig zu werden, wenn sie den Wandel zu lasch angehen, gerade weil der Mensch sich in seinen Gewohnheiten wiederfindet.
Junkies müssen mit ihren Gewohnheiten brechen, damit sie ihre Selbstachtung zurückgewinnen können. Nicht, um von Anderen wieder respektiert zu werden, sondern ohne die Anderen klarzukommen, eben unabhängig zu sein.

Hi Andreas!

Die Überschrift zum Bild lautet "Kindheitserinnerungen eines Glücksspielers". Dies rückt die "freudige Werbung für das Glücksspiel", wie ich sie als Kind ja auch verspürt habe, ins rechte Licht. Sie holt uns in die Realität zurück. Die Freude des Vaters täuscht darüber hinweg, dass er selbst ein Vielfaches bereits im Automaten versenkt hatte. Sie täuscht darüber hinweg, dass er selbst mich dem Spiel nahe gebracht hat, eben mit solchen Situationen, von denen es noch etliche andere gab. Sie täuscht darüber hinweg, wie viel Leid diese Situationen bei allen ausgelöst hat.
Die Entscheidung zu spielen habe trotzdem ich getroffen. Es geht hier nicht um eine Anklage.

Ich bin ein wenig hin und hergerissen. Einerseits möchte ich, dass die Bilder zur Reflektion anregen. Andererseits müsste ich so manches mal sicherlich direkt meinen Kommentar dazu schreiben, damit jeder versteht, was ich aussagen möchte. Mache ich dies aber, störe ich die eigene Reflektion.

Also setze ich sie kommentarlos ein und harre der Dinge, die dann kommen.
Welche Situationen gab es bei Dir, die Dich zum Spiel geführt haben? Gab es Schlüsselmomente, an die Du Dich erinnerst?

Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Moin Andi,
bei deinem vorstehenden Kommentar ist mir wieder aufgefallen, dass du einerseits sehr sauber und korrekt schreibst, sich dabei jedoch auch einige Flüchtigkeitsfehler einschleichen. Wie würdest du diesen Widerspruch erklären?

Was meinst du, wie viel Wut auf deine Eltern dich heute noch prägt? Glücksspiel ist oft nur eine Ersatzhandlung unterdrückter Wut, weshalb abstinente Spieler sich auf andere Weise abreagieren müssen, wenn sie sich nicht innerlich zerfleischen wollen.
Welche Möglichkeiten nutzt du sonst, um dich auszumisten, oder machst du das meiste mit dir selbst aus?




Hallo L..... , danke für Deine Rückmeldung, die kann ich so annehmen. In der Schule hätte ich im Fach: Deutsch - schriftlich gestalten immer Einser bekommen, wären nicht die leidigen Rechtschreibfehler gewesen.... :-[

Wie beschrieben habe ich meine Wut in der Klinik aufgegriffen, und diese auch ferner in der ambulanten Therapie eingebracht. Wenn ich noch dazu schreiben wollte, was meine Mutter betrifft, würde das jeden Rahmen sprengen.
Ich kann mich nur immer wieder damit auseinandersetzen, aber das auch nur im geschützten Rahmen der Selbsthilfegruppe. Da stehe ich nicht alleine mit meiner Leidensgeschichte, und auch nicht mit meiner Lebensgeschichte. Diese einmal aufzuschreiben, und zu Papier zu bringen, hat mich zuerst vom Schmerz befreit.
Zum Schreiben braucht es einen klaren Kopf. Ja, ich haue auch Aggressionen auf die Tasten, aber es verursacht im Gehirn ein Reset, und das ist hilfreich. .
Der Zeitpunkt meines Messebesuchs war im Frühjahr 1968, da ist schon viel Zeit vergangen. Es gibt aber immer wieder Gelegenheiten, mich zu erinnern, und das Geschehene loszulassen. Ich bin im August 1989 in die Selbsthilfe gekommen, und bin nunmehr langfristig spielfrei.
Es ist die Suchterkrankung, die mich fordert, weiter wachsam mir und anderen gegenüber wachsam zu sein.
Und das gibt mir einfach den Frieden wieder.

schöne 24 Stunden

Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

#39
Man finde den Fehler:



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Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
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#40



Erstellt mit ChatGPT
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Tja, Frauen können mitunter sehr übersichtlich sein.



Erstellt mit ChatGPT
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Hi Olli,

der Spieler deiner letzten Bilder würde vermutlich noch am Anfang seiner Sucht stehen, er nimmt sich noch Zeit für's Fitnessstudio ;-)

Das vorletzte Bild ist der Klassiker.
Alles ist super nur im Moment habe ich keine Zeit. Wer kennt es nicht. Wobei das meiner Einschätzung nach noch komplizierter ist wenn man sich beim Partner direkt aufhält als wenn ich auswärts zocken würde.

Bin ich froh dass dieses Laster inzwischen weit aus dem Kopf entfernt ist.
Da ich kein Anwalt bin spiegeln meine Posts lediglich meine eigene Meinung wieder.

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