ONLINE-Selbsthilfegruppe | Samstags von 19 Uhr bis 21 Uhr

Ich brauche Hilfe

Begonnen von Ronaldo, 10 September 2026, 03:10:15

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Nun also:
Pubertät und Sexualtrieb bringen wegen sich einstellenden Nachwuchses regelmäßig Menschen zusammen, die eigentlich nicht füreinander gemacht sind. Familien werden somit überwiegend aus Pflichtbewusstsein gegründet, nicht aus Liebe, und die Kinder sind dann eher lästig als gewollt. Das geht mitunter so weit, dass man den Kindern, vor allem den Erstgeborenen, instinktiv die Schuld an einer unbefriedigenden Ehe gibt und von ihnen Sühne fordert. Demzufolge werden Kinder vorrangig dazu erzogen, den Eltern dienlich zu sein, womit sich eine Befähigung zur Eigenständigkeit verbietet, so dass ihnen oft auch die Befähigung zum Schutz gegen Missbrauch vorenthalten bleibt. Solche Kinder können nur geben und was sie dafür zurück bekommen, ist meist auch nicht vorrangig zu ihren Gunsten. Wenn die dann selbst Familien gründen, ist jedes Mitglied wiederum mehr für Außenstehende da, als für den familiären Zusammenhalt.

Im Sozialstaat hat man das soweit verallgemeinert, dass der Dienst an den Eltern zum Generationenvertrag ausgeufert ist und daher Bildung und Erziehung darauf abzielen, möglichst viele Kinder zu Dienern zu erziehen, die dann vorrangig die Interessen Anderer beherzigen.
Skeptiker und Querköpfe kann man in so einer Gesellschaft logischerweise nicht brauchen, weshalb es tabu ist, das den Kindern anerzogene Vertrauen in Frage zu stellen. Wer das für sich zu nutzen weiß, hat leichtes Spiel, Menschen in die Falle zu locken, denn er macht nichts anderes als der Staat selbst, womit jeder brave Staatsbürger auch potenzielles Opfer für Vertrauensmissbrauch einschließlich Selbstvertrauensmissbrauch ist.

Was hat so etwas weirdes hier im Forum zu suchen?

Da gebe ich Dir Recht Ronaldo, steile pauschalisierte Thesen ... kann mal jemand den Admin rufen?

Aber, Ronaldo, zu meinem und höchstwahrscheinlich zu Deinem Bedauern schwurbelst Du hier auch rum. Du bist 21 Jahre jung, also erwachsen. Du hast einige Erfahrungen gemacht, die Du nun für Dich als allgemeingültig siehst. Du machst Querverbindungen in Deiner Argumentation, die nur Du siehst. Daraus ziehst Du weitere Schlüsse, die aber jetzt schon weit von der Realität weg sind. Ich sage Dir voraus: Du wirst Erfolg haben, bevor Du scheiterst. Was denkst Du, was dieses Scheitern dann mit Dir machen wird? Du siehst ja jetzt schon Deine Identität angegriffen, eben weil Du schon gescheitert bist. Dein, sorry, aufgeblasenes Ego verlangt von Dir den Gegenbeweis. Du verlagerst den Mittelpunkt Deines Seins in das Spiel. Deine Kompetenzen sollen es richten. Und ja, Du hast vollkommen recht damit, dass Du ohne Emotionen erfolgreicher sein wirst. Das Glücksspiel regt aber nun mal die Gefühle an. Denken - Fühlen - Handeln sind untrennbar miteinander verknüpft. Und da Du schon in Deinem Oberstübchen Verbindungen geschaffen hast, die Glücksspiel mit Emotionen verknüpft, wirst Du es auch künftig immer wieder tun.

Du weisst, dass Du beliebt bist. Was macht das mit Dir? Welche Kompetenzen stecken denn dahinter?

Du tust grad so, als wäre Glücksspiel Dein hauptsächlicher Lebensinhalt. Was wohl bleibt, wenn Du es entfernst? Nichts vielleicht? Paperlapapp ... wir alle sind mehr als unsere Sucht! Weitaus mehr!

Oh je ... wie oft habe ich schon Zeilen wie Deine gelesen oder gehört. War ich denn nicht auch ähnlich? Ja, war ich ... Ich wollte auch nicht, dass man mir das Glücksspiel wegnimmt. Oh ja, ich fand auch logische Gründe. An die Emotionalen wagte ich mich gar nicht heran. Dass ich meine Familie verletzte, wie Du auch, war mir ... egal wäre falsch, aber "letztrangig". Ich gab doch sonst alles.
Ich war einer derjenigen, die für ein wenig Bestätigung das eigene ich aufgaben. Durfte ich denn dann nicht bei dieser einen Sache mal nur an mich denken?
Ich habe 20 Jahre gebraucht, um da raus zu kommen. Wieso willst ausgerechnet Du die Ausnahme von der Regel sein, das Glücksspiel beherrschen zu können? Die GA beschreibt dies als Allmachtphantasien.

Nun, lange Rede, kurzer Sinn ... Du hast nicht auf meinen letzten Beitrag geantwortet. Du wirst auch so tun, als hättest Du diesen nicht gesehen. Aber Du sollst etwas wissen: Wenn Dein Vorhaben scheitert, dann weisst Du, wo Du wieder hin kommen kannst. Ich werde Dir nicht sagen: "ICH HAB´s DOCH GESAGT!" Aber ich werde Dich proaktiv fragen: Was hast Du aus dem Erlebten gelernt?

Gute Reise!
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

#33
Hallo Ronaldo,

deine Texte zu lesen tut schon fast weh. Nicht weil es so dumm ist, sondern weil es so typisch ist... und der Schreiber oder Sprecher so beratungsresistent, weil er sich einredet, von seinem eigenen Skillset überzeugt zu sein.

In meiner Erfahrung sind es meistens Pokerspieler (darf man das hier so sagen?), die diese (wie Olli es nennt) Überlegenheitsphantasien von sich geben.
Mit Strategie, Psychologie und eiserner Disziplin schlage ich jeden... Wären da nur nicht die Emotionen, die mich regelmäßig alle Pläne über Bord werfen lassen.

Das Problem ist nur... die Emotionen sind da, du bekommst sie nicht weg aus deinem Kopf.
Und genau damit verdienen die Spielbanken, Onlinecasinos, Wettbüros und Trading Plattformen dieser Welt ein Vermögen.
Mit Leuten wie dir und mir.

Aber du wärst der Erste, der glaubt, dass er nicht schlauer ist als alle anderen, bevor er x-mal auf die Schnauze gefallen ist und vor einem riesigen Scherbenhaufen steht.
Irgendwie bezweifle ich, dass es bei dir anders sein wird.

Moin Olli,
ich muss dummerweise mal nachfragen, was du mit GA abkürzt.

Aus diversen Kommentaren und meiner Suche nach den Ursachen, warum man selbst innerhalb der Familie mit seiner Sucht oft im Stich gelassen wird, kam mir vorhin der Gedanke, dass Vertrauen ebenfalls eine Sucht ist, die bereits mit der Kindheit erworben wird und sich im Zuge der Persönlichkeitsentwicklung weiter verfestigt, somit auch pathologisch werden kann.
Weil Vertrauen aber allgemein sehr positiv konnotiert ist, wird es nur selten auf den Prüfstand gestellt und entwickelt quasi ein Eigenleben, dem sich die Gesellschaft fügt. Insofern sollte man Vertrauen sogar als Massenpsychose werten.
Es muss daher zwangsläufig in Schwurbelei ausarten, wenn man Vertrauen thematisiert. Vertrauen ist selbst der "heiße Brei".

GA

Gamblers Anonymous

Die anonymen Spieler (Gemeinschaft gegen die Spielsucht )
Wer immer tut, was er schon kann ,
 bleibt immer das, was er schon ist .

Hi Loser!

Vertrauen kann keine Sucht sein. Aber sie kann zu emotionalen Abhängigkeiten führen oder Grundlage für eine Beziehungssucht sein.

Vertrauen ist die Basis unserer Zivilisation. Wir vertrauen darauf, dass Geld in dem Moment, wo wir es erhalten nicht entwertet ist. Wir vertrauen auf ein Sozialsystem, in das wir einzahlen, um im Bedarfsfall davon zu profitieren. Wir vertrauen in ein Rentensystem ... sorry, wir vertrauten in ein Rentensystem, in welches wir jahrzehntelang einzahlen, um irgendwann selbst davon profitieren zu können.

In der heutigen Zeit erscheint mir auf der politischen Ebene ein gewollter Vertrauensbruch zur Sucht zu werden! Aber auch da liegen wohl andere Gründe dahinter.
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Olli, gerade solche Beschönigung macht m. E. blind für krankhafte Auswüchse. Vertrauensbruch ist deshalb wohl mehr ein notwendiges Übel, damit Vertrauen nicht außer Kontrolle gerät.

Danke, Isa, zu deutsch: Anonyme Überholiker

Hallo Ronaldo,

tut mir leid, wenn der Tread gerade ausartet, aber ich denke, es gibt viele Trigger, die das bewirken, aber niemand hat effektiv Schuld daran. Es liegt einfach an der sich fortschreitenden Krankheit: SPIELSUCHT!

Im Klartext, es gibt für spielsüchtige Menschen nicht eine einzige Chance, das verlorene Geld zurückzugewinnen. Der einzige Grund dieser Annahme besteht darin, das Glücksspiel mit einer Alibifunktion fortzusetzen, bis zum Sanktnimmerleinstag.

schöne 24 Stunden

Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

#39
Fortsetzung:

das Vertrauen ist kein Attribut der Suchterkrenkung. Das Vertrauen ist eine wachsende Empfindung für eine offenherzige kompetente Zuneigung. Ich wende nich einem vertrauten Menschen zu, um hier meine Krankheit - Spielsucht offenzulegen. Ich bringe Groll, Scham und Angst mit, erhalte als Gegenleistung Vertrauen, und erfahre Genesung und Heilung.

Das Fallbeispiel sind die Neverendingstreads im Bereich "Erfahrungen" . (Die dritte Person) = ein Spieler der Online ein Vermögen in illegalen Casinos verspielt hat, kann sich vertrauensvoll an eine Anwaltskanzlei wenden. Der Anwalt gibt eine rechtssichere Prognose, raus,und klärt für Dich Deine Rechtssicherheit in dem Verfahren. Der Bezogene kann durch das Verteauen in den Advokat unbesorgt in den Alltag gehen, sofern sie/er spielfrei bleibt.

In der Selbsthilfe werden wir (vierte Person) dem Vertrauen zugefürt, so können wir autak entscheiden, wie wir unser Leben gestalten mögen. Und das Vertrauen braucht einen Schutzraum, es ist kein Gefühl, welches in einer Euphorie rausgeplärrt werken soll, dann zerbricht es lediglich.

so legt euch denn ihr Brüder
in Ruh und Frieden nieder...

Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

wir ist die vierte Person, nicht die sechste.
Die sechste Person wäre sie im Sinne von mehrere andere Personen - ausser einem selbst und dem Gesprächspartner.

Ansonsten halte ich deine (Andreas) Definition von Vertrauen für stark vereinfacht, die von Loser65 hingegen für übermässig theoretisch.

Aber worum ging es eigentlich überhaupt?

Sebb, ich suche noch die Stelle, wo ich Vertrauen definiert habe. Weil ich es ja gerade für schwer greifbar halte, sehe ich darin eher einen Kult, den jeder irgendwie praktiziert, ohne sich dessen bewusst zu sein, womit er ihm auf den Leim geht.

Als Kult würde ich es jetzt nicht bezeichnen. Denn es ist eher eine unbewusste Handlung denn eine Entscheidung die man trifft.
Und zuviel davon ist genauso ungesund wie zuwenig - egal, ob es jetzt das Selbstvertrauen betrifft, oder das Vertrauen in andere.

Extreme in beide Richtungen haben wahrscheinlich tatsächlich meistens ihren Ursprung darin, wie man aufgewachsen ist. Zumindest sich selbst oder anderen Menschen gegenüber.

Mit der Politik ist es aber wieder etwas anderes. Das Vertrauen ist schon lange nicht mehr vorhanden bei einem Grossteil der Bevölkerung... und das weltweit. Ich halte ich die Kindheit der Wähler für nicht wirklich relevant wenn es um Frustration der Regierung gegenüber und um allgemeine Politikverdrossenheit geht. Das ist ein globales Problem, das von vielen Faktoren beeinflusst wird.

Stimmt, du hast es nicht definiert. Man sollte da aber schon unterscheiden, denke ich.

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