ONLINE-Selbsthilfegruppe | Samstags von 19 Uhr bis 21 Uhr

Sorgen Therapiebeginn

Begonnen von rade, 12 Oktober 2026, 21:36:40

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Guten Abend allerseits.

Ich habe jetzt hier einige Wochen gelesen und hätte mal eine Frage an die Leute die einen Stationären Aufenthalt in einer Klinik für pathologisches Glücksspiel hatten.

Ich bin 20 Jahre alt und habe einige Bedenken bezüglich alleine sein in einer Klinik oder keinen Anschluss zu finden, weil ich niemanden in diesem Alter finden werde.
Nun die Frage: Gibt es von jung bis alt alles gemischt oder gab es bei eurem Aufenthalt eher nur ab 30 oder oder oder...

Ich habe mein Therapiebeginn in 2 Tagen an dem 14.10 und bin wirklich sehr nervös.
Ich sehe nur keinen Ausweg und mache mir bezüglich der Therapie und des alters große Gedanken.

Soweit, würde mich über eine Rückmeldung freuen.

R

Guten Morgen Rade und herzlich willkommen!

Nun, ich war nicht in Therapie, erkenne aber, so denke ich wenigstens, Deine Gedankengänge.
Jetzt, 2 Tage vor dem großen Unbekannten, machen sich die Ängste breit. Und, holla die Waldfee, findet sich etwas, was die Ängste manifestiert und auch schürt.
Alles kann und nichts muss. Du kannst gleichaltrige in der Gruppe haben, Du musst aber nicht.
Die Altersunterschiede machen das Ganze aber auch interessant. Es werden sich diverse Personen austauschen, die unterschiedliche Lebenserfahrungen, auch auf Grund des Alters, gemacht haben.
Du wirst von allen irgendwie profitieren.

Kontakte wirst Du auch zu den Älteren knüpfen. Und die Älteren werden Dich auch akzeptieren, wenn Du Dich nicht gerade wie ein Arsch benimmst. So zu sein ist aber altersunabhängig :)

Es kommt jetzt eine ereignisreiche Zeit auf Dich zu. Genieße sie. Lerne über Dich und sei stolz auf Dich, dass Du den Mut hast dieses Abenteuer einzugehen. Ich hatte diesen Mut damals nicht und so habe ich 20 Jahre in der Sucht verbracht. Wäre das eine Alternative für Dich? Wohl eher nicht ...

Mache Du es besser. Mache was aus dieser Zeit. Mache mit, quetsche die anderen aus und sauge ihre Erfahrungen auf. Du wirst Dir schon das Passende für Dich da rausnehmen.

Ich wünschte, ich wäre noch mal 20 ... Mit 18 war ich eher noch Kind, mit 20 aber definitiv erwachsen.

Du Glückspilz ... :)
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Hallo Rade,

willkommen in unserem Forum. Vor dem Beginn einer Reha - egal ob stationär oder ambulant - macht sich fast jeder und jede viele Gedanken: Was kommt auf mich zu? Halte ich das aus? Sind die da freundlich? Tut das weh? Kommt was aus meiner Vergangenheit hoch, das ich möglicherweise nicht aushalte? Finde ich Anschluss? Sind die anderen viel kränker als ich? etc. Mit diesen Sorgen und Gedanken bist du nicht allein. Das entlastet dich hoffentlich etwas.

Was das Alter angeht, wirst du sicher einer der Jüngsten sein. Bedenke bitte: Das hat auch Vorteile (Welpenschutz und so). Kleiner Tipp: Erzähl deinem Therapeuten / deiner Therapeutin möglichst gleich im Erstgespräch von dieser Sorge. Ängste, die man ausspricht, verlieren rätselhafterweise an Stärke.

Alles Gute und berichte doch mal zwischendurch wie es dir geht.

Ilona
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Hallo allerseits,

schön, dass ihr euch so schnell gemeldet habt!

Ich spiele, seitdem ich 16 Jahre alt bin, und merke langsam, wie sehr mich das Ganze ausgelaugt hat. Das Spielen hat über all die Jahre jede freie Minute meines Lebens eingenommen. Immer wenn ich Geld und Zeit hatte, habe ich online gespielt – teilweise mit Unsummen an Einsätzen und Millionenumsätzen.

In den letzten drei bis vier Jahren gab es keinen einzigen Tag, an dem ich nicht ans Spielen gedacht habe. Der Schritt, den ich jetzt gehe, ist deshalb unglaublich groß für mich. Gleichzeitig weiß ich, dass ich mit dieser Sucht niemals die Struktur und den Halt in meinem Leben finden werde, die ich mir wünsche. Deshalb hoffe ich sehr, dass dies nun meine letzte Station auf diesem Weg ist und ich endlich die Chance bekomme, mein Leben nachhaltig zu verändern.

Was das Alter angeht, habt ihr wahrscheinlich recht. Gerade durch den Altersunterschied könnte ich viele interessante Lebensgeschichten, Erfahrungen und Weisheiten mitnehmen, von denen ich sicherlich profitieren kann. Nichtsdestotrotz bereitet mir das Doppelzimmersystem ein wenig Sorgen. Man weiß ja nie, ob man mit seinem Buddy wirklich auf einer Wellenlänge liegt und sich gut versteht. Aber ich denke, diese Gedanken und Sorgen hat am Anfang wahrscheinlich jeder, oder? 😅

Ich werde jetzt einfach auf mich zukommen lassen, was mich morgen erwartet. Einfach wird es ganz sicher nicht, aber ich werde hingehen, mein Bestes geben und versuchen, bis zum Ende durchzuhalten. Ich weiß, dass dieser Schritt notwendig ist, und möchte mir selbst die Chance geben, endlich etwas zu verändern.

Ich habe mir außerdem überlegt, mich hin und wieder aus der Klinik bei euch zu melden und euch ein kleines Update / Tagebuch zu geben wie manch andere auch schon getan haben. Ich denke, dass mein Aufenthalt bis kurz vor Weihnachten dauern wird, und hoffe natürlich, dass ich bis dahin mein ganz persönliches Weihnachtswunder erleben darf.

Danke euch allen für eure lieben Worte und dafür, dass ihr euch so schnell gemeldet habt. Das bedeutet mir wirklich viel!

Hey Rade ,

schöne Idee uns hier aus der Klinik auf dem Laufenden zu halten.
Ich war in deinem Alter ( aus einem anderen Grund) auch in einer psychosomatischen Einrichtung.
Tatsächlich war dort niemand in meinem Alter, das war aber kein Problem .
Im Gegenteil 😊
Ganz schnell wurde ich von den anderen  " an die Hand genommen " und alle waren sehr bemüht , dass ich mich möglichst wohl fühle.
Noch heute habe ich regelmässig Kontakt zu meinem "Klinik-Papa".

Ich wünsch dir eine gute Zeit.
Versuch dich voll und ganz drauf einzulassen !

Ich werde deinen Weg hier verfolgen 👍🏼


Zwei mal drei macht vier,
Widdewiddewitt und drei macht neune,
ich mach' mir die Welt,
Widdewidde wie sie mir gefällt 🎶

Guten Morgen Rade!

Heute ist es endlich so weit! Es geht in einen neuen Lebensabschnitt! Viele neue Erfahrungen warten auf Dich!

ZitatEinfach wird es ganz sicher nicht, aber ich werde hingehen, mein Bestes geben und versuchen, bis zum Ende durchzuhalten

Ja, ja und ... echt jetzt? :) Du wirst nicht "durchhalten", Du wirst das Ganze meistern!

Ich kann Dir noch mit auf den Weg geben, dass es bei dieser Therapie einzig und alleine um Dich geht. Daher sind auch Deine Gefühle und Bedürfnisse das Wichtigste!
Wenn Dir also irgendwas im Halse steckenzubleiben droht, dann spreche es aus! Thematisiere es in den Einzel- und auch Gruppengesprächen. Bringe es in den Pausen an oder wenn Du mit Deinem Zimmernachbarn abends im Bett den Tag Revue passieren lasst.
Du bist keineswegs "verpflichtet" diese Therapie zu machen - Du machst sie für Dich! Aus den Gründen, die Du oben benannt hast!

Die Therapeuten passen übrigens auf Dich auf! Keiner wird zu viel von Dir verlangen. Und das macht das Ganze dann für Dich interessant. Du kannst Dich nämlich beruhigt in diesem geschützten Raum auf die Therapieinhalte einlassen.

In unserer Samstagsgruppe hatte ich jetzt noch von den Erfahrungen aús Workshops berichtet, die ich mitgemacht habe. Auf der Jahrestagung des FAGS 2010 gab es einen namens: Geldmanagement aus therapeutischer Sicht. Zwei Therapeutinnen berichteten da von ihrer täglichen Arbeit und erarbeiteten sie mit uns beispielhaft Da ich davon ausgehe, dass ihr das Thema auch drannehmen werdet, benenne ich die Inhalte mal lieber nicht - es soll ja spannend bleiben. In der Gruppe hat sich jeder bei den von mir vorgebrachten Beispielen wiedererkannt ... und hatte seinen Spaß daran, Dinge bewusst gemacht zu bekommen, die für einen selbst als Selbstverständlichkeit gelten.

Ich wünsche Dir eine gute Reise! :)
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Alles Gute für deine Reha!
LG Ilona
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