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« Letzter Beitrag von kasa am Heute um 21:08:44 »
Hallo zusammen,
ich bin nur stiller Mitleser aber zu dem Thema mit dem dubiosen PKF kann ich euch Input liefern, da ich selber darauf "reingefallen" bin.
Es geht wohl um einen LEGALEN *hust* PKF mit Sitz in Österreich der wohl Zahlungsschwierigkeiten hat.
Durch den Deal mit einer anderen Kanzlei erhofft man sich vermutlich, Verfahren schneller abschließen zu können und billige Vergleiche zu erzielen um zumindest die eigenen Kosten zeitig zu decken.
Ich war leider so "blöd" und bin auf die Drückeberger reingefallen.
Ich wurde telefonisch kontaktiert, es wurde so ausgelegt als hätte ich keine andere Wahl bla bla bla.
Naja ich hab am Ende dem Wechsel zugestimmt, worauf mich dann natürlich meine Kanzlei kontaktiert hat (ich habe 3 Verfahren, die anderen laufen über andere PKF) wieso ich denn wechseln möchte und natürlich auch logisch erklärt wieso das keinen Sinn macht und dass zu der Zeit die Herren aus Österreich wohl sehr viele Mandate abwerben wollten.
Nach sehr guten und informativen Gesprächen (an dieser Stelle nochmals vielen Dank an die Kanzlei cllb) wollte ich dann natürlich doch mit allen Prozessen bei einer Kanzlei bleiben.
Daraufhin ging der Spaß mit dem PKF los... man hat Druck gemacht, alles gekündigt, mir eine Rechnung über x tausend Euro (bisherige Kosten für das Verfahren) mit sehr kurzfristigem Zahlungsziel gestellt, mit Inkasso gedroht und Gebühren erhoben.
Parallel stand ich jeden Tag im Austausch mit der Kanzlei cllb die im Hintergrund einen anderen PKF organisiert hat, der das Verfahren übernehmen würde.
Das wurde entsprechend so weitergeleitet, auch mit der Info dass der neue PKF die Rechnung des alten PKF übernimmt.
Trotzdem haben die Herren aus Wien nicht locker gelassen und weiter Druck aufgebaut und wollten Geld haben.
Cllb hat mich hier aber dann letztendlich beruhigt und via Email Schriftverkehr die Kollegen in die Schranken gewiesen und vertröstet, da man ja die Zusage des neuen PKF hatte.
Der neue PKF hat am Ende das Geld nach Wien vermutlich überwiesen und die mutmaßlichen Gebühren und Inkassokosten wurden aufgrund des Anwaltsschreiben der Kanzlei dann verworfen.
Wie bereits erwähnt, vielen Dank und großes Lob an cllb, die mich aus dem Mist wieder rausgeholt haben, den ich mir mit einem Anruf bei der Kanzlei im Vorfeld erspart hätte.
Aber zu dem Zeitpunkt hatte ich noch keinen Prozess vor Gericht gehabt und somit keinen direkten Kontakt zu den entsprechenden Personen der Kanzlei gehabt.
Nachdem ich mittlerweile zumindest alle 3 Prozesse in erster Instanz hinter mir habe, mit entsprechendem juristischen Beistand,immer zuverlässig und zügig antworten erhalte, würde ich den Fehler kein zweites mal mehr machen.
Also lasst euch nicht einschüchtern, ruft bei eurer Kanzlei einfach und schildert den Sachverhalt.
Sollte es um den selben PKF aus Österreich gehen, wisst Ihr jetzt Bescheid.
Ich hoffe ich konnte ein wenig Licht ins dunkle bringen.
Liebe Grüße