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Eigene Erfahrungen / Re: Erfahrungen mit Chargeback24
« Letzter Beitrag von eichhörnchen am 10 Juni 2021, 10:19:33 »
So, nun nimmt es Fahrt auf.

Hab Nachricht bekommen. Die zweite Frist ist abgelaufen, jetzt wird die Klage vorbereitet.
Das dauert 2 - 3 Wochen, der für mich zuständige Rechtsanwalt wird sich mit mir in Verbindung setzen, so die Mitteilung.
Das zehrt echt an meinen Nerven.
Ich bin mal gespannt.
Aber bin voller Hoffnung.

LG
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Tagebuch / Re: Wolfgang mein Tagebuch
« Letzter Beitrag von Balduin am 10 Juni 2021, 09:42:55 »
Hallo Wolfgang,

diese Träume hatte ich auch, die werden weniger und verschwinden irgendwann.

Du diskutierst gerade mit deinem inneren Suchtteufel. Der wird solange mit dir diskutieren, bis er dich wieder da hat, wo er dich hinhaben will. Beim Spiel. Dieser Suchtteufel (oder nenne ihn wie du willst) ist ein Teil von uns. Er wird stärker, wenn wir mit ihm reden und wenn wir ihn mit Glücksspiel "füttern" übernimmt er wieder die Kontrolle.

Ist die Beantwortung der Fragen wichtig für deinen Entschluss? Würdest du wieder spielen, wenn es einen todsicheren Tip gibt? (man also nicht verlieren kann)

Das sind gefährliche Fragen und Gedanken.

Schieb dem Suchtteufel ein klares NEIN entgegen. Rechne damit, dass er weitere "Fallen" stellen wird. Bleib beim NEIN!

Wir sind süchtig und können nie wieder kontrolliert spielen.

Viele Grüße
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Glücksspielsucht Allgemein / Re: Spieldruck/Abstinenz
« Letzter Beitrag von Catia am 10 Juni 2021, 08:38:09 »
Guten Morgen alle zusammen,

hier noch einmal eine Rückmeldung bzgl. des Suchtberaters. Ich war nicht ängstlich oder beunruhigt. Im Gegenteil ich war total aufgeregt und zwar positiv ich hab gedacht endlich tust du was endlich kannst du mit jemandem der Ahnung hat darüber reden. Als er dann da war gab er mir direkt zu verstehen, dass er nicht für meine "Behandlung" zuständig ist vielmehr will er über die Hintergründe, Entstehungsgeschichte und Familiärenbackround sprechen. Nach dem ich so ein bisschen erzählte wir es dazu kam wie meine Kindheit im groben so wahr und wie es derzeit familär/beziehungs- und berufstechnisch so aussieht, war sehr schnell klar, dass eine Therapie und eine SHG notwendig sind. Er gab mir einen Flyer für die ambulante Suchthilfe hier vor Ort und die Rufnummer einer zuständigen Therapeutin mit der ich einen Termin vereinbaren soll. Weiter gab er mir bereits einen kompletten Vordruck für den Antrag einer Reha für Abhängigkeitskranke. Das Gespräch ging leider nur eine Stunde dann musste er weiter. Ich hätte gerne noch mehr gesprochen und noch mehr erzählt ich empfand die Zeit als knapp. Irgendwie so als man tut ewig nix und dann will man Rom an einem Tag bauen :-)

Wir sind so verblieben, dass ich die Therapeutin kontaktiere und am 23.06.21 zur SHG erscheine wo er ebenfalls vor Ort sein wird.

Als er weg war ging es mir gut fühlte mich befreit. War sogar ein bissl enttäuscht, dass wir nicht länger schnacken konnten. Heute geht es mir auch gut jedoch schleichen sich so Gefühle von Angst oder so ein...Irgendwie habe ich so Gedanken wie "oh Gott das war es jetzt...tatsächlich nie wieder? Jetzt wagst du große Schritte willst nicht doch noch zurück und lieber alleine probieren oder es einfach nur mit dem Zocken reduzieren?......Ich kämpfe also dagegen an, dass ich mir nicht einrede das ich es doch sein lasse. Ich möchte nicht mehr spielen und ich möchte dieses Leben was ich geführt habe nicht mehr. Aber diese blöden Gedanken....naja ich rufe erstmal die Dame an und vereinbare einen Termin. Ich gehe die Schritte jetzt nach und nach und lasse mich von diesen Gedanken einfach mal nicht runterziehen oder beeinflussen. Sie sind da aber ich schieb sie weg.

Ich weiß das alles nicht leicht wird aber ich will es schaffen und wieder ein normales, zufriedenes und harmonisches, friedliches Leben führen. Über Motivationen, Skills, Suchtdruck und all das belese ich mich weiter wobei Olli schon sehr schön beschrieben hat was es dazu zu sagen gibt. Aber ich muss immer wieder lesen und immer mehr lesen ich vergesse es anscheinend immer wieder wie was wo....eben weil starke Gedanken vom wesentlichen ablenken.

Ich kann nur jedem Empfehlen der nicht mehr spielen möchte tätig zu werden. Einmal mehr hin einmal mehr alles weg.
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Tagebuch / Re: Wolfgang mein Tagebuch
« Letzter Beitrag von Wolfgang am 10 Juni 2021, 08:04:00 »
Letzte Nacht war ziemlich übel. Vom Zocken geträumt und dabei einen riesigen Gewinn eingefahren. Einige Male hochgeschreckt, wieder eingepennt und jedes mal solchen Müll geträumt.

Ist offensichtlich im Unterbewusstsein einiges am köcheln
.

Jetzt frage ich mich, hätte ich auch aufgehört zu Spielen, wenn ich Gewinne eingefahren hätte? Ist es das Zocken was mich nervt und einen Schlussstrich
hat ziehen lassen, oder sind es in Wahrheit "nur" die Verluste?
Hätte ich die Zeit, welche ich mit Spielen verbrachte, auch als verloren betrachtet, wenn es die finanziellen Abstürze nicht gegeben hätte?
Wäre mir denn all das wichtig gewesen, was ich jetzt vorgebe für mich wichtig zu sein, wenn die Verluste durch Gewinne ersetzt würden?


Ich habe keine klare Antwort,... oder doch?


Wolfgang

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Tagebuch / Re: Mein Tagebuch nach 24 Jahren Spielen
« Letzter Beitrag von ichWILLWEG am 10 Juni 2021, 07:21:45 »
Hi Olli,

ich kann dich ja verstehen...du bist hier der Profi! Aber nochmals zur Zusammenfassung:

- Meine Frau weis alles...sie hat nun auch die Vollmacht über unser Konto
- Mein Hirn sagt schon seit längerem: Nein....das Spielen macht überhaupt keinen Spass mehr!!! Schon allein der Gedanke, dass ich 10 € noch irgendwo verspiele könnte bringt mich zur Weißglut!

Ich habe nun einen neue Lebensaufgabe und ich kann und ich WILL das meiner Familie nicht antun, dass je wieder anfange zu spiele! Ich sehen nun das Leben neben den OC´s und das ist genial!

Zu einer Therapie will und werde ich nicht gehen....ich will den Weg der absoluten finanziellen Kontrolle gehen! Wie schon oben erwähnt, könnte ich aktuell keinen CENT irgendwo einzahlen! Gamban läuft auf Jahreslizenz!
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Fragen & Hilfe / Re: Ich habe heute Entschlossen Hilfe anzunehmen
« Letzter Beitrag von Dennis47 am 10 Juni 2021, 02:36:18 »


Ich hatte meine Sucht anfangs auch gut im Griff, immer nur kleinere Beträge, nix das unbedingt weg tat.

Vor 2 Jahren begann es dann wieder richtig, garnicht in casinos sondern ONLINE.

Durch das gucken von livestreams, hab ich mich beeinflussen lassen und natürlich auch mal probiert. Bei denen waren ja immer dicke Hits.

Resultat: die letzten 2 Jahre waren sehr hart, für mich und meine Beziehung. Kredite mussten aufgenommen werden um Schulden zu bezahlen, ich lieh mir heimlich Geld um zu spielen.

Einerseits muss Ich immer wieder daran selbstkritisch an meine Aussage damals denken, dass das reine Zuschauen von Streams positive Lerneffekte mit sich bringen kann. Aber mittlerweile weiß Ich, dass das bei vielen Menschen eher anregend und suchtfördernd ist. Viele fühlen sich halt dabei getriggert, was die Disziplin jener überrumpelt.

Grundsätzlich sind Corona-Krise sowie die Entwicklung der Online Casinos sehr problematisch parallel gewachsen, wobei die Casinos im Internet als einzige Möglichkeit zu spielen sicher einen enormen Zulauf bekommen und wohl auch behalten haben.

Ich kann dir einen guten Ratschlag geben, vor allem in Bezug auf deine Online Aktivität.
Kein unreguliertes Zocken ohne eine Geld Einzahlung. Egal welcher Finanzdienstleister hierfür genutzt wird, aber du kannst bei deiner Bank veranlassen, für jegliche Online Überweisungen gesperrt zu werden. Mach das, denn wenn dir in Suchtphasen die Möglichkeit fehlt Geld einzuzahlen, hast du dir selbst den Weg geebnet dich selbst wieder zurück auf den Boden der Realität zu holen.
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Aktuelles und Termine / Re: Frauen
« Letzter Beitrag von TAL am 09 Juni 2021, 22:28:19 »
Im mittleren Alter, männlich, weiß, gebildet, privilegiert, fester Job, verheiratet, (zwei) Kinder, Eigenheim.
Auch hier könnte man sagen: "Warum? Der hat doch alles.", und er denkt genau das auch selbst, nachdem er mal wieder sein Gehalt versenkt hat.
Ich verstehe den Unterschied also nach wie vor nicht so wirklich.

Was ist daran 'typisch Frau'? Das Übliche "Ich versehe mich selbst nicht, ich bin doch sonst so stark.", was wohl alle Süchtigen gemein haben (mich inklusive), taugt da jedenfalls nicht so wirklich als Alleinstellungsmerkmal.
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Fragen & Hilfe / Re: Hilfe! Seelisch am Ende
« Letzter Beitrag von Devilslady am 09 Juni 2021, 22:04:55 »
Hallo Pich

Nun Dein erster Eintrag ist über 1 Monat her und ich wollte fragen, wie es Dir geht und wie dein Weg voran geht?
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Fragen & Hilfe / Re: Ich habe heute Entschlossen Hilfe anzunehmen
« Letzter Beitrag von Devilslady am 09 Juni 2021, 21:54:46 »
Hallo Patrick

Willkommen im Forum. Du hast den ersten wichtigen Schritt getan, du hast Dein Problem
 erkannt und willst es angehen.
Ich wünsche dir viel Erfolg.
Du schaffst das.

Liebe Grüße Devilslady
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Aktuelles und Termine / Re: Frauen
« Letzter Beitrag von Devilslady am 09 Juni 2021, 21:50:19 »
Huhu

Tatsächlich staune ich in den Tagebüchern hier doch einige Frauen zu finden und freue mich. Klar ist es auch super sich mit Männern auszutauschen,  aber unter Frauen ist das nochmal anders.
Ich glaube tatsächlich,  dass da ein gesellschaftliches Stigma herrscht. Wenn mir jemand sagt, der Kerl ist spielsüchtig oder Alkoholiker,  dann denke ich so, oh man scheisse. Wenn man mir sagt, he die und die ist Spielerin oder Alkoholikerin (am besten noch Ehefrau und Mutter) denke ich, oh krass, wieso,  sie hat doch alles.
Zumindest denke ich über mich so. Ich bin keine Alkoholikerin aber spielsüchtig, und das als Frau, verheiratet und mit Kindern.
Es ist schwer zu verstehen, sogar für mich.
Aber eins verbindet uns dennoch alle, egal ob Frau oder Mann, wir wollen den Weg schaffen und gehen es an.

Grüssle Devilslady
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