Glücksspielsucht => Glücksspielsucht Allgemein => Thema gestartet von: Syssi am 06 Juli 2020, 20:15:18
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Hallo,
Ich stelle mich mal kurz vor, ich bin 23 Jahre alt, komme aus Berlin und bin seit ca. 4 Jahren spielsüchtig.
Als ich das erste Mal gespielt habe, hatte ich das berühmte Anfängerglück. Kurze Zeit später wurde ich dann zum Gewohnheitsspieler und bald schon zum Süchtigen.
Ich glaube eins der Hauptproblem ist bei mir, dass ich nur exzessiv spiele, wenn ich wirklich in Geldproblemen stecke. Hatte ich mal was auf der hohen Kante, habe ich mir davon Sachen gekauft, die mich glücklich gemacht haben (neue Fußballschuhe, Kino, Essen etc.).
Seit ca. 1Jahr ist es aber nun echt schlimm geworden, ich habe kurzzeitkredite aufgenommen, mich verschuldet und mein Gehalt schon am Tag des Zahlungseingangs verzockt. Ich habe mir jeden Tag bevor mein Gehalt kam ausgerechnet, wie viel ich für den Monat zahlen muss, und wenn mein Gehalt dass nicht gedeckt hat, verzockt.
Kurz und knapp: meine Lage ist desaströs.
Mit meiner Mutter habe ich schon zweimal darüber geredet, aber immer erst wenn ich das Geld verzockt habe. Als ich letzte Woche wieder einen Rückfall hatte, habe ich sie heute um Hilfe gebeten. Sie ist komplett ausgerastet. Was ich auch 100% verstehe.
Ich bin in psychologischer Behandlung, werde die Woche auch wieder zur SHG gehen.
Mein Konto habe ich heute meiner Mutter übergeben. Außerdem werde ich ein paar extreme Entzugsexperimente machen, wenn sie mir helfen teile ich sie auch gerne mit euch.
Heute ist Tag 1 und wenn es niemanden stört würde ich meinen weiteren Gang mit euch teilen.
Alles Gute euch!
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Hallo Syssi,
schön das du hier bist. Spielst du immer in OC? Wenn ja dann sperre dein Online Banking und besorg dir eine Antigambling Software.
Das du dein Konto deiner Mutter übergeben hast ist der richtige Weg, auch das du in Behandlung bist und diese Woche zur SHG gehen willst finde ich toll.
Ich sende dir viel Kraft und hoffe das du weiterhin berichtest.
LG Boris
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Danke Boris0,
Ja das Gespräch mit meiner Mutter war echt hart, wird es auch für jeden sein, der da durch muss, aber es war notwendig.
Ich schreibe in ein paar Tagen wie der Stand ist.
Beste Grüße
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Hat vielleicht noch jemand Tipps, wie man generell sicherstellen kann, dass man nicht an das Geld auf dem Konto kommt? Tan und Zugang habe ich abgegeben, aber ich meine sowas wie eine Überweisungsermächtigung, dass man nur überweisen kann, wenn es durch jemanden anderes bestätigt wird.
Weniger für mich, da ich ja therapiert werde, sondern vielmehr für meine Familie, dass sie sehen, dass ich mich bemühe
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Hi Syssi. Kann mir vorstellen dass die Reaktion deiner Mutter hart war. Verständlich, aber trotzdem hart. Trotzdem super von dir, dass du zu deiner Sucht stehst. Weiss nicht was du mit extremen Entzugsexperimenten meinst, aber mach das auf jeden Fall unter Betreuung. Spielsucht ist etwas anderes als Drogen, bei denen eine art Schock-Entzug möglich ist. Egal, ich bin da nicht der Experte, zbd eder muss seinen Weg finden um damit umzugehen. Ich kann dir lediglich die langfrist planung mit auf den weg geben. Das heisst bloss nüchtern werden auf die schnelle wird dir nicht helfen, sondern langfristiges auseinandersetzen mit deiner Sucht und Kontrolle darüber erlangen.
Dazu gehört auch das Geldmanagement, das du ja auch entsprechend angepackt hast. Von anderen hier habe ich gelesen, dass sie nur noch Geld in Form von Gutscheinen erhalten. Das heisst anfangs Montag erhalten sie dann einen rewe oder aldi gutschein mit einem gewissen betrag. Jeder Einkauf wird dort dann abgezogen. Bargeld ist nicht.
Die meisten E-Banking unterstützen, dass Rechnungen / überweisungen noch von jemandem akzeptiert werden müssen. Das lässt sich einrichten, rede mit deiner Bank und Mutter darüber.
Viel Kraft!
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Danke für die Antwort wombelero. Dann werde ich das onlinebanking dementsprechend einrichten. Mit Entzugsexperimenten meine ich, dass ich, wenn ich mich bereit fühle, in eine Spielothek gehe oder online etwas einzahlen und dann versuche gegen die Verlockung anzukämpfen. Aber wie gesagt er wenn ich das alles im Griff habe.
Heute folgt noch das Gespräch mit meinem Vater, wenn ich das überlebe melde ich mich zum Stand der dinge😅
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Hi!
Mit Entzugsexperimenten meine ich, dass ich, wenn ich mich bereit fühle, in eine Spielothek gehe oder online etwas einzahlen und dann versuche gegen die Verlockung anzukämpfen.
Nehmen wir an, Du wärest allergisch auf Brennesseln. Bisher hast Du Dir nichts dabei gedacht, wenn es mal wieder juckte und die Pöckchen viel größer und dicker wurden, als bei Anderen.
Nun weisst Du aber Bescheid und bist froh, dass diese Dinger nun langsam verschwinden und Du auch den Grund - eben die Allergie - kennst.
Würdest Du also nach einer gewissen Zeit Dir die Beine frei machen und durch ein Meer aus Brennesseln laufen? Nur um zu sehen, ob die Allergie weg ist?
Das ist ein gefährliches Unterfangen, was Du da im Sinne hast und ich rate Dir eindringlich davon ab.
Was hast Du denn auch davon? Einmal hineingehen oder einzahlen - dem kann doch jeder wiederstehen. Um Dich wirklich zu testen müsstest Du aber regelmäßig diesen Test wiederholen!
Wie brandgefährlich das ist, brauche ich ja wohl nicht erwähnen.
Weisst Du ... ich habe 20 Jahre gespielt. Doch als mir bewusst wurde, wie selbstverletzend das Glückspiel für mich ist, da brauchte ich keine Tests.
Über die zwei Jahrzehnte habe ich immer mal mehr und mal weniger gespielt. Es war eine Berg- und Talfahrt. Jedes Mal fing es nach einer Pause wieder klein an und steigerte sich kontinuierlich.
So habe ich mir bewiesen, dass ich dem Glückspiel gegenüber machtlos bin. Nicht im jeweiligen Moment, sondern eben über einen längeren Zeitraum hinweg.
Dabei brauche ich Glückspiel nicht zum Überleben! Es ernährt mich nicht und ich kann es nicht atmen. Es verhilft mir nicht Vitamine zu erzeugen, wie das Sonnenlicht.
Weder der atmosphärische Druck, noch sonstige physikalische Voraussetzungen, die Leben erst zulassen, werden durch Glückspiel bedient.
Allerdings übt Glückspiel, in der Form, in der wir es nutzen, eine Ersatzfunktion aus. Es befriedigt ein meist unbekanntes Bedürfnis.
Es liegt nun an Dir, im Sinne einer Aufgabe, bzw. Herausforderung, dem Grund der Ersatzhandlung auf den Grund zu gehen.
Ich bin jetzt so einige Jährchen glückspielfrei. Es geht mir gut. Habe für mich meine "Gründe" aufgeschlüsselt und habe mich von den Personen getrennt, die mich zu etwas machen wollten, was ich nicht bin. Ich lasse mich nicht mehr klein und minderwertig machen, nur damit sich der Andere erhaben fühlen kann und so seine Form der Bestätigung erhält.
So brauche ich also keine Ersatzfunktion mehr ausleben. Ich benötige das Glückspiel nicht mehr. Ich habe mir bewiesen, dass es mir ohne Glückspiel einfach besser geht.
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Das habe ich befürchtet. Ich persönlich (spreche hier von meiner Wenigkeit als Süchtiger und in keiner Weise als Therapeut oder so) finde solche Ideen gar nicht gut. Ich habe keinen Zweifel daran, dass du standhaft bleibst während du dort bist. Aber ich würde befürchten, dass diese Eindrücke an dir nagen werden und dich unnötig über längere Zeit unter Druck setzen.
Dasselbe gilt auch für die online streams von irgendwelchen leuten. Man sieht ja dort auch immer nur die grossen gewinne, aber nie das Leid.
Mich persönlich verfolgen die Gedanken ans spielen ohnehin dauernd, dass ich die Eindrücke nicht verstärken will. Du könntest mich heute ins schönste Casino setzen und Freigeld geben oder mich einloggen in ein OC und ich würde nichts machen. Aber ich will die Eindrücke nicht wachrütteln und verstärken.
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Hättest du viele Schulden Olive?
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Ja ich weiß was ihr meint, für mich geht es in diesem Zusammenhang nur darum, mir selbst zu beweisen, dass ich das spielen nicht brauche. Das Beispiel was ich genannt habe war vielleicht etwas aus der jetzigen Euphorie geboren, dass ich das Problem jetzt mit allem anpacke was ich aufbieten kann.
Ich meinte eher damit, dass ich das verlangen an der wurzel bekämpfen möchte(wenn es irgendwann geht). Bombardiert wird man überall mit der Möglichkeit zum Glücksspiel, egal ob auf Youtube, Fernsehen oder an der nächsten Straßenecke. Mir geht es nur darum dieses Verlangen aus meinem Leben zu verbannen, dass das natürlich immer Teil meines Lebens sein wird und mich begleitet ob ich will oder nicht weiß ich.
Ich hoffe einfach das die getroffenen Maßnahmen Wirkung zeigen und danke euch für eure Antworten!
Beste Grüße
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Hallo Sissy,
Herzlich Willkommen im Forum,
bist Du im Studium, oder noch in der Berufsausbildung? Ich frage, weil ich mir die Dimension des von Dir verspielten Geldes vorstellen möchte. Das hilft mir aber nicht weiter, nur der Gedanke, wie kann ich das - den Gedanken - aus meinem Gehirn verbannen. Ich habe diesen Schlußstrich noch nicht gefunden, und ich könnte, so die Rückmeldung meines früheren Therapeuten, mich nicht gemütlich in eine Spielhalle, auf eine Tasse Kaffee setzten. Der Spielbetrieb geht dann wieder in meinem Kopf um, egal wie lange ich nicht mehr spiele.
Dem heißt es, etwas entgegen zu setzten, also etwas positives aufbauend - positives zu tun. Der Mutter das Konto anvertrauen, da rückt mir mein alter Therapeut wieder nahe, und meine Sünden aus meiner Spiel - Zeit werden mir wieder wach... Es loszulassen, , das heißt auch die Hintergründe zu erfragen, .
Ich wünsche Dir ein Gutes Ankommen.
schöne 24 Stunden
Andreas
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Aus Erfahrung und dem bla bla kann man leider schließen, dass da noch jemand lange nass bleibt so wie ich
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Aus Erfahrung und dem bla bla kann man leider schließen, dass da noch jemand lange nass bleibt so wie ich
Hallo Imkreis,
ich verstehe Dein Posting gerade nicht. Wie können aus erlebten Erfahrungen , die nur aus "bla bla" bestehen, grundfeste Bezugspunkte entstehen?
Du bist lange "nass" geblieben, , siehst Du in dem Beitrag einen Spiegel Deiner selbst, und siehst Du schon einen Weg der Genesung, der sich lohnt zu gehen? ???
schöne 24 Stunden
Andreas
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Andreas ich bin so durch, da hilft gar nix mehr
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Weil die meisten hier so wie ich mitbekomme spielen, bis auf paar Häuptlinge. Gerade die hier neu erscheinen berichten über Monate, dass sie doch wieder spielen
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@andreasg
Ich bin noch im Studium, studiere Jura und diese abwärtsspirale hat sich leider auch auf meine Noten ausgewirkt, aber insgesamt stehe ich kurz vor dem Examen, weswegen mein Ansporn jetzt mit dem Spielen aufzuhören sehr hoch ist. Ob es klappt steht wie wir alle wissen auf einer anderen Seite.
@imkreis85
Ich schreibe hier, weil ich hoffe das es mir hilft offen damit umzugehen und vielleicht auch anderen. Ich hoffe für dich und mich das wir es schaffen
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@imkreis
Lies mal ein paar Posts der verschiedenen Tagebuchschreiber. Das sind nicht alles "Häuptlinge". Du kannst da auch hinkommen!
LG Ilona
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Hallo Sissy,
das ist ein großer Umbruch, vor einem wichtigen Lebensabschnitt. Da wünsche ich Dir viel Kraft, Mut und Hoffnung. Manchmal steht eine "Angst vor dem Unbekannten, oder der eigenen Courage im Wege, das kenne ich wohl auch von mir, habe es aber - seiner Zeit - verspielt. Hilfe habe ich mir erst geholt, als ich es normal empfand, meinem Leben ein Ende zu setzten, und solange weiter zu spielen.
Erst als ich mich meiner Mutter gegenüber öffnen konnte, war ich bereit, mir Hilfe zu suchen, zuerst bei der Kripo, dann bei der Hausärztin, und dann in der Selbsthilfegruppe. Der Zusammenhalt innerhalb einer Familie wird einer Belastungsprobe ausgesetzt, aber die Familienbande sind oftmals stärker.
Externe Hilfe halte ich aber für sehr relevant für die Genesung, deshalb, ich habe Ilona bei Dir gesehen, der Verweis an die Hotline - Nummer: 088 0776611.
schöne 24 Stunden
Andreas
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@Imkreis: ich hatte viele Rückfälle,aber mit immer mehr Hilfe, mehr Hürden ,mit dem Therapeuten an den Ursprungsproblemen gearbeitet und arbeite noch dran,wurde es immer besser und jetzt bin ich 2 Jahre und 9 Monate spielfrei. Das ist Arbeit,kostet Überwindung und Zeit und ich muss an meine Gefühle dran,aber ich hab einen Schritt nach dem anderen gemacht. Mit dem Geldmanagement ging es sehr viel langsamer als von mir gehofft,aber ich habe für den zwischenzeitlichen Frust immer wieder andere Lösungen gefunden und mit dem Therapeuten neue Wege erarbeitet,wie ich damit wieder klar komme. Da gibt es viele Kleinigkeiten ,die ich in meinen Verhalten,meinem Tagesablauf verändert oder weggelassen habe.
Freunde,Verhaltenstherapie,SHG und dieses Forum helfen mir bei der Spielsucht und es lohnt sich. Ich muss weiter am Ball bleiben und zwei Dinge für mich noch klären ,aber es geht mir sehr viel besser.
Du kannst es auch schaffen,aber du musst dafür vieles in kleinen Schritten ändern. So langsam wie die Spielsucht gekommen ist,wird sie nicht wieder gehen wollen. Sie klammert,jammert , bettelt und wird wütend,wenn du sie rauswerfen willst. Aber irgendwann ist sie vor der Tür und dann machst du sie zu. Die Sucht wütet draußen weiter und du bist erleichtert drinnen und hast ein Grinsen im Gesicht und fühlst dich gut.
Der Aufwand lohnt sich,hol dir dein Leben zurück,holt es euch alle zurück!!
LG Wolke
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Meint ihr ich schaffe es bis Ende Januar Arbeit zu finden? Habe so große Angst vor Hartz4 mit meinen Verpflichtungen. Will jetzt Ende Juli in die Offensive gehen. Nen Drucker hab ich mir tatsächlich noch zu legen können für 90 Euro bis das geld verspielt war und essen habe noch reichlich zum Glück, aber kein Geld für Bewerbungsbilder. Notfalls dachte ich mir schon, Schufa biste eh, Hartz4 ist nicht pfändbar, Ratenzahlungen haste auch schon, soll's doch kommen wie es kommt, aber hatte noch nie Hartz 4 und würde die nächste Etappe doch lieber vermeiden. Alg 1 läuft jetzt noch bis einschließlich Januar 2021 suche eher normale Tätigkeiten habe zwei Ausbildungen abgeschlossen, aber würde gerne etwas weniger mit Menschen arbeiten :p
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Hallo imkreis,
natürlich schaffst du das und wenn du Arbeit hast,biste deine Schulden auch schnell wieder los,du musst aber auch jetzt schon was gegen die Spielsucht machen,denn wenn plötzlich mehr Geld da ist,wächst der Druck.
Welche Arbeit mit Menschen stellst du dir denn vor? Haben deine 2 erlernten Berufe was damit zu tun?
LG Wolke
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Ja der erste ist im medizinischen Bereich und der zweite im Handel. Tja beim letzten Arbeitgeber gab es 1800 euro Netto und hab's nur verjubelt. Hätte schon in den letzten 2 Jahren 5 Mal alles bezahlen können oder so hält ihr versteht mich schon, aber egal nun, es ist nun Mal nicht so...
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und gensu deshalb ist Himfe zur Selbsthilfe so wichtig, Imkreis,
die Verpflichtung zur Abstinenz, u d das Aufarbeiten der Rückfälle,
einen Finanzplan erstellen, der variabel gestaltet ist, so daß Investitionen und Annehmlichkeiten auch Zeit und Raum finden, und daß wir - die Spieler Ruhe finden, mit unseren Geldgedanken.
Der Kopf sagt: hättste doch,u d wärste bloß. .. aber es gilt den Verstand zu schärfen,, mit immer wävrenden neuen Situationen.
Rknen wunderschönen Gjten Morgen
Andreas
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Kleines Update von mir, habe jetzt die erste Woche hinter mir, schwierig zu erklären, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass das outing sich positiv auf meine Beziehung zu meinen Eltern ausgewirkt hat. Und ich habe das erste Mal seit langer Zeit ein paarwirklich coole Tage gehabt und bin auf jeden Fall sorgenfreier als zuvor. Manchmal denke ich ans spielen, aber bis jetzt habe ich alles im Griff.
Aus der Reaktion meiner Eltern und meines Bruders kann ich nur jedem ans Herz legen seine Familie mit ins Boot zu nehmen falls das möglich ist. Natürlich wurde auch ich den ersten Tag an den Pranger gestellt, und musste mir erstmal einige Sachen anhören, aber danach kam nur noch Unterstützung.
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Hallo Sissy,
Entspannung tut not,
noch ein paar Runden spielen, die vertraute Methode der Entspannung - die ja gar keine Entspannung ist - im Gegenteil! Gut, daß Du Dir treu geblieben bist, und nicht gespielt hat, bravo!
Die liebe Familie: jede, jeder hat einen Rucksack auf dem Rücken, und jede, jeder hat seine Familiensaga dadrinnen gut eingepackt. Wenn ein Familienmitglied seinen Rucksack mal aufmacht, weil es die Last alleine nicht tragen kann, dann werden die anderen Mitglieder der Sippschaft auch rigoros daran erinnert, daß sie ein mit Mühsal und Scham belegtes Gepaäckstück mit sich tragen, und dann kommt es schon mal zum grolligen Zähneknirschen. Was sagte mein alter Doc: Das Blut der Familienbande ist fester, es stabilisiert. Gut für Euch alle, diesen Weg in Angriff genommen zu haben!
Liebe Grüße
Andreas
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Hey Sissy,
sprich in der SHG über Skills,damit du vorbereitet bist,wenn der Suchtdruck kommt.
Jetzt steht die Erleichterung des Outings noch im Vordergrund,aber wenn der Alltag einkehrt,dann kommt der Suchtdruck.
Sprich das Thema Suchtdruck/Skills mal in der Gruppe an und gehe sie theoretisch durch oder probiere einige auch schon mal in der Praxis.
Und es ist super,dass du eine Woche geschafft hast und du vom Kopf her mal entspannen kannst,aber je mehr du an dir arbeitest,desto mehr festigt sich das.
Alles Gute und LG
Wolke
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Danke an euch für die hilfreichen Beiträge, ich melde mich falls es Neuigkeiten gibt @wolke und @andreasg !