Glücksspielsucht => Tagebuch => Thema gestartet von: Kayser am 30 Dezember 2025, 08:29:36
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Guten Morgen zusammen,
Ich hatte nicht auf dem Schirm das ich das Profil bereits 2019 eröffnet habe. Also schien ich bereits vor 6 Jahren bereits die Gewissheit zu haben Spielsüchtig zu sein und habe allerdings nur wenig bis jetzt dagegen unternommen.
Zu meine Geschichte:
Bis ich ca. 20 Jahre alt war war ich ein absoluter Gegner gegen Casinos. Ich konnte mir nicht vorstellen wer in solche Läden hineingeht nur um EVENTUELL etwas zu gewinnen. Mein logischer Verstande sagte mir da schon, das die Läden und die paar wenigen Gewinner von ganz, ganz vielen Verlierern gesponsert werden.
Nun denn: Mein damaliger bester Freund wollte unbedingt zocken, also habe ich mich eines Tages verleiten lassen. Natürlich habe ich, wie fast alle hier, mit einer ganz kleinen Einzahlung angefangen (es dürfte höchstens 5€ gewesen sein! Habe relativ gelangweilt auf 5cent gestellt, etwas gespielt und bereits nach ca. 1€ Verlust auf einen Schlag 7,50€ erhalten! Jackpot! Heute denke ich immer wieder an diese Situation zurück und bin mir sicher das dieses Bild der Auslöser für alles nachfolgende gewesen ist !
Anschließend bin ich ab und zu mal ins Casino gegangen. Mal 2x im Monat, dann mal wieder 3 Monate gar nicht. Auch die Einsätze hielten sich stets in machbaren Grenzen (Mal 10€, mal 30€) und ich hatte mich soweit unter Kontrolle das ich auch mal Gewinne ausgezahlt habe.
Dies steigerte sich dann natürlich nach und nach. Die Einsätze, Gewinne aber natürlich auch die Verluste nahmen zu. Früher bin ich mit einem festgelegten Betrag ins Casino, war dieser Weg war es fürs Erste mal vorbei bis zu nächsten Besuch. Später bin ich vom Casino zur Bank und wieder zurück. Teilweise sogar mehrfach. Da keimte schon der Gedanke in mir: Okay! Irgendetwas stimmt hier nicht! So soll und darf es nicht laufen! Aber den Gedanken ,,Sucht“ schob ich viele weitere Jahre Weg! Denn süchtig werden nur andere, ich doch nicht! Tja der Selbstbetrug lief auf höchstem Level!
Später mit den Jahren hörte ich mit den Spielotheken auf, aufgrund der Begrenzungen die es dort gab. Man konnte sein Geld einfach nicht mehr schnell genug verzocken und auch das gesamte Umfeld störte mich mittlerweile.
Ich denke ein halbes Jahr war ich Spielfrei gewesen. Es war ein tolles Gefühl. Endlich konnte ich mal etwas Geld auf Seite legen, ich brauchte nicht mehr Händeringend auf das nächste Gehalt warten. Kurzum: Eine geile Zeit!
Doch dann saß ich Abends vor meinem Laptop und zockte normale Single-Player Games! Auf einmal schoss mir ein Gedanke durch den Kopf: Es gibt alles im Internet also sollte man auch online in einem Casino spielen können! Da war ich, denke ich ca. 30 Jahre alt.
Wieder begann der Kreislauf von vorne. Erst kleinere Einsätze dann größere. Erst war es wieder, scheinbar, kein Problem, dann wurde es wieder einer!
In dieser Zeit lernte ich meine damalige Freundin und jetzige Ehefrau kennen.
Meine Spielerei hatte nun zum ersten Mal wirklich ernsthafte finanzielle Konsequenzen. Lastschriften und Daueraufträge konnten nicht bearbeitet werden, weil ich einfach blank war. Ich hangelte mich von Woche zu Woche. Lieh mir dann Geld von Freunden um meine offene Rechnungen zu bezahlen, zahlte das Geld zwar stets zurück aber manchmal verzögert oder ohne vorige Absprache in Raten! Ein wirklich mieser und beschämender Zug von. Es wurde letztendlich sogar so schlimm das ich meiner Ehefrau vorletztes Jahr alles gestanden habe. Sie war sichtlich schockiert, wobei ich mich frage ob sie insgeheim nicht bereits früher etwas unbewusst wahrgenommen hat.
Nach dem Geständnis waren wir bereits wenige Tage danach bei der Caritas in einer Einzelsitzung. Ich habe alles wiedergegeben wie hier und noch ausführlicher. Es überraschte mich wie leicht es mir doch viel mich vor einer fremden Person zu öffnen.
Jedoch war ich von ihrer Reaktion (im negativen) überrascht, allerdings erst im Nachhinein. Sie äußerte sich ungefähr so:,, Es ist kein guter Weg den sie beschreiten, davon sollten sie Abstand nehmen. Aber sie haben das ja doch irgend unter Kontrolle. Bevor sie nochmal spielen wollen, rufen sie mich bitte vorher an! Dann sprechen wir noch einmal darüber!“
Für mich war das eine Bestätigung:
Ich bin doch gar kein hoffnungsloser Fall, das klappt schon irgendwie! Dann spiele ich halt einfach weniger und mit weniger Einsätzen!
Das funktionierte wenige Monate wo ich wirklich abstinent gewesen bin.
Da ja mittlerweile auch die Online Casino (legale) beschränkt wurden und mich dort das Spielen nicht mehr reizte wechselte ich zu den Illegalen Curacao Buden. Dort konnte man noch ,,richtig“ mit ,,Vergnügen“ spielen! Und seitdem ist es eine weitere Abwärtsspirale! Anfang dieses Jahres habe ich meiner Frau erneut gestanden erneut zu spielen, lehnte jedoch direkt einen Caritas Besuch ab. Diesen empfand ich, für mich, einfach nicht als hilfreich! Ich versprach ihr es alleine unter Kontrolle zu bekommen, was auch mal wieder für 3-4 Monate funktionierte. Dann kam wieder der Impuls: Komm‘ Probier es doch noch einmal! Du hattest in der Vergangenheit auch wirklich tolle Bilder mit teilweise Einzelgewinnen von bis zu 2500€!
Und diesen Bilder jage ich förmlich nach. Immer und immer mehr, obwohl mir klar ist das ich niemals mehr meine Verluste ausgleichen kann. Und selbst wenn: Die Gewinne verspiele ich ja doch wieder.
Nun ist es die letzten Monate so schlimm geworden das ich bereits Anfang Dezember 2000€ verspielt habe! Zum ersten Mal in meine Berufsleben habe ich 100% Weihnachtsgeld erhalten und die waren innerhalb einer Woche bereits weg! Und alleine von gestern auf heute habe ich 700€ vom neuen Gehalt verspielt! Und noch schlimmer als das: Ich spiele sogar manchmal, wie letzte Nacht, auf meiner Arbeit!
Wenn ich darauf zurückblicke wird mir richtiggehend schlecht!
Ich will aufhören! Nicht für eine gewisse Zeit sondern für immer! Ich bin mittlerweile 40 Jahre alt und möchte wenigstens mal was fürs Alter ansparen! Oder generell Geld haben wenn etwas unvorhergesehenes passiert oder wenn ein Urlaub mal teurer werden sollte!
Ich nehme mir vor zumindest 1-2x Woche das Tagebuch hier zu führen. Ich halte das, für mich, für einen guten Rhythmus.
Wie macht ihr anderen Schreiber das denn? Denkt ihr selbstständig daran euer Tagebuch zu führen? Macht ihr euch Erinnerungen dafür?
Vielen Dank für die Zeit des Lesens und sorry für den langen Text, der aber immer noch zu kurz für meine Spielergeschichte ist.
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Hi Kayser und herzlich willkommen!
Schreibe Dein Tagebuch genau so, wie Du es schreiben möchtest. Es ist keine Pflicht, kein Zwang. Aber Du kannst hier niederschreiben, was Dich bewegt. Sei da einfach nur authentisch. Es geht nicht um Perfektion oder einfach nur "alles richtig" zu machen. Ganz im Gegenteil, Fehler sind ausdrücklich erlaubt! Jetzt fragst Du Dich sicher, wieso? Nun, wenn Du wieder zur Caritas gehst, wenn Du in eine SHG gehst, wenn Du ins Samstagsmeeting kommst ... dann wirst Du klitzekleine Veränderungen durchmachen, die Du selbst gar nicht wahrnimmst. Doch wenn Du in einem halben Jahr z.B. Dein Tagebuch noch einmal durchliest, dann merkst Du die Unterschiede und hoffentlich wirst Du dann intrinsisch bestärkt in Deinem Handeln.
Tja, ich selbst war 6 Jahre bevor ich abstinent wurde, in meiner SHG. Ich habe gar nicht so wirklich verstanden, was sie mir da so sagten. Vielleicht war es auch der Kommunikationsart geschuldet, wir arbeiteten mit Wortmeldungen. Und wenn dann ein Dauerredner endlich seine Rede gehalten und 4 weitere Personen am diese oder weitere Themen eingegangen waren, da hatte ich meine Idee für meine Wortmeldung wieder vergessen. Also wurde ich der große Schweiger in der Runde.
Tatsächlich war ich selbst aber auch noch gar nicht bereit mit dem Glücksspiel zu brechen. Daher behaupte ich heute von mir, dass ich keine Rückfälle, sondern immer nur Spielpausen beendet hatte. Als ich aber am 01.07.06 um 0 Uhr fast föllig blank vor der Spielhalle stand, die ich gerade verlassen hatte, da wusste ich tief in meinem Herzen, dass eine Ära abgeschlossen sein wird. Ich wusste nicht wie ich abstinent leben sollte, wie ich der verlockenden Stimme in meinem Oberstübchen Einhalt gebieten kann ... es war mir alles egal! Es war mir egal, welche Schwierigkeiten ich zu überwinden hatte, ich würde sie meistern.
Eine Ausnahme hatte ich ... ich war der festen Überzeugung, dass ich niemanden benötigte (Therapeut, Berater, etc.), der mir sagte, wie Sch...e ich war. Das geschah ja oft genug in meiner Familie. Natürlich war das nur ein Schutzmechanismus. Natürlich agieren die ganzen Profis absolut anders, ich habe später so einige kennen gelernt.
,, Es ist kein guter Weg den sie beschreiten, davon sollten sie Abstand nehmen. Aber sie haben das ja doch irgend unter Kontrolle. Bevor sie nochmal spielen wollen, rufen sie mich bitte vorher an! Dann sprechen wir noch einmal darüber!“
Ganz ehrlich? Weisst Du, wie das hier für mich klingt? Nun, als wären die Worte der Beraterin durch Deinen Dir eigenen Filter gelaufen. Es ist kein guter Weg, dem Glücksspiel so viel Raum zu geben. Daher solltest Du davon Abstand nehmen. Darin hat sie Dich bekräftigen wollen. Doch was könnte sie mit der Kontrolle gemeint haben? Du bist derjenige, der sich seiner Sucht stellen muss. Du bist derjenige, der Veränderungen, auch manchmal mit Schmerz verbunden, einleiten muss. Dies kann Dir keiner abnehmen. Aber Du hast genau diese Kompetenzen in Dir. Wie heißt es so schön: Um zu genesen, hast Du bereits alles, was Du brauchst.
Dann kommt der Punkt, wo sie Dir ganz klar eine Hilfe sein möchte. Wenn Dich der Suchtdruck plagt, wenn die Sucht in Dir zu diskutieren anfängt, dann hilft ... reden! Wenn Du erst anrufst, wenn es zu spät ist, dann steckt der Gedanke des Versagens oder der Dummheit in Dir. Doch wenn Du vorher anrufst, dann hast Du die Chance das Spielen noch abzuwenden.
Ist dies nicht auch eine Form der Kontrolle? Aber ja! Sie hat sie Dir zugetraut und Du wirst vielleicht heute beweisen können, dass sie sich nicht geirrt hat.
Ich selbst habe mich mein Leben lang, bis zur Abstinenz, selbst erniedrigt, weil ich in meiner Kindheit bis ins Erwachsenenalter hinein gelernt habe, dass nichts, was ich tat, den Anforderungen, die in mich gesetzt wurden, gerecht werden konnte.
Ich habe das kindliche Verhalten, eine Schuld bei mir zu suchen, erst später ablegen können.
Daher kann ich verstehen, wie Du Deinen Beitrag begonnen hast. Indem Du die Personen, die Casinos aufsuchen, schlecht redest, machst Du dies mit Dir selbst.
Aber Du hast eindeutig die Kompetenz, Dir Unterstützung zu suchen. Du wirst auch noch viele weitere Kompetenzen besitzen, von denen ich gar nichts weiss. Die Sucht ist immer nur ein Teil von uns. Wir sind nicht unsere Sucht - wir sind weitaus mehr!
Komme am Samstag ins Webmeeting, wenn Du magst. Installiere Dir den kostenlosen Zoom-Client und klicke um 19 Uhr auf den Link in meiner Signatur. Oben auf der Seite verweist auch ein Link auf einen Thread, in dem noch mal alles beschrieben steht.
Schön, dass Du den Mut gefunden hast, Deinen Beitrag zu verfassen. Ist Dir bewusst, dass dies auch ein mutiger Schritt war?
Höre einmal genau jetzt in Dich hinein und frage Dich, was Du gerade fühlst.
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Hallo Kayser!
Im Grunde sagte die Frau von der Caritas genau die Worte, welche dir zu dieser Zeit so richtig in den "Kram passten" . Du wolltest nichts anderes hören.
Und dabei meinte sie es völlig anders und das wusstest du auch. Aber um beruhigt zocken zu können, drehst du die Bedeutung der Worte in eine Richtung die dir passt.
Wie wenn der Arzt sagt, "ich sehe bei Ihnen keinen Hinweis auf eine Abhängigkeit, aber bevor sie das nächste Bier trinken, rufen sie mich mal an".
Hurra, ich habe alles unter Kontrolle. Das wurde mir von einer mir fremden Person bestätigt. Alles andere gesagte tritt in den Hintergrund. Wirklich wichtig ist nur dieser eine Satz, dessen
Bedeutung ich so interpretiere, das er für meine Zwecke passt. Mit anderen Worten - du wast noch nicht so weit um wirklich Hilfe anzunehmen.
Das ist meine Deutung der Dinge, weil ich es nämlich so von mir kenne ;)
Ich will dir aber nichts unterstellen.
Guten Rutsch
Wolfgang
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Vielen Dank für eure Antworten! Ich habe über eure Aussagen zur Mitarbeiterin der Caritas nachgedacht. Es ging mir nicht aus dem Kopf.
Ich denke das ihr recht habt. Ich habe ihre Aussage wohl bewusst so wahrnehmen wollen als ob ich kein Problem hätte. Habe aber den Rettungsanker (,,Rufen sie mich an BEVOR sie spielen wollen…“) gar nicht erst ergriffen. Auch nicht danach! Ich danke für eure Meinungen, die mir meine Selbstreflexion leichter gemacht bzw. diese erst angestoßen hat.
Ich habe jetzt kein Geld mehr übrig. Es sind alle aktuellen Rechnungen sind offen und das Haushaltsgeld ist auf das gemeinsame Konto geflossen.
Komischerweise habe ich in solchen Momenten gar kein allzugroßes Verlangen zu spielen. Ich frage mich nur warum ich dieses Gefühl nicht auch am Monatsende haben kann, wenn ,,frisches“ Geld hineinkommt.
@Olli Ich werde gerne versuchen am Samstag um 19 Uhr online zu kommen. Jedoch ist es das erste Mal das ich Zoom benutze. Also man installiert es und kann dann einfach auf den Link klicken?
Ich möchte nur dazu sagen das ich extrem introvertiert bin, mich natürlich vorstellen möchte, aber am Anfang eher zurückhaltend bin.
Aber ich glaube das es mir guttun würde mich mit Gleichgesinnten auszutauschen.
Das habe ich leider bis jetzt vermieden. Mein engster Freund ist trockener Alkoholiker seit ca. 15-20 Jahren. Aber ich habe es immer noch nicht geschafft mit ihm darüber zu sprechen obwohl es wahrscheinlich ebenso eine gute Idee wäre.
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Guten Morgen!
Ich danke für eure Meinungen, die mir meine Selbstreflexion leichter gemacht bzw. diese erst angestoßen hat.
So ist das mit der Selbsthilfe ... :) ... Jeder von uns lebt in seiner eigenen kleinen Realität. Sie ist aus Erfahrungen geboren. Es ist ganz natürlich, dass wir zu Überzeugungen gelangen, die wir einfach nicht mehr überprüfen. Die Selbsthilfe hilft durch andere Sichtweisen, die wir annehmen können oder auch nicht. Manchmal braucht es auch, bis sie wirklich da ankommen, wo sie hin sollen. Das ist aber nicht schlimm, alles braucht seine Zeit.
Jedoch ist es das erste Mal das ich Zoom benutze. Also man installiert es und kann dann einfach auf den Link klicken?
Eigentlich ja. Du kannst es ja vorher mal selbst ausprobieren. Voraussetzung ist natürluch ein Mikrofon und Lautsprecher und ggf. eine Kamera. Letztere einzuschalten obliegt Dir alleine ... allerdings ist es schon schöner, wenn jeder von uns "Gesicht" zeigt.
Sehe bitte zu, dass Dein Profilname lediglich Deinen Vornamen hergibt. Du kannst Dir in Zoom ein Profil anlegen und es Deinen Bedürfnissen anpassen. Die Anonymität des Einzelnen ist ein hohes Gut, welches wir nicht brechen wollen.
Ich möchte nur dazu sagen das ich extrem introvertiert bin, mich natürlich vorstellen möchte, aber am Anfang eher zurückhaltend bin.
Mache Dir nicht zu viele Gedanken. Du wirst Deine Scheu vor dem Unbekannten ganz schnell ablegen. Wir stehen da nicht auf einem Podest und schauen auf den "Neuen" runter. Ganz im Gegenteil. Wir werden Themen besprechen, die jemand einbringt und dabei versuche ich immer alle einzubeziehen. Sollte es Dir zu viel werden, ist es Deine Pflicht es auch kund zu tun. Du sollst Dich wohl fühlen in der Gruppe.
Mein engster Freund ist trockener Alkoholiker seit ca. 15-20 Jahren. Aber ich habe es immer noch nicht geschafft mit ihm darüber zu sprechen obwohl es wahrscheinlich ebenso eine gute Idee wäre.
Nicht "wäre" ... es ist eine gute Idee. Wenn irgendwo keine Spielergrupppen zur Verfügung stehen, dann sollte man in eine Alkoholiker-SHG gehen. Da sind wieder nicht die Unterschiede wichtig, sondern die Gemeinsamkeiten.
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"Mein engster Freund ist trockener Alkoholiker seit ca. 15-20 Jahren. Aber ich habe es immer noch nicht geschafft mit ihm darüber zu sprechen obwohl es wahrscheinlich ebenso eine gute Idee wäre."
Hallo Kayser,
auch von mir ein herzliches willkommen in unserem Forum. Du hast ja hier einen indirekten Vorsatz formuliert (mit dem Freund sprechen, obwohl es dir nicht leicht fallen würde). Das ist eine gute Idee und könnte etwas in dir lösen. Was hindert dich eigentlich, ihn noch in diesem Jahr anzusprechen?
Alles Gute für dich!
LG Ilona
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Oh Gott ... das hätte ich ja fast vergessen ... das Webmeeting ist ja erst nächstes Jahr ... :)
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Hallo Kayser,
auch von mir ein herzliches willkommen in unserem Forum. Du hast ja hier einen indirekten Vorsatz formuliert (mit dem Freund sprechen, obwohl es dir nicht leicht fallen würde). Das ist eine gute Idee und könnte etwas in dir lösen. Was hindert dich eigentlich, ihn noch in diesem Jahr anzusprechen?
Alles Gute für dich!
LG Ilona
Vielen lieben Dank. Das Jahr war jetzt zum Schluss leider zu kurz. Ich möchte es bestmöglich natürlich persönlich machen in einem Vier-Augen Gespräch. Und habe jetzt aktuell noch Nachtdienste. Ich werde versuche mich Freitags zu treffen um diesen Input für das Webmeeting noch mitnehmen zu können.
Euch allen ein frohes, spielloses Jahr 😃
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Oh Gott ... das hätte ich ja fast vergessen ... das Webmeeting ist ja erst nächstes Jahr ... :)
Morgen früh spreche ich mit meiner Frau und beichte ihr, erneut, das ich gespielt habe! Damit ich auch offen mit ihr über das kommende Meeting sprechen kann bzw. das ich dort Freiraum habe um mit euch sprechen zu können!
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Heute ist wieder ein etwas schwerer Tag! Ich habe zum Glück kein Geld mehr verfügbar, sodass ich nicht spielen kann. Aber der Gedanke:,, Komm du hast soviel Geld verspielt, noch einen 50er oder 100er macht den Kohl auch nicht fett, irgendwann muss ja mal wieder eine Glücksträhne kommen.“
Die Vernunft Stimme sagt mir natürlich das es die Sucht ist, die aus mir spricht! Es benötigt schon einen Gewinn von 10.000 oder wohl eher 20.000€ um ALLE Verluste der vergangenen Jahre wieder reinzuholen! Und die Vernunft weiß auch das das niemals passieren wird!
Nachher möchte ich meiner Frau nun zum 3. Mal beichten das ich erneut heftigst gespielt und verloren habe! Die letzten beiden Male war sie sehr verständnisvoll und hat mir keinerlei Schuldzuweisungen gegeben. Aber Enttäuschung konnte ich, vermeintlich, nun doch erkennen!
Aber: Dieses Mal kann ich ihr zusätzlich positiv berichten das ich mich um Hilfe aktiv kümmere!
Auch die Geldangelegenheiten werden wir jetzt anders regeln müssen. Ich traue mir einfach selbst nicht mehr wenn das Gehalt kommt und es bereits anfängt zu gribbeln und man sich in seiner Fantasie, die tollen Dinge ausdenkt, welche man sich mit seinem imaginären, zukünftigen Gewinn kaufen kann!
Wohlwissend das man Gewinne doch Instant erneut verspielt!
Der Anfang von 2026 wird in bestimmten Punkten sehr hart werden! Aber ich freue mich bereits auf das Ende des kommenden Jahres um von positiven Fortschritten und 365 Tagen spielfrei erzählen zu können! Aber für den Anfang: Ein Tag nach dem anderen überstehen!
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Hi Kayser!
Zunächst einmal ein frohes Neues Jahr!
Ich habe zum Glück kein Geld mehr verfügbar, sodass ich nicht spielen kann.
Ich möchte Dir gerne eine andere Sichtweise auf die Situation geben. Du hast also momentan kein Geld mehr zur Verfügung und kannst deshalb nicht spielen. Die Situation bewertest Du mit "schwer". Nun stelle Dir vor, dass Du doch an Geld hättest kommen können. Wie wäre da erst Dein Kopfkino? Könnte man Deine Gefühls- und Gedankenwelt dann als apokalyprisch bezeichnen?
Wird dann aus dem "schwer" nicht doch ein "leicht"?
Wir können uns der Gedanken und Gefühle nicht verschließen. Aber wir können jeden einzelnen Tag etwas dafür tun, dass anTagen wie heute es "leichter" wird. Und das wird es auch ... auch bei Dir!
Was ist also zu tun? Den Freund ansprechen ... prima. Ins Samstagsmeeting kommen ... auch gut. Eine Beratungsstelle aufsuchen ... toll. Doch was ist der ausschlaggebende Punkt da oben bei Dir, der die heutige Situation zwar schwer aber doch irgendwie leicht macht?
Du hast kein Geld! Geld triggert Dich. Es startet die Diskussion mit der Sucht. Also. was ist also das Nahestehenste? Wenn Du gleich mit Deiner Frau sprichst, dann, sofern sie selbst dazu bereit ist, macht ein gemeinsames und doch befristetes Geldmanagement.
Befristet sollte es sein, weil Du irgendwann auch wieder die Verantwortung über Geld übernehmen solltest. Das Fristende sagt Dir Deine innere Stimme, wenn sie nicht mehr frohlockt und sofort an die Suchtausübung denkt. Du darfst da eher zu vorsichtig sein, als zu nachsichtig. Selbst wenn Du die Verantwortung wieder hast und Du fühlst Dich unwohl, dann kannst Du das Geldmanagement wieder einrichten.
Sicherlich merkst Du ja selbst, wie sehr Du vom Glücksspiel eingenommen bist und wieviel Deiner Lebenszeit es jetzt schon gefressen hat.
Ein Geldmanagement ist immer absolut individuell. Es kann ein gelegentlicher Blick auf die Finanzen sein, bis hin zur Abgabe der Kontogewalt und/oder dem Vorlegen und Abheftungen von Quittungen für jede einzelne noch so kleine Ausgabe.
Empfehlenswert ist immer das Führen eines Haushaltsbuches - und zwar für Beide. So sieht man die Einnahmen und die Ausgaben. Man sieht, wofür Geld ausgegeben wurde. Zu teure Verträge fallen auf und werden durch Günstigere ersetzt. Es kann geplant werden ...
Da Du online spielst, kündige Dein Online-Banking. Ich brauche es nicht. Ich gehe mir einmal im Monat Auszüge holen und 2 Mal hole ich mir Bargeld. Auch alles mit dem Handy zu bezahlen finde ich für uns, die wir den Umgang mit dem gesetzlichen Zahlungsmittel "verlernt" haben, kontraproduktiv.
Da Du online spielst, sperre Dich bei OASIS befristet auf 99 Jahre. Um nicht bei den Illegalen spielen zu können, installiere Dir eine Schutzsoftware wie z.B. gamban. Zudem gibt es auch Software, die Deine Internetaktivitäten beobachtet und für Deine Frau protokolliert.
Ich spreche immer davon, dass wir uns die Hintertürchen zum Spiel verbauen müssen, bzw. dürfen. Auch in Dir wird eine Ambivalenz vorhanden sein, ob Du das Glücksspiel tatsächlich aufgeben sollst oder eben nicht. Dadurch wirst Du Dir Zeit lassen, Dir diese Hintertürchen zu verbauen, selbst wenn Dich die Sucht gerade nicht triggert. Doch diese eigentlich ruhigen Momente sollten wir nutzen, um Selbstachtsamkeit aufzubauen und anzuwenden. Jedes Hintertürchen muss sofort verschlossen werden.
Hast Du Fragen bis hierher?
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Vielen Dank für deine Worte Olli!
Das Gespräch hatten wir nun eben beendet und auch direkt das Geldmanagment mit einbezogen (mir war klar das es dieses Mal nicht ohne funktionieren wird)! Das Online Banking werde ich zwar behalten, jedoch liegt diese Kontrolle vollumfänglich bei meiner Frau. Wir haben jetzt erst einmal das komplette Jahr 2026 ins Auge gefasst mit der Option auf Verlängerung falls ich für mich Unsicherheit verspüre und mir dort einfach noch nicht weiter vertraue.
Beim Thema ,,Selbsthilfegruppe“ hat sie etwas zurückhaltend reagiert, wahrscheinlich weil ich ihr ja noch keine Erfahrungen mitteilen konnte. Eventuell war sie auch etwas ,,verschnupft“, da ich äußerte an dem Tag etwas Freiraum in der Wohnung zu benötigen.
Weiterhin habe ich 2 Freunde, die mir immer kleinere Kredite gewährt haben, die ich zwar stets zurückgezahlt habe, aber das verschafft mir eine falsche Sicherheit doch noch einen ,,Puffer“ zu haben! Diese habe ich nun ebenfalls die Karten auf den Tisch gelegt und sie eindringlich gebeten mir kein Geld mehr zu leihen und auch die Gründe dafür offen gelegt!
Fragen habe ich sicherlich noch, aber diese fallen mir gerade nicht ein! Und werde sie gegebenenfalls später hinzufügen.
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Hi!
Mache Dir keine Gedanken wegen der Fragen, die kommen schon noch ganz von alleine ... :)
Cool, dass Du die Freunde aufgeklärt hast. Somit haben sich wieder zwei Hintertürchen geschlossen. Noch besser ist, dass Du Deine Frau nun aufgeklärt hast. Sie steht weiter zu Dir und unterstützt Dich. Wer unterstützt nun sie? Auch sie sollte sich um Gespräche kümmern. So könnte es ja theoretisch sein, dass sie das Geldmanagement zwar mitmacht, aber sie sich zurücknimmt wegen Dir und Deiner Krankheit. Das braucht sie aber nicht. Sie darf Dir auch in den Hintern treten. Dieses Bewusstsein muss manchmal auch erst einmal geschaffen werden. Oder sie fragt sich im Stillen: Was habe ich eigentlich falsch gemacht? Oder: Mir wäre es fast lieber, wenn er eine Geliebte hätte ...
Also darf sie auch ruhig ins Meeting kommen. Sprecht das an. Es kann ja auch eine Woche sie und die nächste Du ins Meeting kommen?
Das, was Du gerade da machst, dann nennen wir "ins Handeln kommen". Weiter so ... :)
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Vielen Dank für das Angebot Olli, ich werde ihr das gerne nahe legen wenn wir unser erstes Meeting haben, dort werde ich erst einmal alleine dabei sein. Ich kann mir aber gut vorstellen das ihr das auch guttun würde. Sie äußerte heute Morgen schon so einen gewissen Selbstvorwurf:,, Ich weiß nicht warum ich das vorher gemerkt habe.“
Ich habe ihr versucht diesen Vorwurf abzunehmen, das sie es nicht merken konnte, da ich mein Haushaltsgeld und aus Gewinnen auch immer mal extra aufs Konto überwiesen hatte. Sie konnte den Eindruck gar nicht gewinnen das ich am Spielen war.
Toll das ich euch gefunden habe!
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Gestern hatte ich mein erstes Webmeeting gehabt (näher werde ich darauf nicht eingehen), ich bin jedoch froh das ich daran teilgenommen habe.
Ich bin sehr introvertiert und verlasse meine Komfortzone viel zu selten neue Menschen kennenzulernen, habe in der Regel auch kein wirkliches Interesse daran. Kurz vor dem Meeting habe ich mich ertappt, wie mir viele fadenscheinige Ausreden eingefallen sind daran NICHT teilzunehmen! Es waren zum Glück nur kurze Gedankenblitze, sodass mein rationales Denken doch die Oberhand behielt, aber ich sah doch wie schnell es gehen kann sich selber von einem aktiven handeln abhalten zu können! Der eventuelle Todesstoß für eine Abstinenz!
Nach dem Meeting war ich etwas aufgekratzt, weil ich froh war es ,,durchgezogen“ zu haben! Nicht wieder mal im Vorfeld aufgegeben zu haben, nicht anschließend die Scham zu verspüren ein Verlierer zu sein!
Und das wichtigste daran: Nach dem Meeting habe ich sofort nach SHG in meiner Nähe gesucht. Da ich 100% im Nachtdienst arbeite, ist es schwer etwas das in meinen Alltag zu integrieren. So dachte ich zumindest!
In meiner unmittelbaren Nähe trifft sich eine SHG jeden 1. + 3. Montag im Monat! KLASSE! Das sind genau diese Montage, die ich immer frei habe.
Somit stehe ich nah davor morgen Abend mein erstes Treffen in einer SHG vor Ort zu haben!
Um mir eine ,,Fluchtmöglichkeit“ zu verbauen, habe ich direkt meine Frau darüber informiert, die sich aufrichtig für mich (und sich) gefreut hat!
Aktuell geht es mir gut! Suchtgedanken habe ich wenige ABER ist jeden Monat so! Habe ich alle möglichen Geldquellen ausgeschöpft und es gibt keine Möglichkeit mehr mir frisches Kapital zu besorgen, dann verlieren ich den Suchtdruck nicht. Er gerät in einen Dämmerschlaf, macht sich unbemerkbar! Das ist das fatale daran: Wie oft ich habe 1-2 Tage vor dem Gehaltseingang gedacht, ich muss gar nicht spielen! Ich habe ja nicht einmal den Gedanken daran (sic!), ich wäre oft sogar soweit gegangen mein Gehalt zu verwetten (sic! sic! Und nochmals sic!) weil ich mir sicher zu sein nicht zu spielen!
Da ich meine privaten ,,Geldgeber“ nun als Risikoquellen ausgeschaltet habe, wobei das ja irgendwie nach Schuldverlagerung klingt, habe ich auch unter dem Monat keine Möglichkeit mir neues Kapital zu besorgen, zumindest nicht ohne weiteres.
Ach und ich habe mir die App ,,Gamban“ heruntergeladen. Ich war bereits durch die relativ schlechte Bewertungen etwas skeptisch eingestellt! Nach der Installation funktionierte es, jedoch war ich nicht im WLAN aktiv! Bei Benutzung der mobilen Daten blockierte er er praktisch alles! Auch auf das Forum konnte ich nicht mehr zugreifen! Wenn ich jedoch im WLAN eingewählt bin, bietet es keinerlei Schutz mehr! Vielleicht ist es gut wenn man unterwegs ist und keine Möglichkeit hat sich in ein WLAN anzumelden, aber ich habe ja zu 99% bequem vom Sofa aus gespielt!
Vielleicht liegt ein Anwenderfehler vor?
Ich nutze jetzt die 7-tägige kostenlose Probeaktion und muss dann mal schauen.
Nun genieße ich einen entspannten Sonntag mit meiner Frau + Katzenfamilie und bin gespannt auf Montag Abend.
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7 Tage Spielfrei. Immerhin etwas! Jedoch bleibt für mich da ein fader Beigeschmack, denn 7 Tage Spielfrei war ich jeden Monat, zumindest immer dann wenn ich Pleite gewesen bin. Der Monatswechsel wird da schon eher etwas zu feiern sein, wenn das Gehalt kommt und von mir nicht in den gierigen Drachen namens Spielcasino geworfen wird.
Zur hiesigen SHG am Montag war ich nicht gewesen, habe aber jedoch bereits mit dem Gruppenleiter gesprochen und habe den nächsten Termin am 19.01 fest für mich eingetragen.
Jedoch bin ich sehr nervös, als introvertierter Mensch rede ich generell nicht gerne vor anderen Menschen, aber dann noch vor 9-10 fremde Menschen?!
Aber ich weiß das ich mich auch aus dieser Komfortzone ,,zwingen“ muss und auch werde.
Sonst bin ich täglich im Forum unterwegs, lese viel und speichere mir einiges ab.
Besonders den Rückfallgeschichten messe ich eine hohe Bedeutung bei, da es mir doch zeigt das die Gefahr stets Omnipräsent ist.
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Hi,
Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg. Du kannst es schaffen, vermutlich so wie Jeder es schaffen kann. Manchmal ist es einem nicht bewusst, wieviel Aufwand man eigentlich betreibt um etwas aufrecht zu erhalten.
Als ich noch viel gezockt hatte musste ich im Grunde ständig Geld besorgen, rumlügen und hatte fast den ganzen Tag Spielekopfkino, egal ob ich gewonnen oder verloren hab. Wenn ich mal mein ganzes Gehalt an 1 Tag verspielt hatte wollte ich am nächsten Tag auch nicht mehr spielen aber das bedeutet vermutlich nichts, hätte ich 3000 auf dem Konto gesehen, egal woher, wäre ich wieder losgegangen.
Ich hätte auch "einfach" spazieren gehen können, das wäre viel günstiger und gesünder gewesen. Also nur vielleicht:
Mit etwas schädlichem aufhören wird schon cool sein aber vermutlich sollte man sein Verhalten auch verändern also:
Womit fange ich neu an? Ich werde mehr Zeit haben wenn ich nicht spiele und dann auch weniger daran denke. "Nicht Spielen" ist ja keine Tätigkeit, ich tue weniger als vorher und wenn ich wirklich bisher den ganzen Tag nur gezockt oder daran gedacht habe werde ich eine Alternative brauchen 🤔😅
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Hey Peter,
Vielen Dank für deine Antwort und du hast vollkommen recht!
Es ist ähnlich wie mit dem Rauchen aufzuhören! Man merkt erst wieviel Zeit man investiert hat, wenn man es nicht mehr macht (wobei ich zumindest dafür noch nicht bereit bin, also das mit dem Rauchen).
Durch das Spielen und generell die viele Zeit am Handy habe ich mich eigentliches Hobby vollkommen brach liegen lassen: Lesen!
Es klingt schräg, aber es ist das einzige Hobby was ich seit meiner Kindheit konsequent und mit Zufriedenheit gerne gemacht habe, was sich aber seit langer Zeit praktisch kaum noch in meinem Leben befindet.
Dies ist mein erstes Ziel: Die ,,Leere“ des Nicht-Spielens sinnvoll auszufüllen
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Eine anstrengende Arbeitswoche liegt hinter mir und eine Erkältung kommt belohnend hinzu 😊
Und bereits der 17. Tag spielfrei. Ansonsten gibt es eigentlich nicht vieles zu berichten.
Ich verfahre weiter nach dem Motto: Ein Tag nach dem anderen
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Heute ist der 22. Spielfrei Tag! Mir geht es super damit! Ich freue mich über jeden einzelnen!
Weiterhin besuche ich das Online Meeting Samstags und habe es fest in meinen Wochenablauf integriert! Die SHG vor Ort konnte ich leider aufgrund meiner Arbeit noch nicht besuchen, sodass ich überlege mir noch eine weitere online SHG zu suchen, die mitten in der Woche liegt.
Natürlich will ich nicht euch, und erst recht nicht mit, verschweigen das der Gedanke an all das verlorene Geld in mir lodert, aber die Flamme wird bereits kleiner! Irgendwann wird sie nur noch ein Glühen und noch weiter in der Ferne hoffentlich endlich verloschen sein.
Ich mache mir immer und immer wieder bewusst das dieses Geld unwiderruflich verloren ist und niemals mit weiteren Einsätzen zurückerlangt werden kann. Das hilft mir innerlich enorm.
Um das Ganze etwas zu kompensieren, springe ich ab und zu auf der Arbeit ein um Überstunden zum Auszahlen zu generieren. Aber alles in einem gesunden Maße um meine Sucht nicht auf andere Weise zu kompensieren.
Also alles in allem: Ich bin aktuell wirklich zufrieden 😃
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Hi Kayser!
Der Gedanke an das verlorene Geld hält auch an der Vergangenheit fest. Im Grunde sagt er Dir übersetzt: Ich will spielen!
Das ist OK so und Du brauchst diesem Gedanken auch nicht weiter folgen. Er wird weniger werden und im Laufe der Zeit wird sich das wandeln in ein echtes Bedauern. Es wird nicht lange andauern, da es müßig ist sich weiter damit zu beschäftigen, da die Vergangenheit ja nun mal unabänderlich ist und Du in der Gegenwart nun alles richtig machst.