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Glücksspielsucht => Glücksspielsucht Allgemein => Thema gestartet von: FredHH am 07 Februar 2026, 19:15:36

Titel: Warum wollen wir eigentlich immer "alleine" aufhören.
Beitrag von: FredHH am 07 Februar 2026, 19:15:36
Ein älterer Beitrag von mir den ich gern mit euch teilen  möchte.
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Warum wollen wir eigentlich immer alleine aufhören.

Ich war selber so ... ich wollte es unbedingt alleine schaffen.
Ich schaffe das, ich bin stark, ich kann das.

Hat leider nie so wirklich geklappt. Selbst in meiner Therapie
vor langer Zeit war ich überzeugt, dass ich "es alleine schaffe".
Die Therapie war nur zur Beruhigung meiner damaligen Frau.

Heute versuche ich den Grund dafür zu finden.
Je "jünger" die Spielerkarrieren sind, desto vehementer will
man es offenbar "alleine schaffen".

Warum ist das so ?
Wie habe ich mich verhalten und warum ?

Für mich gab es früher einen Grund es "alleine schaffen" zu wollen.
Ich wollte einfach nicht "dazugehören", nicht zu den "Kranken",
nicht so offensichtlich.
Ich wusste, dass ich Spielkrank bin, ich konnte das auch jedem sagen
und mir damit Trost und Zuspruch holen. Teils auch Entsetzen.

Ich war lange nicht auf "deren" Level angelangt. Ich war jung und
wollte die Welt erobern. Ich war doch kein "Kranker" der eine Therapie benötigt.

Natürlich wusste ich innerlich, dass ich genau so ein "Kranker" war.
Aber irgend etwas in mir hat dies verdrängt, nicht zugelassen, ignoriert.

Ich glaube ich war damals der Meinung, es gäbe Stufen ... so wie Fieber.
Ich hatte vielleicht 38 Grad ... erhöhte Temperatur, die "anderen" hatten 40 oder gar 41 Grad.
Natürlich, bei 41 oder mehr sollte man SOFORT ins Krankenhaus.
Das erschien mir logisch, verständlich. So schwer krank, muss man sich helfen lassen.

Aber mit 38 Grad erhöhter Temperatur ? Ins Krankenhaus ? Lächerlich ...
Einen Tag ins Bett legen ... dann geht es wieder ... in eine Decke rollen, Tee trinken.

Heute sehe ich das anders.
Ich habe die Spielsucht - oder ich habe sie nicht.
Der blöde Spruch "ein bisschen schwanger ..." passt auch hier.

Ich kann auch nicht sagen, dass es mit der Sucht stetig bergab geht.
Bei mir war es anders ... ich hatte eher früher Totalabstürze
und alle Phänomene, die hier von jedem beschrieben werden.
"Heute" bin ich da eher ruhiger, gefasster. Habe mir einen Funken Verstand zurückerobert.
Trotzdem wwusste ich natürlich, dass mich jede schwere Lebenssituation vermutlich
wieder in die Eskalation treiben würden. Ich hatte halt immer Glück, dass es
nie so schwere (persönliche) Situationen gab, dass ich verzweifeln musste.

Also, warum will ich "es alleine schaffen" ?

Weil ich in meinem tiefsten Inneren nie "dazugehören" wollte.
Der Edel-Weintrinker wird sich nie mit dem Penner am Bahnhof vergleichen.
Der Casinogänger würde sich eher selten an eine Kiste in der Kneipe setzen.

Heute weiß ich: Ich bin der Penner am Bahnhof
Ich sehe nur nicht so aus und rieche nicht so.
Ich hatte einfach mehr Glück.

Aber im Herzen bin ich der "Penner", ich gehöre dazu.
Ich bin der, der ich nie sein wollte.

Ich bin der  am Einarmigen Bandinten auf der Fähre, der sich in
die Hose pisst, weil er seine Maschine nicht freimachen will/kann.
( Mit 18 sah ich das mal auf der Überfahrt nach England )

Gott sei dank - und diesmal im wahrsten Sinne des Wortes,
Gott sei dank habe ich das verstanden. Und aus diesem Standpunkt ist
es sehr leicht, jegliche verfügbare Hilfe anzunehmen.
Wir ein Brötchen in der Bahnhofsmission, einen warmen Kaffee.

Ich muss das nicht alleine schaffen. Mich können meine Dorfleute
in der SHG sehen. Mein Auto darf dort stehen und gesehen werden.
Es macht mir nichts aus.
Die "Wissenden" denken, "der hat hohes Fieber, der geht grad zum Arzt". Gut so.
Die "Unwissenden" bemerken mich nicht.

Ich will es nicht mehr "alleine schaffen".

Ich habe das Glück, mir helfen lassen zu dürfen :-)

Titel: Re: Warum wollen wir eigentlich immer "alleine" aufhören.
Beitrag von: Olli am 08 Februar 2026, 06:36:12
Der Mensch ist nun mal so in unserer Gesellschaft gepolt, dass er versucht, sich, sein Leben und oft auch seine soziale Gruppe bis zu einem gewissen Grade zu beherrschen. Da liegt es nahe "alleine" aufzuhören. Auch heute noch arbeite ich mich permanent bei dienstlichen Belangen eigenständig in neue Themen ein. Wieso sollte das beim Aufhören anders sein?

Ich habe die Worte meines Vaters noch im Ohr, der mit sagte, wenn Du etwas nicht kannst, dann frage jemanden, der sich damit auskennt. Auch hier war die Arbeit gemeint. Doch für meine Sucht galt das nicht. Einmal bekam meine Mutter schwere Choliken, sie rannte von Arzt zu Arzt, doch niemand fand einen Grund. So sprach sie mich dann einmal an, als sie von ihrer Hausärztin zurückkam. Ihr Leidensdruck war wohl so groß geworden, dass sie bei der Ärztin meine Sucht angesprochen hatte. Prompt wurde ich für die Schmerzen verantwortlich gemacht - die psychische Belastung durch meine Sucht manifestiert in psychosomatischen Folgeerscheinungen. Das habe ich mir zwar anhören müssen, doch tatsächlich gingen die Worte an einem Ohr rein und ungefiltert am anderen wieder hinaus. Kurze Zeit später wurden die Nierensteine diagnostiziert und operativ entfernt.

Über meine Sucht wurde nicht gesprochen. Es wäre gewesen, als hätte man den Teufel beschworen. Auch als der Streit mit meinen Eltern begann, da kam meine ältere Schwester auf mich zu und bat darum, mit niemanden darüber zu sprechen. Natürlich war ich ja der Schuldige und garantiert war der Streit suchtgesteuert initiiert. Gottachgottchen, wenn das die Nachbarn spitz kriegen ...

Ich war in dieser Familie aufgewachsen. Von klein auf wurde ich an die Normen und Werte in dieser Familie herangeführt. Früh wurde mir schon gezeigt, dass ich nicht den Erwartungen entsprach. "Mein Junge, Deinem Vater haben die Prügel weitaus mehr weh getan als Dir!" Die Saat nicht "richtig" zu sein, wurde früh gelegt.

Wie sollte ich da daran denken, mir Unterstützung zu suchen. Käme ein Therapeut da nicht auch ganz fluchs dahinter, dass mit mir was nicht stimmt? Brauchte ich eine Bestätigung, wie Sch...e ich war? Ich wusste das doch schon ...

Gestern habe ich mal die Lebenskarten herausgeholt, die ich damals in der Gruppenleiterschulung mitnehmen durfte. Es sind kleine Zeichnungen mit Aussagen zu den Bildern. Ich hatte sie einst eingescannt und wieder in einer Datei zusammengesetzt.
Das besagte Bildchen zeigte eine Wegebeschilderung. Links das Unglück, rechts das Glück ... ziemlich polarisierend ,,,
Doch rechts steht auch auf einem Wegweiser: neue Erfahrungen!

Das ist es, was die Suchthilfe ausmacht. Wir machen neue Erfahrungen! Dabei sind die Erkenntnisse daraus oft gar nicht mal so wirklich neu. Wir haben die Erfahrungen lediglich immer mit nur unseren Erfahrungen abgeglichen und dies als Maßstab für unser eigenes kleines Universum gesehen. Nun werden wir frei für einen anderen Blick und erkennen, dass es die Gemeinsamkeiten sind, die uns weiter bringen, und nicht, wie Fred oben aufgeführt hatte, die Unterschiede.

Es tut nicht weh ... aber wir müssen auch ehrlich sein, es kann anstrengend werden. Es wird schon etwas von mir abverlangt. Ich kämpfe immer mit dem, was ich schon kenne, um es festzuhalten. Dabei ist es gar nicht schwer davon loszulassen, wenn ich mir erlauben darf Fehler gemacht zu haben. Perfektionismus ist ein großes Thema bei Glücksspielsüchtigen. Fehler zu machen passt da eigentlich gar nicht hinein. Doch es gibt nun mal keine fehlerlosen Menschen. Wieso sollte ich da ein Ausnahme sein?
Fehlerlos kann doch nur der sein, der ALLE Erfahrungen, die man machen kann, auch wirklich gemacht hat und diese zudem noch auf den eigenen und anderer Leute Prüfstand gebracht hat. So jemanden giibt es nicht. Selbst der Sohn Gottes war nicht fehlerfrei.
Wenn ich diesen Faden weiterspinne, dann wäre lediglich Gott fehlerfrei. Sind wir Spieler gottgleich? Wohl kaum, auch wenn wir uns manchmal so benehmen ... #räusper# :)

Im Grunde genommen stimmt das "alleine aufhören" doch sowieso. Nur ich kann aufhören, kann diese Entscheidung für mich treffen. Nur ich kann neue Erfahrungen abwägen und festlegen, was davon gut für mich wäre. Das kann mir doch keiner abnehmen.
Das kann aber kein Grund sein, mir die Erfahrungen der Suchthilfe zu verschließen.

Titel: Re: Warum wollen wir eigentlich immer "alleine" aufhören.
Beitrag von: andreasg am 08 Februar 2026, 12:50:37
Ach ja, die Penner am Bahnhof: Als ich über den Weihnachtsmarkt vorm Bahnhof bummelte näherte sich ein Schnorrer, die Leute freundlich zwar, aber auch eingeübt ansprechend. Ich kanne ihn schon aus der Spielhalle. Im bahnhof, früher waren die Fahrkartenschalter im Bereich zu den Bahnsteigaufgängen, saß ein Bekannter aus der Spielhalle am Scalter. Von dem wußte ich, daß er unglücklich war, durch das Spielen. Ja, ich war hingegen etwas besonderes.
Es gab Gleichgesinnte, die über die Straße mir zuriefen: "Hallo Zocker!", und nördlich vom Bahnhof, kam ein feiner Herr in die Spielhalle, zeigte mir seinen Ausweis, und forderte mich auf, den meinen zu zeigen. Es lief gerade eine "Scheinserie" ein, und er fragte mich, als das Fahndungsbuch "negativ" antwartete, ob ich denn etwas gewinnen würde? "Na klar, die Sonne steht ja in der Mitte einen davor" Viel, viel später kam ich auf die Spur, daß dieser Mann ein Zielfahnder war.
Als ich dann den Weg in die Selbsthilfegruppe gefunden hatte, sagte mir ein Mitglied: "Geh in die Bahnhofsmission, wenn Du Spieldruck empfindest", heute ich diese einrichtung direkt neben der Spielhalle, vor dieser lagern Obdachlose, meistens Polen, mit verlorener Hoffnung auf einen Job.
Ich bin immer , immer wieder zur SHG gegangen, in einem Freizeitheim am Stadtwald, daß aussah, als wäre es ein Märchenschloß. Heute ist unsere Gruppe in einem Gemeindehaus der Kirche, in der Altstadt. Ich reise nicht mehr gerne, war dem Schnee und Frost hier ausgeliefert, und habe die Gruppe geschwänzt. So hoffe ich, übermorgen wieder am Meeting teilnehmen zu können, sei es für eine Stunde, aber ich brauche es, Menschen in die Augen zu schauen, die wissen, was die Spielsucht mit ihnen gemacht hat, und wie uns auf den Weg machen zu können, spielfrei zu werden, und die Spielfreiheit zu bewahren.

Einen Tag zur Zeit
Titel: Re: Warum wollen wir eigentlich immer "alleine" aufhören.
Beitrag von: altobelli am 08 Februar 2026, 13:46:57
Es ist doch auch möglich alleine aufzuhören.

Dazu muss man verstehen das es eine sucht ist die auch Zeit verschlingt. Wenn ich aber nun diese Zeit mit etwas anderem ersetze und mich somit davon ablenken, dann nehme ich nach und nach den Reiz bei der sucht, da ich sie zurückdränge.
Ja, dies hat bei mir wunderbar funktioniert.

Der Kopf braucht dann eine Ablenkung von seinem erlernten Bestreben.
Es ist machbar alleine aufzuhören, man muss es aber erkennen und umsetzen können.
Titel: Re: Warum wollen wir eigentlich immer "alleine" aufhören.
Beitrag von: andreasg am 08 Februar 2026, 14:43:00
Hallo Altobelli,

wenn das so einfach wäre, dann... könnten wir z.B. 64.000 Beiträge hier im Forum löschen. Aber auf jeden Fall kann ich Dir gratulieren, wenn Du ohne schwere Komplikationen aufhören konntest, mit dem zwanghaften Spielen.

Leider ist es für süchtige Menschen nicht so einfach, wie es aussieht. Ja, Ablenkungn sind gut und schön, aber irgendwann kommt das Defizit, das "Schwarze Loch", dann wird der Rettungsanker des Grolls, der Lebensanker wieder das Glücksspiel. Das ist der Kick, der Drive, die Droge, die wir als Grundlage für unser Leben brauchten, als wir noch spielten.
Die Besessenheit abzugeben, so nenne ich das, ist eine völlige Aufgabe für den Süchtigen. Ich hatte z.B. schwere Entzugserscheinungen, Herz - Kreislaufprobleme, starkes Zittern, schlimme Kopfschmerzen, und schwere Depressionsschübe. Als ich , schon spielfrei war, saß ich in einer Arztpraxis, alleine, auf die Ärztin wartend, und als sie mich so sah, hat sie eine Sofortüberweisung in eine Klinik ausgestellt.

Nein, ich mußte erst einen Hausputz in mir, in meiner Seele machen, ich mußte in der Therapie Pferde Koxzen sehen, und es lernen, mich selber anzunehmen. Dann konnte ich befreit in die Welt hinaus gehen, und durfte meine neue Freiiheit kennen lernen.

Vielleicht ist es der Moment, an dem ich mir Hilfe suche, mich von meiner vermeintlichen Beherrschung befreuíen zu können.

Auf jeden Fall wünsche ich Dir ein erfülltes Leben in der Abstinenz.

Liebe Grüße

Andreas
Titel: Re: Warum wollen wir eigentlich immer "alleine" aufhören.
Beitrag von: niemehrzocken21 am 08 Februar 2026, 16:21:18
Ich war anfangs ein paar Mal bei einer Beratungsstelle. Diese Termine haben mir auch definitiv viel gebracht. Schnell wurde mir aber rückgemeldet, wie ich weiter machen möchte, da ich auf die Berater einen stabilen Eindruck gemacht habe. Also ob ich eine Therapie machen möchte oder es alleine versuchen möchte. Natürlich mit dem Angebot, auch jederzeit wieder zur Beratungsstelle kommen zu können.

Ich habe keine Therapie gemacht und es war für mich der richtige Weg.

Ich denke allerdings dennoch, dass für die meisten Süchtigen es ohne Therapie nicht funktionieren wird und ich möchte meinen Weg auf keinen Fall empfehlen. Viel mehr möchte ich aufzeigen, dass es den einen Weg einfach nicht gibt.

Einen schönen restlichen, spielfreien Sonntag an alle..  :)
Titel: Re: Warum wollen wir eigentlich immer "alleine" aufhören.
Beitrag von: FredHH am 08 Februar 2026, 16:51:25
Die Frage ob man alleine aufhören kann stellt sich mir gar nicht.
Es bleibt die Frage, WARUM man alleine auffhören will?
Es gibt absolut keinen erkennbaren Nutzen sich keine Hilfe zu holen.
Titel: Re: Warum wollen wir eigentlich immer "alleine" aufhören.
Beitrag von: Olli am 08 Februar 2026, 17:25:43
Um Altobelli ein wenig den Rücken zu stärken: Sie werden Selbstaussteiger genannt, die diese Bezeichnung für sich selbst wohl nie kennen werden. Sie schwimmen unter dem Radar und tauchen in keiner Statistik auf. Es sind die Menschen, die dem Glücksspiel den Rücken kehren und das ohne die Suchthilfe in Anspruch zu nehmen.

Aber ja, die Frage nach dem Warum ist eine interessante Frage, die gerne umgangen wird.

Doch ... sich keine Hilfe zu organisieren, kann vielfältigen Nutzen haben:

- Tief in Dir drin willst Du gar nicht aufhören! - Stichwort Ambivalenz.
- Die Scham ist einfach zu groß und so setzt derjenige sich diesem Gefühl lieber erst gar nicht aus.
- Es werden einem nicht die eigenen Unzulänglichkeiten vor Augen geführt.
- Die Schuld durch die eigenen Verfehlungen ist zu groß. Der Konfrontation wird aus dem Weg gegangen.
- Die Angst vor einer "Gehirnwäsche" ist ein mächtiges Gefühl. welches ausgelebt werden kann.
- Wenn ich meine Überzeugungen nicht überprüfe, dann kann "ich" ja gar nicht so "falsch" gewesen sein!
- Ich kann die Angst vor einer jahrelang gelebten potentiellen "Lebenslüge" verdrängen.
...

Doch bringen mich all diese Punkte weiter?
Titel: Re: Warum wollen wir eigentlich immer "alleine" aufhören.
Beitrag von: TAL am 08 Februar 2026, 18:24:57
Eine weitere Frage wäre noch: Wie genau bringt uns die zufällig eingeworfene Definition eines 'Selbstaussteigers' weiter, und was daran stärkt Altobelli jetzt 'den Rücken'?

Was die ursprüngliche Frage angeht, habe ich darauf in der Vergangenheit schonmal geantwortet. Es hat wohl etwas mit Scham und dem Willen nach Selbstbestimmung zu tun... und der Angst, nicht 'verstanden' zu werden.
Titel: Re: Warum wollen wir eigentlich immer "alleine" aufhören.
Beitrag von: niemehrzocken21 am 08 Februar 2026, 20:40:14
Fred, ich zum Beispiel habe mir ja anfänglich schon Hilfe geholt, aber eben sehr begrenzt.

Ich kann mich noch daran erinnern, wie viele Menschen um mich herum mir einen klugen Spruch nach dem anderen mitgegeben haben. Du musst das so und so machen, du darfst dies und das nicht, sonst klappt es nie. Tja, es hat sich für mich einfach nicht nach meinem Weg angefühlt. Und nein, das war kein Trotz sondern das, was ich gefühlt habe.

Das Umdenken muss aus meiner Sicht aus dem tiefen Inneren erfolgen. Eine Therapie wird keinen Effekt haben, wenn das nicht eintritt. Sie kann aber definitiv dazu beitragen, an diesen Punkt zu kommen.
Das alles ist aber so dermaßen individuell, dass es in meinen Augen wie gesagt nicht den einen Weg gibt.