Hallo Liebe Community,
ich weiß garnicht wo ich anfangen soll. Ich bin glücksspielsüchtig seit ich 19-20 bin. Mittlerweile bin ich 28. Ich kann einfach wirklich nicht mehr. Habe das so oft zu mir selbst gesagt, aber ich bin komplett game over. Keine kraft mehr. Ich will es endlich ein für alle mal schaffen und beenden, für immer und ewig.
Ich habe in meiner nähe eine suchtberatungsstelle. Jedoch hätte ich heute wegen terminvergabe anrufen müssen, aber ich habs komplett verpeilt. Jetzt habe ich die sorge das morgen dort anrufen zu spät ist und alle termine vergeben sind... Wo kann ich mir noch hilfe suchen ? Weiter weg in der umgebung ?
Habt ihr da tipps vieleicht ? Oh mann ich will einfach nur mein leben, leben. Ich will das gezocke nicht mehr haben, das eckelt mich einfach nur noch an :(
Ich habe durch das spielen vor ca 2 jahren panikattacken und angststörungen entwickelt. Ganz am anfang war das dann der grund das ich ganze 4 monate spielfrei war...wow was eine geile zeit das ohne zocken war. Aber dann wo es gesundheitlich mir besser ging, habe ich wieder mit dem spielen angefangen... Jetzt sage ich die ganze zeit zu mir, dass ich es hätte für immer sein lassen können, bei den 4 monaten, warum zur hölle haeb ich wieder angefangen..
Hallo Albon ,
erstmal herzlich willkommen hier im Forum .
Ich bin noch nicht lange dabei , aber eins der ersten Dinge , die ich hier gelernt habe , war :
Mach dir nicht zu große , unüberschaubare Vorsätze.
Nimm dir nicht direkt vor , für immer und ewig spielfrei zu sein.
Mein erster Eintrag hier klang sehr ähnlich :
Ich will nie mehr spielen .
Ich weiss , wie sich das anfühlt .
Aber es genügt , wenn du dir immer wieder vornimmst, heute spielfrei zu sein .
Heute ist überschaubar und hoffentlich auch umsetzbar .
Zu dem Thema Suchtberatungs-Termin :
Ruf morgen dort an , die werden dir nicht den Kopf abreissen, weil du einen Tag später anrufst .
Es ist auch sehr unwahrscheinlich, dass sie jetzt keinen Termin mehr für dich haben.
Sollte dieser höchst unwahrscheinliche Fall dennoch eintreten , können die dir aber sicher sagen , wo es die nächstgelegene Anlaufstelle für dich gibt .
Samstags Abends gibt es eine Online Selbsthilfegruppe , du findet alle Infos dazu hier im Forum .
Olli wird dir dazu sicher auch noch was schreiben .
Viel Kraft auf deinem Weg wünsche ich dir !
Sorry , den letzten Abschnitt hatte ich übersehen .
Hast du bereits therapeutische Hilfe , was deine Angststörung betrifft ?
Hi Albon!
Herzlich willkommen!
Das ist doch eine gute Frage: Wieso hast Du also wieder angefangen? Da Du, wie wir alle, ein Gewohnheitstier bist? Weil Du "außer" spielfrei zu bleiben nichts an Dir verändert hast? Weil Du spielsüchtig bist? Weil Du nicht weisst, wie Du mit Suchtdruck umgehen sollst? Weil das Glücksspiel bei Dir trotz all der negativen Auswirkungen positiv besetzt ist?
Ich zücke mal wieder ein Zitat, welches ich von Peter K. gehört habe, einem Psychologen, dem ich mehrfach begegnet bin: Der Garant für Erfolg ist Tun!
Gerne kannst Du am Samstag vorbei kommen ins Online-Meeting. Lade Dir den kostenlosen Zoom-Client herunter und dann installierst Du ihn auch. Pünktlich um 19 Uhr klickst Du dann oben auf der Seite auf die Schaltfläche "online" und schon lasse ich Dich in den Meetingraum rein.
Hallo zusammen,
danke für eure Antworten <3
@Isabell80: Das mit dem "heute" spielfrei bleiben habe ich noch nie so dran gedacht aber diese denkweise finde ich gut. Werde ich ab morgen anwenden.
Wegen der Angststörung war ich in Therapie, diese habe ich relativ gut unter kontrolle. Das ist nicht das was mich beeinträchtigt, sondern die spielsucht. Wenn diese komplett weg fällt, wäre auch die angststörung komplett weg.
@Olli: Wow das freut mich zu hören das es eine online selbsthilfegruppe hier gibt. Ich werde mir das morgen früh anschauen und bei dem nächst möglichen meeting dabei sein :)
Danke noch mal :)
Hallo Albon,
auch von mir ein herzliches Willkommen in unserem Forum.
Kurze Frage: verrätst du uns nachher, was der Anruf bei der Suchtberatungsstelle ergeben hat? Und Frage Nr. 2: bist du schon bei OASIS gesperrt?
LG Ilona
Zitat von: Ilona am 02 Juni 2026, 08:41:50Hallo Albon,
auch von mir ein herzliches Willkommen in unserem Forum.
Kurze Frage: verrätst du uns nachher, was der Anruf bei der Suchtberatungsstelle ergeben hat? Und Frage Nr. 2: bist du schon bei OASIS gesperrt?
LG Ilona
Hi,
dankeschön für das willkommen.
Ich habe vorhin angerufen und ein Termin am 2 Juli erhalten.
Ich bin bei der OASIS schon jahre gesperrt. Das spielen online ist das was mich kaputt gemacht hat
Hi!
ZitatIch bin bei der OASIS schon jahre gesperrt. Das spielen online ist das was mich kaputt gemacht hat
Ich muss da direkt mal reingrätschen ... :)
Wer ist diese Person namens "Spielen online"? Der Böse hat Dir das Ganze also angetan? :)
Du siehst, worauf ich hinaus will, nicht wahr? Du hast diese Entscheidungen getroffen! Und soll ich Dir was verraten? DAS WAR DEIN GUTES RECHT! Es bringt Dir nichts, wenn Du in den Passiv-Modus schaltest. Stehe zu dem, was Du getan oder gelassen hast.
Weisst Du, was das Gute daran ist, dass Du der Entscheidungsträger und der Verantwortliche bist? Du kannst Deine Entscheidungen ändern!
Früher für das Spiel - heute gegen das Spiel!
Früher für die illegalen OCs - heute gegen ... jedwedes OC :)
Früher gegen Dein Wohl - heute für Dein Wohl!
Wenn Du Lust hast, dann mache Dir bitte einmal eine Tabelle mit vier Spalten. Die Spaltenköpfe beinhalten einmal Gründe für das Glücksspiel und gegen das Glücksspiel, sowie Gründe für die Abstinenz und gegen die Abstinenz!
Wenn Du magst, dann bringe es Samstag mit und Du kannst dann den Bildschirm teilen und uns anderen zeigen, was Du für Dich gefunden hast. Wir werden das dann gemeinsam garantiert noch erweitern.
Hey Albon,
es freut mich, dass es mit dem Termin bei der Suchtberatung geklappt hat. Zu OASIS noch eine Info: die Sperre gilt auch für Onlinecasinos, zumindest für die mit einer deutschen Lizenz. Du hast scheinbar in illegalen Onlinecasinos gespielt. Gut, dass du dich entschieden hast, damit aufzuhören. Dann machst du dich schon mal nicht mehr strafbar.
Alles Gute
Ilona
@Olli
Hi,
dass mit der Entscheidung hast du vollkommenrecht. Ich war dafür verantwortlich.
Ich werde diese Tabelle machen so wie du das sagst und das dann am Samstag mitbringen :)
Danke für deine Antwort.
Hi @olli,
ich wollte nur bescheid geben das ich ab nächster Woche Samstag in der Gruppe dabei sein werde. Werde das leider heute wegen einem Familientreffen nicht schaffen.
Danke und Gruß, Albon
Ich danke Dir ... :) Viel Spaß!
Hallo Leute,
ich bins wieder. Morgen abend werde ich in der Selbsthilfe gruppe auf jeden fall dabei sein.
Leider wurde ich diese woche wieder rückfällig. Ich habe wieder gespielt. Gesagt ich werde es nicht tun, und dennoch habe ich es getan. Nicht nur einmal, sondern mehrere male bis jetzt.
Irgendwie muss ich irgendwas ändern. Was auch immer es in meinem kopf/leben ist. So kann ich nicht mein lebenfortführen. Das tut mir so weh im herzen. Ich nehme mir vor einfach mal hier ein Tagebuch zu führen in diesem Thread, falls erlaubt. Einmal für mich und die, die vieleicht es mitlesen würden.
Ich versuche es zu hinterfragen warum ich wieder gespielt habe. Wieso konnte ich es nicht stoppen. Ich sage mir gerade andauernd im kopf, ich habe die wahl, die wahl nicht zu spielen. Ich nimm jetzt meine wahl und sage jetzt zu mir, heute bleibst du spielfrei. Und morgen früh sage ich zu mir ich bleibe morgen spielfrei. Und das jetzt jeden tag. Alter enttäuscht mich das jetzt gerade extremst.
Eine andere frage bevor ich es vergesse. Ich habe eine ambulante therapiestelle hier bei mir in der stadt, da war ich mal vor einem jahr. Jedoch hat es mir damlas nicht so gefallen dort und habe es beendet. Mir wurde in der therapie gesagt, leute die rückfällig werden, werden vom programm gekickt.
Und jetzt frage ich mich, ist das überall so ? Ich meine am ende des tages gehe ich ja dahin, weil ich probleme habe, eben nicht rückfällig zu werden.
Ich mein klar am ende kann nur ich den hebel umschalten und nur ich bin dafür verantwortlich es nicht mehr zu tun.
HAbt ihr irgendwelche ideen wie ich es mir etwas vereinfachen kann ? irgendwas aktiv tun kann, um nicht mehr zu spielen ?
Hi!
ZitatEine andere frage bevor ich es vergesse. Ich habe eine ambulante therapiestelle hier bei mir in der stadt, da war ich mal vor einem jahr. Jedoch hat es mir damlas nicht so gefallen dort und habe es beendet. Mir wurde in der therapie gesagt, leute die rückfällig werden, werden vom programm gekickt.
Nein, das ist nicht allgemeingültig, wird aber sehr häufig angewandt, um die Leute zu motivieren spielfrei zu bleiben. War dies aber der Grund, weshalb Dir das nicht gefallen hatte?
Nun, Du wurdest nicht gebacken. Du bist kein Weckmann, der Zeit seines Lebens eine weiße Pfeife mit sich rumträgt. Du veränderst Dich - Tag für Tag und mit jeder einzelnen Erfahrung, die Du machst.
Ich stelle mir da mehrere Fragen: Wenn Du Deine damaligen Bedenken beiseite schieben könntest, würdest Du da heute anders auftreten? Denn was hat Dir wirklich nicht gefallen? War da unterschwellig, wie sicher zum Teil auch noch heute, der Wille zu spielen zu übermächtig, um das ein oder andere Gesagte an Dich heran zu lassen?
Dann spreche ich immer wieder davon, dass wir nicht eine einzige, sondern einmal allgemeingültige massive Entscheidungen zur Abstinenz benötigen und dann auch noch viele kleine alltägliche. Erst im Zusammenspiel ergeben sie dann so viel Kraft dem Spielen entsagen zu können.
Welche Fundamente könntest Du Dir zusammenstellen für die großen und welche für die kleinen Entscheidungen. Und ja, die bereits angesprochene Liste könnte Dir helfen.
Samstag werden wir zudem auch einmal über Scheunentore sprechen, die offenen und die verschlossenen ... :)
Höre aber bitte auf, Dich zu geißeln für den Rückfall. Damit verlängerst Du ihn gedanklich nur. Wir sprechen nicht umsonst von einer Krankheit!
Hey !
Zu deiner letzten Frage:
Du musst dir die Möglichkeit nehmen , spielen zu können .
Heisst :
1.Kein Zugriff auf die Spiele
Installiere Gamban auf deinem Handy und deinen anderen Geräten.
2.Kein Zugriff auf Geld.
Gibt es jemanden , dem du deine Finanzen vorrübergehend übergeben kannst ?
Sperr dir deine Zahlungsmöglichkeiten
3.Mir persönlich hat bisher am meisten geholfen , dass ich mich jemandem ( meinem Mann) anvertraut habe.
Das hat meine Absicht , nicht mehr zu spielen, auf ein für mich neues Level gebracht .
Hast du vielleicht jemanden, mit dem du darüber reden kannst ?
Was ich jetzt noch für wichtig halte , dass du auf keinen Fall versuchst den neu entstandenen Schaden wieder gut zu machen durch weiteres Spielen.
Das wird nicht funktionieren !
Du hast gespielt !
Das ist passiert !
Jetzt schaust du aber wieder nach vorne !
Gamban, das wollte ich auch mal probieren. Ist es aber nicht so, dass du einfach gamban deinstallieren könntest ? Das bringt doch dann nix oder ? Wenn man das in paar sekunden einfach so deinstallieren könnte.
Leider kann ich niemandem mein geld übergeben. Danke und Gruß
alban
Ob ich das deinstallieren könnte hab ich bisher nicht ausprobiert .Werde ich auch nicht - bin ja froh , dass ich es habe.
Ich hab das mit meinem Mann zusammen gemacht, ich glaube , dass er da ein Passwort hinterlegt hat , was ich zum deinstallieren bräuchte.
Vermutlich lässt sich jede Sperre irgendwie umgehen - ABER es würde ein bisschen Zeit brauchen.
Zeit , in der man sich vielleicht doch nochmal besinnen kann , dass man sich eigentlich gegen das Spielen entschieden hat.
Hi Albon!
Wenn Du Dir erst einmal Deine Abstinenzentscheidungen aufgebaut hast, dann denkst Du beim Thema Schutzsoftware auch nicht direkt wieder an dessen Entfernung. :)
Natürlich kannst Du jeden Schutz umgehen. Einen kompletten Schutz gibt es nicht. Aber es gibt eben diese Scheunentore, die Du verschließen kannst. Um das Schloss daran zu knacken, brauchst Du nämlich Zeit. Zeit ist aber ein Feind des Suchtdrucks, der möchte sofort bedient werden.
Je mehr dieser Scheunentore Du verschließt, desser länger brauchst Du, um sie zu umgehen. Irgendwann setzt sich dann der Gedanke fest, es erst gar nicht zu versuchen. Denn, es bleibt Dir ja nicht verschlossen, Du verarschst Dich ja mit jeder Umgehung selbst. :)
Zum Geldmanagement haben wir im FAGS-Online-Cafe nächsten Monat ein interessantes Thema ... schaue mal unter Aktuelles und Termine!
Ich sehe jemanden der noch nicht bereit ist aufzuhören.
Viel Selbstmitleid und alles was wichtig wäre an Schutzmaßnahmen geht nicht.
Anscheinend bist du ohne Eltern, Geschwister und Freunde unterwegs. Das würde mir wirklich leid tun für dich.
Ein bisschen aufhören geht nicht, der Entschluss muss von dir ganz alleine und vom Herzen kommen. Dazu bedingt es alle Hilfe die geht anzunehmen auch wenn es Angst macht und im ersten Moment Chaos bringen würde.
Das von mir lange praktizierte, ich nenne es mal Schein aufhören, ist hauptsächlich eine Rechtfertigung für einen selbst alles getan zu haben.
Der Weg ist hart und manchmal Scheisse, jedoch lohnt er sich. Glaube mir!
Geht's wenigstens finanziell noch aus dass du da nicht in Schwierigkeiten gelangst?
Grüße Roy
Hallo Albon!
Ich melde mich kurz zu Wort in deinem Tagebuch, obwohl ich auch ein Newbie hier bin.
Auf mich machst du einen sehr sensiblen Eindruck.
Deshalb
1) du stehst vollkommen am Anfang eines spielfreien, spielsüchtigen Lebens.
2) zerbrich dir nicht den Kopf wegen des Rückfalls. Ich verstehe deine Gedanken, deinen Selbsthass und deine Angst. Aber mach morgen einen ersten kleinen Schritt vorwärts, schau in der Forum-SHG vorbei und erzähl dort deine Geschichte. Ich habe erst gestern gelernt, was es für einen Unterschied ausmacht, mit anderen Spielsüchtigen darüber zu sprechen. Es ist auf absurde Weise schön, ganz normale Normalos kennen zu lernen und andere Blickwinkel zu hören.
3) glaub mir bitte: du bist mit 28 Jahren sehr jung. Du kannst dein Leben noch mit sehr viel Leben, das spielfrei gelebt wird, füllen.
Alles Liebe und wir lesen hier voneinander in nächster Zeit. Versprochen.
Markus
Guten Morgen zusammen,
@Roy1234 Finanziell geht das noch, da ich noch was bei seite habe. Man kennt es, zocker schaffen es irgendwie immer, auch wenn die kein geld haben. (Ohne kriminell zu werden meine ich)
Ich habe nun auch die app runtergeladen. Jedoch war/ist die ganze zeit eine sache in meinem kopf. Ich muss es selber schaffen, auch ohne die ganzen steine vor mir. Am ende des tages muss man es ja im leben auch ohne die hürden schaffen nicht zu zocken.
@markus_anton
Ich gebe mein bestes um nicht noch mehr gesundheitlichen schaden durch das spielen zu bekommen.
In den letzten jahren habe ich wegen dem spielen immer noch angstzustände. Dass ist echt krass.
Heute ist der 14.06.2026. Stand jetzt bin ich seit 2Tagen und einen halben spielfrei. Etwas um die 60-70 Stunden.
Der Druck ist da, heute nacht konnte ich auch sehr schlecht schlafen weil mein kopf sich wie ein karussel angefühlt hat, aber schlimmer. Hatte angstschübe und minipanikattacken. Wahrscheinlich entzugserscheinungen.
In den letzten 2-3 stunden ist der suchtdruck immens. Mir ist es komplett bewusst und ich halte mich stark dagegen.
@Olli
Ich konnte auch gestern nicht in der selbsthilfegruppe dabei sein. Ich war mit arbeitskollegen gestern den ganzen tag unterwegs, da ich jetzt versuche alles umzukrempeln in meinem leben, dazu gehört jetzt auch mal wieder teil im leben zu haben, und nicht nur zuhause zu sein.
Es ist nicht so dass ich die selbsthilfegruppe bezüglich der wichtigkeit drunter stelle, aber es ist einfach aus zufall bei beiden malen so gewesen das ich auf einmal mit leuten unterwegs war. Und es war sehr schön.
Zitat von: Albon am 14 Juni 2026, 08:55:45Es ist nicht so dass ich die selbsthilfegruppe bezüglich der wichtigkeit drunter stelle, aber es ist einfach aus zufall bei beiden malen so gewesen das ich auf einmal mit leuten unterwegs war. Und es war sehr schön.
Guten Morgen!
Doch, was denn sonst? Erst hattest Du einen schönen Abend und dann verfolgen Dich die Panikattacken in den Schlaf. Du setzt Prioritäten wie beim Zocken ... und lebst nur für den Moment. Was danach kommt, das ist Dir egal.
Verstehe mich bitte nicht falsch. Ich habe und will Dir nichts vorschreiben. Du alleine bist für Dich verantwortlich.
Was mich nur stört, das ist für dumm verkauft zu werden. Da bist Du auch nicht der Einzige, der meint, das schaffen zu können. Das liegt aber wahrscheinlich daran, dass Du Dir selbst schon was vormachst.
Spiele, wenn Du spielen willst, leide, wenn Du leiden willst. Das alles hat mit mir nichts zu tun. Ich weiss, dass ich spielfrei und sehr, sehr froh darum bin.
Wir hatten gestern wieder eine sehr schöne Zeit in der Gruppe und haben gar nicht gemerkt, wie schnell die 2 h wieder einmal rum waren. Jeder bringt sich ein, wie er kann und will. Es gibt da kein Richtig und kein Falsch. Jeder Einzelne kam mit entspanntem Rückrat in die Gruppe, denn die Last der Scham und der Schuld können wir in der Gruppe ablegen.
Noch einmal: Es ist Deine Entscheidung, was Du machst. Die wird Dir auch niemand nehmen oder streitig machen! Mein Angebot steht, Du brauchst es nur annehmen ...
Zitat von: Albon am 14 Juni 2026, 08:55:45Ich habe nun auch die app runtergeladen. Jedoch war/ist die ganze zeit eine sache in meinem kopf. Ich muss es selber schaffen, auch ohne die ganzen steine vor mir. Am ende des tages muss man es ja im leben auch ohne die hürden schaffen nicht zu zocken.
Hallo Albon ,
dein Suchtteufel scheint meinem sehr ähnlich zu sein .
Der gleiche Gedanke schlich sich bei mir auch ein paar Mal ein .
Hab die Apps nicht aus Überzeugung , dass das der einzig richtige Weg ist , runtergeladen , sonders weil ich es auf keinen Fall verkacken wollte und mir bei diesem Thema halt nicht vertrauen kann .
Inzwischen seh ich das ein bisschen anders :
Stell dir einen Bergsteiger vor. Wenn er ein Sicherungsseil benutzt, würde niemand sagen: "Du hast den Berg nicht wirklich bestiegen, das Seil hat es geschafft." Das Seil ist ein Hilfsmittel, aber klettern musste er trotzdem selbst.
Genauso bei Spielsucht:
* Die Sperre trifft nicht die Entscheidung für dich.
* Die Sperre verhindert nur, dass du in einem schwachen Moment sofort handeln kannst.
* Die eigentliche Leistung besteht darin, diese Schutzmaßnahmen überhaupt einzurichten und aufrechtzuerhalten.
Ein weiterer Gedanke: Die Spielsucht nutzt oft genau das Gefühl aus, alles allein schaffen zu müssen. Das Ego sagt:
"Wenn ich wirklich stark wäre, bräuchte ich keine Hilfen."
Aber bei einer Sucht geht es nicht um einen Charaktertest. Es geht darum, das eigene Gehirn vor einem Mechanismus zu schützen, der nachweislich die Selbstkontrolle zeitweise stark beeinträchtigen kann.
Vielleicht hilft dir folgende Perspektive:
Du schließt die Scheunentore nicht, weil du schwach bist. Du schließt sie, weil du deinen Suchtteufel kennst.
Das sind zumindest die Gedanken , die ich mir zu diesem Thema gemacht habe .
Mir geht es damit gut ,vielleicht hilft dir diese Sichtweise ein bisschen .
Ich sehe nach wie vor jemanden der nicht wirklich bereit ist aufzuhören. Es sind nur gut gemeinte Vorschläge von Isa und Olli. Ich hör dann einfach mal so auf und schaffe es ohne Outen und andere Hilfen klappt eigentlich nie. Wenn dann erst wenn der allerletzte Strohhalm gerade noch so an der Oberfläche zu sehen ist. Und bis dahin gehen je nach max. Möglichkeiten noch tausende, Zehntausende oder mehr ins Land.
Erst wenn jeglicher Druck des verheimlichens, der leichten Geldbeschaffung in die richtigen Bahnen gelenkt sind geht's langsam bergauf.
Für dich ist es eigentlich erstmal wichtig ob du aufhören oder pausieren willst.
Ich behaupte mal wenn ich die Menschen hier im Forum mit ihren Geschichten und Maßnahmen eher kennengelernt hätte würde ich jetzt bei weitem besser da stehen.
Irgendwann kommt auch die Zeit an dem nicht mal der zweite oder dritte Kredit dich stört. Es geht nur um Wetten und/oder bunte Lichter in den Slots.
Wir sind krank und deshalb ist es nicht einfach so locker etwas auszusetzen.
Eine Grippe ja, bei Krebs zB braucht man medizinische und psychologische Unterstützung.
Ich danke euch für die Antworten. Ich muss mich jetzt leider wieder selber enttäuschen. Ich bin eben wieder rückfällig geworden. Gott alter.
Ich habe mir soeben gamban app geholt für meinen pc und mein handy.
:-\
,,Ich muss mich mal wieder selbst enttäuschen" klingt, als wäre das unvermeidbar gewesen. War es aber nicht. Du hast einen Fehler gemacht, wie viele von uns auf diesem Weg. Entscheidend ist nicht der Rückfall, sondern was du daraus machst.
Gamban ist da schonmal ein guter Anfang.
Was kann ich noch machen außer Gamban ?
Gamban habe ich gemacht, termin für spielsucht therapie. Was gibts noch ?
Hi Albon!
Was Du tun kannst? Nun, den Wunsch von "halbschwanger" sein ablegen. Entweder Du spielst weiter oder Du gibst Dein Bestes, um spielfrei zu bleiben. Es gibt nichts dazwischen.
Hatte ich Dir nicht Fragen gestellt? Wie wäre es mit ... beantworten ... ?
Was ich hier im Forum immer wieder gelesen habe :
*Zugang zum (schnellen) Geld kappen.
*Zugang zum Spiel kappen.
*Sofortmaßnahmen bei Spieldruck ( z.B. kalt duschen , scharfes Essen etc.)
*Jemanden einweihen
Für mich persönlich war "jemanden einweihen" der schwierigste aber wichtigste und effektivste Schritt .
Man kann dir eigentlich nichts richtiges schreiben. Du erwartest anscheinend eine leichte lockere Anleitung ohne unbequeme Schritte. Ich will dir nicht zu nahe kommen, was auch unfair wäre, da ich ähnliche Fehler gemacht habe.
Zum Psychiater zB ohne es wirklich ernst zu nehmen. Sozusagen eine Show für mich selbst. Hätte ich damals Arsch in der Hose gehabt und mein eigentliches vorhandenes Wissen ernst genommen hätte das mir einen weiteren sechsstelligen Verlust erspart.
Ich habe das von Olli oben angesprochene halbschwanger in vollen Zügen durchlebt und mir zwar Scheunentore verschlossen im Bewusstsein dass die Scheune hinten keine Wand hat.
Bei unserer Krankheit gibt es kein bisschen sondern entweder oder.
Überleg mal ob es normal sein kann wenn Spieler sagen wir 10.000 Euro hinten liegen und dann eine Glückssträhne haben und 9.500 Euro gewinnen. Der normale Spieler hört auf und denkt sich Glück gehabt nur 500 weg, wir denken und da geht noch mehr und am Ende sind nicht nur die 10000 weg sondern oft der nächste Kredit von Nöten.
Wir alle wollen dir das ersparen aber du musst es wollen.
Leider hast Du von deinen ganzen Lebensumständen nichts Preis gegeben. Also ist es schwer einzuschätzen was machbar wäre.
LG Roy
@Olli
sorry welche fragen, übersehe ich etwas? :-[
Aber ja da hast du natürlich vollkommen recht. Das ist mir ja auch bewusst. Ich versuche/tue das gerade in meinem kopf reinhämmern, dass ich es jetzt ein für alle mal für IMMER beenden muss.
@Isabell80
Danke für die Tipps. Jemanden einweihen wäre schön. Nur kann ich das leider nicht :(
@Roy1234
Nee bitte nicht so verstehen. Ich möchte nichts einfach so vor mir gelegt bekommen überhaupt nicht. Vieleicht äußere ich mich nur falsch. Ich bin jedem einzelnen von euch übelst dankbar das ihr mir überhaupt antwortet, denn das ist nicht selbstverständlich.
Ich versuche schon alles erdenkliche zu tun. Es gibt keine minute wo ich es in meinem schädel einrede, tu es nicht, nie wieder, nie nie nie wieder.
Zu meinen lebensumständen: Ich wohne mit meiner familie. In meiner family weiß es keiner, wegen einer vergangenheit bezüglich eines onkels der auch süchtig war und all das geld von meinem vater verzockt hat.
Wenn ich jetzt auch noch sagen würde ich bin süchtig, würde mind. ein elternteil ein herzinfarkt bekommen.
Von den freunden weiß es einer, aber von vor paar jahren. Dann war ich ja clean paar monate und seitdem habe ich es auch von ihm verheimlicht. Möchte jetzt nicht es noch mal ansprechen weil er dann weiß ich habe ihn die ganze zeit angelogen.
Ich führe sogesagt ein doppelleben. Ich habe bis jetzt nur glück das ich keine großen schulden habe. Insgesamt jetzt ein betrag von ca 2.500 was ich noch zurükczahlen muss. Aber das was am meisten weh tut ist die verlorene zeit/ verlorene Energie. Und selbstmitleid ist halt groß, obwohl ich das nicht tun möchte.
Ihr seit hier die einzigen mit denen ich darüber schreiben kann.
Deshalb danke noch mal an jeden einzelnen von euch.
Hi Albon!
ZitatWieso hast Du also wieder angefangen? Da Du, wie wir alle, ein Gewohnheitstier bist? Weil Du "außer" spielfrei zu bleiben nichts an Dir verändert hast? Weil Du spielsüchtig bist? Weil Du nicht weisst, wie Du mit Suchtdruck umgehen sollst? Weil das Glücksspiel bei Dir trotz all der negativen Auswirkungen positiv besetzt ist?
ZitatWenn Du Lust hast, dann mache Dir bitte einmal eine Tabelle mit vier Spalten. Die Spaltenköpfe beinhalten einmal Gründe für das Glücksspiel und gegen das Glücksspiel, sowie Gründe für die Abstinenz und gegen die Abstinenz!
ZitatIch stelle mir da mehrere Fragen: Wenn Du Deine damaligen Bedenken beiseite schieben könntest, würdest Du da heute anders auftreten? Denn was hat Dir wirklich nicht gefallen? War da unterschwellig, wie sicher zum Teil auch noch heute, der Wille zu spielen zu übermächtig, um das ein oder andere Gesagte an Dich heran zu lassen?
ZitatWelche Fundamente könntest Du Dir zusammenstellen für die großen und welche für die kleinen Entscheidungen.
ZitatDoch, was denn sonst? Erst hattest Du einen schönen Abend und dann verfolgen Dich die Panikattacken in den Schlaf. Du setzt Prioritäten wie beim Zocken ...
Entschuldige, meine Fragen gehen in den klitzekleinen Beiträgen von mir immer unter ... oder waren es die Beiträge selbst?
¯\_( ͡° ͜ʖ ͡°)_/¯
Zu Deinem letzten Beitrag ... Ich denke, dass es Dir sicher nicht leicht gefallen ist, von Deiner Familie zu sprechen und wie sie mit dem Thema umgeht. Doch Du bist nicht der Onkel. Du bist der Sohn und Bruder. Du nimmst das Wort selbst in den Mund: Du belügst den Freund und Deine Familie.
Doch ändert sich daran etwas, wenn Du weiter schweigst? Was macht das Lügen mit Dir selbst? Wie viel Kraft kostet es Dich, die Lügen aufrecht zu erhalten? Damit meine ich nicht die Zeit des Aussprechens, sondern die Zeit danach, die Scham und die Schmach den anderen gegenüber? Was macht das mit Deinem Selbstbild und Deinem Selbstwert? Du betreibst damit eine kontinuierliche Selbstzerstörung.
Ist es nicht auch so, dass Du Dich aufgrund der Lügen auch in anderen Themen zurücknimmst? Kannst Du wirklich frei und ohne Scheu über alltägliche Dinge mit ihnen reden? Schwebt da nicht immer das Schwert des Verplapperns über Dir?
Seidem ich nicht mehr spiele, brauche ich auch nicht mehr lügen. Ich kann offen und ehrlich sein. Was macht das mit mir? Besonders bei meiner eigenen lügenverseuchten Vergangenheit?
Ich musste erst tatsächlich wieder üben, die Wahrheit zu sagen. Hier und da kamen die Lügen aus mir herausgeschossen, ohne dass ich nachgedacht hatte. Diesen Automatismus musste ich durchbrechen. Dazu brauchte ich nur die Worte zurücknehmen und die dann Wahrheit sagen.
Zitat von: Albon am 15 Juni 2026, 18:33:41@Isabell80
Danke für die Tipps. Jemanden einweihen wäre schön. Nur kann ich das leider nicht :(
Hallo Albon ,
was ich hier in deinen Beiträgen lesen kann , ist , du hast Freunde und du hast Familie .
Du schämst dich , du willst sie nicht enttäuschen / belasten .
Du müsstest zugeben , gelogen zu haben .
Ich kann nur von mir reden ( obwohl ich sicher bin , dass alle anderen hier das ähnlich empfunden haben) , ich hab mich vor der "Beichte" völlig fertig gemacht .Ich hatte wahnsinnige Angst.
Jemanden die Wahrheit zu sagen , beinhaltet auch mit sich selbst ehrlich zu sein.
Mir war klar , dass ich aus der Sache nicht mehr rauskomme, wenn mein Mann Bescheid weiss .
Ich werde nichts mehr schön reden oder schön denken können.
Ich werde nicht in 2 Wochen sagen können , dass das wohl doch gar nicht so schlimm war und einfach weitermachen , wie bisher .
Ich hatte Angst vor seiner Reaktion , Angst vor seiner Enttäuschung, Angst vor den möglichen Konsequenzen, die er ziehen könnte.
Ich hab mich unglaublich geschämt .
ABER ich hab es durchgezogen und das war gut so !
Es haben sich dadurch natürlich einige Veränderungen ergeben .
Das Vertrauen muss neu aufgebaut werden, er kontrolliert nun viele Dinge ( die den Spielsuchtbereich betreffen)
Aber ich hab dadurch eine riesige Stütze an meiner Seite .
Er ist meine kalte Dusche, wenn ich Suchtdruck verspüre .
Und ich hab dadurch meine alte Freiheit zurückgewonnen .
Ich muss nicht den Briefkasten leeren, bevor er nach Hause kommt , für den Fall , dass eine Kreditkartenabrechnung ins Haus flattert.
Ich muss mein Handy nicht mit dem Display nach unten auf den Tisch legen , falls in einem ungünstigen Moment irgendeine Zahlungserinnerung aufplöppt.
Ich bekomme keine Schweissausbrüche mehr , wenn mein Mann schnell irgendwas auf meinem Handy schauen möchte , weil seins grad nicht parat liegt .
Ich muss mir keinen Mist ausdenken , warum ich am Wochenende nicht mit den anderen ins Kino gehen mag ( konnte ja vorher nicht erzählen , dass mein Geld schon verspielt war)
Ich könnte noch ewig so weiter machen .
Auf eine Pro und Contra Liste ( Gespräch ja oder nein ) hätte ich deutlich mehr Pro als Contra !!
Es ist so viel einfacher mit jemandem an seiner Seite !
Irgendwo hab ich hier gelesen :
Wenn du schnell gehen willst, dann gehe alleine. Wenn du weit gehen willst, dann musst du mit anderen zusammen gehen.
Hallo Albon , wie geht es dir inzwischen ?
Lass doch mal was von dir hören .
Zitat von: Olli am 15 Juni 2026, 18:54:56Hi Albon!
ZitatWieso hast Du also wieder angefangen? Da Du, wie wir alle, ein Gewohnheitstier bist? Weil Du "außer" spielfrei zu bleiben nichts an Dir verändert hast? Weil Du spielsüchtig bist? Weil Du nicht weisst, wie Du mit Suchtdruck umgehen sollst? Weil das Glücksspiel bei Dir trotz all der negativen Auswirkungen positiv besetzt ist?
Wieso ich wieder angefangen habe zu spielen weiß ich selber nicht. Tatsächlich versuche ich den suchtdruck mit etwas anderem gegen zu setzen. Z.b. raus gehen und spazieren, oder am pc games spielen. Tatsächlich hat das spielen an sich in meinem kopf wirklich nur negatives, allein nur wenn ich dran denke und dann rückfällig werde krippiert es mir komplett den magen.
ZitatWenn Du Lust hast, dann mache Dir bitte einmal eine Tabelle mit vier Spalten. Die Spaltenköpfe beinhalten einmal Gründe für das Glücksspiel und gegen das Glücksspiel, sowie Gründe für die Abstinenz und gegen die Abstinenz!
Das nehme ich für morgen abend mit.
ZitatIch stelle mir da mehrere Fragen: Wenn Du Deine damaligen Bedenken beiseite schieben könntest, würdest Du da heute anders auftreten? Denn was hat Dir wirklich nicht gefallen? War da unterschwellig, wie sicher zum Teil auch noch heute, der Wille zu spielen zu übermächtig, um das ein oder andere Gesagte an Dich heran zu lassen?
Der wille zum spielen hat am ende tatsächlich immer gewonnen. Und das hat mich aufs neue jedes mal so überrascht das ich doch den "kampf" gegen den zockerwillen verloren habe.
ZitatWelche Fundamente könntest Du Dir zusammenstellen für die großen und welche für die kleinen Entscheidungen.
Weiß ich um ehrlich zu sein garnicht..
ZitatDoch, was denn sonst? Erst hattest Du einen schönen Abend und dann verfolgen Dich die Panikattacken in den Schlaf. Du setzt Prioritäten wie beim Zocken ...
Es ist unglaublich wie man von einem schönen moment komplett "freiwillig" in die hölle geht.
Entschuldige, meine Fragen gehen in den klitzekleinen Beiträgen von mir immer unter ... oder waren es die Beiträge selbst?
¯\_( ͡° ͜ʖ ͡°)_/¯
Zu Deinem letzten Beitrag ... Ich denke, dass es Dir sicher nicht leicht gefallen ist, von Deiner Familie zu sprechen und wie sie mit dem Thema umgeht. Doch Du bist nicht der Onkel. Du bist der Sohn und Bruder. Du nimmst das Wort selbst in den Mund: Du belügst den Freund und Deine Familie.
Doch ändert sich daran etwas, wenn Du weiter schweigst? Was macht das Lügen mit Dir selbst? Wie viel Kraft kostet es Dich, die Lügen aufrecht zu erhalten? Damit meine ich nicht die Zeit des Aussprechens, sondern die Zeit danach, die Scham und die Schmach den anderen gegenüber? Was macht das mit Deinem Selbstbild und Deinem Selbstwert? Du betreibst damit eine kontinuierliche Selbstzerstörung.
Ist es nicht auch so, dass Du Dich aufgrund der Lügen auch in anderen Themen zurücknimmst? Kannst Du wirklich frei und ohne Scheu über alltägliche Dinge mit ihnen reden? Schwebt da nicht immer das Schwert des Verplapperns über Dir?
Seidem ich nicht mehr spiele, brauche ich auch nicht mehr lügen. Ich kann offen und ehrlich sein. Was macht das mit mir? Besonders bei meiner eigenen lügenverseuchten Vergangenheit?
Ich musste erst tatsächlich wieder üben, die Wahrheit zu sagen. Hier und da kamen die Lügen aus mir herausgeschossen, ohne dass ich nachgedacht hatte. Diesen Automatismus musste ich durchbrechen. Dazu brauchte ich nur die Worte zurücknehmen und die dann Wahrheit sagen.
Das mit dem offenlegen bezüglich der familie ist für mich halt leider unvorstellbar. Ich müsste dafür sehr weit in die vergangenheit gehen um das zu erklären, glaube das würde sich keiner durchlesen wollen den batzen text der daraus entstehen würde.
Zitat von: Isabell80 am 17 Juni 2026, 15:12:57Hallo Albon , wie geht es dir inzwischen ?
Lass doch mal was von dir hören .
Hi Isabell80,
entschuldige mich für die späte antwort. Meine mama ist die tage krank geworden und das in kombination mit dem zocken hat mich komplett k.o. gemacht und ich war die tage garnet am pc. Nur arbeit, schlaf, kopfkaputt.
An sich geht es mir meist gut. Ich versuche den kampf gegen den suchtdruck zu gewinnen, den kampf gegen die angst und den kampf gegen mir selbst. Das raubt kraft und zerrt an meinen kräften.
Ich habe richtige körperliche symptome wie engegefühl an der brust, atemprobleme, innere unruhe usw.
Hallo Albon ,
schön , dass du dich meldest .
Diese körperlichen Symptome hatte ich ganz am Anfang auch .
Das geht vorbei 😅
Du schreibst , dass du z.B. am PC spielst, um Spieldruck zu umgehen .
Wie geht es dir dabei ?
Ich könnte mir das für mich überhaupt nicht vorstellen , jetzt einfach andere kostenfreie Spiele zu zocken .
Vielleicht irgendwann wieder , aber aktuell wär mir das viel zu nah an meinem Suchtproblem .
( wie gesagt , ich bin ein Schisser 🫣)
Wir sehen uns morgen Abend bei der SHG !
Schönen Abend
Hallo zusammen,
war schön heute bei der SHG. Danke noch mal dafür.
Ich habe eine frage, es wurde ja in der SHG von jemandem (ich weiß sein usernamer hier nicht) gesagt das er ja an mehreren SHGS teilnimmt. Ich weiß jetzt aber nicht wo man da noch mit machen kann ? Also von welcher seite. Kann mir da einer noch die information diesbezüglich geben ?
Guten Morgen,
schau mal hier :
https://gluecksspielsucht-selbsthilfe.de/2025/11/04/selbsthilfe-online/ (https://gluecksspielsucht-selbsthilfe.de/2025/11/04/selbsthilfe-online/)
Schönen Sonntag
Und hier gibt's Adressen von klassischen Selbsthilfegruppen. Kannst ja mal gucken, ob in deiner Nähe was dabei ist.
Kurze Frage dazu: warum willst du in mehrere Gruppen gehen? Würdest du gern mehrmals in der Woche in eine Gruppe gehen? Oder???
LG Ilona
Zitat von: Ilona am 21 Juni 2026, 13:33:46Und hier gibt's Adressen von klassischen Selbsthilfegruppen. Kannst ja mal gucken, ob in deiner Nähe was dabei ist.
Hey Ilona , ich glaub du hast vergessen den passenden Link einzufügen 😅
https://gluecksspielsucht-selbsthilfe.de/category/selbsthilfe_online/
https://adressen.gluecksspielsucht.de/
Danke!!!
@Isabell80
Vielen lieben dank für den Link :)
@ Ilona
Ja ich würde gern mehrere male in eine SHG gehen. Ich meine, wieso nicht ? Dann fühle ich mich weniger alleine damit und ich fühle/denke es ist besser mehr zu haben, als weniger.
@Olli
Danke für die Links :)
Ja, tu alles, was dir hilft!
LG Ilona
Hi Albon!
Ich habe den, der mehrere Gruppen besucht, in der Vergangenheit darauf hingewiesen, und ich mache das bei Dir nun auch, dass Du aufpassen musst, dass Du nun die Gruppen nicht pathologisch nutzt.
Meiner Meinung nach reichen 1 bis 2 Gruppensitzungen pro Woche. Weshalb? Weil Du automatisch und ohne dass Dir das einer sagen muss, "Hausaufgaben" mit nach Hause nimmst. Diese musst Du verarbeiten, überdenken, verwerfen oder auch Erkenntnisse daraus ziehen, um diese dann wiederum auszubauen.
Achte also sehr genau auf Dich.
Ja, es kann natürlich passieren, dass man sich mit vielen Gruppenbesuchen von sich selbst ablenkt. Es kann aber auch sein, dass man in der ersten Zeit die Gruppen besucht, um sich zu schützen. Ich erinnere mich an einen Spieler aus Hamburg, der das 2-3 Monate lang gemacht hat. Allein, um in dieser für ihn gefährlichen Zeit nicht zu spielen. Nachdem er sich etwas stabilisiert hatte und sich wieder über den Weg traute, ging er dann nur noch in eine Gruppe. Mir hat das imponiert, man konnte seinen Drang, sich zu schützen, regelrecht spüren. Das ist schon sehr viele Jahre her, ich habe es aber nie vergessen.
LG Ilona
Oh mann leute...ich bin wiederholt rückfällig geworden...wie ferngesteuert. Ich verstehs nicht mann. Was ist nur kaputt mit mir.
Hi Albon,
beschreibe doch mal möglichst detailliert, wie das bei dir abläuft, also vom vorletzten Aufhören bis zum letzten.
Hallo Albon ,
erstmal finde ich sehr stark , dass du mit deinem Rückfall hier so offen umgehst .
Ich kann deine Verzweiflung verstehen.
Dennoch gehört ein Rückfall leider bei vielen zum Genesungsweg dazu.
Schau dir an , wie lange du es schon geschafft hast .
Dieser Erfolg ist nicht verloren .
Du kannst daran anknüpfen, auch wenn es jetzt einen Rückfall gab.
Du weißt ja , wie es geht.
Gib nicht auf !!
Hi Albon!
Augen zu und durch ... das klappt nicht nur bei Rückfällen, sondern auch bei der Aufarbeitung. Na gut, die Augen sollten dann wieder auf sein ... :)
Zitat.wie ferngesteuert.
Ne, ne, ne ... diese "Ausrede" ist weit verbreitet, doch sie ist auch falsch! Du hast die Entscheidung zu spielen getroffen. Wahrscheinlich hast Du Dich auf die süchtigen Gedanken, die irgendwann eintraten, eingelassen. Du hast mit ihnen diskutiert und am Ende hast Du diesen Kampf mal wieder verloren. Das ist aber keine Überraschung, sondern bei uns gang und gäbe. Wir dürfen uns eben nicht auf eine Diskussion einlassen. Wenn die Sucht damit anfängt, dann unterbinde es. Nutze die üblichen Skills oder finde eigene, die bei Dir greifen.
Wappne Dich vor solchen Situationen - bereite Dich vor!
Ferngesteuert? Wie wäre es mit "Trunken vor Vorfreude"? "Abgedriftet in die Verdrängung?" "Gefangen in der emotionalen Extase"?
Ich konnte mir damals auch nicht vorstellen, dass ich dagegen etwas unternehmen könnte. Aber ich habe es geschafft. Wieso solltest Du das dann nicht auch schaffen? Bist ausgerechnet Du etwa der "besonders schwere Fall"? Ein hoffnungsloser Fall? Die Niete des Jahrhunderts? Der Versager des Jahrtausends?
DER WAR ICH DOCH SCHON!
Da habe ich mal was erreicht und schon wird es mir wieder streitig gemacht! :)
Spaß beiseite ...
Wenn Du etwas verändern möchtest, dann musst Du dafür schon etwas tun. Spreche darüber in der Gruppe. Vielleicht wird Dir dann klar, was schief gelaufen ist und wie Du in Zukunft besser agieren kannst. Es bringt Dir nichts, wenn Du jetzt rumjammerst und Dich selbst fertig machst. Ich betrachte das auch als "zum Spiel dazugehörig".
ZitatSchau dir an , wie lange du es schon geschafft hast .
Dieser Erfolg ist nicht verloren .
Ist Dir bewusst, dass es ein Erfolg war, wie Isabell hier schreibt? Beschreibe diesen Erfolg mal.
Was machte ihn aus? Was machte er mit Dir?
Zitat von: Loser65 am 21 Juli 2026, 12:21:08Hi Albon,
beschreibe doch mal möglichst detailliert, wie das bei dir abläuft, also vom vorletzten Aufhören bis zum letzten.
Ich stehe morgens auf und der erste gedanke ist sofort beim spielen. Sobald ich langeweile habe geht der gedanke direkt dahin. Ich versuche mein alltag normal zu leben, kämpfe dann im laufe des tages gegen diese gedanken und habe aber dann den kampf verloren. Und dann sage ich wieder das gleiche wie die letzten 12345 male, wie konnte ich das nur wieder machen, immer und immer wieder. Und wieder von anfang das gefühlskarussell.
Bei jedem rückfall hoffe ich einfach das es der letzte ist...
Zitat von: Isabell80 am 21 Juli 2026, 13:17:03Hallo Albon ,
erstmal finde ich sehr stark , dass du mit deinem Rückfall hier so offen umgehst .
Ich kann deine Verzweiflung verstehen.
Dennoch gehört ein Rückfall leider bei vielen zum Genesungsweg dazu.
Schau dir an , wie lange du es schon geschafft hast .
Dieser Erfolg ist nicht verloren .
Du kannst daran anknüpfen, auch wenn es jetzt einen Rückfall gab.
Du weißt ja , wie es geht.
Gib nicht auf !!
Danke für deine schönen Worte :)
@Olaf
Ja der Erfolg wo ich spielfrei war für die Tage war wirklich einfach nur schön. Also auf der einen Seite war es hart weil ich gemerkt habe wie mein kopf danach geschrien hat und ich innerlich unruhig war und schlechter schalfen konnte. Aber auf der anderen viel besseren seite war es so schön ohne das spielen. Da merkt man wie schön das leben ohne das spielen ist.
Da tun diese rückfälle sage ich immer, doppelt so weh.
Aber klar du hast recht mit der Ausrede. Ich habe die Tage wo ich spielfrei war mir immer den einen satz im kopf behalten. Den du auch beschrieben hattest. " ich habe die wahl, die wahl zu spielen und die wahl nicht zu spielen ". Und immer wenn ich den gedanken zum spielen hatte, habe ich die wahl genommen es nicht zu tun. Das ging wirklich so gut. Verstehe nicht wieso all das positive auf einmal überschattet wird mit dieser einen aktion wo man dann wieder spielt. Das ist wirklich unglaublich
Moin Albon,
ich glaube, du musst mal mit dem Kopf durch die Wand. Wie wäre es mit nicht mehr können statt nicht mehr wollen?
Probiere daher mal folgendes: Lade dir ein kostenloses Spiel aufs Handy oder Tablet, dass ordentlich an den Nerven zerrt, Tetris o. ä., und das spielst du dann erstmal so lange, bis es dir meterweit zum Hals raus hängt. Eher hörst du nicht auf, klaro?!
Wenn dir dann immernoch nach Geld verzocken ist, versuche absichtlich zu verlieren, aber immer nur den kleinstmöglichen Einsatz.
Guten Morgen zusammen!
ZitatWenn dir dann immernoch nach Geld verzocken ist, versuche absichtlich zu verlieren, aber immer nur den kleinstmöglichen Einsatz.
Also, wenn mir das damals jemand vorgeschlagen hätte, dann hätte das Spielteufelchen in mir sofort Freundenpurzelbäume geschlagen. Dieser Vorschlag "erlaubt" ihm das Spielen. Da wird es mal schwierig und anstatt dagegen zu halten, gibt es hier eine einfache Lösung: Ich gönne mir Glücksspiel, "Dir schlage ich ein Schnippchen, indem ich klein spiele und absichtlich verliere!" - Das Problem dabei: Du "musst" dabei spielen!
Die Lösung des Problems kann nicht sein, das Problem zu erzeugen. "Gründe" zu spielen gibt es genug. "Gronde" abstinent zu sein, gibt es auch genug, sie sind uns oftmals nur nicht bewusst!
Daher @Albon: Finde Gründe, wieso Du abstinent sein willst. Schreibe sie Dir auf, Benutze dabei keine Negationen. "Nicht" ist verboten. Du kannst alles positiv formulieren!
Wie wäre es für den Anfang mit 10 Punkten? Versuche es mal.
Zitat von: Loser65 am 23 Juli 2026, 01:03:59Moin Albon,
ich glaube, du musst mal mit dem Kopf durch die Wand. Wie wäre es mit nicht mehr können statt nicht mehr wollen?
Probiere daher mal folgendes: Lade dir ein kostenloses Spiel aufs Handy oder Tablet, dass ordentlich an den Nerven zerrt, Tetris o. ä., und das spielst du dann erstmal so lange, bis es dir meterweit zum Hals raus hängt. Eher hörst du nicht auf, klaro?!
Wenn dir dann immernoch nach Geld verzocken ist, versuche absichtlich zu verlieren, aber immer nur den kleinstmöglichen Einsatz.
Was soll hier das Ziel sein ?
Dass man des Spielens überdrüssig wird ?
Ich habe in meiner aktiven Zeit soooo viele Stunden durchgespielt , ohne Geldeinsatz, mit kleinem Einsatz und mit hohem Einsatz .
Wenn eins nie eingetreten ist , dann ein Gefühl von Überdruss...
Im Gegenteil - im Hinterkopf was immer "Ach komm , ein Versuch noch ..."
Moin Isa,
wie siehst du dich heute, als abstinent oder geheilt?
Moin Olli,
mal ganz langsam, laut und deutlich:
GLÜCKSSPIELSTAATS - VERTRAG.
Wie weit muss das Tor noch offen stehen?
Hi Loser65!
Du sprichst in Rätseln! :)
Was hat der GlüStV jetzt gerade mit Albon zu tun?
Nehmen wir einmal an, dass Du in seinen Schuhen stecken würdest und Du nicht schwimmen könntest.
Springst Du dann in den Rhein, nur weil er da ist?
Wenn Du nicht schwimmen kannst, dann solltest Du kein Risiko eingehen und Abstand vom Wasser haben.
Durch die Erfahrungen des Kontrollverlustes, wirst Du niemals in einem Planschbecken Deinen Neuschwimmer machen. Genau das schlägst Du aber doch vor ... um was zu tun? Dir zu suggerieren, dass es gar keinen Sinn hat, das Schwimmen zu erlernen? Es sind schon Leute in Pfützen ertrunken!
In der Vergangenheit gab es schon heftigste Diskussionen zum Thema "kontrolliertes Spielen". M.E. zielt Dein Vorschlag in diese Richtung. Zielgruppe sind Personen, die trotz therapeutischer Interventionen den "Vorteil" des Spielens nicht aufgeben wollen. Davon betroffen sind aber nur minimalste Anteile der Spieler.
Das KS ist auch eine therapeutisch geführte Maßnahme, die den Zweck hat, doch die Entscheidung zur Abstinenz zu treffen. Tatsächlich ergaben Studien, dass tatsächlich diese Entscheidung überwiegend getroffen wurde.
Allerdings, und das muss noch mal betont werden, ist dies eine therapeutisch geführte Maßnahme! Das sind keine eigenmächtigen Selbstversuche. Die Leute werden durch Gespräche sensibilisiert, ihr Verhalten, ihr Denken und Fühlen aufzudröseln und hinter ihre eigene Fassade zu blicken.
Wenn Du aber hier die externe Erlaubnis gibst, es ist OK wenn Du schon mal spielst, dann mit geringem Einsatz, dann wird der Spieler in Albon das doch nur allzu gerne aufgreifen und es dem gesunden Teil von Albon unter die Nase reiben!
Albon wird sicherlich die Erfahrung, die Du hier hervorbringen möchtest, schon tausendfach abgespeichert haben. Es braucht da keine weiteren.
@Albon
Die Sucht ist schon ne bitch ... Aber sie ist eine, die keine Zeit hat. Sie will bedient werden, jetzt und sofort! Sie ernährt sich aber nicht nur durch die Suchtausübung selbst. Als Apperetiv genießt sie es zu diskutieren und futtert einen Gruß aus der Küche nach dem Anderen, wenn Du ihr diesen Raum gibst und in die Diskussion einsteigst. Der 2. Gang tritt zumeist ein, wenn Du die Entscheidung zum Spiel getroffen hast. Dann ernährt sich die Sucht an der Vorfreude. Im Körper wird das Belohnungssystem wie beim Hauptgang selbst angeschmissen, der Suchtausübung. Als Nachtisch gibt es dann Selbstzweifel und - exzellent gepfefferte Selbstvorwürfe.
Wenn ich zurückdenke, wie viel Energie ich da in dieses Hamsterrad gesteckt hatte. Als ich spielfrei wurde, da war all diese Last weg. Mein Selbstwert, der all die Jahre als Prügelknabe herhalten musste, wuchs und gedieh. Es war kein Fingerschnippen daran beteiligt. Es brauchte schon Zeit.
Ich habe da viele innere Kämpfe ausgefochten, die immer in die Richtung zielten: Darf ich das denn? Glücklich sein? Lob annehmen? Darf ich selbstbestimmt sein? Schaffe ich das? ... Ach, der kleine innere Kritiker, der ist schon einer ... :) Heute passt er auf mich auf und macht genau das, was er soll!
Dann eben metaphorisch:
Ich stehe also am Rhein und kann nicht schwimmen. Der Schwimmlehrer zeigt mir gerade nochmal die auszuübenden Bewegungen und sichert mir zu, dass das Wasser nicht tief ist. Hinter ihm sind schon mehrere Rettungsschwimmer einsatzbereit angetreten und flussabwärts hat die FEUERwehr eine Barriere errichtet, damit ich nicht abtreiben kann.
Mein Ehrgeiz flüstert mir Mut zu und irgendwer hat wegen des Zögerns "Feigling" gerufen.
Ich gehe trotdem wieder nach hause, weil der Staatsvertrag mich mal kann?
Sind die Überlebenden eigentlich aus den Pfützen rausgeschwommen oder einfach aufgestanden?
Zitat von: Loser65 am 23 Juli 2026, 08:36:12Moin Isa,
wie siehst du dich heute, als abstinent oder geheilt?
Heilung , im Sinne von "Der Zustand von vor der Erkrankung ist wiederhergestellt" gibt es bei Suchterkrankungen so ja leider nicht .
Das Suchtgedächtnis bleibt und ich werde nie wieder in meinem Leben kontrolliert spielen können .
Daher seh ich mich als glücklich und zufrieden abstinent .
Bei deinen restlichen Ausführungen geht es ja wieder Mal darum , jemand anderem den schwarzen Peter zuzuschieben.
Wenn die Gesetze anders wären , könnten wir nicht spielen usw ...
Wir sind uns einig , dass da was passieren muss .
Ich werde aber nicht darauf warten und solange weiterspielen , bis der Staat etwas verändert .
Ist zwar sehr praktisch , dem anderen die Verantwortung zu übertragen , bringt mich aber gar nicht weiter !
Ich trage die Verantwortung für mein Handeln .
Stimmt Isa, im Glücksspielstaat kann man aus Langeweile ja schließlich zur Abwechslung jederzeit gegen miese Bezahlung oder ehrenamtlich etwas anderes tun. Selber schuld, wenn man dazu keine Lust hat.
Eine heile Welt ist demnach unzufrieden und unglücklich. Darauf hätte ich auch allein kommen können, wenn da nicht mein Suchtgedächtnis...
Was spielen wir denn heute, Schwarzer Peter oder Blinde Kuh?
Wenn du mit 'Blinde Kuh' andeuten möchtest, dass ich naiv bin und das große Ganze weder sehe ,noch verstehe,
dann kannst du das gerne auch direkt sagen.
Mir ging es in meinem Beitrag ausschließlich um meine persönliche Erfahrung und nicht darum, die Verantwortung des Staates kleinzureden.
Wie sind hier in einem Forum , wo glücksspielsüchtige , zum Teil sehr verzweifelte Menschen ,Hilfe suchen .
Dort immer wieder zu sagen , dass sie in diesem Glücksspielstaat eigentlich keine Chance haben und im Grunde auch nichts dafür können , weil niemand sie vernünftig aufgeklärt hat usw. , bringt diesen Menschen erstmal nichts .
Sicher muss sich da was ändern , ABER jetzt geht es doch erstmal darum , was wir selber ändern können , um unser Leben wieder in den Griff zu bekommen.
Du zeigst dich hier als Gesellschaftskritiker -
aber was bringt uns das , an dem Punkt , wo viele hier gerade stehen ?
Verzweifelt , pleite , hoffnungslos, enttäuscht von sich und dem Leben ??
Nichts !
Einfach nichts!
Das ist ein anderes Thema - was sicher auch einen Platz hier im Forum hat und haben sollte - aber hier an dieser Stelle bringt es einfach NICHTS !
Es findet sich doch nur dann eine Lösung, wenn ich als Spieler begreife, dass es genauso kam, wie es im Glücksspielstaat kommen musste, weil man mir rechtzeitige Aufklärung vorenthalten hat. Ohne dem tappe ich doch bloß in die nächste Falle.
Glücksspiel kann süchtig machen, Arbeiten übrigens auch, oder wie?!
Und was ist dann der nächste Schritt, wenn ich jetzt weiß , dass es genau so kommen musste ?
Selbstdefinition, zumindest sich erstmal so lange aus Allem herausnehmen, bis man den Überblick hat. Dafür kann man sich schonmal krank schreiben lassen oder einen Urlaub ohne Reiseziel nehmen, Erholung eben.
Man kann währenddessen auch ein bisschen spielen, dann aber nur das, nicht alles gleichzeitig. Es geht schließlich darum, sein Leben wieder absichtlich zu führen, anstatt dem Trieb zu folgen
Hallo ihr Lieben,
das Schwimmen habe ich mit 10 Jahren gelernt, in der 4. Klasse. Ich war immer im Nichtschwimmer, fand es toll und großartig zu planschen, die Wasserrutsche zu nutzen, aber ich ging bei tiefem Wasser unter. Dann kam der Sportunterricht in der Schwimmhalle, , da wurden Luftpolter an die Oberarme gelegt, und rein ins Schwimmerbecken. Und genau die Luftpolster haben Vertrauen gegeben, und die Schulfreunde neben mir auch. So konnte ich zum Ende des Kursus eine Urkunde als Fahrtenschwimmer holen. Das setzte natürlich auch einen Mutsprung vom 3 Meter Brett vorraus.Daß ich mal im Sport im Zeugnis eine "!" bekam, machte mich glücklich, war mir das wirklich mal zugedacht?
Ich habe über den Leitsatz nachgedacht, den mir ein guter Freund einmal vermittelte: "wenn es dir schlecht geht, dann gehe in eine Selbsthilfegruppe,
wenn es dir gut geht - dann laufe in die Selbsthilfegruppe"!
Wir Spielsüchtigen sind es nicht nur gewöhnt, die Cooler zu sein, wir entwickeln auch eine Sehnsucht nach dem "verlieren wollen".
Du kannst Dich gerne mit dem GlüStV beschäftigen, wenn Dich das Lesen dessen, das Studieren, vom Glücksspiel fernhält. Natürlich kannst Du auch in die "Erfahrungstreads" hier im Forum schauen. Alles was Dich vom Glücksspiel fernhält ist legitim.
Wenn Alter Groll, Zorn, Ressertiments, Ängste Dein Leben bestimmen, bist Du noch nicht in der stabilen Lage, Dich vom Glücksspiel fernzuhalten. Hier bieten Fachkliniken, Ärzte, und Selbsthilfe Möglichkeiten diese "Kettensklaven" Deiner Seele zu befreien.
Gestern war ich in einem Online - Meeting, und das gibt mir Heute noch Halt und Zuversicht.
Immer wieder - für einen Tag, Heute
Andreas
Zitat von: Loser65 am 23 Juli 2026, 11:30:50Selbstdefinition, zumindest sich erstmal so lange aus Allem herausnehmen, bis man den Überblick hat. Dafür kann man sich schonmal krank schreiben lassen oder einen Urlaub ohne Reiseziel nehmen, Erholung eben.
Man kann währenddessen auch ein bisschen spielen, dann aber nur das, nicht alles gleichzeitig. Es geht schließlich darum, sein Leben wieder absichtlich zu führen, anstatt dem Trieb zu folgen
Das alles ist doch auch möglich , ohne zu denken , dass es so kommen musste ?
Ich glaube , dass es wichtiger ist , bei sich zu bleiben und da zu schauen , warum bin ich da so anfällig ?
Nicht jeder wird ja süchtig , trotz der gegebenen Möglichkeiten und schlechter Aufklärung etc.
Was war also bei mir los ?
Was hat mir gefehlt ?
Wovor war ich auf der Flucht ?
Was kann ich für mich im Kleinen ändern ?
usw
Du schreibst :
" Man kann währenddessen auch ein bisschen spielen "
Man kann das vielleicht .
ICH kann das nicht .
Und die allermeisten anderen Spielsüchtigen können das auch nicht.
Sonst bräuchte es so ein Forum hier gar nicht .
Dann würden wir uns alle sagen
"och joar, das war jetzt nen bisschen viel - und das mit den Schulden ist auch nicht so toll , ab jetzt spiel ich einfach nur noch ab und zu und genieß das dann "
Wenn das für dich funktioniert , ist das super !
Für die meisten hier funktioniert das nicht .
Warum nicht? Weil genau das das Wesen einer Suchterkrankung ist. Für viele von uns gibt es kein 'ein bisschen'.
Zitat von: Loser65 am 23 Juli 2026, 09:43:09Sind die Überlebenden eigentlich aus den Pfützen rausgeschwommen oder einfach aufgestanden?
You made my day! 😅
Isa, Isa,
wie gehst du nur mit dem Süchtling in dir um?! Sperrst dieses lebensfrohe Mädchen im Keller ein, obwohl es zu Dingen imstande war, wo dem Rest der Welt der Mund offen stand, Deutschland und seine "Hidden Champions".
Wenn das glücklich und zufriedene Abstinenz ist, würde ich es mal mit S-Bahn-Surfen probieren oder zumindest öfter bei Rot über die Ampel gegen. Ah ja stimmt, Erwachsene dürfen das nicht. Vernunft kann gar keine Krankheit sein, wo kämen wir da hin?!
Also: Schön das Süppchen auslöffeln, das du dir mit deiner Naivität eingebrockt hast!
Ich akzeptiere, dass wir völlig unterschiedliche Vorstellungen vom Umgang mit Glücksspielsucht haben. Für mich bedeutet Abstinenz nicht, einen Teil von mir einzusperren, sondern mein Leben zurückzugewinnen. Dabei belasse ich es.
Ein oder dein Leben?
Sie hat doch "mein" Leben geschrieben ... das ist doch eindeutig, oder nicht?
Hallo Leute,
ich hoffe jedem einzelnen von euch geht es gut. Ich war 2 wochen im urlaub, vorgestern zurück und direkt rückfällig geworden. Wieder das gleiche, gespielt, kopf kaputt, mental am arsch. Immer das gleiche, wie jedes mal. Und jetzt sitze ich hier wieder und frage mich schon wieder...wieso ich das wieder getan habe. Ich versuche eine antwort zu finden. Und wenn ich ganz ehrlich bin, erhoffe ich mir geld zu gewinnen. Aber tief in mir weiss ich doch das es nicht möglich ist.... oh mann. Selbst für das selbstmitleid bin ich zu müde geworden. Immer wieder der gleiche ablauf.....
Und wenn ich ganz ehrlich bin, erhoffe ich mir geld zu gewinnen.
Aha, Du weißt dass es nichts wird jedoch ist das dein Federführender Gedanke.
Ich habe mir das meiste jetzt nochmal durchgelesen und sage jetzt mal dass du ausschließlich auf Spielpausen aus bist.
Bei den entscheidenden Vorschlägen kommt immer 'kann ich nicht, habe ich niemanden.
Das zeigt mir dass du noch zig tausende von Euros Schulden entfernt bist bis es eventuell klick macht.
Kannst später, in einigen Monaten, mal zurücklesen ob ich richtig lag.
LG Roy
Moin Albon ,
erstmal schicke ich dir eine feste virtuelle Umarmung , weil es für mich so klingt , als würdest du das gerade am meisten brauchen.
Was auch immer du gerade für dich und dein spielfreies Leben machst , scheint nicht das richtige für dich zu sein , oder es reicht einfach so noch nicht ?
Bist du noch in deinen SHGs?
Was machst du ansonsten ?
Ich weiss , du schliesst das für dich komplett aus , aber ich glaube , es führt kein Weg daran vorbei , jemanden von deinen Liebsten einzuweihen .
Ja , sie werden enttäuscht sein.
Vielleicht sind sie sogar sauer .
Aber du wärst nicht mehr alleine auf deinem Weg .
Denn alleine scheinst du es aktuell nicht zu schaffen !
Ich wünsche dir viel Kraft
Zitat von: Isabell80 am 19 August 2026, 12:48:39Moin Albon ,
erstmal schicke ich dir eine feste virtuelle Umarmung , weil es für mich so klingt , als würdest du das gerade am meisten brauchen.
Was auch immer du gerade für dich und dein spielfreies Leben machst , scheint nicht das richtige für dich zu sein , oder es reicht einfach so noch nicht ?
Bist du noch in deinen SHGs?
Was machst du ansonsten ?
Ich weiss , du schliesst das für dich komplett aus , aber ich glaube , es führt kein Weg daran vorbei , jemanden von deinen Liebsten einzuweihen .
Ja , sie werden enttäuscht sein.
Vielleicht sind sie sogar sauer .
Aber du wärst nicht mehr alleine auf deinem Weg .
Denn alleine scheinst du es aktuell nicht zu schaffen !
Ich wünsche dir viel Kraft
Danke für deine netten Worte :)
Ich versuche dieses mal alles anders zu machen, etwas, was ich davor nicht getan habe. Ich schreibe dieses mal ein Tagebuch über mein verlangen zu spielen, die negativen folgen und wie ich mich dabei immer fühlen würde. Und das mache ich jetzt jeden Tag. Außerdem will ich bei verlangen etwas anderes tun, wie z.b. einfach raus und spazieren oder mich mit den negativen folgen des spielens beschäftigen. Ich will diese ekelhaften und teuflischen gefühle die man beim/nach dem zocken hat mir dabei immer vor die augen führen. Sodass es einfach endlich klick macht.
Ich habe ab ende september wieder einzeltherapie in der suchthilfe.Sowohl auch eine neue Selbsthilfegruppe.
Jemanden aus meiner familie einweihen ist meine letzte option. Wirklich die letzte, dass will ich vermeiden. Die Sorge würde ab dem moment wo ich es teile ja für immer da sein. Vertrauen wäre für immer weg. Ich finde das man dieses leid dadurch auf die angehörigen teilt. Diese würden sich ja nach der aussage für immer sorgen machen. Und das möchte ich denen nicht antun.
Moin Albon,
dein Tagebuch ist ein guter Ansatz. Wenn du das Forum dazu nutzt, schaut dir vielleicht auch jemand auf die Finger und fragt nach, falls du dabei schwächelst.
Kannst du mal kurz berichten, in welcher Form du Urlaub gemacht hast? Dein Rückfall lässt auf kalten Entzug schließen, was oft die Sucht noch verstärkt, wenn nicht lange genug durchgezogen wird.
Hat aus deiner Familie eigentlich schonmal jemand Andeutungen oder spitze Bemerkungen hinsichtlich deiner Sucht gemacht? Ich kann mir nicht vorstellen, dass dein Spieldrang zu verheimlichen geht. Deine Familie hat entweder noch viel peinlicheres zu verdrängen oder die Rollen sind bei euch derart streng geregelt, dass alle meinen, du arbeitest den ganzen Tag, weil sie es ja selbst auch tun. Vor allem die so genannten Helicoptermütter fahren sich gern in dieser Sichtweise fest, weil ihr Kontrollzwang fürs Umdenken keine Zeit erübrigt.
Wie auch immer, du gewinnst derzeit wohl tatsächlich nichts, wenn du die Familie einweihst. Aber vielleicht kannst du dir einen Zweitjob besorgen, um deine Unterforderung mit etwas Gewinnbringendem auszugleichen. Den solltest du dann aber auch erstmal für dich behalten.
Deinen Familienmitgliedern gehört zwar allesamt ein Bein gestellt, aber nur wenn sie dabei weich landen.
Hi!
Vor einigen Tagen habe ich ChatGPT entdeckt, um Bilder zeichnen zu lassen. Ich sage der KI einfach, was ich will und er schmückt es dann noch aus. Was mir nicht passt, schmeiße ich wieder raus oder ergänze entsprechend.
(https://i.ibb.co/xt55qM9X/Chat-GPT-Image-4-Aug-2026-14-28-34.png) (https://ibb.co/TxhhMHjY)
Erstellt mit ChatGPT
Du kennst sicher die Redewendung, sich Hintertürchen offen zu lassen. Viele Spieler, Du auch, lassen sich aber riesige Scheunentore offen, die den direkten Weg zum Spiel ebnen.
Schaue Dir das Bild an. Du siehst hier eine Person, die sich gar nicht um die Scheunentore kümmert. Er mag sie zwar kennen, schaut aber dann bewusst weg. Er sitzt an einem Schreibtisch und macht sich viele Gedanken. Vor sich hat er schon eine Liste erarbeitet. Viele Fehlversuche erkennen wir an den zerknüddelten Blättern Papier, die überall rumliegen. Er scheint also gar nicht dumm zu sein, wenn es so viele Alternativen gibt, die verworfen werden wollen.
Nur die Wege zum Spiel, direkt hinter ihm, er bräuchte nur aufstehen und die Tore verschließen, die lässt er offen. Dabei wäre es doch so einfach. So wird er noch viel Papier beschreiben und nach Auswegen suchen und wird immer und immer wieder scheitern. Vielleicht schafft er es ja den Berg zerknüddelten Papiers so hoch aufzuwerfen, dass er nicht mehr die Scheunen betreten kann. Das hat aber einen Nachteil. Es wird die meiste Zeit seines Lebens dauern, den Papierberg aufzuwerfen.
Was sind diese Scheunentore? Du hast Zugang zu Geld! Du weißt, wenn Du Deine Liebsten einweihst, dann verbauen sie für Dich den Zugang zum Spiel. Deine Ängste, die Du hier äußerst, mögen wahr werden - irgendwann kommt statistisch gesehen ja auch wieder ein Dinosaurierkiller aus den Tiefen des Weltalls - letztlich ist das aber Geschwurbel Deinerseits. Ein weiteres Scheunentor kann verschlossen werden durch eine Schutzsoftware. Auch eine OASIS-Sperre schließt wieder ein Tor.
Das sind so die Standards ... man müsste einfach bei Dir schauen, was noch wie verschlossen werden könnte. Aber das willst Du ja eigentlich gar nicht. Du sagst der SHG und was Du auch immer noch so nutzt: Wasch´ mich, aber mach´ mich nicht nass! Das alles hat für Dich nur eine Alibifunktion nach dem Motto: Ich mache doch was ... !
Weißt Du, was das Fundament einer Genesung ist? Es ist die absolute Aufrichtigkeit. Aufrichtigkeit richtet sich immer nach Innen und nach Aussen. Da gibt es keine Kompromisse.
Um es den Kritikern etwas zu erschweren, die absolute Aufrichtigkeit bedeutet nicht, dass ich mit meiner Sucht Klinken putzen gehe. Aber die Menschen aus meinem innersten Kreis müssen Bescheid wissen!
Du hast Dir jetzt überlegt, dass Du Dir ein Tagebuch anlegst und immer an das Negative des Glücksspiel denkst. Nun, ist das eine Veränderung? Ist es nicht das, was Du nach dem Spiel auch immer gemacht hast? Was bewirkt also Dein Handeln? Hälst Du damit nicht die Verknüpfungen in Deinem Gehirn aktiv, die mit der Sucht verbunden sind? Wie wäre es denn, wenn Du ein Tagebuch führst und Dir die positiven Dinge aufschreibst, die Du durch eine Abstinenz erreichst?
Im Moment, Scham, Schuld und Ängste einmal beiseite gewischt, belügst Du Deine Liebsten - Du betrügst sie um das Wissen, wie es Dir geht! Nur weil sie Dich nicht ansprechen auf das heikle Thema heißt das doch nicht, dass sie sich keine Gedanken machen! Du hintergehst sie absichtlich!
Egal was folgt nach einer gnadenlosen Offenbarung - Du kannst Dich wieder im Spiegel betrachten! Du hast "reinen Tisch" gemacht! Diese Altlast drückt nicht mehr auf Deinen Schultern. Sie nagt nicht weiter an Deinem Selbstwert! Und dass der im Keller ist, zeigt nun mal Dein Vorschlag.
Die rechte Tür ist für Dich. Ich selbst hätte mich nach der Klinke noch recken müssen ... :)
(https://i.ibb.co/FLyRC3C4/Chat-GPT-Image-4-Aug-2026-18-34-27.png) (https://ibb.co/dwV8xMx4)
Erstellt mit ChatGPT
Vielleicht gibt dir der Erfolg ja Recht, Olli, aber:
Glücksspiel ist u. a. auch eine ziemlich unschädliche Form des Konsumierens. Es kommt in der Ökobilanz vermutlich nicht weit hinter Lesen und evtl. noch vor Radfahren, wenn man Bau und Erhaltung der Infrastruktur mit einbezieht. Selbst Hundehaltung dürfte schlechter abschneiden. Spielsüchtige auf Briefkastengröße zu schrumpfen, ist daher ziemlich vermessen, wenn man bspw. sieht, auf welches Niveau Alkohol- und Drogensüchtige einschließlich ihrer Vertreter in höchsten Positionen sinken können.
Wenn schon zu viel Geld im Umlauf ist, bei den Spielern ist es noch am sichersten, bevor Andere darauf bestehen, damit ihre Dekadenz zu finanzieren. Womöglich erfährt Glücksspiel gerade deshalb derart staatlichen Schutz. Wenn man sieht, was auf Grund der weltweiten Geldschwemme an idiotischen Investitionen getätigt wird, kann man den Spielern nicht mal raten, ihr überflüssiges Geld irgendwo anzulegen.
Ich muss deshalb für die Spieler hier mal eine Lanze brechen. Von allen Gestörten auf dieser Welt sind sie in Anbetracht ihr sonstigen Genügsamkeit nämlich noch die Größten.
Hallo nochmal ,
irgendwie lässt mir das keine Ruhe.
Ich verstehe deine Gedanken in meiner Rolle als Spielerin total.
Du willst die anderen nicht belasten , sie schützen und euer Verhältnis nicht für immer dadurch verändern .
ABER , ich bin auch Mutter von 2 Töchtern.
Eine ist bereits erwachsen .
Die Vorstellung , dass eine von beiden in so einer verzweifelten Lage steckt ,sich so sehr quält ,wie du es gerade tust , und damit ganz alleine dasteht , weil sie mit niemandem darüber spricht ,bricht mir mein Mutterherz !
Die allermeisten Mütter ( und deine sicher auch ) wünschen sich für ihre Kinder nur das Beste .
Ein glückliches , zufriedenes , erfülltes Leben.
Sie würden alles dafür geben, ihre Kinder auf einen guten Weg zu bringen.
Zu wissen , dass es deinem Kind nicht gut geht , egal wie alt es ist , ist schlimm.
Es aber nicht zu wissen , obwohl es so ist , ist noch schlimmer .
Und glaub mir , deine Mutter macht sich bereits Sorgen um dich . Auch wenn sie noch nichts gesagt hat und auch wenn du denkst , dass du dir vor ihr nichts anmerken lässt .
Eine Mama will nicht von ihrem Kind geschützt werden .
Sie will ihr Kind schützen .
Natürlich wird sie geschockt , enttäuscht und im ersten Moment vielleicht sogar sauer sein , wenn sie erfährt was mit dir los ist .
Aber wenn sie es irgendwann auf anderem Wege erfährt , wird es schlimmer sein .
Sie ist deine Mutter.
Sie wird dir zur Seite stehen und es wird nichts an ihrer Liebe zu dir verändern.
Sie wird etwas Zeit brauchen , aber dann dankbar sein , dass du ihr so sehr vertraust .
Ich glaube es gibt nichts schlimmeres für eine Mutter , als wenn das eigene Kind leidet und NICHT mit ihr spricht .
Überleg dir das nochmal ...
Dazu noch eine kleine Anekdote aus meiner Jugend .
Meine Eltern haben mir zum Ausbildungsstart ein Auto geschenkt , damit ich nicht jeden Morgen um 4:23 in den Zug steigen musste.
Wir hatten damals nicht viel Geld und für das Auto hatten sie ordentlich gespart .
Nach nicht einmal 2 Wochen hab ich das Auto zu Klump gefahren .
Totalschaden !
Mir ist nichts passiert und auch allen anderen nicht .
Mein Vater war ziemlich cholerisch, so dass ich mich kaum getraut habe ihm zu erzählen , was passiert ist .
Weinend und zitternd stand ich vor ihm .
"Papa, es ist etwas schlimmes passiert ."
"Was ist los ????"
" Wir haben ein Problem.Ich hab das Auto geschrottet ."
Seine Antwort habe ich bis heute nicht vergessen :
"Isa , alles was man mit Geld oder Arbeit wieder gutmachen kann , sind keine echten Probleme!
Aber auch wenn du mal ein echtes hast , komm bitte immer zu uns !"
Es ist ein Satz , den ich meinen Kindern schon mindestens 100 Mal zitiert habe.
Was auch immer in eurem Leben los ist und egal ob ihr daran schuld seid oder nicht , kommt immer zu uns !
Wir finden einen Weg !
Hi Isa!
Danke dir für die Antwort. Sehr emotional. :(
Ich bin jeden tag am überlegen was ich tun soll. Wurde heute wieder rückfällig. :( Bin wirklich kurz davor verrückt zu werden. Ich habe angst vor mir selbst. Angst wieso ich es nicht in den griff habe. Ich bin so kurz davor jemand aus meiner familie einzuweihen, aber wiederrum sagt mein kopf nein bloss nicht. Ich will einfach nur leben was zur hölle stimmt mit mir nicht.
Hi Olaf!
Danke für die Worte und die beispiele. Du hast mir damit gerade etwas mehr die augen geöffnet.
Vorallem das mit dem Tagebuch, dass stimmt einfach. Ich werde jetzt statt die negativen punkte, nur die positiven punkte aufschreiben, was der vorteil vor dem nicht zocken ist.
Und ich nehme das jetzt im vollen fokus jemanden aus meiner familie einzuweihen.
Morgen treffe ich mich mit einem kumpel und ihm möchte ich das auch sagen.
Zitat von: Albon am 25 August 2026, 19:17:57Und ich nehme das jetzt im vollen fokus jemanden aus meiner familie einzuweihen.
Morgen treffe ich mich mit einem kumpel und ihm möchte ich das auch sagen.
Sehr gut !
Du schaffst das und bist dann endlich nicht mehr alleine mit dem ganzen Druck !
Zitat von: Albon am 25 August 2026, 19:17:57Und ich nehme das jetzt im vollen fokus jemanden aus meiner familie einzuweihen.
Morgen treffe ich mich mit einem kumpel und ihm möchte ich das auch sagen.
Guten Morgen Albon ,
wie ist es gelaufen ? Magst du uns davon erzählen ?
Zitat von: Hans am 02 September 2026, 09:48:22Du bist nicht zu spät. Ruf morgen unbedingt dort ...
Hallo Hans , du reagiert hier und auch in einem anderen Thread auf den ersten Tagebucheintrag.
Der liegt oft schon Monate zurück und stellt nicht mehr den aktuellen Stand dar.
Vielleicht liest du dir ein bisschen den Verlauf durch , um eine passende Antwort geben zu können .
Wenn du magst , erzähl doch gerne auch etwas über dich in einem eigenen Thread .
Ich denke, wir haben wieder einen Spammer unter uns, der schon bald seine Unterhose fallen lässt. Es werden dann, oh graus, unwahrscheinlich widerliche Dinge das Tageslicht erblicken ... ekelhaft! ... Links zu irgendwelchen schmuddeligen Casinobewertungsseiten ... Das muss wohl zumeist an einer Art Koprophilie solcher Menschen liegen?
Er ist mir auch schon aufgefallen und steht unter Beobachtung. Wir sind zwar nicht im Strafrecht, doch auch hier gilt erst einmal die Unschuldsvermutung. :)
Zitat von: Olli am 02 September 2026, 10:48:05Koprophilie
Warum bin ich sooo neugierig, dass ich das googeln musste ??🫣
Kennst Du auch den Namen der Störung, der so mancher Streamer erlegen ist? Es ist die GoPro-philie!
Hallo,
ich entschuldige mich dafür das ich hier nicht geantwortet habe. @Isabell80
Ich habe tatsächlich niemandem, weder meinem Kollegen, noch jemand von meiner Familie von meiner Spielsucht erzählt. Aber etwas anderes ist passiert.
Was auch immer das ist, ich habe tatsächlich seit diesem Tag nicht mehr gespielt. Ich habe Geld zur verfügung und konnte jeden tag / kann jeden tag einzahlen, aber ich denke nicht ansatzweise dran es zu tun. Was auch immer in meinem gehirn passiert ist, es fühlt sich so an als ob etwas "klick" gemacht hat in meinem gehirn.
Ich habe davor das problem gehabt geld zu behalten, es nicht direkt zu verspielen. Diesmal habe ich geld und ich kann den gedanken ans spielen nicht mehr nachgeben, weil es sich so unglaublich gut anfühlt, es nicht zu tun.
Es ist so als ob sich das tor zum himmel geöffnet hat und das tor zur hölle sich hinter mir geschlossen hat, so dumm es klingt, ich spüre erst jetzt wieder wie schön das leben ohne spielen ist.
Mir ist bewusst das es ein mini step ist was ich hier geschafft habe und noch ein weiter und harter weg vor mir liegt. Aber es ist in den 10 jahren spielen diesmal wirklich anders. Ich kann es noch nicht beschreiben, weil es ein gefühl ist was ich nicht kenne. Dieser drang, dieser zwang zu spielen ist einfach weg. Ich habe diesmal echt das gewissen, dass ich all diese jahre für nichts verloren habe und mein leben an etwas gewidmet habe, was nur pure verschwendung war.
Das gefühl all das was ich verloren habe, zurück zu holen (nicht das geld, sondern das leben) überwägt alles bei mir momentan.
Mal schauen, wo mich das hinführt.
Gruß, Albon