Hallo an alle,
Ich bin glückspielsüchtig und das seit Jahren. Wirklich eingestanden, habe ich es mir aber erst vor drei Jahren. Es war davor leichter mich selbst anzulügen. Aber als meine Beziehung zugrunde ging, zwar nicht vordergründig wegen der Spielsucht (sie wusste ja nichts davon), sondern eher dass ich aufgrund der Sucht nicht der sein konnte, der ich sein wollte und hoffentlich auch bin.
Ich habe mir dann fest vorgenommen, mein Leben umzukrempeln und bekam das auch soweit hin.
Ich lernte in dieser Zeit meine Freundin kennen. Sie war dann die erste Person, der ich erzählte, dass ich spielsüchtig bin. Das war ganz am Anfang der Beziehung. Da war es leicht ehrlich zu sein, immerhin war ich zu dieser Zeit ungefähr ein dreiviertel Jahr spielfrei. Ich war auch fest davon überzeugt, dass ich nie wieder spielen würde.
Meine wirklich tolle Freundin, zeigte Verständnis und erkannte auch, dass ich krank bin. Wir zogen zusammen, ich spielte nicht, das Leben war toll und ich war fest davon überzeugt, dass es so bleiben würde.
Dann spielte ich wieder. Ich erzählte ihr nicht davon, obwohl sie mir gezeigt hatte, dass sie bereit ist, mir zu helfen. Dann fing ich an, sie anzulügen.
Das Ganze kam dann raus. Sie stellte klar, dass dad Lügen das größte Problem ist und wenn ich sie nochmal belüge, dann wäre es vorbei mit uns. Ihr war klar, dass ich irgendwann rückfällig werde und forderte dann Ehrlichkeit.
Wir trafen unterschiedliche Vereinbarungen:
-Wir würden einmal die Woche darüber sprechen, um mir so die Möglichkeit zu geben, ehrlich zu sein, wenn ich rückfällig werden würde. Das klappte soweit, denn ehrlich zu sein, ohne dass was passiert ist, ist einfach.
- Ich würde meinen Dispo kündigen. Sie gleichte das Konto aus. Die Kündigung habe ich, denk ich aus Scham, nich vollzogen. Die Angst sich zu outen, vor allem einem Fremden, war irgendwie zu groß. Der Gedanke an sich ist genauso dumm wie das Spielen selbst. Die Bank sieht ja wie ich mein Geld rauswerfe. Aber auch hier, war es ja "kein Problem", denn es würde ja nicht mehr vorkommen.
- alles überschüssiges Geld gehe an sie, um die Schulden bei ihr zu begleichen und im zweiten Schritt auch das Geld für eine Kreuzfahrt zu sparen. Das lief auch soweit gut. Schulden sind abgezahlt und das meiste Geld für die Kreuzfahrt hat sie auch.
- sie dürfe mit ihrer Mutter darüber sprechen. Das hat mich gefühlt am meisten Überwindung gekostet. Die Mutter ist wirklich toll und zu wissen, dass sie es weiß... selbst habe ich mich aber nicht getraut, mit ihr zu sprechen.
Jetzt wurde ich vorletzte und letzte Woche rückfällig und habe den nicht gekündigten Dispo wieder etwas überzogen. Das wöchentliche Gespräch habe ich vermieden und da bei uns viel los war, hat sie es vergessen. Gestern kam sie dann auf mich zu und ich log sie an. Ich hätte nur das Bedürfnis gehabt, aber nicht gespielt. Sie zeigte sich super verständnisvoll und sagte mir wie stolz sie auf mich sei, abee ich ja hätte auf sie zukommen sollen.
Das hat mich gebrochen. So ein toller Mensch und ich belüge sie, vor allem in dem Wissen, dass für sie, dass das Wichtigste ist.
Ich habe mich dazu dann durchgerungen und ihr erzählt, dass ich einmal rückfällig war. Noch eine Lüge. Erst kurz darauf, habe ich dann von beiden Malen erzählt.
Das hat sie natürlich gebrochen. Heute ist sie jetzt zu ihrer Mutter und ich sitze ihr und versuche alles zu reparieren.
Soweit mal meine Geschichte. Jetzt würde ich mal meine Gefühle darstellen.
Immer nachdem ich gespielt habe, versuche ich es zu reparieren. Den finanziellen Schaden durch noch ein Nebenjob und noch ein Nebenjob auszugleichen. Damit fühle ich mich dann besser und gleichzeitig kommt das Gefühl dann auf, dass ich es ja jetzt geschafft habe und ab jetzt nie mehr spielen würde. Wie beschrieben, klappt ja super.
Das Gefühl gespielt zu haben, also versagt, ist schlimmer als meine wunderbare Freundin zu belügen. Lieber verstecke ich den Scham, als ehrlich zu ihr sein und riskiere damit die Beziehung. Ich verletz die Frau mit der ich mein Leben verbringen möchte. Ich riskier nicht nur meine Zukunft, sondern ja auch ihre mit dem Spielen. Wieso? Das Glücksspiel ist mir ja nicht wichtiger als sie. Oder doch? In meinen "klaren" Momenten ist die Antwort natürlich nein, aber wenn ich dann den Druck spüre zu spielen, ist die Liebe irgendwie ja doch nicht relevant. Das beschämt mich.
Beim Spielen selber, war es so: Geld ist da-rein ins Onlinecasino. Verloren-noch mehr. Bis ich mich bremse, ist so viel Geld weg. Geld gewonnen - wird es nicht behalten, sondern immer weiter gespielt, bis es dann weg war. Gefühlt musste ich es erst gewinnen und dann wieder verlieren, bis ich realisiert habe, was ich da eigentlich tue.
Jetzt noch eine Frage:
Ich studiere Lehramt und gehe im Januar ins Ref. Da ich aber verbeamtet werden will, erscheint eine Therapie als keine Option, da dass ja dann in der Krankenakte steht. Hat da jemand Erfahrung?
Vielen Dank schonmal für eure Gedanken dazu.
Herzlich Willkommen im Forum Blau !
Puh , das ist wirklich eine bescheidene Situation .
Ich kann mir sehr gut vorstellen , wie es dir damit geht .
Zitat von: Blau am 22 Juni 2026, 15:08:36und ich sitze ihr und versuche alles zu reparieren.
Das waren auch meine ersten Gedanken , nachdem ich meinen Partner alles erzählt habe.
Am liebsten hätte ich ,so schnell wie möglich , alles wieder gut gemacht ( repariert )
Aber das geht nicht .
Was passiert ist , ist passiert .
Die Lügen sind ausgesprochen .
Das Geld ist verzockt.
Das Vertauen ist erstmal dahin .
Daran können wir nichts ändern.
Wir müssen nach vorne schauen und es ab jetzt besser machen.
Wie deine Freundin sich entscheidet , wann und ob sie nach Hause zu dir kommt , liegt allein bei ihr .
Was kannst du jetzt tun ?
Deinen Dispo kündigen .
Dich über Oasis und Gamban sperren lassen .
Ehrlich mit dir selbst und mit deiner Freundin sein .
Zum Thema Verbeamtung und Therapie kann ich dir leider nichts sagen .
Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit!
Ich nochmal , ich hab mir deinen Beitrag nochmal durchgelesen .
Du schreibst gar nicht , dass du aufhören willst / bzw. weitere Rückfälle verhindern willst.
Ich hab das einfach vorausgesetzt .
Willst du das denn ?
Oder willst du einfach nur , dass du in Zukunft deiner Freundin die Wahrheit sagst , wenn du gespielt hast ?
Hi danke für deine Antwort. Ja ich möchte aufhören. Und vor allem, falls ich noch einen Rückfall haben werde (was hoffentlich nicht mehr vorkommt und ich versuchen muss zu verhindern), da offen auf sie zu kommen können und ihr die Wahrheit zu sagen.
Ja das mit den apps mache ich auf jeden Fall
Hi Blau!
Herzlich willkommen! Da habe ich gerade 2 Seite an Dich geschrieben, da ist der Rechner abgestürzt ...
Da ich ja selbst 20 Jahre am Automaten gespielt habe, weiss ich, wie sehr ich mich lange Jahre selbst beschissen habe. Das lese ich in Deinem Beitrag leider auch. Wir zwei sind da aber nun auch wieder keine Ausnahmen unter den Glücksspielsüchtigen.
Ich habe in jungen Jahren mit meiner Mutter eine Finanzkontrolle etabliert. Das hatte nichts mit einem Geldmanagement zu tun. Es sollte mich nur vor dem finanziellen Ruin schützen. Doch an die Basis des Problems bin ich nicht ran gegangen.
Ja, später besuchte ich auch eine SHG und ich konnte mir selbst auf die Schultern klopfen ,,Schön, dass Du etwas gegen Deine Sucht unternimmst!" Kurze Zeit darauf saß ich wieder vor dem Automaten.
Nun schreibst Du, dass Du nicht weisst, was zu tun ist, wenn Du wieder rückfällig wirst. Sorry, Du planst das Ganze ja schon ... So funktioniert keine Genesung.
Du kannst noch so ein schönes Geldmanagement einrichten und Versprechungen machen, wenn Du am Ursprungsproblem nichts änderst, dann ändert sich auch bei Dir nicht.
Nun sprichst Du von Scham, die so immens groß ist. Ja, was ist das denn, die Scham? Sie hat mehrere Funktionen. Einmal zeigt sie Deinem Gegenüber an, dass Dir bewusst ist, dass Du gegen Normen und Werte verstoßen hast. Dein Gegenüber nimmt dies wahr und beschwichtigt sich selbst damit. Doch was machst Du daraus? (Und damit bist Du ja auch nicht alleine! 😊 ) Du nutzt die Scham, um Deine Sucht zu schützen!
Normalerweise redet man ja von offenen Hintertürchen, die einem den Zugang zu irgendwas gewähren, was man eigentlich gar nicht mehr will. Bei und rede ich von offenen Scheunentoren.
Damit will ich visualisieren, dass die Hintertürchen zu groß sind, als dass wir sie ignorieren sollten. Jedes einzelne ermöglicht uns den Zugang zum Spiel.
Nun, was passiert mit Dir, wenn es auf den Eingang des Gehaltes zugeht? Wirst Du dann unruhiger? Kribbelig? Denkst Du schon an das nächste Spiel voller Vorfreude? Wie ausufernd sind diese Gedankengänge?
Was passiert hingegen, wenn Du kein Geld mehr zum Zocken zur Verfügung hast? Bist Du dann nicht viel ruhiger? Ausgeglichener?
Ist es da nicht sinnvoll, ein Geldmanagement einzuführen, was Dich für eine befristete Zeit vollkommen von Geld abschneidet? Wie weit das gehen soll, darfst Du mit Deiner Freundin vereinbaren. Ich kenne Leute, die lassen sich beim Bäcker auch für das eine Brötchen eine Quittung geben, welche sie dann zuhause akribisch im Haushaltsbuch vermerken und abheften.
Lasse Dich generell bei OASIS befristet auf 99 Jahre sperren. Weisst Du, was dann passiert? Dann muss dieser Zeitraum erst ablaufen, bevor Du einen Antrag auf Entsperrung stellen kannst. Als Glücksspieler wirst Du nie mehr locker vom Hocker ein paar Drehungen am Automaten machen können. Du wirst immer wieder in alte Verhaltensmuster verfallen. Es gibt da nur eine Lösung: Finger weg vom Glücksspiel! Dauerhaft! Komme aber ja nicht auf die Idee ,,für immer" spielfrei sein zu wollen. Es reicht da vollkommen das Heute. Das ist ein Ziel, welches Du erreichen kannst. Jedes erreichte Ziel ermutigt Dich für den nächsten Tag!
Gamban kostet nicht die Welt und hindert Dich daran online zu zocken. Klar, man kann Gamban umgehen, doch das braucht Zeit! Zeit, in der Du vielleicht wieder zur Raison kommst.
Hast Du Onlinebanking? Wieso? Es gibt doch Daueraufträge und Überweisungsträger ...
Gebe alle Kreditkarten ab ... brauchst Du die überhaupt?
ZitatDas Gefühl gespielt zu haben, also versagt, ist schlimmer als meine wunderbare Freundin zu belügen.
Höre auf Dich selbst zu belügen! Wieso hast Du versagt, wenn Du doch spielst, um Dich zu fühlen? Macht es Spaß, sich selbst zu geißeln? Übernimmst Du dann nicht die Bestrafung, die Du eigentlich von Deiner Freundin zu erwarten hast? ,,Schau mal Schatzi, was ich leide! Du brauchst mich gar nicht mehr zu bestrafen!"
Du brauchst eine Entscheidung, mein Freund ... und dann darfst Du Dein Bestes geben! Mehr wird doch gar nicht von Dir verlangt!
Komme am Samstag ins Webmeeting mit Deiner Freundin! Auch sie braucht ein wenig Informationen. Installiere Dir vorab den kostenlosen Zoom-Client und dann drückst Du einfach kurz vor 19 Uhr oben auf der Seite auf die Schaltfläche ,,Online".
Derzeit sind wir dort alle Spieler, die genau wissen, was Du denkst und fühlst. Du brauchst da nix groß zu erklären. Wir haben es alle irgendwie auch durchgemacht.
Lasse uns gemeinsam überlegen, wie wir uns gegenseitig unterstützen können.
Hi Blau
Du bist wieder ein Beispiel dass Süchtige keine ungebildeten Idioten sind.
Lehramt, Referendar, anscheinend tolle Freundin. Was ist mit deinen Eltern oder Geschwister so vorhanden?
Du bist noch an einem Punkt an dem das Ruder ohne völlige Katastrophen herum gerissen werden kann.
Das funktioniert aber nur mit Ehrlichkeit und dich von jeglichen Druck zu erlösen. Damit meine ich die Lügen die belastend sind.
Du solltest dich erstmal nackig machen und zumindest bei deiner Freundin mit Vorschlägen auftauchen die ihr ein Gefühl geben nicht völlig hilflos alles hinnehmen zu müssen.
Dazu gehören alle Schlupflöcher zu schließen die möglich sind auch wenn's teilweise umständlich wird.
Oasis auf 99 Jahre Sperre ist ein einfacher Schritt.
Dispo kündigen alleine hilft auch nicht komplett. Alle online Zahlungsmöglichkeiten für's erste schließen. Gamban installieren auf allen Geräten ist gut, jedoch sollte das deine Freundin machen und sie vergibt auch das Passwort. Du weißt es nicht.
Für eine Dauer von einem Jahr sollte sie erstmal mit dir dein Konto kontrollieren.
Ich weiß das hört sich wie Back to Baby an ist aber wichtig.
Hörst du nämlich nicht auf wird deine Freundin irgendwann verlassen oder du ziehst sie mit in den Sumpf. Ganz zu Schweigen wenn die Probleme markant werden und es eventuell deinen Job belastet.
Glaube mir ich war auch mal an diesem Punkt und habe es leider eskalieren lassen. Da reden wir von sechsstelligen Beträgen und Gefühlschaos bis zur Selbstaufgabe. Ich habe die Kurve bekommen aber es hängt immer noch nach. So ein Leben solltest du dir ersparen.
Du merkst ja selbst dass Sucht nicht kontrollierbar ist, jedoch sie dich irgendwann komplett vereinnahmt.
LG Roy
Vielen Dank für die ausführlichen Nachrichten! Morgen werde ich auf einzelne Punkte genauer einer eingehen versuchen. Es sind viele harte, aber auch hilfreiche Gedanken dabei, die definitv zum Reflektieren auffordern.
Ich habe nochmals lang mit meiner Freundin gesprochen und wir werden am Samstag dazu kommen. Vielen Dank!
Gamban haben wir jetzt auf dem Handy installiert. Auf dem Pc hat sich das Installationsprogramm irgendwie gar nicht geöffnet, hat da jemand Erfahrung? Ansonsten ruf ich morgen mal beim Support an.
Oasis werde ich mir gleich noch anschauen, wie das funktioniert.
Für das Online-Banking haben wir auch schon das Passwort geändert.
Hi Olli,
deine Nachricht war prägend. Hart, aber prägend. Danke dafür.
"Sorry, Du planst das Ganze ja schon": Ich sehe, dass die Scheunentore so gut wie möglich geschlossen werden müssen und das ist jetzt auch zu bewerkstelligen. Apps runterladen, hier reinschreiben, Geldzugang einschränken, am Samstag in das Meeting gehen usw.
Gerade ist die Motivation da und ich möchte es auch im Moment wirklich. Doch ich habe Angst vor meinem zukünftigen Selbst. Wie du sagtest, die theoretische Möglichkeit, dass es wieder passieren könnte, existiert noch in meinem Kopf. Ich war ja immer mal wieder vermeintlich spielfrei. Die Erkenntnis, das es so aber nicht weitergehen kann, habe ich jetzt - also im Moment. Gerade ist es einfach, vor allem da kein Suchtdruck im Moment da ist. Doch in der Vergangenheit war ich ja auch schon von mir selbst überzeugt... - witzig, dass du, durch das Lesen meines Beitrags, mich in diesem Punkt besser als ich mich selbst kennst.
Aber sobald sich das Leben wieder normalisiert hatte und vor allem schön war, keine Schulden - genug Geld um tolle Dinge zu erleben - ging es 2-3 Wochen gut, aber ja zu dieser Zeit kribbelte es schon. Vereinzelt kamen Gedanken zu spielen, die dann aber verworfen wurden, bis sie schließlich nicht mehr verworfen wurden. Einerseits freue ich mich sobald diese Zeit eintritt, aber ich habe nun auch zum ersten Mal Angst und Respekt vor dieser Zeit. Denn sobald diese Situation auftritt, der Suchtdruck kommt, muss ich mich beweisen. Ich habe hier irgendwo gelesen, dass es eine Dienstleistung ist, für die man sich bewusst entscheidet. Die Perspektive finde ich sehr spannend und passend. Es ist jedes Mal eine bewusste Entscheidung, die ich dann zu treffen habe.
"Du nutzt die Scham, um Deine Sucht zu schützen". Du hast Recht damit. Es ist einfacher sich selbst zu bestrafen, als von der Person bestraftet zu werden, die man damit verletzt hat. Auch die ganzen Maßnahmen, vor allem die Abgabe der monetären Selbstbestimmung, sind einerseits natürlich für mich, aber andererseits auch um meiner Freundin zu zeigen, dass ich gewillt bin.
Hi Roy,
danke für deine Nachricht.
"Was ist mit deinen Eltern oder Geschwister"
Mit meinem Bruder habe ich keine enge Bindung, daher spielt er für mich hier keine Rolle. Mein Vater leidet an Depressionen. Seine Mutter ist, als er ungefähr so alt wie ich war, an einer Alkoholsucht gestorben. Ich habe tatsächlich Angst, wenn er das von mir erfahren würde, dass er sich etwas antuen würde.
Meine Mutter ist eigentlich schon eine meiner Vertrauensperson. Da sie aber etwas geschwätzig ist und aus meiner Sicht die Krankheit meines Vaters nicht richitg einschätzt, schwingt hier das Problem mit meinem Vater mit. Trotzdem freunde ich mich langsam mit dem Gedanken an, mich ihr zu öffnen.
Ich denke eher, dass ich mich zunächst einem meiner Freunde anvertrauen werde.
Hi Blau!
Es wäre wirklich prima, wenn Ihr zwei es auch am Samstag schafft. Sei vorgewarnt: Wir beißen NICHT! :) Im Ernst ... uns alle verbindet das Ziel spielfrei zu werden und zu bleiben!
Es tut mir leid, wenn ich manchmal etwas hart rüber komme. Wie ich ja schon aufzeigte, erinnern mich so einige Deiner Passagen an mich. Und ich brauche diese Härte genauso, wie ich mir Güte, Gnade, Selbstliebe zuteil werden lasse. Du siehst, die Härte hat nichts mit Dir zu tun ... :)
Zitat- witzig, dass du, durch das Lesen meines Beitrags, mich in diesem Punkt besser als ich mich selbst kennst.
Naja, 20 Jahre Selbstbeschiss ... Übung macht den Meister! :)
Nun, weisst Du, wann ich ganz genau wusste, dass ich spielfrei sein wollte und auch konnte? Als ich die Entscheidung aus vollstem Herzen getroffen hatte. Vorher ist es mir wie Dir ergangen. Die Spielfreiheit war eher ein Traumschloss, welches ich erreichen wollte.
Was ich Dir mitgeben kann: Vertraue auf Deine Kompetenzen! Auch wenn Du Teile davon zum Spielen eingesetzt hast, so kannst Du sie auch nutzen, um spielfrei zu sein und zu bleiben.
Du mißtraust Dir trotzdem? Nun, Du hattest bisher immer gemacht, was Du immer gemacht hast. Hier mit Deinem Schreiben im Forum und Deiner Teilnahme an der SHG machst Du es "anders". Keiner kann Dich zu irgend etwas zwingen. Aber Du kannst andere Sichtweisen erfahren, zu denen Du im Nachgang oft genug denken wirst: Wieso bin ich da nicht selbst drauf gekommen?!
Kürzlich in der Gruppe erzählte jemand von Büchern, die er gelesen hatte. Sie handelten von irgendwelchen Störungen. Er fand sich dort wieder, da auch und in den Absätzen darüber und darunter auch. Das war dann der Moment, ich hatte den selben Fehler ja auch schon begangen, wo ich eingriff und darauf verwies, dass wir Menschen "Muster" leben. Wir sehen in allem und jeden etwas, was uns bekannt zu sein scheint. Denke an das Beispiel von Wolken am Himmel, in denen wir alles Mögliche glauben zu erkennen. Es heißt aber nicht, dass das Zeug auch wirklich existiert!
Wir brauchen oft einfach nur einen Wechsel der Perspektive und schon wandelt sich unsere Einstellung zu etwas.
Nu stelle Dir vor, wir könnten Dich unterstützen, all die "Gründe", weswegen Du bisher gespielt hattest, aufzulösen?
Wir anderen sind kein Garant für Deine Spielfreiheit, aber wir bieten eine Chance!
Für Viele ist tatsächlich die Abgabe der monetären Selbstbestimmung ein echtes Problem. Für mich ist es ein wichtiges Werkzeug um eben diese zurück zu erlangen. Im Moment Moment bestimmt doch die Sucht, nicht wahr?
ZitatIch denke eher, dass ich mich zunächst einem meiner Freunde anvertrauen werde.
Taste Dich heran und lasse Dich überraschen. Der Logik der Offenbarung stehen eigentlich nur Ängste entgegen. Diese mögen es aber zu katastrophisieren!