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Erfolge / Re: Außergerichtliche Einigung mit Anwalt
« Letzter Beitrag von Olli am Heute um 15:05:08 »
Hi FCB1986!

Na, dann drücke ich Dir mal feste die Daumen.
PKH wird ja nur gewährt, wenn Aussicht auf Erfolg besteht.
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Glücksspielsucht Allgemein / Re: Wie werde ich meine Sucht los?
« Letzter Beitrag von Olli am Heute um 15:02:37 »
Hi RageXD!

Nö, Du löst keinen Streit aus, wieso auch - Du redest ja von Dir.
Wenn der Weg für Dich so gangbar ist, ist doch alles wunderbar.
Was Du als "bewusste Entscheidung" beschreibst, ist vollkommen richtig.
Habe ich sie getroffen und steht sie auf soliden Beinen auch in schwachen Momenten, dann benötige ich weder Sperren noch "Finanzabgabe".

Dabei ist Letzteres eigentlich auch nicht Sinn und Zweck, wenn es dabei bleibt und sonst nichts gegen die Sucht unternommen wird.
Dies ist kontraproduktiv, wie ich am eigenen Leib erfahren durfte.

Ich empfehle immer ein temporäres Geldmanagement.
Temporär, damit eben die "bewusste Entscheidung" gestärkt wird und der gesunde Umgang mit dem gesetzlichen Zahlungsmittel trainiert werden kann.
Geldmanagement kann aber auch extrem weit ausgedehnt werden - in beide Richtungen.
So könnte Dir z.B. es schon etwas helfen, wenn hier und da jemand einfach einmal über Deine Finanzen schaut - und wenn es nur halbjährlich ist.
Du selbst würdest Dir eine innere Hürde aufbauen den Anderen nicht zu enttäuschen und damit Deine Entscheidung stärken.
Man kann aber auch die Finanzen komplett abgeben und sich ein Taschengeld geben lassen. Für Alles und Jedes an Ausgaben müssen Quittungen abgegeben werden usw.
Selbstredend gibt es dazwischen unzählige andere Möglichkeiten eines Geldmanagements - genau so viele, wie es Individuen gibt.
Abhängig mache ich das ausschließlich von der Persönlichkeit des Betroffenen.
Selbst wenn eine bewusste Entscheidung getroffen wurde, so kann die Person doch gleichzeitig labil sein.
Dabei unterstütze ich Womboleros Prämisse "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" vollkommen.
Wenn andere Personen finanziell vom Glückspieler abhängig sind, gilt dies auch für sie.
Doch so etwas wird ja im Rahmen des Geldmanagements untereinander besprochen.

Gut, dass wir darüber gesprochen haben ... :)


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Eigene Erfahrungen / Re: Paypal Berufung vor dem OLG Stuttgart: Diskussion
« Letzter Beitrag von ekip61 am Heute um 14:46:11 »
Born, da ja schon in der ersten Instanz festgestellt wurde, dass Du nach der Klage weitergespielt hast, kann PayPal auf dieser Tatsache natürlich auch noch in der Berufungsinstanz rumreiten und sich auf den Standpunkt stellen, dass hier das Landgericht diese Tatsache rechtlich unzutreffend gewertet hat.

Wie die Transaktion gekennzeichnet war, dürfte nach meiner Einschätzung keine große Rolle spielen. Anders herum gefragt, wenn sie für Blackjack erfolgt wäre, aber 888sport gehießen hätte, wäre der Sachverhalt wohl nichts anders zu werten.

Beim nochmaligen Durchlesen ist mir noch ein Punkt aufgefallen, der nach meiner Einschätzung sehr kritisch werden könnte, Born  :o:

Und zwar geht es um die Gesetzesbegründung zum Mitwirkungsverbot (S. 43-47 in der Berufungsbegründung). Hier hat das Landgericht Ulm ja sich so aufgestellt, dass es einer vorherigen Bekanntgabe unerlaubter Glücksspielangebote gegenüber dem Zahlungsdienstleister durch die zuständige Behörde nicht bedarf. In den amtlichen Erläuterungen zum Glücksspielstaatsvertrag sämtlicher Bundesländer, welche die Parlamente der Länder seinerzeit erhalten haben um über das Gesetz abzustimmen, steht das allerdings anders, nämlich dass ein Verstoß gegen das Mitwirkungsverbot nur dann eintritt, wenn gegenüber dem Zahlungsdienstleister vorher eine Bekanntgabe unerlaubter Glücksspielangebote mitgeteilt wurde durch die zuständige Behörde.

Nun hat das Landgericht Ulm für seinen Standpunkt eine aktuelle Landtagsdrucksache aus Niedersachsen herangezogen, worin die inzwischen ausgewechselte Landesregierung die Auffassung vertritt, das Mitwirkungsverbot gelte unabhängig von einer vorherigen Bekanntgabe, also eine andere Meinung als zu dem Zeitpunkt vertritt, als über das Inkrafttreten dieses Gesetzes durch das Parlament abgestimmt wurde.

Die Anwälte von PayPal haben ja ausführlich dargelegt, dass das fehlerhaft war, und das Landgericht Ulm zur Auslegung des Gesetzes die Gesetzesbegründung zum Zeitpunkt als die Parlamente darüber abstimmten hätte heranziehen müssen.
Das leuchtet für mich irgendwie ein, sonst könnten ja Landesregierungen die Auslegungen von Gesetzen am Parlament vorbei permanent ändern, oder?

Ich bin aber gespannt, was Herr Lenne dazu zu sagen hat!  ;)
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Glücksspielsucht Allgemein / Re: Wie werde ich meine Sucht los?
« Letzter Beitrag von wombelero am Heute um 13:07:53 »

Anders als viele hier bin ich allerdings der Meinung, will keinen Streit auslösen, nur meine Meinung teilen, das man seine Finanzen nicht abgeben sollte oder Konten sperren. Konten sperren hat mich so weit gebracht, das mein Hirn so gearbeitet hat----> welches Casino als nächstes?

Jeder muss für sich selber den Weg finden, mit der Sucht und dem Drang umzugehen. Wenn dein vorgehen für dich funktioniert freue ich mich darüber. Persönlich finde ich dies heikel, da du zwar jetzt gerade den Willen aufbringen kannst. Was aber, wenn du in 3-x monaten diesen Schwung nicht mehr hast? ärger bei der arbeit, etwas alkohol und schwupp hast du wieder einbezahlt. Du kämpfst hier gegen eine Sucht an, deine gehirnchemie wird dich manipulieren wollen.

Aber jedem das seine. Um willensschache Momente überbrücken zu können war bzw ist es wichtig für mich, die bank-Konten ausserhalb meiner reichweite zu haben bzw die Abrechnungen von meiner Frau verwalten zu lassen. Ich habe nach wie vor die Kreditkarten und kann jederzeit Geld abheben. Aber ich werde es spätestens ende monat meiner Frau erklären müssen. Dies hilft mir, gar nicht rückfällig zu werden. Und es hat auch etwas zu tun mit "vertrauen ist gut, kontrolle ist besser". Sie muss gar nicht fragen ob ich wieder rückfällig geworden bin, sie kann selber sehen wohin mein Geld geflossen ist.

Auch das mit den Casino-Konten schliessen: Schon klar, es gibt täglich neue Casinos, aber wenn man wenigstens diejenigen sperrt, be denen man stammgast war ist bereits viel erreicht. Im schlimmsten fall muss man sich halt so etwas wie gamban oder ähnlich installieren.

Welchen Weg auch immer ihr geht: Bleibt stark und hört auf den fetten Casino bossen mehr Geld zu geben...
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Glücksspielsucht Allgemein / Re: Wie werde ich meine Sucht los?
« Letzter Beitrag von RagexD am Heute um 12:45:36 »
Guckguck,
das Gefühl kenne ich auch, nur das es bei mir Roulette war.
Anders als viele hier bin ich allerdings der Meinung, will keinen Streit auslösen, nur meine Meinung teilen, das man seine Finanzen nicht abgeben sollte oder Konten sperren. Konten sperren hat mich so weit gebracht, das mein Hirn so gearbeitet hat----> welches Casino als nächstes? Wie umgehe ich die Sperre.
Ich denke, eine bewusste Entscheidung ist wesentlich wertvoller. Werde ich schwach, öffne ich die Casino Seite logge mich ein und konzentriere mich 5 min nur auf ein paar Fragen " Will ich das wirklich? Wohin führt mich das? Was würde es mir bringen?"
Und entscheide mich dann bewusst dagegen. Das gibt mir persönlich mehr innere Ruhe als alles andere. Aber da muss natürlich jeder selbst seinen Weg finden.

Erzähl mal einem Glückspieler, Spielen ist schlecht, wenn er nur gewinnt. Erst muss der Fall kommen, traurig aber in den meisten Fällen wahr.

P.s. seit 2 Wochen Spielfrei und im 5 stelligen Bereich im -
Liebe Grüße
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Eigene Erfahrungen / Re: Paypal Berufung vor dem OLG Stuttgart: Diskussion
« Letzter Beitrag von kotek123 am Heute um 12:08:02 »
in der klage geht es doch darum ob paypal am unerlaubtem Glücksspiel mitgewirkt hat oder nicht? Und laut Faktenlage ist es eindeutig dass Paypal mitgewirkt hat. Ob jetzt Born vorsätzlich weitergezockt hat obwohl er von illegalität wusste, das ist eine andere Sache. in dem fall müsste paypal Born anzeigen und er würde eine anzeige wegen teilnahme am unterlaubtem glückspiel kriegen.

wenn ich noch dieses argument lese, dass er ja bei dem ausmaß der glücksspielsucht sich andere zahlungsmethode gefunden hätte, wenn paypal die zahlung nicht ermöglicht hätte, dann muss ich echt ausrasten. dann kann ja paypal direkt die zahlung von drogengeschäfte auch direkt abwickeln und als argument dann sagen, ja der süchtige hätte das geschäft z.b. bar bezahlt wenn wir es nicht ermöglicht hätten. er ist ja süchtig. er findet schon ein weg. das ist doch ein argument auch dafür, dass paypal von spielsucht seiner kunde wusste und das geschäft vorsätzlich abgewickelt hat. einfach nur krank.
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Erfolge / Re: Außergerichtliche Einigung mit Anwalt
« Letzter Beitrag von FCB1986 am Heute um 11:49:16 »
Sorry für die später Rückmeldung.

Also außergerichtlich ist gescheitert. Gestern wurde die Klage an die Gegenseite zugestellt. Ich klage gegen ein OC direkt!

Sobald ich nähere Information habe, meld ich mich.

Ach so, ich habe PKH beantragt für das Verfahren und dieser wurde mir mit Beschluss bewilligt!

Auf ein Kampf jetzt!

Lg
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Plauderecke / Re: Gericht
« Letzter Beitrag von Ichhabgenug am Heute um 09:10:20 »
Guten Morgen Olli

Vielen Dank für deine Worte!

Ganz allein bin ich nicht. Meine Familie und Freunde unterstützen mich, aber schlussendlich mit dem ganzen Gefühlschaos muss man allein klar kommen.

Nach der Trennung im Frühling 2018, habe ich eine SHG für Angehörige besucht und vorher einzelne Sitzungen mit einer Psychologin im Spielsuchtszentrum gehabt.
Das wie auch das Forum hier hat mir sehr geholfen, mich mit der Tatsachen zu befassen, besser verstehen und nicht in bodenlosen Hoffnungen zu verfallen.
Ich werde mich mit Sicherheit erneut mit dem Spielsuchtzentrum in Verbindung setzen.

Für mich ist sehr schwierig mit der Geschichte unsers gemeinsames Lebens abzuschliessen, weil ich immer wieder Behörden erzählen muss was geschah. Obwohl die Spielsucht das Ende dieses Lied war und das letzte was ich damals erfahren habe, ist doch die Spielsucht, die enorm die Beziehung prägte. Erst als ich von der Spielsucht erfahren habe, konnte ich mir sein Verhalten erklären.
Er persönlich ist natürlich nicht spielsüchtig... Das sei ein Business.
Ich versuchte auch seiner Familie zu reden, zuerst mit der Mutter, dann mit der Schwester. Die Mutter hat alles unter dem Teppich versteckt. Monate später als ich mit der Schwester gesprochen habe, meinte sie, dass die Mutter behauptet hat von nichts zu wissen. Ich war so sauer, weil das eine dreiste Lüge ist. An seiner Schwester erzählte er, dass er nur zu wenig verdient, aber ich nur Geld wolle.
Der Mann kam zu mir in der Schweiz und ich habe umfassend für ihn gesorgt. Als Monate später begonnen hat zu arbeiten, fehlte ihm aber trotzdem das Geld. Nach der Trennung hat seine Familie nie gefragt ob er für sein Kind sorgt und wenn ich erzähle was hier eigentlich läuft, bekomme ich keine Antwort oder die Erklärung, dass wir zu weit entfernt sind und er die Geschichte anders präsentiert. Das war zuletzt vor fast einem Jahr und weder die, noch ich meldete mich mehr.
Mittlerweile hat sich ein damaliger guter Freund von ihm bei mir gemeldet. Er hat seit vielen Jahren kein Kontakt mehr mit ihm, weil er auch ihn betrogen und ausgenützt hat. Der Freund erzählte mir, dass die Familie sehr wohl seit Jahren von seinen Spiel-Problemen weiss. Dass am Anfang, vor etwa 15 Jahren, als sie gemeinsam begonnen haben zu spielen oft auch seinen Vater im Wettbüro getroffen haben... und noch weitere grausame Geschichten wie er seine damalige Freundinen finanziell betrogen hat.

Nun war meine letzte Hoffnung, dass im Gericht alles rauskommt. Die habe ich eigentlich immer noch. Aber es gibt die Momente, wo das Gefühl alles wird runter gehen, sehr stark ist.  Manchmal sieht alles wie eine Komödie aus, ich kann sogar ernsthaft darüber lachen..., weil ich längst nicht mehr weinen kann.

Ich lese viel da und ich sehe wie es sein soll, wenn seine persönliche Geschichte eine Wende macht. Bis jetzt gab es kein einziges Zeichen dafür.

Hass oder Wut ihn gegenüber empfinde ich nicht. Staunen und Ohnmacht sind mein ewiges Zustand. Komischerweise bin aber gegenüber seine Familie sehr, sehr wütend.

Liebe Grüsse
R.
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Glücksspielsucht Allgemein / Re: Wie werde ich meine Sucht los?
« Letzter Beitrag von Olli am Heute um 09:00:36 »
Hi und herzlich willkommen!

Lieben Dank, dass Du uns an Deinem Genesungsweg teilhaben lässt.

Sei bitte so nett und nutze nicht permanent die Vollzitatefunktion.
Das macht auf Dauer Deinen Thread nur unnötig lang und unübersichtlich.
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Zitat
Auch wenn es gut ist, dass Du vor Gericht ehrlich warst und zugegeben hast, dass Du nachdem Du erfahren hast dass Online-Casinos nicht legal sind und von PayPal das Geld zurückgefordert hast noch weitergespielt hast, könnte ich mir nach dem ersten Lesen vorstellen dass das ein Thema beim OLG Stuttgart wird, weil der ein oder andere Richter sich daran stören könnte.
Haben die Richter in Ulm noch was dazu in der mündlichen Verhandlung gesagt warum das egal ist?

Nein, nicht wirklich...

Letztendlich spielt es doch keine Rolle ob ich weitergespielt habe oder nicht denn dies ist nicht Gegenstand der Verhandlung gewesen und hat mit der eigentlichen Sachlage nichts zu tun. Und selbst wenn dies noch, warum auch immer relevant sein sollte, kann ich darauf auch etwas sagen aber die Faktenlage ist unstreitig.

Zitat
Erste Instanz verloren – auf in die Berufung? Will die unterlegene Partei in der Berufungsinstanz Sachvortrag nachschieben, den sie in der ersten Instanz nicht vorgetragen hat, wird es schwierig. Denn eine „Flucht in die Berufung“ gibt es nicht mehr seitdem in der Zivilprozessordnung normiert wurde, dass die Berufungsinstanz keine neue Tatsacheninstanz ist...

Grundsätzlich gilt: Neuer Vortrag, den die Partei bereits in der ersten Instanz hätte vortragen können, bleibt unberücksichtigt.

Denn seit der 2002 in Kraft getretenen Reform der Zivilprozessordnung eröffnet die Berufungsinstanz keine vollständige zweite Tatsacheninstanz mehr. Vielmehr dient sie vorrangig allein der Behebung von Fehlern des Erstgerichts.

Schon in der ersten Instanz sollte relevanter Sachvortrag rechtzeitig erfolgen. Wird er, z.B. aus taktischen Gründen, zurückgehalten, besteht die Gefahr, dass er in der nächsten Instanz nicht berücksichtigt wird. Denn was schon erstinstanzlich hätte vorgetragen werden können, bleibt in der Berufungsinstanz grundsätzlich unberücksichtigt.

Und nun erst in der Berufung darauf rumzureiten kommt zu spät!



Abgesehen davon wusste Paypal sehr wohl für was die Transaktionen genutzt worden sind. Wenn bei einem OC eine Transaktion mit "888poker" gekennzeichnet wird dann wird das Geld sicher nicht dafür Verwendung finden das ich nur das Konto auflade und warte bis ich Zinsen bekomme^^

Zitat
Mir bereitet die Sache mit dem Link zu den Spielverläufen etwas Bauchschmerzen, dies könnte ggf. wirklich zu Problemen führen.

Der Link war eben zeitlich begrenzt und wenn ein Gericht diesen Link bekommt und damit auch Einsicht erlangt und das was dahinter steckt auch als Beweis sichert so sollte es doch auch für alle Parteien als Nachweis Gültigkeit haben denn dafür ist das Gericht doch auch da! Indirekt wird von Paypal nun aber gesagt das man diesem Nachweis, den das Gericht gesichert hat keinen glauben schenkt und sich das Gericht sonst was aus den Fingern gesogen hätte.....lächerlich.

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