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Tagebuch / Der Rückfall der mich 4.000€ kostete
« Letzter Beitrag von tarakko am Heute um 09:22:43 »
Hallo zusammen,

ich muss mir hier mal kurz den Frust von der Seele schreiben.

Ich bin ja schon länger dabei und war jetzt auch eine Zeit lang spielfrei, aber durch einen Arbeitsunfall bin ich aktuell zuhause und wusste nichts mit mir anzufangen. Im Juli verspielte ich ein komplettes Monatsgehalt, es ging los mit 75€ Einzahlung und Spiele auf 0,50€ ... nichts wildes eigentlich und es ging sogar ganz gut. Aus den 75 machte man 130... sogar direkt ausgezahlt, aber dann kam die Spirale die sicherlich viele von euch kennen. Da schleicht sich im Kopf der Gedanke ein, dass mehr zu holen ist... man funktioniert wie ein Roboter, alle Argumente die man vorher hatte, verpuffen direkt. Man handelt blind. Natürlich die Summe verloren, irgendwann dann 200€ eingezahlt um zurückzuholen und am Ende 2x 500€

Es hätte sogar geklappt, ich war auf 4.000€ hoch! Das Casino brachte es jedoch fertig, 1 Woche für die Verifikation der Dokumente zu brauchen - zwischenzeitlich alles wieder weg.

Ärgerlich, sehr ärgerlich...

Danach direkt Gamban auf dem PC installiert, alles super soweit...

Klar, aber gibt ja noch ein Handy...

Um es kurz zu machen, ich hab 2000 von meinem Ersparten verloren, war zwischenzeitlich auf 2.8 hoch und da setzte die Gier ein...
Ich wollte es sogar auszahlen lassen, aber lt. Onlinecasino war mein Auszahlungslimit für diese Woche erreicht ... na klar ::)

Die Gier setzte ein und natürlich gab das Casino 0,0 zurück... Es gab ein einziges Mal Freispiele auf einem Einsatz von 2€ bei 2800€ Guthaben... verrückt...
Beide Monate kosteten mich nun also 4.000€ und es ist verrückt, was man damit hätte machen können.
Ich bin kein Großverdiener... 4.000€ sind für mich knapp 3 Monate Arbeit.

Naja, nun ist Ebbe auf dem Konto, aber irgendwie auch eine innere Zufriedenheit... schwer zu erklären.
Achja, ich bin bereits in Therapie beim Psychologen, habe übernächste Woche meine nächste Sitzung und hoffe, dass ich von diesem scheiß Glücksspiel wegkomme :(

Jungs & Mädels, lasst es bleiben... der Hausvorteil liegt immer bei der Bank (Wenn das mal so einfach wäre  ::) )

Immerhin habe ich keinerlei Schulden, sodass es durchaus einen Ausweg gibt... nur schade um die verlorene Zeit und um das hart erarbeitete Geld.

LG
Tarakko
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Fragen & Hilfe / Re: Meine Vorstellung und aktuelle Situation
« Letzter Beitrag von Olli am Heute um 09:05:14 »
Hi!

Ach ja, Du warst das ... :)

Zunächst einmal ist es ja noch nicht sicher, ob Du eine Stationäre machen "musst", um zur Ruhe zu kommen.
In der Vergangenheit gabe es auch User, die die Therapie ambulant gemacht und die Kosten selbst getragen haben.
Dadurch kam die Verbeamtung gar nicht in Gefahr.

Ja, Du kannst versuchen Dir eine Klinik auszusuchen. Kannst Deine Wünsche äußern. Ob dann dort aber zeitnah ein Platz frei ist, das steht auf einem anderen Blatt.

Auch auf den Termin hast Du einen gewissen Einfluss - es hängt aber eben auch davon ab, ob ein Platz frei ist.

Die Zeitdauer differiert. Sie hängt logischerweise auch davon ab, wie lange Du benötigst und wie Deine Prognose aussieht.
Das kann von 6 Wochen über 8 oder 12 gehen. Bei Bedarf kann die Therapie während der Laufzeit verlängert werden.

Normalerweise musst Du als Angestellter Deinem Arbeitgeber nichts sagen, doch als Beamter auf Probe bist Du meines Wissens nach verpflichtet ihn zu informieren.

Tja, wie läuft eine stationäre Therapie ab ... wie ich das mitbekommen habe, unterscheidet sich das immer im Detail je Klinik.
Einige veröffentlichen ein grobes Programm auf ihren Homepages. Hast Du eine Wunschklinik, kannst Du ja gerne dort auf derren Seite mal stöbern

Ich habe ja schon einige Workshops auf den Jahrestagungen von fags mitgemacht. Da war nichts dabei, vor dem Du Angst haben müsstest.
Im Gegenteil - es war immer spannend. Spannend sich selbst zu beobachten - und die anderen Teilnehmer auch. Aber auch die anschließenden Gespräche über die Übungen und die Reaktionen haben mir gefallen.
Ja natürlich ist das alles neu und hat ja irgendwo immer etwas "mit mir" zu tun - ich stehe dann im Mittelpunkt. Wer eher introvertiert ist, dem mag das zunächst unangenehm erscheinen.
Doch das löst sich ganz schnell auf.

Es gibt natürlich Strukturen und Regeln. Es gibt einen vorgegebenen Tagesablauf. Es darf natürlich bei Ausgang nicht gespielt oder gesoffen werden.
Wer hier auf Krawall aus ist, der mag direkt zuhause bleiben, damit ein Anderer seinen Platz einnehmen kann.
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Fragen & Hilfe / Re: Meine Vorstellung und aktuelle Situation
« Letzter Beitrag von Somewhere87 am Heute um 07:59:12 »
Danke für eure Antworten!

Also beruflich ändert sich eigentlich für mich nichts, außer, dass ich nicht Verbeamtet werden. Was zwar schade, aber kein Weltuntergang ist.

Kann mir jemand sagen, wie das mit der stationären Therapie abläuft? Gerne auch verlinken, da es die Frage hier sicherlich schon gab!
Darf man sich eine Klinik aussuchen? Evtl. sogar den Wunschstarttermin? Wieviele Wochen beträgt die Therapie? Meinem Arbeitgeber muss ich den Grund ja sicherlich nicht nennen?
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Glücksspielsucht Allgemein / Re: 25 Jahre alt und tief in der Sucht
« Letzter Beitrag von Olli am Heute um 03:20:25 »
Hi Theo!

Herzlich willkommen!

Ja, das hast Du Recht - es ist "krank". Was machst Du denn, wenn Du sonst irgendwie krank bist und es Dir schlecht geht?
Du gehst zum Arzt - oder? Du lässt Dir helfen! Wieso solltest Du hier also nicht auch diese Dienste in Anspruch nehmen wollen?

Jammern ist leicht - Handeln bedeutet schon etwas Aufwand.

Wahrscheinlich ist dies hier Dein erster Kontakt mit der Suchthilfe? Prima, dass Du diesen Schritt gewagt hast.

Was Du hier schilderst, dass hat wohl ein jeder Spieler hier durch. Wir wissen also, wie Du Dich fühlst.
Trotzdem gibt es einen Weg aus dieser Situation raus. Wenn es alleine nicht klappt, dann eben mit Hilfe - dafür ist sie ja da.

Der fags bietet einige niedrigschwellige Angebote an. Da wäre dieses Forum - doch in meinen Augen kann dies nur eine allererste Anlaufstelle sein.
Da gibt es noch eine kostenlose Hotline, die Du anrufen kannst. Aber auch die ebenfalls kostenlose Onlineberatung kannst Du nutzen, Hier unterscheiden wir noch die über die anonyme Mailfunktion und die Chats.
Am Samstag um 19 Uhr machen wir wieder ein Online-Meeting. Hier bist Du gerne eingeladen. Wenn Du magst, dann kannst Du die Videofunktion deaktiviert lassen - ich würde Dir aber nahe legen, sie frei zu schalten. So stellst Du Dich selbst Deinen Problemen bewusster. Aber keine Angst - wir beissen nicht - uns verbindet das gemeinsame Ziel abstinent und zufrieden zu leben.
Weiter kannst Du auf der Hauptseite von fags (ist ganz unten verlinkt) nach Adressen schauen. Da gibt es die Selbsthilfegruppen und auch Beratungsstellen bestimmt in Deiner Nähe.
Wenn Du Dir diese Listen anschaust, dann weisst Du schon: Du bist nicht alleine!

@Xmorre
Auch Dir ein herzliches Willkommen! Schön, dass Du Dich angemeldet hast um zu antworten.
Und obwohl Du Theo bereits gesagt hast, dass er nicht alleine ist, betone ich für Dich auch noch mal: Du bist auch nicht alleine!
Wenn Du aus dem Sumpf des Glückspiels heraus möchtest, dann gibt es viele viele Stellen, die Dir die Hände Hilfe anbietend entgegen strecken. Greifen musst Du diese aber schon selbst.
Und nein, es muss Dir nicht peinlich sein in einer Spielhalle als Aufsicht Erfahrungen gemacht zu haben oder an entsprechenden Schulungen teilgenommen zu haben.
Im Gegenteil - Du kannst diese Erfahrungen zu Deinem Vorteil nutzen.
Schreibe auch Du ruhig über Dich, wenn Du magst. Dann aber vielleicht in einem eigenen Thread? Traue Dich ruhig ...
Schreibe einfach, wie Dir der Schnabel gewachsen ist.
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Glücksspielsucht Allgemein / Re: 25 Jahre alt und tief in der Sucht
« Letzter Beitrag von Xmorre am Heute um 03:07:44 »
Hey,
vorweg möchte ich dir sagen, dass ich diesen Account nur erstellt habe, damit ich dir antworten kann :)

Der Grund ist, dass ich auch in deinem Alter (23) bin und ähnliches durchmache.

Bei mir ist das Peinliche, dass ich selber mal ein einer Spielballe gearbeitet habe und dementsprechend gesehen habe, wie die Leute ihr Geld nach und nach bei mir gewechselt und anschließend in den Automaten gesteckt haben. Jegliche Art von Menschen waren zu besuch bei uns in der Halle. Von jung bis alt und von Gelegenheitsspielern bis zu Spielsüchtigen! Der Witz an der Sache ist, dass ich sogar bereits eine Schulung zum Thema Suchtprävention absolviert habe.

Ich selber bin auch spielsüchtig, möchte es mir aber nicht eingestehen und das seit meinem 18. Lebensjahr. Meine Schulden belaufen sich auf mehrere Tausend Euro (keine Spielschulden, aber entstanden alle durch das Zocken). Es fing damit an, dass mein älterer Bruder angefangen hat zu spielen. Er gewann und erzählte es meinen Eltern. Letztendlich fielen meine Eltern und vereinzelte Geschwister in eine Spielsucht. Zu diesem Zeitpunkt war ich gerade mal 16/17 Jahre alt. Nach all dem Erzählen, konnte ich es kaum abwarten in eine Spielballe zu gehen. Ich war praktisch schon abhängig, obwohl ich nicht mal gespielt habe, weil es mir vorgelebt wurde. Als ich dann 18 wurde, war der erste Weg direkt in die Spielballe. Selbstverständlich habe ich direkt mehrere hundert Euro gewonnen und musste mit meiner Mutter teilen, weil ich kein eigenes Geld hatte. Sie gab mir von einem 600euro Bild lediglich 40 Euro ab. Ich hatte mich trotzdem gefreut, weil ich nie Geld in der Tasche hatte (weder Taschengeld noch sonst was).

In unregelmäßigen Abständen bin ich mit meinen Eltern spielen gefahren. Bevor ich 18 wurde waren meine Eltern immer bis spät abends unterwegs. Sie hatten Ausreden, die ich glaubte.

Mit 18 kamen dann auch die ersten Handyverträge. Es lief alles reibungslos, bin mit 19 ausgezogen über das Arbeitsamt aufgrund der familiären Verhältnisse und ab da ging die Sucht richtig los. Ich habe mein komplettes hartz IV verzockt und hatte nix mehr zum Leben. In den meisten Fällen bin ich direkt, als es Geld gab mit meinen Eltern einkaufen gefahren und sind dann im Anschluss zocken gegangen.

Dazu muss ich sagen, dass ich seit meinem 15. Lebensjahr an Depression leide und auch immer alleine war bzw bin. Freunde und eine Freundin gab es nie.

Bis heute verzocke ich jeden einzelnen Cent und stehe nach 2 bis 3 Tagen ohne geld da..

Du bist also nicht allein :)
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Fragen & Hilfe / Re: Meine Vorstellung und aktuelle Situation
« Letzter Beitrag von Olli am Heute um 02:49:02 »
Zitat
Kann mir jemand sagen, ob eine stationäre Therapie irgendeine Auswirkung auf mein weiteres Leben hat?

Na, hoffentlich! :)

Es gibt natürlich Berufszweige, wo es negative Auswirkungen haben kann. So haben wir hier jemanden, der seinen Beamtenstatus, da er noch auf Probe ist, verliert, wenn er eine Stationäre beantragt.
Doch solche Ziele lassen sich auch ändern. Ja, es ist einfacher gesagt, als getan, doch in meinen Augen ist die Gesundheit wichtiger.
Gerade in jüngeren Jahren ist es einfacher sich beruflich neu zu orientieren. Sollte die Therapie anschlagen, ist es diese Mühe allemal wert.

Zumeist bezahlt die Rentenversicherung solch eine stationäre Therapie. Hier geht es ja gerade darum, Dich auch für den Arbeitsmarkt weiter zu wappnen.
Deinen Rentenversicherungsanspruch verlierst Du dadurch natürlich nicht.
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Glücksspielsucht Allgemein / 25 Jahre alt und tief in der Sucht
« Letzter Beitrag von theo1901 am Heute um 02:32:13 »
Hey Leute,

so eben habe ich im Internet nach Spielsucht gegoogelt, da es mich auch betrifft, und bin auf dieses Forum gestossen.

Also ich bin hier, weil ich es einfach nicht mehr aushalte mit dieser verdammten Spielsucht. Ich bin 25 Jahre alt und spiele seit ich 16 bin. Sehr früh angefangen, damals in einer Shishabar 1 Euro reingeschmissen und nichts davon gewusst. Heute verspiele ich all mein Geld, verkaufte schon einige Dinge um mit dem Geld spielen zu können. Ich habe momentan 20000 Euro schulden und diese sind nur aufgrund meiner Spielsucht entstanden. Ich habe so oft geschworen das ich es lasse aber irgendwie ziehen mich die Spielhallen an. Ich habe so oft versucht nicht mehr zu gehen aber wurde immer Rückfällig. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich bin immer pleite, weil ich IMMER alles reinschmeiße. Ich weiß das die Spielbank immer gewinnt, früher oder später, aber mein Kopf ist manchmal im Standby Modus. Habe mich schon in einigen Spielhallen sperren lassen aber es gibt ja so viele wie Sand am Meer...ich weiß einfach nicht mehr weiter...Ich belüge alle Menschen um mich herum. Ich denke sehr oft an Automaten und möglichen Bildern die kommen könnten. Es ist einfach nur krank!
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Tagebuch / Re: Wenn das Gaspedal klemmt / Irrfahrt ins Ungewisse
« Letzter Beitrag von NW am Gestern um 22:55:47 »
Irgendwann wenn man sich immer dazu zwingt und durchzieht, wird der Punkt kommen wo es von alleine läuft, wo es Spaß macht und wo man sich nicht mehr vorstellen kann damit aufzuhören, das ist das schöne am sport.
Bis dahin kann es vielleicht eine zeit dauern und das wichtigste dabei dass das eintritt ist die Kontinuität auch wenns schwer fällt, aber wenn du durchzieht wird es definitiv kommen und solange ist es zwar hart, wenn es dann aber geschafft ist wirst du merken wie es dir damit physisch wie psychisch immer besser geht, davon bin ich heute absolut überzeugt.

Also Respekt dafür und weiter so  :)
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Fragen & Hilfe / Re: Meine Vorstellung und aktuelle Situation
« Letzter Beitrag von Balduin am Gestern um 22:02:12 »
Hey,
Einfluss hat das nur auf eine berufsunfähigkeitsversicherung oder eine krankenhaustagegeldversicherung. Da musst du Vorerkrankungen angeben und hast sonst keinen Anspruch auf Leistung.
Viele Grüße
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Fragen & Hilfe / Re: Meine Vorstellung und aktuelle Situation
« Letzter Beitrag von Somewhere87 am Gestern um 21:52:11 »
Bringt ja nichts hier irgendwen oder auch mich anzulügen. Hab's oft genug selbst probiert, aber es bringt mir einfach nichts.

Bin aktuell fast am viel zitierten Tiefpunkt. Kurz davor meine Frau und Kind zu verlieren und das ist es mir einfach nicht wert.

Kann mir jemand sagen, ob eine stationäre Therapie irgendeine Auswirkung auf mein weiteres Leben hat? Also irgendwas in Richtung Rente, Versicherung etc?
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