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2017

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*

Ohne Seele

2017
« am: 31 Dezember 2017, 20:46:55 »



               2018 Kann ruhig kommen!


               2017 hat mich abgehärtet!(Wirklich,man was ein Jahr >:()



              Wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

*

Ohne Seele

Re: 2017
« Antwort #1 am: 08 Januar 2018, 17:35:18 »
Nun 2018 ist da,und ich Zocke nicht mehr,aber den Spieler

in mir spüre ich immer noch!

Geboren um zu spielen,ja ich glaube immer noch das es mir im Blut liegt,

aber ich darf es trotzdem nicht

weil ich sonst untergehe!

Mir fällt es auch so Verdammt schwer mich damit abzufinden das ich nie wieder

Spielen darf!

Ab und zu erwische ich mich auch,wie ich drüber nachdenke "ich könnte ja kontrolliert

Spielen,ich wüsste ja jetzt wie es funktioniert" :o

Solange ich noch solche gedanken habe,kann ich mit diesem Thema noch nicht abschließen!

Als ob die Spielhalle eine art Kirche für mich war und ich doch mal wieder vorbeischauen

sollte,man kann sich noch so ablenken es nützt nichts die gedanken kommen immer wieder,

dan denke ich aber an das jahr 2017 zurück,und die damit verbundenen Schmerzen,

und belasse es bei diesem Hirngespinst!

Kann nur hoffen das diese gedanken nicht kommen wenn ich mal einen schwachen Moment habe!

Habe aber keine Angst vor 2018 mit Angst lässt es sich nicht gut leben!!!!

Hab da so ein Dumpfes gefühl das mich diese scheiß Sucht noch länger beschäftigen wird!

Glaube auch das ich hier nur schreibe um mich abzulenken,damit ich nicht Zocken gehe.

Soll mir recht sein!!!




Gruss



*

Offline Olli

  • *****
  • 2.620
Re: 2017
« Antwort #2 am: 08 Januar 2018, 19:47:23 »
2018 ...

... ist da und für viele könnte nun eine neue Zeit anbrechen.

Mit einer anhaltenden Abstinenz ist es nicht immer getan.
So Mancher möchte ja gerne weiter spielen und verbietet es sich "einfach".

Damit verknüpft er seine Abstinenz mit etwas Negativem.
Na sicher ist ihm der finanzielle Vorteil bewusst.
Ebenso entfallen die dadurch einst entstanden Sorgen.
Oft genug verfielen die Personen in Selbstmitleid und Selbstzerfleischung nach dem Spielen.
Auch das ist nun weg.

Doch wir spielten ja nicht umsonst. Das Spielen mit all seinem Drumherum  gab uns gute Gefühle.
Es verschob die Sorgen auf Morgen und sorgte für Stress wie für Erholung.

Jetzt kommt die berüchtigte Goldwaage ins Gespräch. Auf der negativen Seite das Spielen - auf der Positiven die Abstinenz.

Unser Suchtgedächtnis verdrängt überwiegend die negativen Einflüsse des Spielens - sie sind noch existent, doch die Positiven nehmen an Gewicht zu.

Der Spieler versucht nun, die negative Waagschale anzuheben, anstatt sich selbst auf die Positive drauf zu setzen.
Beides sorgt dafür, dass die Abstinenz wenigstens gerade so aufrecht erhalten bleibt.

Doch das Anheben der Waagschale ist anstrengend. Die geistigen Muskeln ermüden und verkrampfen mit der Zeit. Immer wieder senkt sich so die negative Masse und muss mit Kraft wieder angehoben werden. Der Spieler "kämpft" mit sich. Immer und immer wieder.

Nun wollt Ihr noch wissen, wie man sich auf die positive Waagschale setzt?

Es ist die Akzeptanz seiner Sucht.
Viele wollen damit "abschließen". Sie wollen etwas Endgültiges.
Erst dann ist es "perfekt" und kann damit as acta gelegt werden ... ab zum nächsten Kapitel.

Was aber wäre, wenn er den Krug damit so lange zum Brunnen trägt, bis er bricht?
Wem ist damit geholfen? Ich denke ... niemandem.

Kommen wir zu den Abstinenzentscheidungen. Wie wohl alle wissen, untereteile ich sie mit selbst in Grundlegende und Alltägliche.
Erst in Summe tragen sie die Abstinenz.
Beide können an Gewichtung im Alltag variieren - die logische Konsequenz daraus: Ich muss sie pflegen.
Genau so wie der römische Beton an Festigkeit im Laufe der Jahre zunimmt, verringert sich der Pflegeaufwand mit der Zeit.
Irgendwann kann man ... wenn man es denn unbedingt noch möchte, sagen: Jetzt habe ich abgeschlossen!
Das funktioniert aber nur, weil durch den Pflegeaufwand in meinem Geiste Veränderungen herbei geführt worden sind. (Synapsen sind verkümmert und neue haben sich gebildet)

Was sind Abstinenzentscheidungen? - Es sind unsere Werte und Ziele!

Es ist immer wieder zu lesen: Ich möchte nicht mehr dahin zurück, wo ich einmal war!

Ganz klare Sache ... wer will das schon?
Aber - was steckt hinter diesem Satz? Was bedeutet er?
Welche Werte und Ziele verbergen sich dahinter?

Ist dieser Satz nicht zu ungenau? Einem an einer hohen Mauer hinabhängen Seil gleichend, an dem man hinaufklettern möchte und die Knoten fehlen?
Jeder würde hier dem Kletterer doch sagen: Nehme das Seil noch einmal ab und nimm Dir die Zeit, zuerst die Knoten anzubringen. Dem würde er wohl auch Folge leisten - oder nicht?
Wieso macht es der Spieler mit seinen Abstinenzentscheidungen nicht genau so?
Er braucht nur seine Werte und Ziele in Worte fassen - ganz klar definieren!
(Wo bleibt hier der Perfektionismus?)

Ist das einfach? Ganz bestimmt nicht! Doch dafür gibt es ja die gesamte Maschinerie der Selbsthilfe!
Ich darf dort herausfinden, was ich bisher nur rein intuitiv weiss.
Das ist eine spannende Geschichte! Und ich darf mir auf meiner Suche genau so viel Zeit dafür nehmen, wie ich Lust und Laune habe.
Es ist ... eine Herausforderung!

Sich auf die positive Seite der Waagschale zu setzen kann man auch tatsächlich wörtlich nehmen.
Er selbst ist nämlich das "ausschlaggebende" Kriterium in diesem Gleichnis.
Er ist die wichtigste Person in seinem Leben ... das hat nichts mit Egoismus oder gar dem nagativen Narzismus zu tun - dies ist bei jedem Menschen so!

Nur in ihm steckt all das, was ihn weiter abstinent zufrieden leben lässt.

Hier kann sehr hilfreich sein, während man dort entspannt sitzt, eine Inventur des Inneren zu machen und sie alle paar Wochen/Monate zu wiederholen.
(Siehe hierzu als kleine Hilfestellung das im Forum hinterlegte Skript: 12 Schritte - aber wie?)

Ich weiss, dass sich das hier nieder Geschriebene für Dich, lieber Leser, immer noch ziemlich schwammig anhört.
Das ist aber von mir auch so beabsichtigt.

Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

*

Ohne Seele

Re: 2017
« Antwort #3 am: 08 Januar 2018, 21:47:31 »
Hast du gut beschrieben Olli!

Meine Spielsucht habe ich schon lange Akzeptiert,sie mich aber nicht,weil;

Ich nicht mehr Spiele,und das der Sucht überhaupt nicht gefällt,

deshalb versucht sie mich von meinem Weg abzubringen,in dem sie mir immer wieder

mal irgendwelche Hirngespinste vorspielt,und ich fast wieder drauf reinfalle,

da du ja weist das ich gerne kontrolliert spielen könnte,ich es aber nicht kann,

weil ich ein Pathologischer Spieler bin oder war,

ist es bei mir doppelt so schwer mit dem Abstinent sein.

Und ich sitze schon auf der Positiven seite der Wagschale und habe dazu noch Steine

in der Tasche damit das Positive überwiegt,sonst würde ich jetz nicht hier schreiben

sondern würde jetzt auf dem Zockstuhl sitzen und wieder alles um mich herum vergessen,

und mich Ohnmächtig spielen!

Für mich ist schon eine neue Zeit angebrochen,und zwar genau wo ich meine Therapie

beendet habe ohne vorher abzubrechen!

2017 war nicht einfach für mich ,und ich verknüpfe meine Abstinenz nicht mit etwas

Negativen!

Und das mit den 24h hilft bei mir nicht sonst bin ich morgen wieder in der Halle wenn

ich mir selber sage morgen kannst du dann wieder!

Ich muss bei mir mit grösserm Geschütz auffahren,sonst wird das bei mir nichts!

Danke für deinen Beitrag!

Gruss
« Letzte Änderung: 08 Januar 2018, 22:04:51 von Ohne Seele »

Re: 2017
« Antwort #4 am: 09 Januar 2018, 00:00:27 »
hallo ohne seele,ich hoffe du schaffst es 2018 spielfrei zu bleiben,ich verstehe deine gedanken ich bin auch ein kranker spielsüchtiger ich mache zu zeit eine eigentherpie bin seit über 19 monate spielfrei,diese therapie ist für mich der letzter versuch abstinent zu werden,ich konnte wollte nicht mehr weiter zocken, ich habe beim letzten spielen in der spielhalle 250 euro verspielt wieder mal das nicht mal so eine hohe summe wäre, es hat mich irgendwie so fertig gemacht das ich fast einen nerven zusammenbruch gehabt hatte, mir wurde so schlecht das ich mich fast übergeben hätte,es ist irgendwas in mein kopf passiert wie ein knacks, diese ewige verlieren diese ewige elend neurologisch,körperlich immer das gleiche misst ich hatte das so satt diese spielhalle diese umgebung diese menschen total fertig diese bedienung immer beobachtet ob man weiter zockt geld wechselt wie man verliert und verliert jede fünf minuten gefragt wird was zum trinken, seit dem spiele ich nicht mehr.
manchmal fahre ich mit dem auto zu mehrere spielhallen auf dem parkplatz und beobachte im auto die spielhalle wie die leute fröhlich reingehen und wütend rausgehen was für ein schwindel diese spielhallen und deren barone so leicht werden die leute abgezockt.

mfg
hakan     
« Letzte Änderung: 09 Januar 2018, 00:26:42 von Hakan 321 »

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Ohne Seele

Re: 2017
« Antwort #5 am: 09 Januar 2018, 11:12:58 »
Hallo Hakan321!

Was heisst dein letzter versuch,solltest du Rückfällig werden wirst du es nicht mehr
weiter versuchen?zB  Therapie,SHG usw!

Ich hoffe du schaffst das auch so,bist ja schon 19 monate trocken deshalb sehe ich keinen grund warum du es nicht schaffen solltest!
Das mit auf den Parkplatz fahre und zu schauen wie die Leute dort ein und aus gehen halte
ich für keine gute Idee,was ist wen du mal einen schwachen moment hast?
Dan stehst du direkt vor der Höllenpforte,das wär nicht gut!

Ja das kenne ich auch alles ,sich Psyhisch,Pysisch Kaputt zu spielen,ich spielte auch immer bis zur Totalen erschöpfung.

Danke ich hoffe auch das ich Spielfrei bleibe,falls aber nicht werde ich nicht aufgeben
und einen neuen Anfang starten,so lange bis ich spielfrei bleibe!

Wünsche dir weiter alles gute für deine eigentherapie,falls die aber nicht klappen sollte,
weist du ja wo man sich hilfe holen kann,und das ist keine schande hilfe anzunehmen!


Gruss
« Letzte Änderung: 09 Januar 2018, 11:16:18 von Ohne Seele »

*

Zero80

Re: 2017
« Antwort #6 am: 09 Januar 2018, 12:29:01 »
Hakan schafft das schon, man ließt richtig raus wie sehr er das möchte und 19 Monate ist schon ne
Hausnummer da ist man schon mit dem meisten durch.

Zu dir, mir geht es zur Zeit genauso das ich gerne kontrolliert weiterspielen würde aber es auch nie wieder
kann.
Das war aber mal anders, als ich 6 jahre nicht mehr gespielt und mich auch nicht damit beschäftigt hatte, hatte
ich auch an kontrolliertem spiel null interesse mehr.
Ich denke also dass dieses Gefühl auch noch mit der zeit weggehen wird.

Bin dann an nen Arbeitgeber geraten der rund um die uhr zockte, klar das ich mich mit ihm sehr gut verstand und
austauschen konnte aufgrund meiner Vergangenheit.
Selbst wollte ich aber nicht mehr spielen.

Naja, jd tag damit konfrontiert habe ich irgendwann doch mal wieder nen 10er reingeworfen weil ich dachte nicht mehr
gefährdet zu sein da ich mich absolut garnicht mehr dort reinversetzen konnte wie ich damals so weit gehen konnte.

Die ersten paar mal ging auch kontrolliert, aber dann bei jd versuch wieder kontrollverlusst.

Soweit das ich wie früher jd tag wieder gezockt habe kam es zwar nicht mehr da mir mein sport mittlerweile sehr
wichtig geworden ist, aber eben immer mal wieder und im Endergebnis habe ich mittlerweile keinen cent mehr
auf der seite und für diesen Monat noch 100€ wobei ich mir schon was geliehen hab nach meinem letzten
rückfall und davon sogar nen teil wieder verzockt :-(

Da wollte ich nie wieder hin und ich kotze mich im Moment selbst richtig an.
Werde es aber jetzt wieder schaffen, muss es, genau wie du.

Die Gefahr nach langer zeit liegt darin das man immer mal wieder damit konfrontiert werden kann und in
Situationen gerät wo man sich nicht immer weghalten kann.

Naja, lernen und wieder neu kämpfen.

*

Ohne Seele

Re: 2017
« Antwort #7 am: 09 Januar 2018, 13:17:31 »
Zero 80!

Ich kenn das!

Wenn ich länger als eine Minute vor einer Spielhalle stehen würde wär es vorbei mit meiner
Spielfreiheit,und wenn ich dan erst drinen stehe brauch mir keiner mehr zu kommen,
dan ist alles vorbei,Blackout,Kontrollverlust,bin dan nicht mehr aufzuhalten,
die Summe spielt dann auch keine rolle mehr ob 10 oder 10 000 euro,weil ich sowieso dan
alles auf null spiele,das einzige wo ich mich immer dran gehalten habe,hab es mir auch
immer wieder selbst eingeredet niemals schulden zum zocken machen oder mit Fremden geld
spielen.
Alles andere war mir schei.. egal,hauptsache die Kisten drehten sich!


Ja genau lernen und wieder neu anfangen,was bleibt einem auch anderes übrig!

Wünsche dir auch alles gute und eine lange Spielfreie Zeit!


Gruss



Ah ja deshalb wollte ich mich hier abmeden um nicht immerzu an die Zockerei erinnert zu
werden,man weis nicht was besser ist,es zu vergessen oder es sich immer wieder ins gedächtnis zu rufen das es nicht vorbei ist und man jeden Tag auf der Hut sein muss!
Mir wär das vergessen lieber,aber jeder geht damit anderst um!
« Letzte Änderung: 09 Januar 2018, 14:28:52 von Ohne Seele »

Re: 2017
« Antwort #8 am: 09 Januar 2018, 19:51:10 »
hallo zusammen und danke für den hinweis ohne seele, nein rückfällig wenn das passieren sollte wäre das eine katastrophe, natürlich würde ich weiter machen mit der abstinenz mitlerweile habe ich als spielfreier greenhorn einige erfahrung gesammelt, das würde ich einsetzen, es wird wohl nicht in eine spielerorgie ausarten, das mit dem parkplatz ist nicht wegen sehnsucht zum spielen oder spielhalle, es schreckt mich ab wenn ich die menschen sehe die verzfeifelt wütend die spielhalle verlassen kann ich ihre gesichter gedanken verstehen, ich habe kein zwangefühl oder lust in die spielhalle reinzugehen es ist nur gegen abschreckung gedacht also therapie anwendnung sozusagen gut ne hehe danke danke,es ist wirklich verdammt gut schön spielfrei zu sein.

mfg
hakan 321

 

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