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Mein Tagebuch Goldfield

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Ohne Seele

Re: Mein Tagebuch
« Antwort #30 am: 24 Januar 2018, 18:44:20 »
Man hat doch eine Fernbedienung,man muss ja nicht mal ausftehen um die Werbung wegzudrücken

egal welche,ich kann zum beispiel die ganzen Spielhalenschilder nicht wegdrücken wenn ich durch die Stadt gehe,oder von der Wand reißen,einfach wegdrücken!
Und wenn sie nicht dafür werben dürften dan würden sie es auch nicht tun!

Als ob die Sender das juckt woher sie ihre Kohle herkriegen!

mich würde es auch nicht wundern wenn der Staat hintenrum mitverdienen würde bei den OC!

Mit Wut erreicht man garnichts ich weiß wovon ich spreche!


Gruss
« Letzte Änderung: 24 Januar 2018, 18:48:24 von Ohne Seele »

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Offline andreasg

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Re: Mein Tagebuch
« Antwort #31 am: 24 Januar 2018, 23:31:52 »
Hallo ihr Lieben,

es gibt doch schlicht und einfach Haltverbotschilder. Also in schlafloser Nacht einige abmontieren und vor die Spielstätten einpflsnzen;
daheim beim Fernsehen ein Glas Sauerkrautsaft geniessen. Das erbibt eine befreiende Nebenwirkung bei Werbepausen,

Nun aber Gute Nacht
Andreas

editiert , da spät auf Tablet geschrieben
« Letzte Änderung: 25 Januar 2018, 13:05:52 von andreasg »
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

Re: Mein Tagebuch
« Antwort #32 am: 25 Januar 2018, 14:55:02 »
17 Tage spielfrei.

Null Spieldruck. Ich habe mich in den letzten beiden Jahren vermutlich bei jedem verfügbaren OnlineCasino angemeldet, irgendwann gesperrt oder einfach die EMail-Adresse gelöscht und eine Menge Datenmüll hinterlassen. Da die Telefonnummer häufig für die Registrierung benötigt wird, auch diese.

Gestern rief Sandra (?) vom ****casino an. Die Nummer sah gar nicht ausländisch aus, also bin ich rangegangen. Sie versprach einen Wahnsinns-Bonus und Freispiele bis zum Abwinken. Ich habe sie erzählen lassen, mich freundlich bedankt, aufgelegt und anschließend die Nummer im Router gesperrt.

Ich bete darum, dass ich diese Kraft und diese Abneigung noch ewig aufrechterhalten kann. Gibt es Erfahrungen, wie lange es dauert, bis das Gehirn beginnt, sich zu normalisieren ? Beim Rauchen spricht man von 6 - 12 Monaten, bis die kognitive Abhängigkeit überwunden ist.

Re: Mein Tagebuch
« Antwort #33 am: 25 Januar 2018, 23:29:36 »
hi Goldfield, die erfahrung habe ich mit rauchen, ich habe mit dem rauchen vor fast 8 jahren aufgehört, ich habe noch zwei packung zigeretten in der schublade eine ist von damals aufgebrochen wegen entgewöhnung, ich könnte sofort wieder anfangen zu rauchen mein gehirn hat es nicht vergessen, man kann es nicht löschen aber man kann damit leben zb wenn man an das negative von rauchen denkt zb zigeretten kaufen, immer zigeretten feuerzeug mit schleppen,gesundheitliche nachteile,überall rauchverbot,dieser gestank überall an den klamotten in der wohnung usw ich habe dann keine lust mehr zu rauchen nur wenn ich das wort zigeretten höre sehe rieche oder lese dann erinnert mich an das rauchen, ich fühle mich dann als ob ich vor fünf minuten geraucht hätte, aber das vergeht auch wieder ganz schnell weg das negative am rauchen ist dann stärker, das mit dem zocken suchtspielen kann man auch vergleichen man vergisst das nicht einfah weg, ich bin seit über 19 monaten spielfrei mein gehirn hat sich noch nicht dran gewöhnt man muss damit leben in dem man das positive abstinent zeit sieht, zb diese freiheit kein zwang druck geld zu beschaffen diese wirtschafftliche positive soziale positive sich für jeden tag freuen über die abstinet es kann nur besser werden es wird besser man spürt es man seht es zb man kann seit langer zeit wieder urlaub fahren sein auto reparieren diese positive sachen geben enormen lust abstinent zu bleiben, das sind meine erfahrungen ich hoffe damit jeden etwas helfen zu können denn ich kenne diese spielsucht genau, ich bin selbst auch pathologisch spielsüchtig seit über 19 monaten abstinent, jeder spielfreier tag ist wichtig auch bei rückfall einfach weiter machen nicht aufhören nicht neu anfangen abstinent fortsetzen das gibt multivation und erfolg,ich wünsche jeden viel erfolg gegen die spielsucht. ;)
mfg
hakan 321
   
« Letzte Änderung: 25 Januar 2018, 23:34:35 von Hakan 321 »

Re: Mein Tagebuch
« Antwort #34 am: 26 Januar 2018, 08:51:53 »
Hakan, ich glaube aber schon, dass Du nach 19 Monaten Abstinenz deutlich weniger Rückfall-gefährdet bist als ich.

18 Tage spielfrei.

Zocken und Geld beschaffen hat Jahrzehnte mein Leben dominiert. Als Student mit 1.000 Mark Monatsbudget bin ich mal in ein Casino geraten, in dem man Roulette spielen konnte. Die Betreiber ließen mich auf Kredit spielen und ich verlor in einer Nacht 4.000 Mark. Um das zurückzahlen zu können, nahm ich einen Job in einer Fabrik an, arbeitete nachts und ging tagsüber so gut es ging zur Uni. Ich habe mir damals geschworen, dass mir das nie wieder passieren wird. Der Vorsatz hat vielleicht 2 Jahre gehalten...

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Rainer

Re: Mein Tagebuch
« Antwort #35 am: 26 Januar 2018, 19:54:04 »
Gibt es Erfahrungen, wie lange es dauert, bis das Gehirn beginnt, sich zu normalisieren ?

Sagen wir mal so (ist meine Erfahrung)

Wenn du angelernte nicht regelmäßig anwendest, dann kann es vergessen werden,
anders gesagt, du kannst dein "Suchtgedächtnis" überschreiben.

Wie lange das dauert ist wohl sehr unterschiedlich, ich persönlich würde sagen: je besser du deine Sucht verstehst (W-Fragen ;)) nicht zu vergessen auch die Körperlichen Vorgänge, umso besser kannst du auch mit deiner Sucht umgehen.

Tja und um das ganze noch etwas abzurunden, stabil im Sattel sitzt du erst dann wenn du einen Haufen Scheiße an den Backen hast -dass spielen trotzdem nicht mehr in betracht ziehst! 

Ebenso auch andersrum :)

Schönes und Spielfreies Wochenende 

LG Rainer
« Letzte Änderung: 26 Januar 2018, 19:59:52 von Rainer »

Re: Mein Tagebuch
« Antwort #36 am: 27 Januar 2018, 16:16:19 »
19 Tage spielfrei

Mit dem Zocken ist auch sehr häufig das Erschleichen von Zeit verbunden, die man eigentlich nicht hat. Meine Tochter hat mal gesagt, Papa du kommst immer zu spät. Viele Staus auf Autobahnen, wo gar keine waren - gerne genommen. Überstunden, längere Kundentermine - Lügen um Lügen und all das nur um Spielen zu können.

Damit ist jetzt Schluss - ich komme ab jetzt immer pünktlich zu meinen Verabredungen !

Re: Mein Tagebuch
« Antwort #37 am: 27 Januar 2018, 23:17:42 »
schönes Wochenende

Re: Mein Tagebuch
« Antwort #38 am: 28 Januar 2018, 11:56:18 »
20 Tage spielfrei.

Heute kam mir urplötzlich ohne äußere Reize der Gedanke ans Spielen. Dieser Gedanke hat sich früher dann oft so festzementiert, dass ich irgendwann nicht mehr anders konnte, als Spielen. Was also tun, um diesen lästigen Begleiter abzuschütteln?

Habe dieses Video gefunden:

https://youtu.be/HMPnRdZh6Wc

Ich teste mal das Gummiband....

Re: Mein Tagebuch
« Antwort #39 am: 28 Januar 2018, 13:09:31 »
hallo goldfield,ich kenne viel bessere dinge dannach hat mein kein spiel druck mehr hier zb.essen gehen,einkaufen bummeln gehen unbedingt geld ausgeben was schönes kaufen woran man sich richtig immer freuen kann das kann auch richtig teuer sein zbs 55 zoll fernseher,oder klamotten handy usw,mit dem auto fahren irgend wo hin zum abschalten,zu bank gehen mehrere mal geld abheben aus dem automaten am besten überweisen auf kreditkarte das hilft auch,das abgehobene geld dann später gebrauchen für schöne sachen einkaufen usw,mach diese sachen es hilft wirklich,ich mache das immer wieder, mittlerweile habe ich viele sachen erneuert,
viel spass dabei  ;)
mfg hakan321
« Letzte Änderung: 28 Januar 2018, 13:11:55 von Hakan 321 »

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Zero80

Re: Mein Tagebuch
« Antwort #40 am: 28 Januar 2018, 15:51:32 »
Naja dazu muss man das Geld aber auch übrig haben hakan, das wird bei den meisten wohl erstmal
nicht so sein so kurz nach dem aufhören..

Zocken geht man ja mit dem Geld das man eig garnicht über hat nur, weil man ja eig dorthin geht um es
zu vermehren und nicht weil man sich denkt, blos weg mit der kohle  ;D

Zumindest meinem Verständnis nach und mir ging es immer so..

Bei meinem letzten beiden rückfallen hatte ich schon geplant zocken zu gehen, hatte aber noch train auf dem
Programm und das auch erst durchgezogen, danach dann trotzdem zocken gefahren.

Es kommt also eher weniger drauf an was man macht und ob das was kostet, sondern nur darauf den Gedanken
schnellstmöglich wieder zu verwerfen und sich auf keinen Fall drauf zu versteifen.. also nur ne kopfsache eig.

Wenn ich nen 55 zoll Fernseher kaufen würde für den ich eig zur zeit die Kohle nicht habe, komm ich vielleicht auch
auf die idee diese kohle später wieder zurückgewinnen zu wollen, keine Ahnung.

Auf jd fall super goldfield.. :)
Weiter so !

Re: Mein Tagebuch
« Antwort #41 am: 28 Januar 2018, 22:51:12 »
hallo zusammen, das mit dem fernseher war nur ein beispiel oder bei längerer abstinent,aber wenn wir zocker geld zu verfügung haben viel oder wenig juckt es doch in der tasche darauf wollte ich hinweisen, das man das geld besser verwendet und lernt,und nicht einfach in so ein misst geldspielapparat füttert damit die barone 4 mal im jahr urlaub fahren können,ihr versteht  schon was ich meine,ich bin mit der taktik sehr zu frieden und habe sehr gute positive erfahrungen gemacht und das jeder davon nutzen zieht. ;)

mfg
hakan321

Re: Mein Tagebuch
« Antwort #42 am: 29 Januar 2018, 15:19:18 »
21 Tage spielfrei (3 Wochen - shaka !)

Die Zockerei beschert einem eine Menge "soziale" Kontakte, die ich nie haben wollte: Die liebe Spielotheken-Frau, die mich in der Stadt schon aus 100 Metern Entfernung winkend begrüßt hat oder das Ehepaar, das immer gemeinsam zocken ging, dessen wichtigste Kommunikation in den beiden "Sätzen" "Gehst Du nochmal wechseln ?" und "Jetzt Drück" bestand. Oder der Mitarbeiter, der mich kundorientiert mit Namen ansprach (den er von meiner ec-Karte kannte) und diesen lauthals durch die Spielhölle rief "... willst Du noch einen Kaffee ?", so dass alle anderen Besucher ab sofort auch meinen Vornamen kannten und ich alsbald schon Spitznamen verpasst bekam. Diese realen Gestalten wurden dann in der virtuellen Welt von Sarahs und Lisas in Chats oder eMails abgelöst, in denen mir zu meinem Super-VIP-Kundenstatus gratuliert oder ein Bonus aufgeschwätzt wurde.

War nicht mal nett mit Euch und ich will Euch auch ganz sicher nicht mehr hören oder sehen !

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Offline andreasg

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Re: Mein Tagebuch
« Antwort #43 am: 29 Januar 2018, 16:35:02 »
Hallo Goldfield,

3 Wochen ohne Spiel, super

Als ich früher meine Straßen ging schallte es erst "Hallo Doktor"! rüber, Ehre wem keine Ehre gebührt; später dann einfach und prägnant von der anderen Straßenseite: "Hallo Zocker"!, (meint der mich - schäm) und viel viel später kamen die Spieler direkt auf mich zu und fragten: "gehst du immer noch in die Selbsthilfegruppe und gibt es die noch?  8)

Da brauche ich dann auch nicht mehr Mantelkragen hoch und weg - sondern kann offen und ehrlich antworten, Ja, das bin ich , das tue ich gegen meine Suchtausübung.

Liebe Grüße und schöne 24 Stunden
Andreas
« Letzte Änderung: 29 Januar 2018, 18:55:54 von andreasg »
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

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Offline Olli

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Re: Mein Tagebuch
« Antwort #44 am: 29 Januar 2018, 16:55:09 »
Hi Goldfield!

21 * 24 h spielfrei! Coool ...  ;D

Ich musste gerade durch Deinen Beitrag über meine Assoziationen schmunzeln.

Damals in der Runde meiner Dartfreunde verbrachte ich einen netten Abend in der Kneipe.
Da kam jemand herein, den ich immer in meiner Stammspielhalle getroffen und mit unterhalten  hatte.
Er begrüßte mich freundlich - ich grüßte zurück!
"Wer ist das denn?" fragte jemand aus meiner Runde?
"Keine Ahnung ... kenne ich nicht ..."
;D

<grübel>
Ich hatte ja schon immer ein Problem mir Namen zu merken.
Doch bei den ehemaligen Zockerkumpanen habe ich das irgendwie perfektioniert - ich kenne keinen einzigen Namen mehr ...
OK ... mittlerweile sind ja auch ein paar Jährchen vergangen ... also verzeihe ich es mir ...  ;D

Ich glaube, dass es wichtig ist seine eigene innere Distanz und Ablehnung zum Spielen zu stärken.
Dieses spricht aus Deinem Beitrag - also: Prima!  ;D


Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

 

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