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Mein Weg in ein besseres Leben

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Offline Olli

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Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #15 am: 27 August 2018, 18:57:30 »
Hi NW!

Zitat
Sorry aber ich muss das hier auch nochmal hinterfragen olli.
Ist das nicht völlig normal wenn das Hirn diese Erfahrung mal gemacht hat und natürlich als interessanter und spannender empfunden hat als beim buch lesen ?

Ich finde das Hinterfragen immer richtig!
Und Du wirst lachen ... Ähnliches ging mir auch durch den Kopf beim Schreiben.
Doch ich wollte den Beitrag nicht direkt zu voll packen - ist ja eh schon wieder lang genug ... ;)

Außerdem glaube ich, dass ich Emell schon jetzt ein wenig zu sehr an seine Grenzen gehe ( ? ? ? ) :
Zitat
Ok, ich denke es lohnt nicht ewig darüber zu diskutieren inwieweit es unbedingt tieferliegende Probleme braucht um in so ein Verhalten zu verfallen.

Ein ganz großer Teil von dem, was Du schreibst, NW:

Zitat
Bei all diesen Sachen liegen doch jetzt keine Defizite vor sondern eher Erfahrungen, natürlich hormonausschüttungen und endorphine im hirn und anfangs der reiz des ausprobierens !?

... unterstützt ja sogar meine These.

Nehmen wir als Beispiel die "Pommes mit Burger statt Gemüse und Salat".
Viele Menschen bekommen diese Art der Ernährung vorgelebt.
So kennen sie es nicht besser welche Nahrung ihnen gut tut und welche nicht.
Ich würde dies auch ein Defizit nennen - welches sich aber beheben lässt.
Auch wenn ich selbst jetzt nicht gerade ein Koch bin, so weiss ich doch aus Film und Fernsehen und der eigenen Vita, dass es alternative gesunde Nahrung gibt, die ebenso schmecken und gesunde Glückshormone ausschütten kann.

Da fällt mir ein, dass mir von meiner Krankenkasse eine Einladung zu einer kostenlosen Kochvorführung "Koch Dich fit" zugeschickt worden ist.
Möchte jemand mit? 02.10.18 - 19 Uhr im Bergischen Löwen in Bergisch Gladbach? Das ist kein Scherz!
 ;D  ;D  ;D

Zurück zum Thema ...
Diese Form der Defizite gibt es massig. Sie haben den Anschein des "Normalen".
Und das natürlich auch im Kopf des Betroffenen.
Wie soll er darauf kommen, dass er ungesund lebt, wenn ihm diese Information nicht von außen zugetragen wird?

Zitat
Ich glaube ja auch dass das durch die ganze manipulation jedem heute passieren kann.

Da ich z.B. glaube, dass in unserer Gesellschaft der Leistungsgedanke viel zu hoch angesetzt ist - die Gehaltspyramide viel zu steil ist ... usw. ... gebe ich Dir Recht!
Unsere Gesellschaft mit all ihren Vorzügen zeigt Defizite auf - und lehrt sie sogar als Normalität.
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

*

NW

Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #16 am: 28 August 2018, 12:49:35 »
Finds gerade lustig, hab früher nie gerne gelesen, lese aber aktuell gerade ,, ernährungsstrategien im sport" und ,,Vitamine aus der Natur"  :o

Passt ja super zu deinen bsp und deinem kurs. Für eine std sind 400km leider zu weit und das thema zu komplex, denke dass ich die Grundlagen schon kenne.

Aber wenn dich das interessiert würde ich es auf jd fall wahrnehmen, ist sicher interessant und nen cooles angebot von deiner Krankenkasse  :)

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Offline Emell

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Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #17 am: 28 August 2018, 21:13:48 »
Guten Abend.
Da das Ganze ja " Tagebuch" heisst möcht ich mal wieder die Lage aktualisieren:
Ich denke viel über das Spielen nach. Mehrmals täglich. Genauer gesagt über die Spielsucht an sich. Im Moment hab ich diesbezüglich nur negative Gedanken und bisher auch keinerlei Probleme darauf zu verzichten. Mir ist klar, dass dies erst wieder ein Anfang ist nach meinem Rückfall. Aber ich bin fest entschlossen so weiterzumachen. Über verlorenes Geld nachzudenken ist natürlich ein deprimierendes Kapitel. Aber ich versuche nach vorne zu blicken und positiv zu denken. An der Vergangenheit kann ich nichts mehr ändern. Aber über die Zukunft entscheide ich selbst. Und die wird anders aussehen. Gruß Emell.

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Offline Emell

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Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #18 am: 29 August 2018, 12:05:55 »
Hello again 😊.
@ Olli: du hast irgendwo hier die Frage aufgeworfen :" wie gut kannst du dich selber aushalten?" Was genau meinst du damit? Ob man mit sich selbst zufrieden ist? Ob man glücklich mit seinem Leben ist? Ob man problemlos auch mal alleine sein kann? 

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Offline Olli

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Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #19 am: 29 August 2018, 13:11:49 »
Hi Emell!

Ich freue mich gerade, dass Du diese Frage stellst.
Zeigt sie doch, dass Du es ernst meinst Dir Anregungen zu suchen und zu reflektieren.

Die Antworten lauten: ja, ja und ja!

Aber auch:
Wie gehst Du mit Deinen Gefühlen um? Speziell die Negativen?
Wie sieht es mit Deinem Sebstwert aus? Wie beeinflusst es Dich in Deinen Handlungen?
Befasst Du Dich mit ihm oder versuchst Du ihn aus den Gedanken zu verbannen?
Was kannst Du an Dir akzeptieren und was siehst Du als Problem an?

In der Art lässt sich das noch weiter ausweiten.

Wenn Dir dies zu intim ist, brauchst Du es hier nicht zu beantworten. Aber für Dich vielleicht?

Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

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Offline Emell

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Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #20 am: 29 August 2018, 21:18:52 »
Hallo an alle.
@ Olli: Ja, das sind sicher Fragen, die immer interessant sind. Für jeden Menschen. Mit negativen Gefühlen umgehen ist natürlich auch immer eine Herausforderung. Auf was willst du dabei genau hinaus? Depressionen? Und im Zusammenhang das Suchen von Glückshormonen im Glücksspiel? Ich glaub da gibt es keine zwei Meinungen. Wenn es jemandem schlecht geht, dann verstärken sich Süchte, die bereits latent vorhanden sind  mit Sicherheit. Der Raucher raucht noch mehr, wer gern mal was trinkt trinkt zu viel. Und wenn jemand dem Glücksspiel nicht abgeneigt ist dann übertreibt er damit. Genauso ist es natürlich immer eine Gefahr, dass man sich in solchen negativen Phasen zum ersten Mal einer Sucht hingibt. Quasi als Einsteiger. Und dann später vielleicht trotz längst überstandener Depriphase nicht mehr richtig davon loskommt. Wenn ich darüber nachdenke kann ich mich an eine Zeit erinnern, in der ich nicht so glücklich war in meiner damaligen Beziehung. Ich saß in meiner Stammkneipe, wo auch nichts los war. Und aus Langeweile warf ich ein paar Euro in so eine Kiste. Klar, ich hatte vorher auch schon ein Faible für das Spielen. Aber problematisch war es damals noch nicht. Es war immer im Rahmen. Vielleicht ist es das was du meintest. Danach entwickelte es sich erst über einen längeren Zeitraum hin zum Problem, ja zur Sucht. Allerdings wurde es erst richtig heftig mit dem O.C. spielen. 
Soviel für heute.
Gruß Emell

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Offline Olli

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Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #21 am: 30 August 2018, 08:41:06 »
Guten Morgen Emell!

Zitat
Auf was willst du dabei genau hinaus? Depressionen?

Nein ... bitte nicht immer in so Extremen deuten ... :)

Gerade weil Du Dich als sehr positiv denkenden Menschen schilderst, wäre das jetzt das Letzte, was mir eingefallen wäre.

Mal ganz im Allgemeinen gesprochen liegt bei Glückspielern tatsächlich häufig Komorbidität vor. Depressionen sind da eine Möglichkeit.

Zitat
Auf was willst du dabei genau hinaus?

Ich beziehe mich hier auf diese Passage von Dir:

Zitat
Ich hatte einen schweren Fahrradunfall und bin nun schon viele Wochen krank. Ich hatte einfach zu viel Zeit, die ich aufgrund meiner Verletzungen nicht sinnvoll nutzen konnte. Da kam es zu meinem ärgerlichen Rückfall. Das hätte natürlich trotzdem nicht sein müssen und darf keine Entschuldigung sein. Trotzdem war es sicher leider ein begünstigender Umstand, der dann zu meinem Verhalten geführt hat.

Der zweite Satz ebnet mir den Weg für Spekulationen.
Füllst Du normalerweise Deine Zeit so auf, dass irgend etwas - z.B. Produktives - dabei heraus kommt? Etwas "Sinnvolles"?
Muss da etwas sein, dass Dich beschäftigt? Vielleicht sogar fordert?
Mein Pendant dazu sind meine Ausführungen weiter oben.

Was wäre, wenn durch Deine Untätigkeit unfallbedingt Deine Motivation gefehlt hat, auf die normalerweise Deine positive Denkweise beruht?

Dann wäre der Schluss ja der, dass Du sie im Spiel gesucht und gefunden hast.

Damit wäre es eine Ausweichhandlung gewesen Dich selbst auszuhalten - in einer Zeit des Dopaminmangels.

Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

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Offline Emell

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Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #22 am: 30 August 2018, 09:08:22 »
Guten Morgen an alle.
@ Olli:
Wow, was du immer so von dir gibst muss man teilweise schon zwei drei mal lesen um es zu verstehen. Hast du eine psychoanalytische Ausbildung gemacht oder so? 😉
Keine Ahnung ob das so war wie du das beschrieben hast. Auf jeden Fall bin ich schwach geworden und habe in dieser Situation der Verlockung nachgegeben. Aber eines muss zukünftig für mich klar sein: nur weil mir langweilig ist oder ich grad nichts besseres zu tun hab, darf die Lösung nicht das Spielen sein. Wobei die Lage natürlich schon gemein war. Unter normalen Umständen wäre ich unter Leute gegangen, hätte mich aufs Fahrrad gesetzt,wäre joggen gegangen oder hätte einfach was sinnvolles im Haushalt gemacht. Das ging natürlich in meiner Situation alles nicht. Wie auch immer. In so eine Lage kommt man nicht ständig und ich bin demnächst wieder arbeitsfähig. Ich habe daraus gelernt, weitere Konsequenzen gezogen ( wie z.B. mich hier anzumelden, was mir im Übrigen sehr gut tut) und mach jetzt unbeirrt weiter auf dem Weg in ein besseres Leben. Die regelmäßige Auseinandersetzung mit dem Thema hier im Forum empfinde ich als hilfreich, weil sie mir regelmäßig klar macht und ins Gedächtnis ruft dass ich ein Problem habe, das bekämpft und besiegt werden muss.

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NW

Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #23 am: 30 August 2018, 09:41:52 »
dass ich ein Problem habe, das bekämpft und besiegt werden muss.

oO. Mach dich auf was gefasst  :-D
« Letzte Änderung: 30 August 2018, 10:04:39 von NW »

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Offline andreasg

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Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #24 am: 30 August 2018, 10:16:32 »
Ich habe mir fast das Fast-food-Essen abgewöhnt. Nur Mittwochs gehe ich in einen China - Imbiss. Muß sagen, daß ich dort wirklich knackiges Gemüse auf dem Teller vorfinde. Ansonsten gehe ich in den Supermarkt, kaufe Fleisch - für Sonntag - an der Frischetheke, schaffe es zur 'Zeit das Süßigkeitenregal liegen zu lassen,  8) und schaue nach Obst und Gemüse der Saison. Wenn möglich beziehe ich Obst  lieber direkt aus dem Schrebergarten, und bereite mir daraus Salat und Quarkspeisen.  Ein - bis zweimal im Monat gönne ich mir einen Einkauf im Bio-Markt, das schmecke ich schon heraus, besonders beim Käsesortiment. Konserven sind für mich mit Vorsicht zu genießen, da hohes Salzgehalt sich mit meiner einen Niere nicht verträgt!ägt.

Aber ansonsten kann es jeden Tag Fisch und Kartoffeln geben.
Soweit ein Einblick zu meinem Essverhalten.

Liebe Grüße
Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

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Offline Emell

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Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #25 am: 30 August 2018, 10:20:11 »
@NW:
Warum? Weil ich es " Problem" genannt habe und nicht " Sucht"? Natürlich ist es eine Sucht. Ein Suchtproblem eben. Oder meinst du das " bekämpfen und besiegen"? Naja, wahrscheinlich ist es beim Spielen ähnlich wie beim Trinken. Ganz los wird man das nie und ist immer gefährdet. Aber dauerhafte Abstinenz muss eben das Ziel sein.

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NW

Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #26 am: 30 August 2018, 11:07:03 »
Hatte meinen Beitrag editiert @andreas da es mir vorkommt dass es emell irgendwie stört in seinem Tagebuch.
Hört sich gesund an wie du isst, top  :)
Aber wie gesagt, jeder wie er möchte sowie geld und auch zeit, bzw lust hat.

Allgemein bewusster leben, gerade im bezug auf frischetheke vs discounter fleisch, schadet aber sicher niemandem.
Ein wenig mehr tolleranz allerdings auch nicht. Finde ich gut wie du es heute machst !

@ emell :

Ja wegen bekämpfen, das wird in der Suchtberatung wohl nicht gerne gehört, richtig wäre es aus professioneller sicht wohl zu kapitulieren aber warte ab  :o
« Letzte Änderung: 30 August 2018, 11:08:52 von NW »

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Offline Olli

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Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #27 am: 30 August 2018, 12:45:03 »
Hi Emell!

Zitat
Hast du eine psychoanalytische Ausbildung gemacht oder so? 😉

Vielen Dank für das Lob!  :)

Tatsächlich schildere ich hier nur mein eigenes Verhalten bis zu meinem 38. Lebensjahr.

Irgendwann müssen sich 12 Jahre SHG und Foren ja auszahlen ...  ;D

Am 17. bis 19.09. nehme ich an einem Seminar "Selbstfürsorge in der Arbeit mit Glückspielsüchtigen" teil.
Bis jetzt ist es eine kleine Gruppe und ich denke mir, dass diese drei Tage wohl eher ein Workshop werden.
Außerdem erhoffe ich mir Lehrreiches, welches ich auch für mich im normalen Leben umsetzen kann.

Damals in der Schule hatte ich die Möglichkeit Psychologie als Fach zu wählen ... und habe es nicht getan.
Es hatte mich absolut Null interessiert. Erst als ich spielfrei wurde, habe ich mein Interesse daran gefunden.
Mir macht es mittlerweile Spaß wenigstens ein paar grobe Zusammenhänge erkennen zu können (oder zu denken, dass dem so ist :) ).

Und nun fiebere ich dem Seminar entgegen ...  :) 2,5 Wochen noch ... :)

Zitat
... dass ich ein Problem habe, das bekämpft und besiegt werden muss

Selbst in den Ausführungen von Profis wird immer wieder von "bekämpfen und besiegen" gesprochen.
Wir alle wissen, was damit gemeint ist und dass es den "Kampfesgeist" anregen - also motivieren soll.
Ich finde die Formulierung aber unglücklich.
Wenn wir in unseren Körper schauen, dann lässt sich eine Sucht nicht wie ein Organ lokalisieren.
Stattdessen ist sie in den verschiedensten Regionen unseres Gehirns mit Normalem verwoben.
Wenn ich meine Sucht also bekämpfen möchte, dann kämpfe ich eigentlich gegen mich selbst.
Es gibt weder einen Gewinner, noch einen Verlierer - ich bin dann beides.
Wenn ich gegen die Sucht kämpfe, dann schwächt sie mich, weil dieser Kampf Energie verbraucht.
Die Sucht in mir kämpft aber auch weiter und steckt gleichzeitig die Atacken ein - auch das kostet meine Kraft.
Da hat die Sucht dann gerne mehr Durchhaltevermögen und "gewinnt" am Ende doch.

Ich möchte an meiner Sucht arbeiten ... klingt für mich positiver.
Dies immer nur "einen Tag zur Zeit" ... Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
Sollte es dann zu einem Rückfall kommen, Gott bewahre, dann ist dieser nicht als ein Versagen oder als eine Niederlage anzusehen, sondern als Bestandteil des Genesungsweges.

Manche sagen: Ich nehme meine Sucht an wie einen Freund.
Auch ein Freund hat seine Bedürfnisse und hat das Verlangen darüber zu reden.
Wenn der Sucht-Freund mich aber drängt mit ihm in die Halle zu gehen, dann kann ich ihn umarmen und trösten - und doch sanft und bestimmt widersprechen.
Er wird daraufhin wieder verstummen. Vielleicht wird er erst noch etwas quängeln - aber er wird verstummen.
Er hat es gelernt - z.B. wenn kein Geld zum Spielen mehr vorhanden war ... oder wenn Beschäftigungen jedweder Art wichtiger für ihn waren.
Also wird er auch jetzt verstummen.

OK, Freunde können auch anstrengend sein ...  :) ... aber doch deutlich weniger, als irgendwelche "Kämpfe".


« Letzte Änderung: 30 August 2018, 12:47:25 von Olli »
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

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Offline Emell

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Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #28 am: 30 August 2018, 13:11:09 »
Hallo an alle.
Danke Olli, für deine Ausführungen. Da war wirklich sehr viel interessantes für mich drin. Und auch Einleuchtendes. Du bist spürbar erfahren in diesem Thema. Ich werde zukünftig sicher nicht unbedingt mehrmals täglich hier aktiv sein, insbesondere da ich demnächst wieder arbeiten werde, aber ich möchte noch einmal betonen dass dieses Forum mir sehr wichtig ist und ich unbedingt weiter regelmäßig hier sein möchte, weil ich spüre dass mir das etwas bringt. Ich glaube tatsächlich dass das regelmäßige Auseinandersetzen mit der Thematik hier mich immer wieder einschärft auf die Aufgabe, die Herausforderung nun weiter " sauber" zu bleiben und aus meinem ärgerlichen Rückfall wirklich nur das zu machen, was es bleiben muss: ein Ausrutscher auf dem richtigen Weg der Genesung. Ich will hier nicht anfangen Tage zu zählen. Das ist ja Quatsch. Vor allem da es ja noch nicht viele sind. Aber ich darf sagen dass ich nach wie vor keinerlei Bedürfnis habe, zu spielen. Es ist eher so dass ich eine gewisse Wut auf mich selbst habe, dass ich da wieder schwach geworden bin. Gruß Emell

*

NW

Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #29 am: 30 August 2018, 16:38:10 »
Olaf Freud  ;D :P

 

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