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Mein Weg in ein besseres Leben

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Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #30 am: 30 August 2018, 18:03:44 »
lol

Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #31 am: 31 August 2018, 12:56:29 »
Guten Morgen Streli.
Ok, ich denke dass ich oben aber auch darauf eine Antwort gegeben hab. Für meinen ärgerlichen Rückfall gibt es übrigens tatsächlich eine Erklärung, die ziemlich nahe liegt. Ich hatte einen schweren Fahrradunfall und bin nun schon viele Wochen krank. Ich hatte einfach zu viel Zeit, die ich aufgrund meiner Verletzungen nicht sinnvoll nutzen konnte. Da kam es zu meinem ärgerlichen Rückfall. Das hätte natürlich trotzdem nicht sein müssen und darf keine Entschuldigung sein. Trotzdem war es sicher leider ein begünstigender Umstand, der dann zu meinem Verhalten geführt hat. LG Emell

Puh...in dem Fall kann ich dich absolut verstehen. Ich bin ebenfalls Krankgeschrieben und hatte auch einen Verkehrsunfall. Dann bin ich abgerutscht... :-(

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Offline Emell

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Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #32 am: 31 August 2018, 17:31:11 »
Hallo an alle.
@ Marasini:
Schwierige Situation. Trotzdem heisst es danach: zur Vernunft finden, abhaken als Erfahrung und für die Zukunft Strategien entwickeln , die einen in solch einer Situation davor bewahren rückfällig zu werden. Eine Strategie für mich wäre zukünftig z.B. : ich würde mir hier meine und auch die Beiträge anderer durchlesen. Ich bin überzeugt davon dass mich das dann wieder an das erinnert, was zählt: Abstinenz! Gruß Emell

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Offline Emell

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Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #33 am: 02 September 2018, 12:07:17 »
Hallo an alle. Zeit sich mal wieder zu melden. Quasi das Wort zum Sonntag.😊
Ich bin bisher ganz zufrieden mit der Entwicklung der letzten Tage. Ich habe auch weiterhin kein Problem auf das Spielen zu verzichten. Allerdings glaube ich, dass meine größte Herausforderung sein wird eine Verlagerung meiner Sicht zu vermeiden. Ich gehöre zu denen, die ihr Geld vor allem im O.C. gelassen haben. Automaten usw. haben mich irgendwie nicht wirklich gereizt ( zumindest seit ich im O.C. gespielt habe).  Ich werde nun, da ich kein O.C. mehr Besuche und mich auch sperren lassen habe, darauf zu achten haben nicht zu verlagern. Vermutlich wird nun die Versuchung größer werden, etwas Geld in so eine Kiste zu werfen. Aber das ist mir bewusst und ich werde dieser Versuchung keine Chance lassen. Gruß Emell

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Offline Emell

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Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #34 am: 04 September 2018, 21:39:04 »
Guten Abend mal wieder.
Kurzes Update:
Bin nun auch wieder im Arbeitsalltag angelangt. Auch das ist ein weiterer hilfreicher Punkt für mich um mich weiter vom Spiel zu entfernen. Nach wie vor keinerlei Spieldruck. Ich fühle mich mit jedem spielfreien Tag wieder besser.  Bis demnächst. Gruß Emell

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Offline Emell

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Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #35 am: 05 September 2018, 11:49:06 »
Guten Morgen allerseits.
Will wieder ein paar Gedanken niederschreiben.
Es ist für mich wirklich schon fast ein wenig verwunderlich. Klar, seit meinem ärgerlichen Rückfall ist noch nicht so sehr viel Zeit vergangen. Trotzdem kann ich aktuell sagen, dass ich im Moment mit jedem weiteren spielfreien Tag nicht etwa mehr Spieldruck verspüre, sondern deutlich weniger. Prinzipiell war ich ja vor meinem Rückfall schon eine ganz geraume Zeit spielfrei. Dieser Rückfall ärgert mich nun so maßlos und fühlt sich für mich an wie ein Weckruf. Ja, es fühlt sich fast so an als ob man kurz eingenickt ist und jetzt wieder hellwach ist. Ich will mit meinem überbordenden Optimismus nach so kurzer Zeit nicht übertreiben. Auch ist mir bewusst dass eine solche Sucht vermutlich immer in einem weiterschlummert. Dennoch fühle ich mich, so paradox es klingt, als hätte mich dieser Rückfall endgültig von den Fesseln dieses Suchtproblems befreit. Wie gesagt. So fühle ich mich im Moment! Ich bin allerdings schlau genug um zu wissen dass ich mein Leben lang darauf achten werden muss, nicht in alte Verhaltensmuster abzurutschen. Ich finde es aber schon wirklich erstaunlich, dass mir aktuell wirklich rein gar nichts fehlt ohne das Spielen. Vielmehr ist es nun mein Ehrgeiz und auch meine Freude, nun wirklich jeden verdienten Euro ausschliesslich für mich selbst bzw. für meine Partnerin einzusetzen. Darüber hinaus habe ich mir eine weitere Maßnahme zur Motivation ausgedacht: ich werde mir eine Gehaltsgrenze festlegen. Sollte ich aufgrund von Mehrarbeit usw. über diese Grenze hinaus mehr verdienen, dann werde ich den " Überschuss" in Bar nach Hause holen und in eine Spardose stecken. Natürlich unter der Aufsicht meiner Partnerin. Warum ich das für gut halte? Ich denke es ist ein guter Weg um wieder zu sehen, zu spüren dass Geld nicht nur Zahlen sind ( Stichwort O.C.) , sondern Scheine! Was waren 50 € im O.C.....!? Peanuts! Ein 50er in der Hand lässt einem da schon eher wieder begreifen was man damit alles sinnvolles machen kann. Ausserdem motiviert es auch ein wenig, auch mal Überstunden zu machen, da man den Erfolg deutlicher spürt.
Soviel für heute.
Gruß Emell

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Offline Emell

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Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #36 am: 06 September 2018, 11:56:26 »
Hallo an alle  die hier gerne mal mitlesen.
" Mein Weg in ein besseres Leben", so hab ich dieses Tagebuch genannt. Mir wird jeden Tag mehr bewusst wie sehr ich damit den Nagel auf den Kopf getroffen hab. Es gibt für mich zwei Gründe, hier regelmäßig zu schreiben. Zum einen helfe ich mir damit natürlich selbst, weil ich mich regelmäßig mit dieser Suchtproblematik auseinandersetze. Zum anderen wäre es sehr cool wenn ich damit andere dazu motivieren könnte es mir gleichzutun. Jedenfalls geht es mir jeden Tag besser ohne dieses " Damoklesschwert" Glücksspiel. Das Wichtigste dabei und grundlegend für den Erfolg scheint mir eines zu sein: der Blick nach vorne. Das Aussteigen aus der Spirale, die wohl jeder kennt ( " einmal noch, dann Gewinn ich vielleicht zumindest den letzten Einsatz zurück"). Nein, so nicht. Den Blick nach vorne! Und nicht mehr an die Verluste denken. Die sind nunmal verloren. Nur nach vorne. Darüber freuen, dass jeder Euro in der Zukunft ( zumindest mehr oder weniger😉) sinnvoll verwendet wird. Darüber freuen dass  der Kontostand sich wieder erholt. Freude an der gewonnenen Freiheit haben, dass man sich nun vielleicht auch mal wieder etwas sinnvolles gönnen kann, ja vielleicht sogar sollte, um sich bewusst zu machen dass man auf einem guten Weg ist. Auf dem Weg " in ein besseres Leben" eben.
Gruß
Emell

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Offline Olli

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Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #37 am: 06 September 2018, 12:55:14 »
Hi Emell!

Hier ist einer der stillen Mitleser.
Dabei bin ich ja sonst eher einer der ganze Romane schreibt.

Doch bei Dir sehe ich gerade keinen Anlass meinen Senf dazu zu geben.

So erfreue ich mich einfach mal an Deinen Beiträgen, in den Du spürbar wieder aufblühst.

Danke fürs Teilen!
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #38 am: 06 September 2018, 13:36:22 »
Hallo Emell,

auch ich lese gerne Dein Tagebuch. Danke für Deine Offenheit und das Teilen.
Was mich gerade anspricht; Dein Begreifen des Geldwertes.
Ich komme gerade aus dem Supermarkt,
führe mein Haushaltsbuch, alles o.k.
Aber ich bezahle neuerdngs mit einer Smartphone QR, einfach an den Scanner halten - fertig.
Das Gefühl, daß der Geldbeutel sich füllt, und auch wieder - angemessen - leert, darüber brauche ich vielleicht auch eine Besinnung.

Liebe Grüße
Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

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Offline NW

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Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #39 am: 06 September 2018, 14:01:31 »
Ich boykotiere dieses bargeldlose zahlen ja komplett.
Der mensch ist bald wirklich komplett gläsern..
Finde es auch bekloppt dass der mainstream so darauf abfährt wenn sowas raus kommt, mit handy bezahlen...

Betrüger können dir so im übrigen auch dein koplettes konto leer räumen, einfach so nen gerät was die Kaufhäuser haben unauffällig im vorbeigehen in nähe deines handys halten und dann ab die post..

Neulich erst ne doku über bargeld abschaffung gesehen, da ham se das gezeigt.

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Offline Emell

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Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #40 am: 07 September 2018, 19:42:26 »
Hallo an alle,
Danke für die positiven Rückmeldungen. Es freut mich, zu wissen dass andere Menschen hier interessiert mitlesen.
Soeben ist meine erste Arbeitswoche nach meinen Krankenstand zu Ende gegangen.
Wie bereits erwähnt ist es wieder eine ganz andere Sache, nun wieder im Alltag angekommen zu sein.
In Bezug auf die Suchtproblematik ist das ganz bestimmt kein Nachteil, auch wenn so ein Krankenstand zukünftig nicht mehr dazu führen darf ( und auch nicht wird!) dass es zu einem Rückfall kommt.
Mir geht es gut. Ich fühle mich befreit. Es ist dieses Gefühl, zu wissen dass man nun das Richtige tut. Ich denke jeder Betroffene wird mir bestätigen dass man analog dazu genau das gegenteilige Gefühl verspürt wenn man spielt.Mal ehrlich: Man merkt, ja man weiss dass das nicht gut ist was man tut. Man tat es trotzdem. So ist das halt mit einer Sucht.
Die besten Entscheidungen hab ich für mich immer dann gefällt wenn ich auf mein Bauchgefühl gehört hab. Beim Zocken hab ich mein Bauchgefühl lange Zeit ignoriert. Das wird es nicht mehr geben. Ich tue nur noch das von dem ich überzeugt bin dass es gut für mich, für uns ist. Und das Glücksspiel gehört ganz sicher nicht dazu.
Soviel für heute.
Gruß
Emell

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Offline Emell

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Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #41 am: 09 September 2018, 13:23:48 »
Hallo an alle!
Zeit für " Das Wort zum Sonntag".😊
Im Prinzip gibt es allerdings nichts Neues, was ja in diesem Fall eigentlich etwas positives ist.
Nach wie vor verzichte ich problemlos auf das Glücksspiel. Ich kann wirklich nicht sagen dass mir das aktuell Kraft kostet. Eher das Gegenteil. Auch fällt mir noch etwas auf:
Bei früheren, manchmal halbherzigen Verzichtversuchen habe ich Tage gezählt. Kann man so machen. Allerdings gewinne ich gerade die Erkenntnis, dass das wohl nur zeigt, wie sehr der Kopf noch damit zu kämpfen hat. Diesmal zähle ich keine Tage. Ich lass es einfach hinter mir. Klar, irgendwann, sollte mal ein Jahr vergangen sein, werde ich mich sicher daran erinnern dass es wohl ca. vor einem Jahr anfing.... mein " besseres Leben". Aber ich zähle hier keine Tage oder Wochen.Trotzdem, wem es hilft der soll ruhig zählen. Das ist natürlich auch ok. Jedenfalls besser als einfach weiterzuzocken. Könnte sein dass es in der kommenden Woche etwas ruhiger wird hier im Tagebuch, da ich einige Tage nicht zuhause sein werde. Aber es wird weitergehen. Ich werde mich wieder melden. Aber jetzt wünsche ich allen Mitlesern, Leidensgenossen und denen die es mal waren erstmal einen schönen Spätsommersonntag.
Und immer dran denken, wie schon Roland Kaiser sang: " Es ist nie zu spät für einen neuen Weg!" Vor allem wenn er in ein besseres Leben führt😉.
Optimistische Grüße
Emell

Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #42 am: 09 September 2018, 13:40:01 »
Hallo Emell,

eine schöne Zeit für Dich, gute Gedanken und daß Deine Wünsche in Erfüllung gehen.

Ich bin genau so ein Zähler, und ich feiere auch meinen Trockengeburtstag vom Rauchen - wie vom zwanghaften Glücksspiel.
Es stimmt natürlich, es sollte kein Zwang darin liegen, es war einmal ein HALT für mich mit dem Spielen aufhören zu können.
Heute hilft mir der eine Satz:

  • one day at a time

Liebe Grüße
Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

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Offline Emell

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Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #43 am: 21 September 2018, 11:40:10 »
Hallo an alle!
Bin wieder im Lande und möchte mein Tagebuch nun fortsetzen. In meinem Urlaub hab ich für mich eine weitere Erkenntnis gewonnen. Während des Urlaubs hab ich nicht ein einziges Mal an das Spielen gedacht. Diese Suchtproblematik war während der ganzen Zeit praktisch nicht existent. Für mich zeigt das einmal mehr dass es eben darauf ankommt sein Leben mit Leben zu füllen. Klar, man kann nicht ständig in Urlaub fahren. Aber man kann seine Tage mit Leben füllen. Sich für Dinge interessieren, die einem guttun, Sport treiben oder was auch immer. Man muss sich einfach Dinge suchen, die einem mit Freude erfüllen. Dann hat diese Sucht keine Chance. Natürlich muss das Ziel sein, auch einfach mal Langeweile auszuhalten ohne gleich rückfällig zu werden. Aber ich denke dass dies, wenn man erstmal lange genug abstinent war, auch wieder problemlos möglich sein wird. Ich kann natürlich nur für mich sprechen. Ich selbst fühle mich nach wie vor sehr gut, habe keinerlei Spieldruck und erfreue mich daran, einen großen Klotz am Bein langsam aber sicher abzustreifen.
Den Blick nur nach vorne gerichtet.
Gruß
Emell

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Offline Olli

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Re: Mein Weg in ein besseres Leben
« Antwort #44 am: 21 September 2018, 15:30:12 »
Hi Emell!

Zitat
Natürlich muss das Ziel sein, auch einfach mal Langeweile auszuhalten ohne gleich rückfällig zu werden.

Das ist ein ganz zentraler Satz, den Du da benennst!
Den Meisten geht es meistens darum einen "Ersatz" für das Spielen zu finden.
Ich möchte da gerne neuerdings lieber das Wort "Alternativen" nutzen.
Die sind sinnvoller, da eben nicht destruktiv wie das Spielen.
Langeweile aushalten gehört m.E. auch dazu. Ich erinnere mich immer wieder gerne an die SHG zurück, wenn wirklich niemand sich zu Wort melden wollte.
Meine Güte war das langweilig ... es war so langweilig, dass ich das bisher besprochene auf mich reflektierte.
Es war mehr geistige Arbeit, als das Zuhören.
Das mache ich auch heute noch - einfach mal nichts tun. Mich aushalten ...
Da kommt sogar hier und da was bei rum ...  ;D
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

 

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