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Verschleierung von Urteilen

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Verschleierung von Urteilen
« am: 10 Juli 2019, 13:24:21 »
 Ich habe neulich die Erkenntnis gemacht beziehungsweise aus dem Bereich von Leuten die Kläger sind gegen online Glücksspielanbieter,  dass man den Klägern vorwarnt einen Widerruf beziehungsweise eine Rückforderung gegen Zahlungsdienstleister beziehungsweise online Casinos durchzuführen. Tenor: Am Ende gewinnen ja doch die Banken, Zahlungsdienstleister und Casinos und der Spieler bleibt auf den Kosten sitzen. So  wie man den Spieler davor abschrecken,  einen Cargeback durchzuführen.

Also  was ich mit dem Schreiben euch mitteilen will ist:
Die Anwälte der Zahlungsdienstleister, der Banken und der Casinos  sowie  die Staatsanwaltschaft, sind nicht der NEUTRALE Ratgeber für Verbraucher. Vielmehr stehen sie in Diensten der Online Casinos  und hat ganz offenbar den Auftrag bekommen, die Masse der Verbraucherklagen etwas einzudämmen und Stimmung gegen den Widerrufsjoker, also gegen die Möglichkeit einen Chargeback zu machen.

Das sollte man wissen, wenn man als Verbraucher sich damit  auseinandersetzt .

Die online Casinos Banken und Zahlungsdienstleister sind äußerst daran interessiert, kaum Urteile die zu Gunsten der Spieler sind, zuzulassen.

Sobald sich in der mündlichen Verhandlung eines Verfahrens abzeichnet, dass der Richter zugunsten des Spielers tendiert, vergleichen sich die Zahlungsdiensleister, Banken, in den allermeisten Fällen. Das bedeutet: Sie erfüllen die Forderungen des Klägers, und erstatten das Geld. Dadurch kommt es zwar nicht zu einem Urteil, aber der Verbraucher bekommt trotzdem, was er wollte. Viele Anwältr der Interessengemeinschaft „Chargeback“ ( wie auch der von Born am Montag) haben inzwischen mehrere hundert solcher vergleiche erzielt, die für die Verbraucher äußerst lukrativ waren, allerdings gab es in diesen Fällen eben keine Urteile.

Was sagt ihr zu zu sowas?  Ist ja eigentlich schon clever gemacht ne wenn man verliert direkt einen Vergleich anbieten damit es ja zu keinem Urteil kommt und die Allgemeinheit davon erfährt und dann auch noch zusätzlich klagt.







« Letzte Änderung: 10 Juli 2019, 14:02:13 von Kläger2019 »

Re: Verschleierung von Urteilen
« Antwort #1 am: 10 Juli 2019, 15:50:30 »
Da sieht man mal wie egoistisch der Mensch ist.
Anstatt ein Urteil zu erwirken welches allen hilft, nimmt man das Geld und ist glücklich, vermutlich sogar die volle Summe, getarnt als Vergleich.

Wenn mein Anwalt mir die Einschätzung gibt, dass der Richter für mich entscheidet, dann kommt für mich schwanz einziehen nicht in Frage.

Ich würde mir vorkommen wie eine Nutte wenn ich das Geld annehmen würde, die wedeln mit den scheinen und ich kommen angerannt..

Kein Support via P. N.
Meine Beiträge spiegeln lediglich meine Meinung zu diesem Thema wieder, und sind keine Aussagen mit rechtlicher Verbindlichkeit.
Eine genaue Einschätzung kann nur ein Rechtsanwalt geben.

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Offline Olli

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Re: Verschleierung von Urteilen
« Antwort #2 am: 10 Juli 2019, 16:03:27 »
Hi Leute!

Wir stecken jeder nur in unserer eigenen Haut.
Daher kennen wir auch nicht die Motive der Spieler, die sich auf einen Vergleich einzulassen.
Wenn wir aber nun die Motive nicht kennen, dann dürfen wir uns über die Entscheidung auch kein Urteil erlauben oder sogar verurteilen.

Das sind nun mal "Dinge, die ich nicht ändern kann" ...

Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Re: Verschleierung von Urteilen
« Antwort #3 am: 10 Juli 2019, 16:18:42 »
Zitat
Viele Anwältr der Interessengemeinschaft „Chargeback“ ( wie auch der von Born am Montag) haben inzwischen mehrere hundert solcher vergleiche erzielt

hab ich was verpasst? Du schreibst ich hätte mich auf einen Vergleich eingelassen!?

Dir ist aber schon klar das ich mich auf keinen Vergleich eingelassen habe oder?
« Letzte Änderung: 10 Juli 2019, 16:20:16 von Born4Nothing »

Re: Verschleierung von Urteilen
« Antwort #4 am: 10 Juli 2019, 16:24:53 »
@Born
Ja das weiß ich. Meinte nur, dass man in deinem Verfahren, Dir ein Vergleich angeboten hat.

Re: Verschleierung von Urteilen
« Antwort #5 am: 10 Juli 2019, 17:12:44 »
Das ist die gleiche Strategie, die auch die Autokonzerne bei den manipulierten Diesel fahre. Aber Oli hat Recht, immer langsam.
Richter bieten gerne vergleiche an, dann müssen sie kein Urteil schreiben. Und wenn mir meine volle Forderung als Vergleich angeboten wird gehört schon sehr viel dazu, einen solchen Vergleich anzunehmen.

Man hat ja immer noch das Risiko, dass das Urteil schlimmstenfalls schlechter ausfällt.

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Offline Ilona

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Re: Verschleierung von Urteilen
« Antwort #6 am: 10 Juli 2019, 17:15:47 »
@Kläger2019
Aus meiner Sicht siehst du das etwas zu eindimensional. Dass die Anwälte von Finanzdienstleistern und /oder Glücksspielanbietern nicht die Interesssen der Verbraucher vertreten liegt auf der Hand. Sie sind ja schließlich die Anwälte der Gegenseite.
Die eigenen Anwälte raten manchmal zu einem Vergleich, wenn die Rechtslage noch nicht so gefestigt ist, dass davon auszugehen ist, dass man auch gewinnt. Das ist die Geschichte mit der Taube in der Hand, die manchmal besser ist, als die Taube auf dem Dach. Hinzu kommt, dass man den Stress dann los ist. Und stressen können die, das gehört zur Prozesstaktik.

Wichtig ist, dass man vollstes Vertrauen zu seiner Anwältin bzw. seinem Anwalt hat. Und zu einem Vergleich kann man nicht gezwungen werden. Dem muss man zustimmen.

LG Ilona

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Offline Fred

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Re: Verschleierung von Urteilen
« Antwort #7 am: 10 Juli 2019, 17:35:00 »
Das ist die Geschichte mit der Taube in der Hand, die manchmal besser ist, als die Taube auf dem Dach.

Ich würde bei der Auswahl doch immer die Taube in der Hand nehmen  ;D

Re: Verschleierung von Urteilen
« Antwort #8 am: 10 Juli 2019, 18:19:29 »
Ich will  nur damit zum Ausdruck bringen, dass viele der „Gegenseite“  durch aus diesen Weg des Vergleichs nehmen wenn sich wie gesagt abzeichnet dass die Tendenz Richtung des Spielers sich entwickelt.  Damit kann man halt gut bewirken dass keine Urteile gefällt werden, die sich gegen die ZD auswirkt.

 Sonst würde es ganz gut in den Schlagzeilen heißen: „Urteil: PayPal muss eingezahlte Gelder zurückerstatten“!
Und das vermeidet man durch diesen Weg.

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Offline Ilona

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Re: Verschleierung von Urteilen
« Antwort #9 am: 10 Juli 2019, 18:47:23 »
Nochmal: Das funktioniert nur wenn beide zustimmen!
LG Ilona

Re: Verschleierung von Urteilen
« Antwort #10 am: 10 Juli 2019, 18:53:10 »
 Ja aber warum soll man denn nicht zustimmen? wenn der Vergleich meine komplette Rückforderung beinhaltet dann stimme ich doch zu, denn ich kann ja zudem nicht wissen wie das Urteil ausfällt vielleicht fällt es ja schlechter als der Vergleich ...

Re: Verschleierung von Urteilen
« Antwort #11 am: 10 Juli 2019, 19:06:33 »
@Kläger

Es wird niemals der Vergleich hinsichtlich der kompletten Forderung kommen - dann gäbe es keinen Vergleich^^

Wichtig ist, dass man vollstes Vertrauen zu seiner Anwältin bzw. seinem Anwalt hat. Und zu einem Vergleich kann man nicht gezwungen werden. Dem muss man zustimmen

Naja, war mir in meinem Fall ziemlich egal denn die Richter tendierten zumindest in meine Richtung und da ich von einem Vergleich eh nichts gehabt hätte, gab es auch keinen also warum etwas zustimmen wenn die Tendenz in meine Richtung geht.

Wir haben alle nichts von Vergleichen es müssen mehr Urteile her; egal in welcher Art, solange bis das ganze beim BGH landet.
« Letzte Änderung: 10 Juli 2019, 19:09:24 von Born4Nothing »

 

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