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Das wars,.... " nichts geht mehr"

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Offline Rosa

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  • Lass los!!!
Re: Das wars,.... " nichts geht mehr"
« Antwort #15 am: 06 Juni 2020, 09:54:43 »
Hallo gecko,

Ich habe deinen Beitrag mal eben überflogen und finde mich in gewissen punkten wieder vor allem was dem Beitrag betrifft mit dem habe eine hohe Summe gewonnen -
Mir ging es auch so ( meine gewinn war sogar höher wir reden bei mir von einem 6 stelligen betrag ) es war Euphorie pur - und ja ich habe auch dann - weil das is der Trugschluss wieder eine menge von dem gewinn verzockt denn die Hoffnung war da es geht wirklich - habe zum Glück vorab meinen Kredit bezahlt den ich damals hatte ( nicht wegen spielen ) und die Beerdigung meiner Mutter konnte ich mir locker leisten - habe geshoppt noch und nöcher und habe wie eben schon geschrieben auch wieder eine menge verzockt - Ende vom Lied - mir geht es so ähnlich wie dir - ich habe eine sehr hohe Sparquote - ich habe zwei Vollzeit jobs in denen ich ( wie andere sage ) sehr gut verdiene - meine ausgaben sind zu meinem einnahmen Verhältnisse gering andere wiederum würden sagen puh hast du ne menge ausgaben - dennoch schleicht ( zum Glück nicht mehr so extrem) die Angst mit das reicht nicht - ich war in der Lage jetzt zur corona zeit spontan meine Küche komplett neu zu machen ( alte Möbel raus - gestrichen - neuer Bodenbelag - komplett neue Küche inklusive Geräte etc) dann habe ich in der corona zeit noch 2 weitere Zimmer in meiner Wohnung renoviert und noch so viele andere Dinge - was soll ich sagen es hat mich nicht interessiert - mein Kontostand ja ist natürlich gesunken aber er füllt sich auch jeden Monat wieder um ein Stück da ich diese kosten ja nicht jeden Monat habe - zb habe ich eine Arbeitsplätze gesehen wo der laufende Meter 190 Euro kostet hab ich mir geholt - warum? Weil ich a keine Relation zum geld habe - b ich dafür arbeite gehe um mir einen gewissen Lebensstandard zu gönnen - ob es richtig oder falsch ist weiß ich nicht - ich weiß nur eins - geld ist mir scheissegal geworden - wenn meine Nichte Klamotten brauch geh ich mal eben mit ihr shoppen für 300 Euro ( sie is 6 Wochen alt) wenn ich eine Massage liege möchte denn hol sie - ABER und das war im Endeffekt mein Entschluss aufzuhören zu zocken - durch das zocken hat sich meine Persönlichkeit verändert - es Kahm eine seite an oder in mir zum Vorschein die ich persönlich nicht mochte - ich habe sie gehasst denn ich weiß ich bin so nicht - und das war mein Grund aufzuhören - nicht wegen dem geld oder weil es mir irgendwo gedrückt oder gemangelt hat an etwas - denn wär eben noch ein dritter job dazu gekommen - mein Gott das hätt ich auch noch geschafft - ich habe aus einem ganz anderen Grund aufgehört- und diese frage wie ich finde sollte sich jeder stellen - wieso will ich jetzt aufhören ?

Will ich aufhören weil ich „ mal“ wieder kein geld habe und meine schulden drücken
Will ich aufhören weil ich es leid bin mich von ein paar blinken Lichtern leiten und führen zu lassen obwohl ich eigentlich eine selbstbewusste Person bin
Will ich aufhören weil die spielsucht aus mir eine Person macht die ich nicht bin ? Wie zb lügen-klauen oder was auch immer

Ich finde diese fragen sind essenziell um den Sprung ins Spielfreie leben zu schaffen


Ich habe es auch nicht beim 1. mal geschafft - ich habe auch mehrere anläufe gebraucht - aber mit jedem Rückfall aber ich für mich selber den Rückfall an sich reflektiert und geschaut woran könnte es gelegen haben ? War die Methode falsch? War der weg der mir vorgeschlagen wurde falsch? Brauche ich einen anderen weg oder einen anderen Lösungsansatz

Wir hier alle sind verschieden - jeder spielt/ oder hat gespielt aus verschiedenen gründen

Jeder hat für sich oder musste für sich selber den richtigen weg heraus finden

Da wir alle verschieden sind brauch jeder verschiedene Lösungsansätze

Der eine gibt seine kompletten Vollmachten und Konten und alles ab

Der andere lässt sich Taschengeld geben - wiederum ein andere geht mit Gutscheinen einkaufen - es gibt nicht den richtigen oder den perfekten weg - wie sagte meine Mutter immer so schön - viele wege führen nach Rom - die frage is eben nur welcher is dein weg ;-)

So jetzt habich aber auch wieder philosophiert

Ich drücke dir die Daumen und viel erfolg auf deinem weg und schreib für welchen du dich entschieden hast und wie es dir damitgeht ;-)
Blicke nicht zurück - nur nach vorn - du fühlst dich wie neu geboren

Re: Das wars,.... " nichts geht mehr"
« Antwort #16 am: 16 August 2020, 13:38:00 »
Hallo zusammen,

Die Lage ist nach wie vor unverändert schlecht.
 
In einer Woche einen mittleren 4 stelligen Betrag in diversen Onlinexssinos versenkt.  :-(

Ich kann, möchte und werde so nicht weiterleben.

Folgende Dinge werde ich ab sofort umsetzen und mir ALLE Schlupflöcher zu machen:

- Stromkabel vom privaten Router durchtrennen
- Laptop und Pc verkaufen
- Gamban auf meinem Handy installieren
- werde mir ein zweites günstiges Smartphone besorgen was für mein Onlinebanking autorisiert ist, das aktuelle und was ich täglich dabei habe dafür deaktivieren. (Das  neue Handy deponiere ich auf der Arbeit in meinem Schreibtisch).

So besteht wirklich keine Möglichkeit mehr zu zocken.

Mir graust es jetzt schon vor der erdrückenden leere die dann in mir aufkommen wird.

Auch in YouTube und Internet allgemein hänge ich viel zu viel rum und vergeude meine Zeit.

Ich möchte wieder an Die Zeit 2016 nach meiner Therapie anknüpfen, dort ging es mir so gut wie nie in meinem Leben.

Hatte wieder Freude am leben und habe neue Hobbys für mich entdeckt (Angeln, usw.)

Meine Schulden belasten mich zwar, aber Geld kommt und geht. Zahlen sind unendlich,...

Und wer sein Glück in Zahlen (Geld) sucht, findet sein Glück nie.

Sorry für mein "gejammer" aber das musste raus jetzt.

Gruss Geckk


Zwar zeigt mich nur noch das Onlinespiel aber um mich auch vor Spilothekeb zu schützen, zusätzlich folgendes:

- Bank-/Kreditkarten bleiben Zuhause
- max. 10 € Bargeld dabei

Essen für die Arbeit kann ich von Zuhause mitnehmen. Einkaufen 1-2 mal die Woche im nächsten Ort (da gibt es keine Spilotheken, die gibt es nur in der komplett anderen Richtung da wo ich arbeite)



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Offline Olli

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Re: Das wars,.... " nichts geht mehr"
« Antwort #17 am: 16 August 2020, 14:14:55 »
Hi Gecko!

An James hattest Du heute geschrieben, dass sich der Absprung lohnt, Du ihn aber nicht schaffst.
Auch hier berufst Du Dich an Deine Zeit nach der Therapie, in der es Dir wunderbar ging.

Wie wäre es denn, wenn Du auf Altbewährtes zurückgreifst? Also eine erneute Therapie anstrebst?
Irgend etwas lässt Dich ja diesen Absprung nicht schaffen - alleine. Wieso also gönnst Du Dir nicht eine Begleitung?

Deine Vorhaben sind gut und werden Dich auch sicher eine gute Zeit schützen. Doch ohne an die Basis zu gehen, schwebt dann immer noch das Hackebeil über Dir, bereit jederzeit auf Dich nieder zu prasseln - oder?

Ich glaube Du weisst das auch! Vielleicht braucht es ja nur mal einen Schubser ... ;)
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Re: Das wars,.... " nichts geht mehr"
« Antwort #18 am: 16 August 2020, 14:41:34 »
Hallo Olli,

Ja das mit der Therapie wäre natürlich das beste. Allerdings kann man so etwas nicht unbeschränkt oft machen.

Gerade aktuell kann man froh sein wenn man noch Arbeit hat, zumal mich mein Arbeitgeber schon 2016 einmal unterstützt hat indem er mir eine Therapie ermöglicht hat.

2018 war ich nochmals für 8 Wochen in einer Tagesklinik, dannach hat es ca. 6 Monate gehalten.

Meinen Empfinden nach ist das aller schwerste die erste Zeit bzw. das Abstand gewinnen zum Zocken.

Damit einhergehend sieht man dann aber auch ganz nüchtern den Scherbenhaufen vor dem man steht.

Manchmal habe ich das Gefühl es "darf" mir gar nicht gut gehen. Nur durch diese extreme von Gewinn/Verlust kann ich mich noch spüren.

Es ist wie die Angst vor etwas neuem vielleicht positiven, sowie wenn ich mich mit Zwang kaputt mache. Das negative ist ja auch seit 10 Jahren bekannt und vertraut, es bedarf keiner Anstrengung.

Alternativ wäre natürlich die Möglichkeit das ganze über einen Psychologen aufzuarbeiten.

Gerade Online hat die Sucht für mich ganz neue erschreckende Dimensionen angenommen. Dort hantierte ich nicht wie in der Spilo damals mit 20€-10€ sondern eher mit einem/mehren Monatsgehältern in einer Woche.

Eigentlich verdiene ich mit 2600 €Netto gar nicht schlecht. Dem gegenüber stehen 36000€ Schulden.

Nach Abzug aller Raten und Fixkosten bleiben mir ca 1000€ zum Leben.

Also für Essen, Tanken und spass.
Das sollte eigentlich reichen und wenn ich endlich den Absprung schaffen würde, könnte ich auch die Schulden in einem überschaubaren Zeitraum sehr verringern.

Wer weiss ob man bezüglich Psychologe eine Überweisung braucht oder kann ich mich einfach direkt dort melden?

Gruss
GECKO




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Offline Ilona

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Re: Das wars,.... " nichts geht mehr"
« Antwort #19 am: 16 August 2020, 15:00:24 »
Hallo Gecko,
Olli ist mir zuvor gekommen. Ich wollte dir auch gerade eine Auffrischungstherapie vorschlagen. Wenn das stationär arbeitsmäßig gerade schlecht passt, geht das auch ambulant. Es gibt Suchtberatungsstellen, die besonders qualifiziert sind und dies anbieten. Die Kosten zahlt die Rentenversicherung. Guck doch mal auf www.gluecksspielsucht.de unter Adressen nach oder ruf die Hotline an, und frag, ob es in deiner Stadt eine Beratungsstelle gibt, die ambulante Reha für Glücksspielsüchtige anbietet.
Alles Gute
Ilona
Juristische Beratung: Kanzlei Kraft, Geil und Kollegen / Bielefeld http://www.kguk.de/
Ansprechpartnerinn: Dr. Iris Ober und Juliane Brauckmann  (Fachanwältinnen für Bankenrecht)  Terminanfragen: 0521-529930
Weitere Infos  hier: https://www.forum-gluecksspielsucht.de/forum/index.php?topic=3737.0

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Online Wolke

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Re: Das wars,.... " nichts geht mehr"
« Antwort #20 am: 16 August 2020, 16:28:56 »
Hallo Gecko,

du brauchst keine Überweisung,melde dich bei  deinem Wunschtherapeuten/Psychologen einfach so und mach einen Termin für ein Erstgespräch.

Achte drauf,ob Kasse oder Privat

LG Wolke

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Offline Olli

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Re: Das wars,.... " nichts geht mehr"
« Antwort #21 am: 16 August 2020, 18:53:50 »
Hi Gecko!

Was ist das denn für ein Scherbenhaufen? Klar, 36.000 € sind auch kein Pappenstil. Sie sind aber auch nicht der Weltuntergang.
Mal grob gerechnet ... 700 € monatliche Tilgung sollten drin sein (?). Macht grob 5 Jahre für die Tilgung.
Da kann ich mich doch Monat für Monat vor meine Buschführung setzen und den Betrag schrumpfen sehen. Ich sehe ein Ziel, dem ich immer näher komme - der schwarzen 0.

Zitat
Nur durch diese extreme von Gewinn/Verlust kann ich mich noch spüren.

Na klar glaubst Du das ... Doch die Realität sieht anders aus. Es ist wie beim Nikotin. Die Rezeptoren stumpfen ab und die Dosis muss regelmäßig gesteigert werden.
Fehlt Nikotin, dann werden wir nervös und führen es uns zu, um wieder zur Ruhe zu kommen. Doch diese Ruhe ist eigentlich der normale Gemütszustand.

Wirst und bleibst Du abstinent, dann regulieren sich Deine Rezeptoren im Gehirn auf den normalen Gemütszustand und Du kannst Dich wieder ganz normal fühlen.
Wenn Du Dir hier zwischendurch noch etwas gönnst - Sport oder ein sonstiges Hobby - Waldspaziergänge - Schokolade ;) , dann holst Du Dir Deinen Kick auf gesunde Art und Weise.

Wie Du schon umschreibst: Es braucht nur einen Anfang, der auch angegangen wird - und Du weisst ja, wie das geht!
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Re: Das wars,.... " nichts geht mehr"
« Antwort #22 am: 17 August 2020, 07:43:01 »
Hallo Olli,

Ja ich bin halbwegs gesund und hab ein Job.

Das ist eine gute Basis für einen Neustart.

Ich gehe jetzt an, und wenn ich irgendwann auf dem Sterbebett liege hab ich wenigstens was zu erzählen ;-).

Kann man den Thread in die "Tagebuchabteilung" verschieben?

Schöne Woche euch allen zusammen.

Gruss
GECKO

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Offline NW

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Re: Das wars,.... " nichts geht mehr"
« Antwort #23 am: 17 August 2020, 09:32:23 »
Also ich sehe da auch noch keinen scherbenhaufen bei 2600 netto und 40k schulden, gesund, guter Job usw..

Das ist wie wenn du nen neueres auto kaputt gefahren hättest ohne vollkasko, musst das ,,einfach" wieder in die Reihe bringen und aufhören zu zocken, dann wirds am ende nicht mehr wie eine schlechte Erfahrung bleiben. Halt die Finger mal verbrannt, aber mein gott, that's life  ???

Alles Gute.  :)

Re: Das wars,.... " nichts geht mehr"
« Antwort #24 am: 17 August 2020, 11:25:43 »
Hallo,

Ja ich sag ja das Finazielle lässt sich Regeln.

Der Psychische druck/Schaden von der Zockerei ist da weitaus schlimmer.

Online sind die Summe eben unbeschränkt. Da kannst fix mal dein Monatslohn einzahlen und in 10 Minuten verballert, will jetzt nicht sagen das es in Spilothekennä nicht ginge. Allerdings ist es wirklich so das es dort noch eine art "schutz" bzw. "Bremse" gibt.

Und sollte man mal was gewinnen online wird mit der "hinhaltetaktik" versucht die auszahlung zu verzögern und im Endeffekt hab ich oft auch grösste Gewinne wieder verzockt (20k, 7k, 4k, usw )

Gruss
GECKK

 

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