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Am Anfang des Weges

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Am Anfang des Weges
« am: 16 März 2021, 10:04:32 »
Hallo,

Ich habe Kontakt zur Diakonie aufgenommen und am Donnerstag Abend die erste SHG Gruppe.
Die Frau dort war sehr nett und verständnisvoll. Dort machen die die Gruppe nicht online sondern persönlich. Trotz Corona. Was nur doof ist, dass die mir nicht mit einer Schuldnerberatung helfen können, da ich in einer anderen Stadt wohne.
Ich bin zur Zeit auf Depressionen krank geschrieben, weil mich alles so fertig macht. Aber der Anfang mit SHG ist gemacht.
Meinem Hausarzt habe ich das alles erzählt mit der Spielsucht. Er hat mir viel "Glück" gewünscht...
Na ja, er weiß wahrscheinlich auch nicht was er dazu sagen soll.
Die Schuldnerberatung in meiner Stadt sagt, ich solle abwarten "ob die von mir beabsichtigte Therapie greift, dann können wir einen Termin ausmachen". Das heißt ich kann erst dorthin, wenn alles den Bach runter ist. Am Telefon sagte man mir, das Spielsucht ja keine Kleinigkeit wäre und sie in solchen Fällen eher Abstand nehmen.
Ich habe mich sehr sehr abgelehnt gefühlt.
Ich möchte Hilfe suchen werde aber behandelt wie... Ich soll mir jemand anders suchen, der sowas macht
Mir ist klar, dass ich erst am Anfang stehe mit dem Kampf gegen die Sucht.
Aber finanziell bedarf es doch auch Hilfe. Fühl mich allein gelassen. Ich weiß, dass ich alles selbst schuld bin, aber trotzdem fühlt es sich beschissen an, so abgeschmettert /verurteilt zu werden.
Ich würde am liebsten alles so schnell wie möglich wieder gut machen und in die Wege leiten. Alles verzocken geht schnell. Alles zu "reparieren", seelisch wie finanziell ist ein langer Weg.
Mir ist bewusst, dass die nächste Zeit richtig beschissen wird, will aber nicht aufgeben.
Vielleicht muss man erst ganz am Ende sein um den Anfang zu wagen.
Eine erste Leiter aus dem selbst gegrabenen Loch ist die SHG.

Ich habe mich auch auf einer chargeback Seite angemeldet. Ich will nichts unversucht lassen. Aber das dauert natürlich auch seine Zeit.
Wie gesagt, verzockt ist alles innerhalb kurzer Zeit, gesund werden und alles andere dauert.

Ich gebe nicht auf, obwohl ich am liebsten im Boden versinken würde.

LG
Schnuppe
« Letzte Änderung: 16 März 2021, 10:32:47 von Schnuppe »

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Offline Olli

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Re: Am Anfang des Weges
« Antwort #1 am: 16 März 2021, 10:32:10 »
Hi Schnuppe!

Du beschreibst es vollkommen treffend in Deinem Betreff des Threads ... Du stehst am Anfang des Weges.
Eigentlich bist Du aber ja schon ein paar Schritte gelaufen. Du bist jetzt in der Gruppe, hast Deine Finanzen abgegeben.
Der finanzielle und emotionale Schaden ist nun mal angerichtet. Jetzt geht es darum Dich erst einmal wieder stabil zu bekommen.

Wenn Du magst, dann kannst Du ja gerne am Samstag um 19 Uhr ins Webmeeting kommen. Den Link dazu findest unter Aktuelles und Termine.
Vorab müsstest Du Dir nur den kostenlosen Zoom-Client installieren. Der Link hierzu steht auch im genannten Thread.

Kopf hoch ... das wird schon wieder ...
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Re: Am Anfang des Weges
« Antwort #2 am: 16 März 2021, 10:55:08 »
Hallo Olli,

Danke für die Einladung zum web Meeting.

Ich habe zur Zeit das Gefühl, ich stehe vor einem riesigen Berg. Dahinter kann alles sein.

Am meisten verletzt mich gerade die Ablehnung von der Schuldenberatungsstelle.
Man möchte alles regeln und irgendwie einen Weg ebnen und wird nieder gemacht.
Ok, Schuldnerberatung ist kein Psychologe oder Sozialarbeiter, aber man wendet sich ja mit Sorgen an diese Stellen. Und möchte den geraden Weg gehen. Ich könnte auch alles laufen lassen, denken "leckt mich am...". Das will ich ja gerade nicht.
Ich will ja alles versuchen und in die Wege leiten. Das schlimmste ist dieses Gefühl, die Kontrolle verloren zu haben, über das was nun alles geschieht.

LG Schnuppe

Re: Am Anfang des Weges
« Antwort #3 am: 16 März 2021, 16:20:02 »
Hallo,

Ich habe mich bei einer Suchtberatung vorgestellt und gehe ab Donnerstag in die SHG.

Ich bekam eine Broschüre "Frauen spielen anders"


Dort steht drin, dass sich das mit der Spielsucht bei Frauen erst viel später zeigt /auswirkt /offenbar wird, weil man(Frau) länger geheim hält, sich schämt etc.

Erst wenn alles gegen die Wand fährt, outet man sich.
Vorher versucht man irgendwie alles zu geheim zu halten. Was ja auch ne Zeit lang "gut" geht.

Ich konnte in der Broschüre ein paar Parallelen zu mir finden aber irgendwie nicht ganz.

Ich wurde darauf vorbereitet, dass in der SHG zu 98% Männer sitzen werden und ob mir das Angst macht.

Nein!

Ich habe zwar das ein oder andere erlebt, aber deswegen habe ich ich keine Angst.

Egal ob Frau oder Mann. Diese Scheiß Spielsucht ruiniert die Seele, das Leben, alles.

Da ist es irgendwie egal, ob ich da jetzt mit Frauen oder Männern diese Scheiße bekämpfe.

Eine Seele haben wir alle.

Wobei ich verstehen kann, dass wenn einem Leid angetan wurde, in Bezug auf Mann, es schwierig ist, eine SHG zu besuchen.

Ich finde viele Parallelen in der Broschüre, wie gesagt.

Gewalt, Gemeinheiten etc.

Warum verliert /verletzt man sich selbst, indem man alles was man hat verspielt.
Wo ist der eigentliche Grund?

Im Erstgespäch wurde mir gesagt, dass alles also dieser Spielsucht nicht einfach so von heut auf morgen kommt. Das wenn man sich so in den Ruin treibt, auch andere seelische Gründe da sind.

Wenn ich alles was mich angeht, schreiben würde, wäre es zu viel.

 Schnuppe

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Offline Olli

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Re: Am Anfang des Weges
« Antwort #4 am: 16 März 2021, 16:55:57 »
Hi Schnuppe!

Zitat
Wenn ich alles was mich angeht, schreiben würde, wäre es zu viel.

Für Dich oder für uns? :)

Ich möchte im Laufe des Jahres an zwei geschlechterspezifischen Seminaren der LK Glück teilnehmen.
Derzeit weiss ich nicht so recht, ob dies überhaupt eine Relevanz hat, da es ja auch innerhalb der Geschlechter viele Charaktere, ihre Geschichten und Hintergründe für die Sucht gibt.
Daher konzentriere ich mich lieber erst immer auf die Gemeinsamkeiten. Danach kommt der Rest. Egal was es ist, wenn etwas jemanden belastet, dann ist es auch wichtig.

Tja, irgendwie scheint da dann doch auch eine weibliche Komponente in mir zu sein, da ich erst nach 20 Jahren vom Glückspiel lassen konnte. Erst danach verlor ich meine Scham. :)

Wenn wir damals in meiner SHG volles Haus hatten, dann kamen so ca. 14 Personen zusammen. Darunter war eine einzige Frau - sie war sogar eine Therapeutin.
Trotzdem hat sie sich wohl in der Gruppe gefühlt und ich denke, so sollte es auch sein.

Zitat
Wobei ich verstehen kann, dass wenn einem Leid angetan wurde, in Bezug auf Mann, es schwierig ist, eine SHG zu besuchen.
Selbst wenn ein Mann ein Schwein war, wenn ich es mal so ausdrücken darf, sind nicht gleich alle Männer aich welche.
In einer SHG gibt es immer "alte Hasen". Wer sich mit der Thematik Spielsucht befasst, der weiss auch, dass die Sucht Gefühle bedient.
Also achten die alten Hasen auch darauf, dass den anderen Gruppenmitgliedern keine negativen oder kontraproduktiven Gefühle entgegen gebracht werden.
Die Basis für eine gute Zusammenarbeit - für eine funktionierende Gruppe - ist Vertrauen!

Zitat
Im Erstgespäch wurde mir gesagt, dass alles also dieser Spielsucht nicht einfach so von heut auf morgen kommt. Das wenn man sich so in den Ruin treibt, auch andere seelische Gründe da sind.
Das sehe ich genau so. Und ich finde es korrekt, dass hier der Plural benutzt wurde. Es gibt nicht "den" Grund. Es spielen immer mehrere Faktoren eine Rolle.
Ich stelle mir das bildlich vor, wie eine lange Reihe von Reagenzgläschen. Sind alle halb gefüllt, dann herrscht Perfektion. Die gibt es aber nicht und so hat jeder Mensch andere Füllstände in den Reagenzgläschen. Mal ist es etwas mehr, dann wieder etwas weniger. Grundsätzlich ist das nicht schlimm, weil jeder seine eigenen Erfahrungen, Werte und Normen hat.
Wenn hier etwas Füllstand fehlt, dann wird das durch andere Füllstände wieder ausgeglichen. Erst wenn zu viele Diskrepanzen auftreten, dann kann es nicht mehr kompensiert werden und derjenige hat ein echtes Problem.
Genausowenig wie es also "den" Grund nicht gibt, gibt es auch nicht "den" Weg da raus - es gibt nicht "die" Lösung - die Pille, die jeder sucht und doch noch von niemandem gefunden wurde.
Daher schreibe ich immer: Der (Genesungs-)Weg ist das Ziel!

Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

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Offline andreasg

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Re: Am Anfang des Weges
« Antwort #5 am: 16 März 2021, 18:35:43 »
Hallo Schnuppe,

ich bin Spieler , ich bin süchtig, und Heute frei vom selbstzerstörerischen Glücksspiel.

Bei dem Titel "Frauen spielen anders" fällt mir eine Beziehungskiste ein, also, ich weiß von jemanden, der ein spielendes Familienmitglied hat, das ihre Spielsucht offen legte, und damit den Guten Ruf der Familie gefährdete. Leider kenne ich auch den Background der Familie, Dyfunktionalität, Alkohol, Gewalt..., eben anders, als in einer Familie in der Harmonie.

Wenn es um Gewalt und Therapie geht: Ich bin Heimkind in einem Katholischen Heim gewesen (1954 - 1955), habe immer noch Traumatas, ich bin auch später ein geprügeltes Kind meiner Mutter, vom Vater verworfen, und ich suche in meiner Beziehungsfähigkeit im Strickmuster Frauen mit schweren Psycho - Sozialen Erkrankungen aus.

Das Thema Gewalt: ich bin im Sommer 2003 in einer Fachklinik für Menschen mit Borderline - Störungen gewesen. Ich kann über das dort erlebte nicht schreiben, nur mit vertrauten Menschen darüber im geschützten Raum sprechen.
Bis auf etwas, das abends stattfand: freie ungeleitete Selbsthilfegruppen. Ich saß in der Abendstimmung in einem stark erhitzten Raum, und mit mir 19 Frauen, ich als einziger Mann. Das Thema des Meetings tendierte zunehmend zum Begriff "Fraulichkeit" Ich kann Heute sagen, ich bin 2 Stunden mucksmäuschenstill dagesessen, habe zugehört, einfach nur zugehört. Meine Gefühle damals haben sich fest in mein Herz implatiert.

Jahre Später bin ich in einer Selbsthilfegemeinschaft gewesen, an der Menschen teilnehmen, die ihre Beziehungen auf den Thron stellen, die anderen helfen wollen, damit ihnen geholfen wird, die vorgeben Liebe geben zu wollen, die sie niemals selber erhalten haben.   (Das ist eine vor allem auf Frauen bezogene Sucht, so wie die Spielsucht vorgeblich eine auf Männer bezogene Sucht ist). Ich saß also im Meeting der Co - Abhängigen, und es waren, rein aus Zufall nur Männer zugegen. Und wieder setzt sich das manifestieren der tiefen Gefühle ein,  Ich kann dieses "Männermeeting" immer noch im Herzen nachfühlen.

Es gibt natürlich Gruppen, die geschlechtspezifische Ausrichtungen haben, und große gemeinsame Treffen, die spezielle Frauen - und Männer - Meetings anbieten.
In meiner Stammgruppe haben wir Gleichberechtigung, und die Freiheit, unsere Gefühle zu benennen.

Der primäre Gedanke sollte nicht das "wenn und aber" , die Zweifel sein, die Dünkel, der Groll, Ressertiments, und Lebensangst liegen hinter uns und Dir. Wir - haben uns ins Leben eigeloggt, das Forum administirert dieses.

Die Schuldnerberatung ist eine Möglichkeit, und es gibt nahezu unzählige Wege das Leben neu zu ordnen.
OK, ich war auch mal in der Schuldnerberatung, bin dort unzufrieden gegangen, weil das Modell, daß mir die Beraterin anbot, meinen überzogenen Dispo zu tilgen, mir wieder die Spielsucht antriggerte. Ich stamme aus einer dyfunktionalen Familie. Ich sprach meine Schwester an, wir gingen beide zu meiner Hausbank, und fanden dort offene Ohren und helfende Hände. Heute habe ich eine Schwarze Null auf dem Konto, bei kleiner Rente und Sozialgeld.

Was mir geholfen hat: "Angst vor den Menschen und vor wirtschaftlicher Ungewissheit werden schwinden" - ein spiritueller Satz, etwas, das sich in Hirn und Herz einprägt. Zuerst möchte ich mir wieder und wieder meine Krankheit - Spielsucht - eingestehen, damit ich verstehen lerne.

schöne 24 Stunden
Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

Re: Am Anfang des Weges
« Antwort #6 am: 16 März 2021, 20:20:41 »
Danke für die Antworten. Muß erst mal lesen und verstehen.
Liebe Grüße Schnuppe

Re: Am Anfang des Weges
« Antwort #7 am: 16 März 2021, 20:21:43 »
Schreibe morgen dann

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Offline andreasg

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Re: Am Anfang des Weges
« Antwort #8 am: 17 März 2021, 09:49:22 »
Hallo Schnuppe, was habe ich da alles bloß geschrieben?
Wollte es gerade editieren, aber nun laß ich es stehen.

Bitte: nimm Dir, was Du gebrauchen kannst, das übrige laß stehen!

Einen schönen Tag
Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

Re: Am Anfang des Weges
« Antwort #9 am: 22 März 2021, 18:49:21 »
Ich denke, man muss sich eingestehen, dass Spielsucht eine Krankheit ist.
Eine Krankheit, die durch viele Dinge /Situationen verursacht wird.
Wenn man sich beispielsweise ein Arm oder Bein bricht, weiß man wie es passiert ist. Hingefallen, Unfall etc.
Bei Spielsucht ist es vielschichtig. So wie bei einem Baum die Jahresringe.
Ich muss mich trauen in den Baum hinein zu schauen.

Aber ich habe heute ein Gespräch gehabt, in dem ich erkannt habe, dass es wichtig ist, dass man die Ursachen erkennen lernt.

Was geschehen ist ist geschehen.

Was wichtig ist, ist sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht und diese annimmt.

Es ist ein kein leichter Weg, hinzuschauen auf das "Warum", aber es geht nicht anders.

LG
Schnuppe

Re: Am Anfang des Weges
« Antwort #10 am: 26 März 2021, 22:40:28 »
Ich weiß nicht, ich schreib einfach..

Mir ist heute ein ich weiß es nicht wie schwerer Sack von der Seele genommen worden.
Mein Papa hilft mir. Er macht das Geldmanagement, er hat meine Bankkarte, schon seit letztem Monat. Er hilft mir finanziell die krassen Stürme finanziell zu überstehen.

Wir haben uns auf 70€ in der Woche geeinigt., die ich dann habe.
War eben einkaufen, hab alles im Wagen mit dem Handytaschenrechner nachgerechnet.

Früher hab ich das nie gemacht, war komisch.

Schau immer dass mein Kater genug hat. Rauchen /Tabak ist schon krass.

Von den 70€ für die Woche habe ich eben 37,19€ ausgegeben.
Ich hab alles. Der Kater auch 🤗
 
Ich muss mich an das Geld management gewöhnen, vorher habe ich nie geguckt. Schon auf Angebote geachtet, aber nie explizit nachgerechnet, wenn ich im Laden war.

Gestern hatte ich keinen Cent in der Tasche und bin nach der Arbeit zur Motivationsgruppe.
Ich habe mich komischerweise freier gefühlt, als heute.

Ich hatte viel Geld, habe es verspielt, dass Erbe meiner Mama, alles weg. Dazu neue Schulden.

Mein Papa hilft mir. Ich habe deshalb auch ein schlechtes Gewissen, weil er selbst gesundheitlich nicht so gut da ist.

Er macht und tut. Eigentlich wollte er mir nicht mehr helfen, aber macht es trotzdem. Dafür möchte ich Danke sagen, aber das ist zu wenig, für all das was er macht. Obwohl die Mama tot ist, und alles, so stark zu sein.


Wenn mein Papa nicht wäre, würde ich in 2monaten ne Matratze auf der Straße haben, wenn mal eine aufm Sperrmüll steht.


Ich habe gedacht, so viel Scheiße, die ich gemacht hab., ich geh kaputt.

Ich geh nicht kaputt.
Das ist jetzt die letzte Rettung.

Ich bin Seite zwei Wochen in der Motivationsgruppe und strebe eine ambulante Therapie an.


Ich habe bis jetzt nur zugehört, bzw. Das erste Mal nur über geld geredet.


Heute habe ich das Gefühl, es kommt alles, also mit dem Spielen und der ganzen Scheiße daher, daß ich alles verdränge.

Gestern bin ich aus der Motivationsgruppe raus, hatte das Gefühl ich muss weinen.
Hab ich nicht, weil die Leute daß dann sehen.

Hab nen halben Roman geschrieben. Auweia. Musste raus.

Gruß Schnuppe

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Offline Olli

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Re: Am Anfang des Weges
« Antwort #11 am: 27 März 2021, 06:56:59 »
Hi Schnuppe!

Schön geschrieben ... und ich lasse es einfach mal so stehen.

Nur Eines möchte ich anmerken: Weine, wenn Dir danach ist. Verdränge es nicht, sondern lasse es raus. Die Anderen werden Dich nicht verurteilen, sondern sie werden Deinen Schmerz mitfühlen. Tja ... und wer weiss ... vielleicht werden sie Dich auffangen. Ach was ... sie werden es tun ... lasse Dich überraschen.
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

*

Offline andreasg

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Re: Am Anfang des Weges
« Antwort #12 am: 27 März 2021, 08:52:14 »
Hallo Schnuppe,

schön von Dir zu lesen,
vor allem, daß Du Schritte auf dem Weg Deiner Genesung findest.

Sich miit dem Vater auseinander zu setzen, und wie er Dir entgegen kommt, das gibt Hoffnung!

Die Matratze ist im Hinterkopf - das Kleinhirn wird in der Spielsucht nicht angegriffen, anders als beim Alkoholismus.
Das Qualmen hat das - mein Gehirn vernebelt, mich träge werden lassen, ja bequem, alles ist von mir genommen worden.

Der Taschenrechner im Supermarkt ist Klasse, wenn ich später einkaufen gehe - ich nutze ihn auch manchmal!

Grüße an den Kater, gerade die Tierliebe ist ein wichtiges Element für die Genesung.

Liebe Grüße
Andreas

Der Kater ist etwas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

 

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