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Trennung vom Vater der Kinder Spielsüchtig

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  • 1640 Aufrufe
Re: Trennung vom Vater der Kinder Spielsüchtig
« Antwort #15 am: 07 Juli 2021, 00:13:00 »
Naja, morgen kriege ich die Schlüssel und ich könnte teilweise vor Freude weinen, andererseits habe ich Angst vor seiner und seiner Families Reaktion und stelle mich aufs schlimmste ein..
Ich möchte nicht so gemein sein und seiner Familie die Fakten auf den Tisch legen, weil sie sein einziger Zufluchtsort sind, den möchte ich ihm nicht nehmen. Andererseits wäre das seine wohl einzige Rettung. Kümmern müssen die sich drum, ab Donnerstag ist das nicht mehr meine Sorge (gott, hört sich das schön an zu sagen).
Ich stelle mich auf schlimmste Drohungen, Beschimpfungen, stalken und nicht in ruhe lassen ein und und und... Seine familie wird mich genauso bombardieren.
Jede Art von Beziehung und Bindung lebt von Ehrlichkeit und Vertrauen, egal ob sie schön oder hart trifft.
Probleme löst man nicht indem man schweigt. Schweigen löst eher Misstrauen, Missverständnisse und Probleme sowie falsche Verdächtigungen hervor. Ihn schützt du nicht, indem du schweigst, sondern er kann sich alles mögliche ausdenken um dich negativ; bzw sich positiv dastehen zu lassen.

Wenn du Klartext auch seiner Familie gegenüber redest, die ursächlichen Probleme deutlich ansprichst, so kann ich mir schwer vorstellen das dir da kein Verständnis, zumindest wenigstens angedeutet wird. Was dann da im Endeffekt drauß wird, liegt nicht mehr in deiner Hand, entweder er checkt die Konsequenzen seiner Sucht von alleine durch die folgenden Tage in der er alleine ist, oder die Familie setzt die Segel zum Umdenken bei ihm zeitnah. Aber mit Schweigen hilfst du weder ihm, noch vor allem was wesentlich wichtiger ist, dir.

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Offline Olli

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  • 4.603
Re: Trennung vom Vater der Kinder Spielsüchtig
« Antwort #16 am: 07 Juli 2021, 05:47:54 »
Guten Morgen!

Nur wer redet, dem kann geholfen werden. Das gilt für uns alle.

Du als Angehörige unterstützt mit Schweigen, was hier dem Lügen gleich kommt, die Sucht Deines Partners. Glaeichzeitig begibst Du Dich freiwillig in eine schwächere Position. Du beschreibst ja selbst, dass Du nun Repressalien fürchtest.
Sorge also dafür, dass seine Familie nicht "dumm stirbt". Lege die Wahrheit auf den Tisch. Betone, dass das, was Du erzählst, die ganze Wahrheit ist und nichts hinzu gedichtet wurde. Beschreibe, dass Du Dich selbst dabei unwohl fühlst - er aber alle Hilfe benötigt, die er bekommen kann - auch von seiner Familie.

Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Re: Trennung vom Vater der Kinder Spielsüchtig
« Antwort #17 am: 09 Juli 2021, 06:55:33 »
Hallo nochmal,

Die Trennung ist vollzogen worden.
Er hat meiner Familie unr Freunden gesagt, er verstehe den Grund nicht, er hätte zwar hohe Schulden, bezahlt sie aber auch immer ab und sonst er verdient ja so viel Geld und ist doch alles gut. Das hat er seiner Familie natürlich auch erzählt und die fragen sich genauso, wie kann sie den denn einfach verlassen?
Ich fühle mich wie eine Verräterin und zweifle tatsächlich so oft ob die Probleme, die wir hatten oder auch er hatte wirklich so groß waren? Meiner Meinung schon, aber je mehr auf mich einprasselt, desto unsicherer werde ich.
Wegen unserem Sohn machen sie leider auch totalen Stress, weil sie den sehen wollen und ich das aktuell nicht möchte, sie projezieren den Streit und Stress nur. Sorgeberechtigt bin gott sei dank ich. Wenn er "nur" spielsüchtig wäre, aber seine Handlungen sind nie vorhersehbar und bei ihm könnte echt alles kommen. Übrigens hat er uns auch den Zugriff zur Wohnung verwehrt unsere Sachen holen zu können, aber das kann man dann irgendwann mit Polizei klären.

Re: Trennung vom Vater der Kinder Spielsüchtig
« Antwort #18 am: 09 Juli 2021, 07:11:09 »
Guten Morgen!

Nur wer redet, dem kann geholfen werden. Das gilt für uns alle.

Du als Angehörige unterstützt mit Schweigen, was hier dem Lügen gleich kommt, die Sucht Deines Partners. Glaeichzeitig begibst Du Dich freiwillig in eine schwächere Position. Du beschreibst ja selbst, dass Du nun Repressalien fürchtest.
Sorge also dafür, dass seine Familie nicht "dumm stirbt". Lege die Wahrheit auf den Tisch. Betone, dass das, was Du erzählst, die ganze Wahrheit ist und nichts hinzu gedichtet wurde. Beschreibe, dass Du Dich selbst dabei unwohl fühlst - er aber alle Hilfe benötigt, die er bekommen kann - auch von seiner Familie.



Hey,

es kommt jetzt genau so,wie Olaf es gesagt hat,du bist die Böse und er der arme verlassene Mann,der nichts getan an.

Klär seine und deine Familie auf,dann werden sie dich wegen des Kindes auch nicht mehr bedrängen.  Sie werden dann auch die Zusammenhänge verstehen, denn ich denke,er zockt weiter und irgendwann muss er Freunde und Familie anpumpen,weil er ja jetzt nicht mehr an dein Geld drankommt.

Doch,die Probleme sind riesig, und es war genau richtig, was du gemacht hast,aber nimm nicht die Schuld auf dich und schütz ihn durch dein Schweigen. Das begünstigt die Sucht. Er wird nichts dagegen tun,nur gegen dich arbeiten......damit er z.B kein Unterhalt für das Kind zahlen muss,denn das steht dir ja jetzt zu.

Sag den Familien den Grund, der Druck auf ihn wird steigen oder die Familie findet zocken nicht schlimm. Aber wenn doch ,werden sie ihm vielleicht die Augen öffnen, warum er Frau und Kind fürs Zocken aufs Spiel setzt und er sucht sich Hilfe.

LG Wolke

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Offline andreasg

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Re: Trennung vom Vater der Kinder Spielsüchtig
« Antwort #19 am: 09 Juli 2021, 08:06:21 »
Hallo KNM23,

wenn es um das Wohl des Kindes geht, werde ich schon einmal hellhörig. Ich bin ja nicht aus Vergnügen Spielsüchtig geworden, sondern habe immer den Rückblick auf meine dyfunktionale Familie dabei.

Du hast das alleinige Sorgerecht, und das vor einem Familienrecht erwirkt? Da gibt es doch im Urteil sachliche Belege, daß Du im Recht bist. Genau so ist es mit Deinem Hab und Gut, es von Deinem Mann einzufordern, und Du bist da raus!

Die Schuldgefühle allerdings kannst Du nicht im Verhandlungsraum bei Gericht loswerden, das braucht konkrete psychologische Hilfe, gerne bei einem Facharzt. Schuldgefühle dienen der Besessenheit, bauen die Depression und Deskruktivität auf, sie haben keinen Boden, sie sind grundlos.

Wir - geben unsere Verhaltensmuster an unsere Kinder weiter, sie verankern sich in den Genen. Mache Dich bitte nicht weiter abhängig von dem Spielenden, und denke bitte daran, Du bist eine liebende Mutter.

Viel Kraft und Mut

Liebe Grüße
Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

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Offline Olli

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Re: Trennung vom Vater der Kinder Spielsüchtig
« Antwort #20 am: 09 Juli 2021, 10:00:43 »
Hallo meine Liebe!

Zitat
Selbstwirksamkeit ist das Bewusstsein, dass unser Handeln Auswirkungen hat. Es ist also auch der Glaube daran, dass wir selbst dazu in der Lage sind etwas aktiv zu verbessern. Um die Selbstwirksamkeit zu trainieren sind Erinnerungshilfen und Anker sinnvoll. Durch sie erinnern wir uns auch unter Stress an wertvolle Ressourcen, Fähigkeiten und Muster, die uns selbstwirksam im Umgang mit Problemen und Krisen machen. Was kann mich in bestimmten Situationen an meine Kompetenzen erinnern? Beispielsweise hilft hierbei ein Tagebuch mit wertschätzendem Feedback, schönen Gedanken und Erlebnissen, um einen Perspektivwechsel einzuleiten.
https://www.resilienz-akademie.com/sieben-saeulen-der-resilienz/

Dass Du über Selbstwirksamkeit verfügst, steht für mich außer Frage. Dein Anker kann dieser Thread hier sein. Lese ihn bitte noch einmal durch ...
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Re: Trennung vom Vater der Kinder Spielsüchtig
« Antwort #21 am: 09 Juli 2021, 10:07:33 »
Hallo KNM23.,

ich denke, du kannst weder dem Vater, noch den Großeltern das Umgangsrecht verweigern. Das geht nur bei Kindeswohlgefährdung und das kannst du nicht alleine entscheiden. An das Thema musst du ran. Ich würde den Kontakt zum Jugendamt suchen, damit ein Gespräch mit dem Vater und den Großeltern stattfinden kann, wo du deine Bedenken äußerst und idealerweise eine einvernehmliche Regelung gefunden wird.

Sonst wurde ja schon gesagt, dass du dich vor Manipulationen durch den Spielsüchtigen schützen musst.

Viele Grüße

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Offline Olli

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Re: Trennung vom Vater der Kinder Spielsüchtig
« Antwort #22 am: 14 Juli 2021, 09:49:51 »
Guten Morgen!

Wie geht es Dir mittlerweile?
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Re: Trennung vom Vater der Kinder Spielsüchtig
« Antwort #23 am: 03 August 2021, 20:38:59 »
Hallo.
Mir geht es gar nicht gut.
Er hat seiner Familie und allen anderen offenbart dass er Spielsüchtig ist und mich die letzte Zeit mkes behandelt hat.
Er schreibt, nein bombadiert, mich jedes mal mit Nachrichten, steht unangekündigt vor meiner Tür, will seinen Sohn unangekündigt mitnehmen und sehen und trotz dass ich meinen Sohn jetzt schon oft abholen lassen habe und sogar unangekündigt zugestimmt habe dass er ihn sehen kann, hört es nicht auf.
Vor drei Wochen wollte er eine Therapie beginnen, laut seiner Aussage, letzte Woche hieß es er braucht keine Therapie, er hat jetzt alles im Griff und jetzt wo ich leider den Anwalt einschalten musste bezüglich Unterhalt, Umgangsrecht und Unterlassung von Nachrichten und unangekündigtem Auftauchen bei mir zuhause, hat er dann gesagt dass er eine Therapie macht.
Ich denke ich habe nicht nur mit einen Spielsüchtigen zutun, sondern dass noch viele andere Probleme eine Rolle spielen. Mit seiner Familie habe ich so noch gar nicht alleine in ruhe reden können, ausser seiner Schwester und die meinte dass Spielsüchtige kein Dach über dem Kopf haben und nichts zu essen haben, so wie es bei deren Vater gewesen war.. Und sonsg das einzige was ich mir sonst heute anhören musste von seiner Mama war, dass ICH die Hilfe am nötigsten brauche, ich wäre krank und mein Expartner keine Hilfe nötig hat.
Er hat mir jetzt gesagt, entweder kläre ich alles ohne Anwalt oder er schaltet selber einen ein und fordert das geteilte Sorgerecht ein und und. Unterhalt würde er ja soo gerne zahlen, aber nicht wenn das alles über einen Anwalt laufen muss.
Ich verstehe die Welt nicht mehr und frage mich tatsächlich ob bei mir nicht alles richtig läuft.
Ich hätte wirklich gedacht, er sieht nach so einem harten Schritt ein dass er Hilfe braucht, zumal ich es so viele Male gesagt habe und appelliert habe.
Ich weiß nicht was die Zukunft bringt, aber er lässt uns und mich vor allem in naher Zukunft nicht in Ruhe.
Ich weiß nicht wie es anderen Angehörigen nach so einer Trennung ergeht, aber es ist wirklich furchtbar wie alles herunter gespielt wird und angeblich innerhalb 4 Wochen alle Probleme behoben worden sind.

Re: Trennung vom Vater der Kinder Spielsüchtig
« Antwort #24 am: 04 August 2021, 00:03:02 »
Hallo KNM 23,

mit dir ist alles in Ordnung.  Dein Expartner manipuliert dich immer noch ,ebenso er seine Familie und sie dann dich. Versteh ich allerdings nicht,da sie die Spielsucht doch durch den Vater/Ehemann schon kennen. 

Er braucht Hilfe und zwar mit Therapie.
Ich würde an deiner Stelle alles über einen Anwalt regeln,damit er auch mit den unangemeldeten Besuchen aufhört,sonst erzählt er nachher noch,du gibst ihm das Kind immer und willst es nicht haben oder so. Er übt immer noch weiter Druck auf dich aus.  Ihm gefällt die jetzige Situation nicht. Der Unterhalt würde im zum Zocken fehlen,er macht dich bei seiner Familie schlecht. Ich würde erstmal das alleinige Sorgerecht mit geregelten abgesprochen Besuchszeiten festlegen und nach 1 bis 2 Jahren, nach einer Therapie, kann man ja weiter sehen.

 Durftest du denn mittlerweile deine Sachen aus der ehemaligen gemeinsamen Wohnung holen? Ach ,lösch die Nachrichten von ihm nicht,vielleicht brauchst du sie noch,falls alles vor Gericht und es ums Sorgerecht gehen sollte. 

Beschütze dich und dein Kind. Dein Expartner sollte sich erstmal um seine Genesung kümmern,dann kann er sich auch mehr und besser um seinen Sohn kümmern und ihn öfters sehen.

LG Wolke

 

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