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Mein Leben im Ausnahmezustand

  • 7 Antworten
  • 706 Aufrufe
Mein Leben im Ausnahmezustand
« am: 27 August 2021, 20:17:07 »
Hi, beginne es einfach mal hier und jetzt  Bin Angehörige bzw wie ich seit heute weiß nicht Angehörige eines Spielers.  Heute ist wieder viel passiert und ich sehe für mich persönlich gerade wieder keinen Ausweg . Ich selbst bin labil in Bezug auf Depressionen und stimmungsschwankungen sowie einer Bewegten Vergangenheit.
Warum kann man nicht einfach nur ein normales Leben führen.
LG Emily

Re: Mein Leben im Ausnahmezustand
« Antwort #1 am: 27 August 2021, 20:26:24 »
Hallo Emily, ich fühle mit dir. Mein Mann spielt auch und ich sehe hilflos zu.... Magst du schreiben was passiert ist?

Als es mir sehr schlecht ging habe ich bei der oben angegeben Nummer angerufen und es war so erleichternd mir alles von der Seele zu reden.
« Letzte Änderung: 27 August 2021, 20:31:26 von Marieclaire »

Re: Mein Leben im Ausnahmezustand
« Antwort #2 am: 16 September 2021, 17:21:25 »
Es ist nicht einfach in Worte zu fassen , ich habe jedoch für meinen Teil im Moment eine Lösung gefunden , um mit der Sucht meines Partners umzugehen , jedoch muss man immer wieder aufpassen , das man sich selbst nicht verliert .

Mit Freunden darüber zu sprechen ist fast unmöglich , da irgendwie keiner begreift das Glücksspielsucht nicht nur Geld verzocken und selber Schuld ist .

Im Moment versuche ich einfach nur unterstützend für meinen Partner da zu sein , das traurige ist viel mehr kann ich nicht tun .

Das einzig schöne ist , er lügt nicht, macht natürlich manche Ereignisse auch nicht besser .

Ich glaube der einzige Grund warum diese Beziehung  funktiert ist , das ich nicht abhänig von ihm bin .

Gestern hatte er einen Termin mit seiner Ärztin , was er nun weiter macht ist noch abzuwarten .

Es tut schon weh wenn man einfach nur zusehen kann .


« Letzte Änderung: 16 September 2021, 17:23:15 von Emily70 »

Re: Mein Leben im Ausnahmezustand
« Antwort #3 am: 17 September 2021, 07:40:45 »
Hallo Emily, hallo Marieclaire

Es ist gut zu lesen, wie es auf der anderen  Seite ist, wie Ihr fühlt. Ich bin bei uns die Spielerin (seit über 100 Tage abstinent) und mein Mann der Angehörige, der darunter leidet (gelitten hat).
Wichtig für Eure Männer ist, dass Ihr hinter Ihnen steht, aber auch klar sagt,  was Ihr erwartet. Also Abstinenz,  Hilfen annehmen wie Arzt und Selbsthilfegruppen, Therapie) und vlt. Auch ein Stück Autonomie abgeben an Euch, was die Finanzen betrifft.
Es wäre schön, wenn ihr weiter schreibt hier. Das öffnet auch mir immer mehr die Augen.

Alles Liebe
Devilslady

Re: Mein Leben im Ausnahmezustand
« Antwort #4 am: 17 September 2021, 12:27:30 »
Hallo Devilslady,

Ich frage mich oft warum er mir das antut. Es ist echt nicht einfach hinter ihm zu stehen wenn er " vergessen hat mir etwas zu erzählen", und "es mich nix angeht" und " ich mich um mein Zeug kümmern soll".  Er sagt nicht wo er war und wenn ich frage geht es mich nix an oder er vergisst was wichtiges zu erwähnen.
Es tut echt weh zu sehen wenn er mal etwas gewonnen hat , sich groszügig belohnt, die Kredite die er heimlich aufgenommen hat immer grösser werden. Es tut echt weh wenn er mich für dumm verkauft und immer wieder Storys ausdenkt.
Es tut echt weh manupuliert zu werden. Es tut weh weil er weiss das ich wegen den Kindern gerade nicht weg kann und sich mächtig gibt.
Es tut weh wenn ich traurig bin, und er singend durch die Wohnung läuft weil er sich durch meine schlechte Laune nicht runterziehen lassen will. Er tut weh wenn er nicht verstehe das ich mich über die 600 Eur Gewinn nicht freuen kann weil das minus viel höher ist.

Ich wünschte das jeder der gerade eine Wette platziert nur kurz überlegt welchen sinnvollen Dinge er mit diesen Geld machen könnte und auch noch einen Mehrwert davon hat.

Re: Mein Leben im Ausnahmezustand
« Antwort #5 am: 17 September 2021, 13:54:14 »
Hallo Marieclaire,

du schreibst hier schon seit 1,5 Jahren,dass du das ganz nicht mehr aushälst. Was tust du für dich,für deine Kinder? Was hast du bisher unternommen? Nicht für ihn,nur für dich.

Lass ihn fallen,zieh aus,komm ins Handeln.  Trotz und gerade wegen der Kinder. Mach es dir nicht in der Opferrolle bequem,komm da raus ,werd unabhängig von ihm.
Er muss Kindergeld zahlen,das Amt wird dir auch mit einer Wohnung helfen und dich finanziell unterstützen.

LG Wolke

Re: Mein Leben im Ausnahmezustand
« Antwort #6 am: 17 September 2021, 14:02:25 »
Ich habe mir Hilfe geholt indem ich eine  Angehörigengruppe besuche. Die allermeisten Menschen sagen verlass ihn doch. Das Verlassen bedeutet aber für mich das viele Dinge komplizierter werden. Ein Beispiel, wenn es um die Kinder geht entscheide ich fast alles alleine, er ist nicht wirklich daran interessiert und ist froh wenn ich ihn damit in Ruhe lasse. Eine Trennung würde bedeutet das wir uns wegen allen Abstimmen müssten, und er ist so stur das er mir das Leben erst Recht damit zur Hölle machen würde. Kurz gesagt er geht immer dagegen, egal ob richtig oder falsch ist.
Die Beraterin meinte ich kann es noch nicht ändern und damit hat sie Recht. Ich kann es noch nicht

Re: Mein Leben im Ausnahmezustand
« Antwort #7 am: 17 September 2021, 14:06:33 »
Du kannst das alleinige Sorgerecht beantragen,was ich dir raten würde und schon kannst du alles alleine entscheiden, es wird einfacher und entspannter für dich und die Kinder

 

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