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Raucherentwöhnung und Anderes

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Offline andreasg

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Re: Raucherentwöhnung und Anderes
« Antwort #195 am: 20 Juni 2022, 16:39:25 »
Hallo Olli,

mein Mitgefühl, o ja, die langen Sitzungen, aber zum Trost stand die Zahnarzthelferin zur Seite ...

Nun sind meine Prothesen verbissen, ich soll ja sehr stabile Knochen haben, die Paradonthose benimmt sich wie der Südpazifische Vulkanring, also nur die allerbeste Zahncreme und und die Elektrische Zahnbürste. Am 05.07.2022 habe ich den nächsten Termin bim Zahnarzt. Einen Tag vorher beim Augenarzt. Entzündungen in den Augen, zum Glück keine blöde Bindehautentzündung, aber eine Leseschwäche ...

Fazit: Ab in die Werkstatt, und ein Fahrrad kaufen für die Nase. Viel Papierkram, aber wenn ich wieder richtig lesen kann, brauche ich auch nicht mit dem Zahnersatz knirschen.

Alles Gute für Dich!

Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

Re: Raucherentwöhnung und Anderes
« Antwort #196 am: 20 Juni 2022, 17:23:50 »
Die Wunderbälle waren auch sehr lecker und Double Dip......mmh.

Kaugummizigaretten gab es auch.....ich habe sie teilweise angezündet  ::)

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Offline Olli

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Re: Raucherentwöhnung und Anderes
« Antwort #197 am: 21 Juni 2022, 14:15:19 »
Rein intuitiv alles richtig gemacht, kleine Charlie (St. King; Das Feuerkind ... :)


Eben dachte ich noch, als ich Monchichi den Link fürs Samstagsmeeting eingestellt habe, wie mulmig es mir war, als ich das erste Mal in die SHG ging.
Doch als ich damals an der Antoniterstraße ankam (heute ist das Meeting woanders), da standen die Teilnehmer locker flockig noch vor der Tür.
Es wurde gelacht und getrascht - das alles musste erst mal raus, bevor es dann im Meeting ernst wurde. (Und gequalmt wurde auch noch mal schnell wie ein Schlot.)
Ich wurde vorsichtig gefragt, wo ich denn hin wolle und erntete ein ermuntigendes Nicken. Schnell war das Eis gebrochen - zumindest für diese Art der Kommunikation.
Im Meeting selbst hat es ewig gedauert, bis ich da mal den Mund aufbekommen habe. Damals, und davon berichte ich ja öfters, war ich noch gar nicht bereit für die Abstinenz.

So um 2011 oder 2012, ich war bereits in mein Häuschen eingezogen, da war ich schon mal Moderator in einem Forum. Irgendwann schrieb mich jemand an und wollte telefonieren. Ich kann und will Euch den Inhalt hier nicht wiedergeben, doch irgendwann sagte er irgendwann nur noch ... ||: "Du bist nicht der Olli aus dem Forum ..." :||
Ich weiss bis heute noch nicht, was ich da wohl Falsches gesagt haben mag. Zu Wort kam ich in dem Gespräch nicht mehr, denn es wurde abrupt beendet.

Diese Szene schoß mir eben durch den Kopf. Zum Einen ist da die Ablehnung - die Verletzung - die Bürde, die mir als Kind in Angst eingeschlagen und auf den Rücken geschnallt wurde. Doch die ist nebensächlich, denn ich bekomme das zumeist recht schnell gebacken.
Zum Anderen ist da aber auch die Erwartungshaltung, die da in mich gesteckt wurde und die ich wohl nicht erfüllt habe. Auch hier weise ich eine Bürde seelenruhig von mir.

Wir in der Selbsthilfe sind nun mal keine Wunderheiler. Wir helfen uns selbst! Das ist das ganze Geheimnis ...
Wenn ich, wie ich selbst einst, nicht bereit bin das Gesagte mit meiner eigenen Person abzugleichen - abzuwägen und darauf aufbauend Entscheidungen zu treffen und sie in die Tat umzusetzen, dann bringt mir die SHG für diese Phase nix. Dieser Prozess klingt so anstrengend, schwer und unangenehm ... na klar, hier handelt es sich ja um den Geist, die Psyche, die Persönlichkeit ... es handelt sich dabei um etwas höchst intimes ...
"Siehe zu, wie Du das hinbekommst!" --- "Verrate bloß keinem, dass Du spielsüchtig bist!" ---- "Die Spielsucht ist eine Charakterschwäche!"
Unsere Scham existiert nicht nur, weil wir gegen die Grundsätze und Werte der sozialen Gruppe verstoßen, der wir angehören. Diese sind teilweise auf falschen Glaubenssätzen und Vorurteilen aufgebaut - der der restlichen Gruppe, um das noch mal zu betonen!
Ich rede absolut nicht von Schuldzuweisungen oder Schuldabwehr, es geht mir einzig um eine übertriebene Scham. Die blockiert nämlich und lässt uns dann auch nicht an Meetings teilnehmen.
Von Ignorieren hat sich aber noch nie etwas verändert. Und damit sind wir wieder beim Thema ... analysieren der eigenen Person in der Gruppe.
Wir verändern uns doch tagtäglich. Ich sage von mir z.B. dass ich viel ruhiger geworden bin. Ist das schlimm? Nö ... doch eigentlich ... genau das Gegenteil ... oder?
Bei mir tauchen dann im Hinterkopf so eingepflanzte Floskel auf wie: Wer etwas werden will, der muss die Fingerchen gehen lassen! Oder: Mach voran, Du Faulpelz!
Mittlerweile frage ich mich im Gegenzug: Wieso soll ich mir nicht auch mal erlauben faul zu sein - nix zu tun - mir die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen?
Wer entscheidet wirklich, wessen schreiendstiller Stimme aus dem Oberstübchen ich da folge?
Wenn wir an der Gruppe teilnehmen möchten, dann sind wir gewillt uns selbst etwas Gutes zu tun. Wenn das dann klappt, dann profitieren auch meine Liebsten davon - automatisch! Da ist doch nichts Anrüchiges dran?! Im Gegenteil ... seid stolz auf Euch! Ihr lenkt Eure eigenen Veränderungen. Ihr werdet Euch Eurer Stärken und Schwächen mehr und mehr bewusst, ohne dass Euch Letztere belasten.
Habt Ihr keine Ahnung, was Ihr sagen "sollt"? Kleines Intermezzo ... Letzten Mittwoch gab es ein kleines Meeting mit den Mittwochsgruppenleitern. Es kam zu einem Thema und dann gingen die Stellungnahmen reihum. Es war alles gesagt, als ich dran gewesen wäre. Also habe ich geschwiegen. Prompt kam die Frage auf: Möchtest Du nicht auch noch mal etwas dazu sagen? .... Brrrrrrr .... Muss das denn sein .... Also habe ich brav noch mal kurz Stellung bezogen ...
Wenn ich mit der bis dato einhelligen Meinung nicht d´accord gewesen wäre, dann hätte ich schon den Mund aufgemacht.
Aber zurück ... Ihr müsst ja nix sagen ... keiner wird Euch zwingen. Meistens reicht eine kleine Frage meinerseits - schon vollkommen belanglos - um den Wasserfall zum Rauschen zu bringen. Das ist dann zumeist ein Selbstläufer ...
Keiner achtet auf Satzaufbau, Wortwahl,  Grammatik  oder Strukturen im Text, wie einen Ringschluss. Es ist auch vollkommen egal, ob da jemand aus seiner Warte etwas behauptet, was objektiv betrachtet aber gar nicht so stimmt. Zack ... wir haben eine potentielle Veränderung ... ist doch prima ...
Wir bekommen alternative Sichtweisen präsentiert ... ist doch prima ... Wir werden ja durch unsere Sozialisation geprägt. Wenn wir uns dann "nur" Mitgliedern unserer sozialen Gruppe offenbaren, dann bekommen wir oft die gleichen oder zumindest ähnliche Sichtweisen präsentiert. Da kann die SHG zum wahren Fundus werden, aus dem wir uns bedienen dürfen.

Ups ... meine MP ist rum ...



Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Re: Raucherentwöhnung und Anderes
« Antwort #198 am: 23 Juni 2022, 19:58:07 »
Uuuih,seit wann gibbet denn oben links den Link zu der Mittwoch und Samstag Onlinegruppe?


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Offline Olli

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Re: Raucherentwöhnung und Anderes
« Antwort #199 am: 23 Juni 2022, 20:35:19 »
Seit heute morgen ... Ilona hat sich drum gekümmert ...

Jetz jibbet keine Ausreden mehr ... "Hab´ den Link nicht gefunden ...!"

:) :) :)
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Re: Raucherentwöhnung und Anderes
« Antwort #200 am: 23 Juni 2022, 20:39:14 »
Ok ich dachte schon ich hätte das die ganze Zeit übersehen, sehe ja alles nur aufm Handy......da sieht die Seite etwas anders aus.

Ja,cool,ist so mit den Links übersichtlich und man findet alles schnell. Gute Idee!!

 

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