ONLINE-Selbsthilfegruppe | Samstags von 19 Uhr bis 21 Uhr

Sportwetten OLG Frankfurt

Begonnen von Der_Neue_22, 26 Februar 2023, 14:08:24

Vorheriges Thema - Nächstes Thema
Und nochmal, vielleicht schreibe ich auch einfach zu undeutlich.
Es geht NICHT um mich.

Mein Fall liegt beim OLG aktuell... also alles in der Reihe.

Was passiert wenn man vor dem OLG gewinnt, kann der Anbieter sich dann weiterhin weigern zu zahlen?
Wie ist es anderen ergangen?

Hi Michael!

ZitatAber wenn die Anbieter es drauf ankommen lassen, wann müssten sie spätestens zahlen?

Die Antwort steckt schon in Deiner Frage. Die setzt nämlich voraus, dass ein Handlungswille bei den Anbietern vorhanden sein muss. Ist dies nicht der Fall, dann müssen sie eben auf rechtlichem Wege gezwungen werden!
Von daher gibt es kein genaues "Wann ist es soweit?"
Zur Not musst Du oder egal wer eben bis zur Zwangsvollstreckung warten, sofern dies überhaupt möglich ist.
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Hallo,
meistens arbeiten neben Anwälten auch Wirtschaftsjuristen (Bachelor/Master) in den Kanzleien.
Die Wirtschaftsjuristen analysieren/bewerten die G-Unternehmen. (Bonität, Standorte, Vollstreckung, usw.)

Falls du es genau wissen willst, musst du da nachfragen. Die sollten vor jedem begonnenen Prozess wirklich jedes Unternehmen analysiert haben!!!


Moin zusammen, nach meiner Meinung wird in manchen ol* Entscheidungen auch zu indirekt für Sportwetten entschieden. Seht ihr das genauso und kann man dann auch darauf erschließen das ein ol* auch zu sportwetten so entscheiden würde? Wenn die schon beim LG verloren haben wird es doch mit den Verfahrenskosten und Anwalts sowie Zinsen noch teuer? Und es handelt sich um die größeren Anbieter von heute.

Den muss doch klar sein wenn wir länger warten können es für die immer teuer wird. Die Zinsen kriegt man nicht bei der Bank. So ganz versteh ich die Strategie nicht dahinter wenn die Rechtslage klar ist.
Wahrscheinlich wird der BGH auch für uns irgendwann entscheiden und es regionale Unterschiede kommen.


#79
"So ganz versteh ich die Strategie nicht dahinter wenn die Rechtslage klar ist."

Es gibt nur wenige Kläger (Scham, Verheimlichung, usw...), und nur ganz wenige schaffen es aus der Sucht.

Außerdem ermöglicht die Behörde weiterhin ein gesetzloses Wachstum. Für die Anbieter ist alles bestens!

Gesetzloses Wachstum würde ich das nicht nennen. Wir haben ja den GlüStV auf dessen Grundlage lizensiert wird. Und die Erläuterungen und die Nebenbestimmungen. Und da gibt es viel Raum für Lobbyismus der Branche. Die Suchthilfe hat man fast nur in weniger bedeutenden Anhörungen beschäftigt. Ja, wir müssen lauter werden. Und die Betroffenen müssen mal den Allerwertesten hochkriegen. Hätten wir z. B.  mehr Mitglieder, hätten wir andere juristische Möglichkeiten.
LG Ilona
[url="//www.gluecksspielsucht.de"]www.gluecksspielsucht.de[/url]
www.gluecksspielsucht-selbsthilfe.de
[url="https://spielerschutz.gluecksspielsucht.de/"]https://spielerschutz.gluecksspielsucht.de/[/url]
Bluesky@gluecksspielsucht.bsky.social

Zitat
Ja, wir müssen lauter werden. Und die Betroffenen müssen mal den Allerwertesten hochkriegen. Hätten wir z. B.  mehr Mitglieder, hätten wir andere juristische Möglichkeiten.

👍👍👍


#82
Zitat von: Ilona am 09 März 2023, 12:35:04
Harte Worte, die ich aber so nicht unterschreiben würde. Der wahre Gegner sind die multinationalen Konzerne, die die Gesetze ignoriert haben und weiter ignorieren und dadurch enorm profitieren. Leider haben sie auf politischer Ebene starke Verbündete. Sollte man bei den nächsten Wahlen mal drüber nachdenken, bevor man die Kreuzchen macht.
LG Ilona

Hmmm ... gibt es wirklich politische Lager? Mir würden ad hoc auch zahlreiche SPD und GRÜNEN Politiker einfallen, die von einer liberalen Glücksspiel-Politik profitieren ....... Sobald die Kasse klingelt, ist alles egal :D

Der Drogenbeauftragte der SPD zum Beispiel hat folgendes auch zugelassen:
"Glücksspiel wird immer mehr als Hobby wahrgenommen"
https://www.zeit.de/news/2023-03/14/experte-gluecksspiel-wird-immer-mehr-als-hobby-wahrgenommen?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.isa-guide.de%2F

Laut SPD bald sogar die volle Dröhnung... Cannabis und Glücksspiel :D

Nee, damit hat der Drogenbeauftragte nix zu tun. Als Bundespolitiker sowieso nicht und als liberalisiert wurde, war er noch gar nicht im Amt.
Die Cannabisdebatte kann man auch nicht 1:1 übertragen.
LG Ilona
[url="//www.gluecksspielsucht.de"]www.gluecksspielsucht.de[/url]
www.gluecksspielsucht-selbsthilfe.de
[url="https://spielerschutz.gluecksspielsucht.de/"]https://spielerschutz.gluecksspielsucht.de/[/url]
Bluesky@gluecksspielsucht.bsky.social

Das ist eine Schutzbehauptung der Politiker. Die Bundespolitiker sollten ein Interesse an der Altersgruppe < 25 Jahre (wenigstens präventiv) haben.

Was passiert gerade?
Bei den jungen Leuten werden schädlichste Verhaltensmuster (durch die Politiker) implementiert.

Wer wird kanalisiert (zu wirklich dreckigen Unternehmen)?
Laut neuesten Ergebnissen sind es die jungen Leute unter 25 Jahre, die das Zocken inzwischen als Hobby empfinden.

Was ist daran gefährlich?
Das Suchtgedächtnis vergisst nicht. Sucht verläuft immer exponentiell.

Das ist m.E. 1:1 auf Cannabis übertragbar.
Die Leidtragenden sind die jungen Menschen und das ist übel.

Die Bundespolitik ist aber nur für Spielhallen zuständig. Nicht für die Onlinecasinos etc. Das liegt in der Zuständigkeit der Länder.
LG Ilona
[url="//www.gluecksspielsucht.de"]www.gluecksspielsucht.de[/url]
www.gluecksspielsucht-selbsthilfe.de
[url="https://spielerschutz.gluecksspielsucht.de/"]https://spielerschutz.gluecksspielsucht.de/[/url]
Bluesky@gluecksspielsucht.bsky.social

Die Bundespolitik kann aber jederzeit auf die Landespolitik einwirken. (das ist selbst in unserer Verfassung, die mit Füßen getreten wird, verankert)
... wenigstens fängt die Uni Hohenheim jetzt auch an zu warnen.... Unter 25-Jährige empfinden GLÜCKSSPIEL als Hobby...WAHNSINN!!!

Bevor die SPD eine widerliche Drogen-Agenda durchsetzen möchte, sollten sich die Entscheidungsträger erst einmal hiermit beschäftigen:

Zitat
Grundsätzlich müssen wir uns als Gesellschaft fragen, wie viel Werbung, wie viel Glücksspiel wir in unserem Leben und in der Gesellschaft zulassen wollen.

Parlor, was ist los? Versuch doch mal ein klein wenig sachlicher zu argumentieren und vermisch bitte nicht zwei Themen.
Und verrate uns mal bitte, welche Möglichkeit die Bundespolitik hätte, den GlüStV zu ändern. Unabhängig davon, dass das mit der FDP eh nicht zu machen wäre. Zum Zitat der Hohenheimer: Diese Position vertritt der FAGS auch. Das ist nicht neu. Aber leider gibt es aus der Zivilgesellschaft kaum Initiativen, die dieses Thema auch aufgreifen. Aber was nicht ist, kann ja noch kommen. Unser Bündnis gegen Sportwetten-Werbung wächst jedenfalls. Engagierst du dich auch - außer hier im Forum - für das Thema? Wäre doch eine Idee!!! Nur Frust schieben, tut ja auch nicht gut.
LG Ilona
[url="//www.gluecksspielsucht.de"]www.gluecksspielsucht.de[/url]
www.gluecksspielsucht-selbsthilfe.de
[url="https://spielerschutz.gluecksspielsucht.de/"]https://spielerschutz.gluecksspielsucht.de/[/url]
Bluesky@gluecksspielsucht.bsky.social

Hmm... die FDP ist wenigstens ehrlich. Die anderen Parteien sind scheinheilig unterwegs.
Ich beende die Diskussion.
Ich bin der festen Überzeugung, dass wir unter dem jetzigen Drogenschutzbeauftragten die schlimmsten Zustände in naher Zukunft zu erwarten haben.

Wir danken dem AOK Bundesverband für die Finanzierung des technischen Updates dieses Forums