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Stationäre Therapie

Begonnen von Kastanie90, 24 Januar 2026, 14:12:28

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#15
Hallo Kastanie,

ja, was TAL Dir schrieb, ist wertvoll, weil sie ehrlich schreibt und aufräumt mit so vielen Floskeln und Vorurteilen. Das tut allerdings nicht jede/r.
Besser Du lernst, beides voneinander zu trennen und nicht außer Acht zu lassen, dass viele Leute - auch hier - nicht die Offenheit aufbringen oder ihre eigene nicht mal wahrnehmen. ist ja auch aufwändig und geht nur mit ehrlicher Selbstreflektion.

Frag doch erst mal Dich selbst, welches Eure Verbindung ist, was sie ausmacht, was sie wichtig macht. Wenn es bei ehrlicher Betrachtung so ist, dass Deine Stütze und Dein Wunsch nach 'Unentbehrlichkeit' vorherrschen, ist das eh keine haltbare Basis.
Wenn er sich an Dich anlehnt, weil ihm klar ist, dass Du nicht loslassen kannst oder willst, dass Du ihm z.B. weiterhin Alkohol als Beruhigungsmittel zugestehst, dann bedeutet das irgendwann sehr viel Leid, das Ihr Euch ggs. antut.

Was Deine Frage nach den Gefühlen vor Therapie angeht ... wie würde Dein Partner selbst sie denn beschreiben? DArauf kommt es an. Kann er das? Ist er offen oder lässt er Dich mutmaßen?
Die Gefühle sind sicher nicht einfach fassbar und widersprüchlich.

VG Rubbel
--Meist ist Geist geil--

Hallo Rubbel,

ja, er sagt selbst, dass er merkt, dass viel hochkommt. Und dass er das alles eigentlich noch nicht aufmachen will. Er sagt, er möchte das in der Therapie machen, weil er das Umfeld um sich herum braucht, um halbwegs ,,geordnet" in die Themen zu gehen. Er sagt auch, er weiß, was auf ihn zukommt, deshalb freut er sich auch darauf. Er sortiert gerade und teilt sich sehr viel mit. Gleichzeitig ,,ermahnt" er sich oft auch selbst. Er sagt, er will eigentlich noch gar nicht so tief rein, weil es halt extrem anstrengend ist und er das sowieso bald 12 Wochen lang macht und er eigentlich die Zeit davor halbwegs mit mir genießen möchte.

Aber ich bin froh, dass er sich mitteilt. Er sagt selbst, dass er das eigentlich nie konnte, ohne verurteilt zu werden oder ,,nicht gesehen" zu werden. Ich denke, da ist er zumindest innerlich schon einen großen Schritt nach vorne gegangen...

Zitat von: Kastanie90 am 25 Januar 2026, 12:30:06
ja, er sagt selbst, dass er merkt, dass viel hochkommt. Und dass er das alles eigentlich noch nicht aufmachen will. Er sagt, er möchte das in der Therapie machen, weil er das Umfeld um sich herum braucht, um halbwegs ,,geordnet" in die Themen zu gehen. Er sagt auch, er weiß, was auf ihn zukommt, deshalb freut er sich auch darauf. Er sortiert gerade und teilt sich sehr viel mit. Gleichzeitig ,,ermahnt" er sich oft auch selbst. Er sagt, er will eigentlich noch gar nicht so tief rein, weil es halt extrem anstrengend ist und er das sowieso bald 12 Wochen lang macht und er eigentlich die Zeit davor halbwegs mit mir genießen möchte.

ich werf' mal was in dem Raum. Er eiert herum, um dich ruhig zu stellen.
Für mich alles Ausreden und es wird absolut nichts passieren.
Dein Freund ist weit entfernt davon, abstinent werden zu wollen.

Natürlich wünsch ich euch, dass ich komplett Unrecht habe.

Danke für deine ehrliche Einschätzung.

Ich gehe da auch nicht blind rein. Für mich ist gerade wichtig, dass ich sein Verhalten über die Zeit beobachte und gleichzeitig auf meine eigenen Grenzen achte. Mehr kann ich im Moment nicht tun.

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