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Eltern

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Offline Olli

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Re: Eltern
« Antwort #15 am: 24 März 2014, 23:12:58 »
Guten Abend!

Ein weiteres Kapitel hat sich in Form eines Briefes eröffnet.
Eine Antwort habe ich in Arbeit, möchte sie die nächsten Tage aber noch einmal überarbeiten.
Vielleicht helft Ihr mir ja dabei?

Nun, hier der Text meines Vaters:
EDIT: Auf Wunsch entfernt.

Beigelegt noch ihr Testament - hier der wichtigste Auszug:
Zitat
... Unser Sohn Olaf wird in unserem Testament nicht berücksichtigt.
Auch das Pflichtteil soll er nicht bekommen. ...
« Letzte Änderung: 27 März 2014, 11:07:39 von Olli »
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Re: Eltern
« Antwort #16 am: 25 März 2014, 20:48:41 »
Hallo Olli

auch diesen Tread hab ich heute zum ersten Mal entdeckt. Ich liebe solche Berichte, denn sind aus dem wirklichen Leben.
Mit Abstand betrachtet und nicht involviert, kann ich vieles anders sehen...aber dennoch auch viele Parallelen in meinem eigenen Leben ( Ursprungsfamilie früher)

Ich sehe dahinter heute ein *krankes* Familiensystem.Wie es zig Fach zu finden ist. In dem jeder Täter aber auch Opfer ist. Ich konnte das Kranke an jedem einzelnen in unserer Familie nicht auflösen...mit keiner Reaktion oder mit keinem Manipulationsversuch...noch mit Angriffen, Verletzungen...oder immer währdendes DA sein wenn jemand Probleme hatte...mich immer vergessend und aufopfernd , für etwas Anerkennung...ich konnte nur mich selber verändern. Zu lange habe ich daran geglaubt, das bei den anderen schaffen zu können. Letzendlich musste ich auch hier kapitulieren (wie beim pielen, ist es auch hier notwendig gewesen)!...und erst das hat mir ...in mir...Ruhe und Frieden gebracht. Im Familiensystem...konnte nur ich alleine aussteigen und meinen Weg alleine finden. Der Austieg ...ohne den Kontakt zu allen abbrechen zu müssen...hat natürlich gedauert. Es war nicht einfach meinen eigenen Weg zu finden , ihn um zu setzen. es war genauso schwierig, wie den Weg aus der Speilsucht für mich zu finden. Es hing und hängt so viel damit zusammen, warum beides so schwer fiel.Auch fand und finde ich diese Muster in vilenen Bereichen meines Lebens wieder. Besonders wenn es um Beziehungen und sozialem Umgang ging.  Viele innerlichen Konflikte und Ambivalenzen waren und sind immer noch damit verbunden.

Als ich deine Komunikation mit deiner Schwester las ( war do sie oder war es deine Mutter (Sie) ? ) dachte ich...soll das nun ein Witz sein? oder findet so die Komunikation wirklich statt? ...wenn es so ist, wie ignorant und übergiffig ist denn der Olli da in seinen Äußerungen? Es erinnerte mich stark an deinen Vater. Auch wo ich jetzt seinen Brief an dich gelesen habe, hat er mich wieder an dich erinnert. Ich denke er ist genauso abhängig nach Anerkennung und Wert-Suche , wie du. Die mit allen möglichen Mitteln versucht wird, sich einzu holen. Verdrehen und manipulieren durch verletzungen inbegriffen. Er ist auf sich bezogen blind, weil er nicht reflektioeren kann. Du hast es inzwischen wenigstens schon etwas gelernt und hinterfagst dich auch. Das allein unterscheidet euch inzwischen. Du entwickelst dich weiter, was dein Vater nie für nötig hielt. Weil er wohl mit seiner Art wohl immer seine Ziele erreichen konnte?

Ich denke dein Vater kann ein sehr egozentrischer und egiostischer A**** sein, aber auch anders. Es sind verschiedene Anteile in ihm, die ihm wohl selber nicht mal bekannt und bewusst sind. ich habe auch so eine Schwester wie du , in unserem Familiensystem. Sie ging immer anders mit allem um, kam mit den Eltern klar...aber ebensowenig mit dem Leben , wie ich. Sie ist 11 Jahre älter als ich, hat keine eigenen Kinder, weil ihr ihre Finazielle Sicherheit und ihr Job immer wichtiger war. Ich war das scharze Schaf der Familie, die ihre talente nicht zu nutzen wusste...ein Looser. Bruder und große Schwester der Stolz der Eltern und die 8 jahre jüngere Schwester ein verwöhntes aber ebenso emotional vernachläsigtes Anhängsel. Alle haben wir psychische Probleme..und zwas schwerwiegende.
Heute ist mir klar...meine Eltern hatten das auch...und es ist kein Wunder , dass es weiter gegeben wurde. Jedes Kind mit einer anderen Rolle , aber ebenso gestört.
Wir sind mit Sicherheit kein Einzefall in Deutschlands Haushalten...denn wenn ich richitg hinschaue...treffe ich sowas in fast jeder Familie wieder.

Olli, ich hab den Eindruck, die Tatsache dass du Spieler bist, und vielleicht viele Fehler gemacht hast und anderen nicht genügst, nimmst du selber viel zu wichtig, viel zu negativ wichtig. Ich lese das aus deinen zeilen. Schau mal bitte genauer hin und sortier noch mal.
Ich würde mich damit nicht mehr manipulieren lassen. Weil ich habe keine Schuldgefühle, dass ich Spielerin bin. Ich bin einfach nur da Produkt was aus den Umständen in denen ich lebte und , wie ich damit nur umgehen konnte. Ich trage dafür nicht allein die Verantwortung.
Eben weil, ich es nur so konnte, wie ich es tat...und das Immer. Trotzdem, bekomme ich natürlich Konseqenzen zu spüren. Das ist meine Chance , um daraus zu lernen und mich weiter zu entwickeln.Mehr ist das nicht und mehr hat es auch für mich nicht mehr zu bedeuten.

Du leidest unter der Situation, aber ich denke alle anderen auch...auch wenn sie so *Hart* tun und durch manipulation zu ihren Zielen kommen wollen.

Frag doch mal, wo bei alle dem ...die Liebe ...bleibt? Woran sie zu erkennen ist, zu spüren und zu fühlen ist? Jeder kämpft da seinen Einzelkampf , um seine Bedürfnisse.
Dein Vater hat andere , wie du. Er erkennt deine nicht an..weil du seine nicht anerkennst und umgekehrt.Keiner nimmt den anderen wichtig, weil er sich selber verletzt und nicht ernst genommen fühlt. Ich denke, das sit unbewusstes, unreifes verhalten. *psychisch gestört und Krank* in meinen Augen. Nicht wertend, sondern subjektiv von mir betrachtet...nach meinen eigenen Erfahrungen und meiner Verstänismöglichkeit.

ich weiß nicht, ob meine Zeilen dir helfen können. Ich hoffe und wünsche es mir, weil ich weiß, wie Leidvoll das Ganze wohl ist.

herzliche Grüße von jemanden, der dich sehr mag :-)

lg libelle



« Letzte Änderung: 25 März 2014, 20:54:52 von libelle »

Re: Eltern
« Antwort #17 am: 25 März 2014, 21:02:54 »
Halli, Ich nochmal  ;)

möchte euch gern mal einen Link hier lassen

http://www.youtube.com/watch?v=X7jj8_Y6Sbs

Es sit zwar sehr lang der Vortag, aber mir hat es einiges wieder sehr verdeutlichen können.
Verstehen können, heilt...finde ich.

lg libelle

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Offline Olli

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Re: Eltern
« Antwort #18 am: 26 März 2014, 10:41:38 »
Hallo Ihr zwei!

Ich habe den Brief auch noch in einem anderen Forum gepostet.
Nun habe ich viel Antworten bekommen - positive und auch negative.
Mir wurden Möglichkeiten aufgezeigt, wie ich an der Situation aktiv etwas ändern könnte.
Doch sie scheitern an meinen Blockaden.

Ich habe mich entschieden, vorerst gar nicht auf den Brief zu reagieren.
Viel zu viel geht mir durch den Kopf und massenhaft drängen vergangene Verletzungen an die Oberfläche.

@Libelle
Dein Beitrag ist grandios!

Du hast es geschafft, meine "Einstellung", teils bewusst resümiert, teils auch nur gefühlt, in Worte zu fassen.

Dafür danke ich Dir herzlichst.

Vom Link habe ich bisher ca. 30 min gesehen.
Der Referent trägt scheußlich vor ... aber das Thema ist spannend!
Heute Abend schaue ich weiter ...

Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

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Offline andreasg

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Re: Eltern
« Antwort #19 am: 28 März 2014, 09:45:53 »
Hallo Olaf,

ich habe Deine Geschichte mit dem Haus verfolgt. Am Anfang waren es die Gutachten.... Nun ist das Erbe dran und damit die Ursprungsfamilie im Spiel.
Da sind die Behörden das Vehikel um nicht wieder auf den Zug der dyfunktionalen Familie aufsteigen zu müssen. Letzter Wage, Puffersitz, versteht sich!
Ich scheue mich ein wenig, dir ein direktes Feedback zu posten. Kenne ich einen ähnlich gelagerten Fall in meiner Therapiegruppe. Dort kenne ich eben nur das Statement der Mitpatientin.
Ich habe den Brief Deines Vaters gelesen, werte und kommentiere ihn nicht.
Ich bin fest davon überzeugt, daß Spielsucht, eine Familienkrankheit ist, gleich wie Alkoholismus. Es gibt keinen "Bösen" und alle anderen sind Opfer.
Es gilt, sich von narzistischen Bildern zu verabschieden, wohlgemerkt, das Thema ist Spielsucht!
Ich glaube auch nicht, daß eine Schiedsperson oder ein Gericht hier einen Erbschaftssteit Dir Frieden geben kann.
Ratschläge ind im zweiten Wortteil - Schläge. Aber ich sitzte am Rechner, denke daran, in das Pflegeheim zu fahren, in dem meine Mutter die Heimordnung über den Haufen wirft, nach Rücksprache des Arztes - mit der Heimleiterin.... Ich habe mich 50 Jahre um meine Mutter gekümmert, so die Therapie - und nun kommt die Wut hoch.
Es ist besser, hier zu posten, als den Rechner daddelnd durch die Wand zu schlagen.
Mein Gott, mal alles offen und ehrlich auf den Punkt zu bringen, ohne zu verletzen.
Olaf, wenn ich schreibe werde ich ruhiger und gelassener.
Ich danke für Dein Teilen
Schöne 24 Stunden
Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

Re: Eltern
« Antwort #20 am: 28 März 2014, 20:39:21 »
Hallo Olli

heute habe ich in einem anderen Forum deine Komunikation zu diesem Thema gelesen.
und mir kamen dann dazu  noch Gedanken, die ich dir gern hier lassen möchte und mit dir teilen möchte.

Du schreibst dort Annahme ist dir nicht mehr wichtig, sondern Respekt und Akzeptanz
Ich fragte mich, ist das nicht das Gleiche?
Respekt und Akzeptanz fändest du leicht, wenn du das tust, was dein Vater erwartet und verlangt von dir.
Du hast Recht damit, dich nicht verbiegen zu wollen. So sein zu dürfen, wie du nun mal bist.
Du darfst es ja auch. NIEMAND kann es einem verbieten, außer wir selber ;-)

Doch Respekt und Akzeptanz kann man nicht erzwingen. Du nicht, ich nicht, dein Vater nicht, keiner ! Dein Vater will Respekt und Akzeptanz auch für sich erzwingen, genau wie du. jeder auf seine Art. Das ist euer gemeinsamer Nenner.Beide seht ihr da nur euch selber dabei. Der Unteschied ist, das ein Kind darauf angewiesen ist, den ersten Respekt und bedingungslose Akzeptanz von seinen Eltern zu erfahren, um auch gesund sich entwickeln zu können. Deinem vater hat es einst sicher genauso gefehlt, wie heute dir.
Wichtiger ist doch, das man sich selber respektiert und akzeptieren kann ...und sich durch solche Schuldzuweisungen oder Vorhaltungen, nicht verunsichern lässt. Das ist aber schwer, wenn man es ganz allein aus sich nacholen muss und nicht vermittelt bekam.
Ich habe auf sowas immer nur so negativ reagieren müssen, weil ich mir nicht sicher war, ob der jeniger Recht hat. Nicht oberflächlich, sondern tiefer in mir drinne. Da war immer noch ein Anteil in mir selber, der gegen mein vordergründiges Rechtsempfinden und Abwehr in mir, bei fremd Ver- Urteilungen reagierte. In der Psychotherapie nennt man sowas Täterintrojekte.

Manchmal ist es wirlich besser von Menschen , die einem nicht gut tuen, sich zu trennen. Auch oder erst recht wenn es Eltern oder Familie ist. Das praktizierst du nun ja schon eine ganze Weile und leidest nicht darunter. Das beste Zeichen, dass es für dich (erstmal) der bessere Weg ist.

a) weil dein Vater sich nicht ändern wird
b) du dich selber immer wieder in Gefahr bringst.

Rational gesehen kannst du damit umgehen..mit Abstand noch mal besser...
aber emotional ist es bei weitem nicht so. (sag mir wenn ich mich irre)

Ich denke folgendes: entweder ich gehe solchen Situationen aus dem Weg und schütze mich so davor....
Was aber sehr gefährlich ist, da einem ähnliche Verhaltensweisen und eigene Reaktionsmuster überall erwischen können. Auf der Arbeit, in Vereinen, bei Freunden, in Foren ;-)
Solange dieses Muster nicht erkannt und in sich selber aufgelöst wird, wird es einem immer wieder begegnen. Löst Ängste aus und wieder Reaktionsmuster.

Besser finde ich...ich erkenne und akzeptiere meine eigenen Anteile daran..das was gespiegelt- und bei mir ausgelöst wird...und verabeite es (evtl mit Hilfe) so , dass es kein Thema mehr ist.

Es ist dein Problem, es gab Ursachen, du hast darauf Muster entwickelt, die dir bis heute nicht erlauben, mit so einem Verhalten, wie bei deinem Vater, gelassener mit um zu gehen. Dieses kannst du in dir verändern lernen. Das ist deine einzigste Chance, dich davon wirklich auch langfristig zu lösen. Keine Belastung mehr-Kein Thema mehr- für dich, dann.
Dazu muss vor allem deine emotionale Ebene erreicht werden..und dort musst du arbeiten...nicht allein im Kopf. Du lernst durch neue gefühlte Erfahrungen efektiver. So ist es jedenfals bei mir.

Ich hab mir selber einen guten Satz eingeprägt, den ich, als Ex Angehörige, aus einem Alkohliker -Forum habe. Er lautet:

Alles fängt in mir an...und hört auch da auf !

Dein Vater findet, für sich,  sein Selbtwertgefühl, indem er manipuliert, andere nieder macht , sich hervor hebt-wenn er sich kritisiert sieht. Weil er mit Kritik nicht konstruktiv umgehen kann.All sein Verhalten ist nur dazu da, sein im Grunde niedriges Selbstwertgfühl aufzupuschen und ist mit Sicherheit auch anerlenrntes -vorgelebtes Verhalten, was ihm zur legitimen Gewohnheit geworden ist.Immerhin kommt er noch aus einer Genaration, wo das anerkannter Lebensstiel war.Dazu kommen eigenen entwickelte Störungen. Keine Entschuldigung, aber eine Erklärung.
Kennen wir das nicht auch selber von uns ? Ich habe bei so einem Verhalten heute Verständnis und Mitgefühl, aber kann mich davon nun abgrenzen. Ich habe sooooo lange dafür gebraucht, das endlich zu schaffen. Aber es macht so herrlich frei.

lg libelle






« Letzte Änderung: 28 März 2014, 20:55:49 von libelle »

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Offline Olli

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Re: Eltern
« Antwort #21 am: 29 März 2014, 18:44:28 »
Hi Libelle!

Fühle Dich mal ganz dolle gedrückt von mir!

Ich bin überwältigt von diesem Beitrag - positiv - versteht sich.

Ich "kaue"  ;D Deinen Brief seit gestern immer wieder durch und bin fsziniert.

Leider weiss ich auch nicht wirklich, was ich Dir antworten könnte.

Dafür brauche ich noch etwas Zeit ... leide irgendwie an Gehirnlähmung ...  8)

Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
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Offline Olli

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Re: Eltern
« Antwort #22 am: 01 April 2014, 11:10:16 »
Hi Libelle!

Ich feile zuhause immer noch an einer Antwort.

Eben kam mir aber beim Lesen eines Beitrages im anderen Forum ein erschreckender Gedanke.

Was, wenn meine ... ja ... fast schon ... Gleichgültigkeit gegenüber den Tiraden meines Vaters auf dem Ausüben von Macht basiert?
Nicht um sie auszukosten ... sondern ... als unbewusste "Genugtuung"?
Ich weiß ja, dass er sich der Situation vollkommen ausgeliefert fühlt.
Oder rede ich mir das nur selbst ein?

Letzte Woche hat er sich durch eine Lüge seine alte Schubkarre durch Jan vorbeibringen lassen - die, die er mir vor vier Jahren geschenkt hatte.
Ist das jetzt reine Boshaftigkeit? Oder verspürt er diese imaginäre Macht und rebelliert? Kämpft immer weiter?

Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
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Re: Eltern
« Antwort #23 am: 02 April 2014, 07:33:14 »
Hallo Olli

ich kenne *Gehirnlähmung* wenn ich nah an einem wichtigen Thema bin, aber noch nicht bereit genug bin ehrlich hinzuschauen. Was eben meine Anteile damit sind.

Ob deine Gleichgültigkeit ein Machtspiel ist , oder du wirklich davon Abstand gefunden hast, kannst ja nur du selber für dich heraus finden. Ich kann nur spekulieren.
Meine Erfahrung aber ist, wenn mir allein schon so Gedanken kommen, hat das mit Sicherheit etwas zu bedeuten. Sonst käm ich ja nicht in diese Richtung. Also näher sich anschauen, lohnt sich bestimmt.Wenn es auch ein Machtspiel von deiner Seite her ist und du Genugtung brauchst, dann kann ich das auch irgendwie verstehen. Villt mal hinschauen ohne zu werten?

Es liegt schon Nahe, dass es ein Machtspiel ist, finde ich. Schließlich hast du lange und oft gelitten.
Aber im Grunde, verzeih dass ich das so offen sage....nehmt ihr beide an dem Machtspielen teil. Ihr tanzt seid Jahren diesen Tanz zusammen ;-)
Du denkst jetzt villt..ne, ich hab mich distanziert. Und ich meine, solange du noch soviel darüber nachdenken musst..drüber reden musst, Wut oder Trauer empfinden musst...ist nicht wirklich eine innere Distanz da. Jedenfals nicht so, dass es dir gut damit ginge.Es geht dir nicht gut damit..stimmt doch , oder??
 
Olli, Erkennen braucht Zeit. Es geht voran..Schrittchen für Schrittchen.Ohne Austausch, ohne Feedback...wäre ich alleine auch auf vieles nicht so einfach gekommen.Alles was war..war nötig, damit ich heute da bin, wo ich bin.Und ich bin längst noch nicht da , wo ich gern sein will.Das ist ne Lebensaufgabe  ;)

Dein Vater erscheint mir, von deinen Schilderungen her..sehr egozentrisch, wenn nicht sogar narzisstisch.
Auf jeden Fall ist es emotionale Gewalt, die du seid langem durch ihn erleiden musst.
Das hinterlässt Spuren und beeinflusst noch immer dein Leben.
Ich will deinen Vater gar nicht verurteilen. Denn er ist sicher auch Opfer (seiner eigenen Erlebnisse und Erfahrungen) und wird dadurch zum Täter.Aber du kannst aus diesem Muster aussteigen, wenn du das willst. Ich befürchte nur, ohne professionelle Hilfe, wird es nicht gehen.Da zu viele unbewusste und automatische Reaktionen damit verbunden sind.Jedoch wirklich gute professionelle Hilfe zu finden, ist auch nicht so einfach :-( Ich hab mich deswegen immer selber viel informiert.
Natürlich kann man seine Themen auch immer wieder zur Seite legen, sich mit anderen Dingen ablenken usw
doch meine Erfahrung ist einfach die, das mich Themen die drann sind immer wieder einholen...weil sie aufgelöst werden wollen.
hier ein Link, der dich villt auch interessiert ?

http://pagewizz.com/die-unsichtbare-gewalt/

lg libelle







« Letzte Änderung: 02 April 2014, 07:35:50 von libelle »

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Offline andreasg

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Re: Eltern
« Antwort #24 am: 02 April 2014, 11:07:25 »
Hallo Libelle, halle Olaf,

ich lese immer noch sehr interessiert.
Ich finde es gut, Olaf, daß Du den Brief Deines Vaters heraus - editierst hast.
Bei sich selber ankommen und bleiben, durchatmen.

Gestern habe ich mit meiner Schwester telefoniert. Sie hat den Eindruck, daß unsere Mutter das Altenheim aufmischt, in dem sie der Heimleiterin Tag für Tag subtile Briefe schreibt und sich weigert, die nötige Beinbehandlung anzunehmen.
Dann der Schmerz: "Ich muß da hin fahren und mich für meine Mutter schämen und habe die Strafe verdient".
Dann Libelle, klicke ich auf den Link: schwarz auf weiß steht alles da!
Die Aggressionen lösen sich nicht im Computerspiel oder in der Ausübung anderer Süchte.
Ich fahre Heute zu meiner Beinbehandlung - zur Lymph-Drainage und habe das Recht, diese zu genießen.
Es hilft mir gerade, das hier einbringen zu dürfen.
Schöne 24 Stunden
Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

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Offline Olli

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Re: Eltern
« Antwort #25 am: 03 April 2014, 06:51:30 »
Hi Andreas!

Ich danke Dir vielmals!

Hi Libelle!

Wo findest Du immer diese Skripte?  ;D

Auch Dir danke ich vielmals.

Nun habe ich mehrere Versuche damit verbracht eine Antwort zu schreiben - aber irgendwie hat das alles nicht gepasst zu dem, was ich eigentlich ausdrücken wollte.

Wieso beschäftige ich mich gedanklich so viel mit der Thematik?
Ganz banal eigentlich - es fiel mir gerade wie die sprichwörtlichen Schuppen von den Augen ...

Da ist es mal wieder, dieses herrliche Gefühl --- Ich fühle mich verstanden.

Was ich jetzt künftig mache ... ich bin mir absolut unschlüssig ... aber ich bleibe dran.

Auch Dir noch einmal einen lieben Dank.
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
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Offline andreasg

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Re: Eltern
« Antwort #26 am: 14 April 2015, 23:33:33 »
[Entschuldige, dass ich Dir jetzt erst antworte, werde gerade von meiner eigenen Familie massivst erpresst und habe damit eigentlich selber genug am Hals.]

Hallo Olaf, ich will nicht aufdringlich sein, aber ich habe noch einemal diesen Deinen Tread gelesen, als ich oben zitierte aktuelle Zeile von Dir fand.
Wenn es Dir am Herzen liegt....
Schöne 24 Stunden
Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

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Offline andreasg

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Re: Eltern
« Antwort #27 am: 26 April 2015, 10:54:19 »
Nun hab' ich diesen Tread wieder angekratzt und bin es fast wieder selber: Meine Mutter rief mich unlängst aus dem Hein an, daß sie neue Hausschuhe bräuchte. Stundenlange Erklärungen, warum die bestehenden zwei Paar nicht ausrechen. Meine jüngere Schwester verwaltet die Finazen der Mutter, die sagte kurz und knapp: "Dann kauf doch welche". Mein Ältere meinte: "es hat keinen Sinn mit der Mutter lange darüber zu diskutieren, sie verwickelt einen nur in diese Angelegenheiten.
Ich zum Schuhgeschäft, Haussandalen waren die einzige Option. Straßenschuhe ausgezogen, die Schnleen der Sandalen weit gestellt: passt!
Gesten fuhr ich ins Heim. Die Angst kam mir hoch, daß die Mutter ihr esotherisches Pendel auspacken würde und über die Schuhe halten würde. So stellte ich mir vor, wie es wäre sie dafür umzubringen. Vielleicht meine Version des Narzissmus. Aber ich sehe, wenn das geschiht, schon als Kränkeung...
Fakt ist, die Mutter war über die Sandalen begeistert, passten prima eingedenk ihrer Fußverbände und ging gleich ein webig hin und her. Das Pendel kam auch - über den leeren Karton. Si hat eine Allergie gegen Kartonagen, braucht diese Aber für all ihren Papierkram - Messiewirtschaft.
So wurde es doch ein entspannter Besuch. Projektionen haben keinen Bestand.
Schöne 24 Stunden
Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

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Offline Olli

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Re: Eltern
« Antwort #28 am: 17 März 2019, 21:17:46 »
Hi zusammen!

Ich habe noch einmal diesen alten Thread hervor geholt.

Seit einigen Jahren habe ich nun keinen Kontakt mehr mit meinen Eltern und ich fühle mich gut damit.

Hier und da bekam ich von meinem Schwager Jan noch einige Details erzählt, wenn meinem Vater mal wieder irgendwas quer saß.

Was habe ich damals meiner älteren Schwester gesagt? Die ganze Familie leidet unter seinem Verhalten.
Ach was hat sie sich eschoffiert - das würde ja gar nicht stimmen.

Nun, gestern kam es zu einem erneuten Zerwürfnis - zwischen meiner jüngeren Schwester und ihrem Mann - und meinem Vater.
Sie wird wohl die Nächste sein, die enterbt wird ...
Eigentlich ist auch meine ältere Schwester hinaus geworfen worden - was daraus letztlich geworden ist - keine Ahnung - ich werde sehen.

Jetzt mag man denken, dass ich Schadenfreude verspüren würde - weit gefehlt.
Doch das Gefühl der Bestätigung - alles richtig gemacht zu haben damals - das ist schon gewaltig.

Gerne hätte ich gestern im Gespräch mit den Beiden nebenan gesagt: Das habe ich doch damals alles schon gesagt!
Aber ich habe mich darauf beschränkt zuzuhören - tja - und sogar noch zu beschwichtigen.

Dcoh ich glaube sowohl meine Schwester, als auch mein Schwager, haben sich durch die Ereignisse der letzten Jahre verändert.
Sie wirkten beide sehr gefasst - als hätten sie gewusst, dass es irgendwann geschieht.

Mein Vater braucht in meinen Augen psychologische Hilfe. Doch es würde mich mehr als überraschen, wenn er sie sich holen würde.
Bereits, und das weiss ich von meiner Mutter, hat seine Mutter meine Mutter vor der Hochzeit gewarnt, ihr Sohn wäre ein Egoist.
Sie mag damals noch nichts von Narzissmus gewusst haben und er war auch sicher nicht so ausgeprägt, wie er heute ist.
Doch er hat sich gesteigert - sogar noch einmal in den letzten paar Jahren, in denen ich keinen Kontakt zu ihm hatte.

Ich möchte gar nicht auf die gestrige Situation eingehen - kenne auch nur die Sichtweisen von Schwester und Schwager.

Aber ich nehme Bezug auf eine andere Begebenheit, die auch erst kürzlich geschah.
Seit eh und je hat der Nachbar einen Nußbaum nahe der Grenze stehen.
Die Viecher, so schön sie auch sind, machen im Herbst einen riesigen Haufen Arbeit.
Da hast Du gerade das Laub weggerecht und die Mülltonne ist voll - ein Windstoß und Du kannst von vorne anfangen und kannst Papiersäcke kaufen gehen um das nächste Laub zu entsorgen.
Die Nüsse werden zwar von meinen Eltern waschkörbeweise aufgelesen und gefuttert, doch nicht jede Nuss wird dabei gefunden und im Frühjahr darfst Du zwischen den Büchen und Sträuchern die Zöglinge aus dem Erdreich rupfen.
So weit so gut - wie man sieht, das Ärgernis kann ich nachempfinden.
Nun war er also beim Ombudsmann mit dem Nachbarn, damit wenigstens ein besonders über das Grundstück ragende Ast entfernt wird.
Dazu hat er sich einen Anwalt genommen.
Nun hat er dort sein Anliegen größtenteils auch durchsetzen können - musste aber selbst Klimatis nun entfernen - und wen wundert es - den Anwalt teuer bezahlen.
Also war die eine Baustelle abgearbeitet und zwei weitere eröffnet - Hydra lässt grüßen.

Nun ist wohl eine Holzwand zu diesem Nachbarn marode geworden.
Früher hätte er kein Wort darüber verloren und sie einfach neu gemacht - so ist es auch in der Verhangenheit geschehen.
Ich selbst habe diese Wände mit aufgebaut und etliche Male abgeschliffen und gestrichen.
Nun jedoch sollten die alten Bretter zum Nachbarn bestehen bleiben und nur seine Seite erneuert werden.
Da die Wand ihm ist und auf seinem Grundstück steht, hat er hier auch freie Hand.

Doch der Nachbar sollte zur Strafe auf die vergammelten Bretter schauen.
Das ist typisches Opferverhalten, welches ihn zum Täter macht.
Und obwohl ich der ganzen Sache hier so viele Worte widme, macht es mich eigentlich nur sprachlos.
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

*

Offline NW

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Re: Eltern
« Antwort #29 am: 17 März 2019, 22:48:13 »
Als mein Vater 2011 lungwnkrebs diagnostiziert bekam, hab ich ihn direkt mit meiner Mutter zum notar geschleppt und mich aus dem erbe austragen lassen..
Keine Lust auf Streitereien wegen dingen die die sich erarbeitet haben und hatte auch angst das dann irgendwelche Gläubiger meine mutter zwingen das haus zu verkaufen wenn mir die Hälfte davon gehört obwohl die immer ehrlich gearbeitet ham und niemals irgendwelche schulden hatten   ::)

Als er dann 2012 verstarb, war ich heilfroh mich in seinen letzten Jahren nochmal mit ihm vertragen zu haben und wir quasi unseren frieden miteinander gemacht ham, hatte ja auch ne etwas härtere Jugend die mit der Vorstellung meiner Eltern natürlich nie konform ging und waren auch oft unterschiedlicher Meinung. .

Keine Ahnung warum du denkst er braucht nen psychater, keine Ahnung was da bei euch los ist,  finde es aber immer schade wenn man so auseinander geht..

Bzgl Nachbarn,  keine Ahnung was ich dazu sagen soll, wegen solch unnötigen mist Anwälte zu zahlen und sich gegenseitig das leben schwer zu machen, tststs.. völlig unverständlich,  zum Glück hab ich kein Eigentum und auch keinerlei interesse an solchem und seinen verpflichtungen :)

« Letzte Änderung: 17 März 2019, 22:52:34 von NW »

 

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