Hallo Gast
ONLINEBERATUNG GLÜCKSSPIELSUCHT
Anonym und kompetent
» Deutsche Onlineberatung
» TÜRKÇE ONLINE DANIŞMA
HOTLINE-Glücksspielsucht NRW
Kostenfreie & anonyme Experten-Hotline:
Deutsch 0800 - 0776611
TÜRKÇE: 0800 - 3264762

Jahreswechsel

  • 6 Antworten
  • 448 Aufrufe
*

Offline taro

  • *****
  • 508
Jahreswechsel
« am: 31 Dezember 2018, 13:11:13 »
Der Jahreswechsel ist für mich immer eine Zeit zurückzuschauen und Dinge abzuschließen.
Die letzte Jahre lag mir die Entwicklung meiner Kinder sehr im Fokus. Besonders der grosse fühle sich schon immer der dunklen Seite der Macht hingezogen.
Ich habe alle meinen Kindern meine Geschichte erzählt,  natürlich abgestuft Altersgenossen.  Der grosse hat dann mal zu meiner Frau gesagt, schon krass,  aber irgendwie auch cool.  Ich habe dann noch mal etwas mit meinem so garnicht coolen Ende nachgelesen.
Zur Zeit ist er gerade mit den Pfadfindern unterwegs. Ein guter Ausgleich weil er die Zeit garantiert ohne Elektronik,  Alkohol und Drogen verbringt. Er will Gruppenleiter werden, In zwei Jahren wird er dann mit ein paar Zwergen tausende Kilometer von daheim die Leitung haben, mit dann 16 Jahren.
Die Zeit ist so schnell vergangen, erziehen kann ich jetzt nicht mehr viel, jetzt ist Erntezeit.

Die kleinen sind bis jetzt so mitgelaufen ohne das es nennenswerte Probleme gab, Sie pupertieren jetzt aber auch. Der grosse hat nicht zuletzt wegen seiner Konferausfahrt einen festen glauben an Gott, das konnte er auch schon oft brauchen, die kleinen stellen es jetzt in Frage ob Sie an Gott glauben.
Ich habe meinen grossen immer zur Seite gestanden, wenn er mal wieder etwas ausgefressen hatte, wenn er den Gang alleine gehen mußte,  zur Schulleitung oder zum entschuldigen, dann sagte ich, genau wie ich an Deiner Seite stehe und nicht weiche, genauso steht Gott an Deiner Seite. Der grosse konnte damit immer was anfangen,  und ging entschlossen i  solch unangenehme Termine.
Als ich jetzt mit einem der kleinen über glauben sprach nahm ich die Beispiele von seinem Bruder, er sagte, ich musste noch nie in ein unangenehmes Gespräch, die Schulleitung kenne ich kaum.  Dann nehme ich das mal so hin, der eine möchte sogar nicht konfermiert werden, stand heute. Zwingen werde ich sie sicher nicht.

Damit tritt dann saß Thema Kinder etwas in den Hintergrund,  Neue Aufgaben warten auf mich, es stehen Änderungen an.
Am Jahresende werfen wir immer Zettel mit wünschen für das neue Jahr in einen Hut, heute lesen wir die vom letzten Jahr vor und gucken was erreicht wurde.

Ich wünsche allen ein vor allem und zuerst spielfreies 2019

Taro

<editiert wegen wiederholter Provokation; Olli>

*

nutella

Re: Jahreswechsel
« Antwort #1 am: 31 Dezember 2018, 15:06:22 »
Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr, viel Erfolg beim Vorhaben, gute Ansätze zur Genesung und von Herzen der Sucht stets trotzen zu können..

Nutella..
« Letzte Änderung: 31 Dezember 2018, 15:12:13 von nutella »

Re: Jahreswechsel
« Antwort #2 am: 31 Dezember 2018, 15:42:40 »
Auch ich wünsche Allen einen guten Rutsch. Auf ein gutes Jahr 2019 was unser Laster angeht. Bleibt sauber und bis bald!
ist spielfrei

Re: Jahreswechsel
« Antwort #3 am: 31 Dezember 2018, 17:49:50 »
Ich wünsche auch alles ein guten Rutsch und ein spielfreies 2019 ….

*

Offline TAL

  • ****
  • 137
Re: Jahreswechsel
« Antwort #4 am: 31 Dezember 2018, 18:32:29 »
Ein Rückblick... mhhh...
Eigentlich ist nicht viel passiert in 2018. Das ist an sich eine gute Sache.
Das Leben lief seinen gewohnten Gang. Im Januar kündigte ich meinen letzten Nebenjob, es war eh nur noch mehr aus Gewohnheit denn aus einer Notwendigkeit heraus, und meinem Partner gingen die Wochenend- und Feiertagsschichten immer schon auf die Nerven.
Nun gab es eine Personalkürzung und ich ging freiwillig zugunsten derer, die darauf angewiesen waren.
Was blieb war ein klassischer Vollzeit-Bürojob. Montag bis Freitag, freie Wochenenden. Zeit für ein Sozialleben.
Nur hatte ich das in dem Umfang nie. Ich war's nicht gewohnt, auch jetzt noch nicht. Meine immer sehr willkommene Ausrede, doch arbeiten zu müssen, fiel weg. Im März war ich soweit, daß mir sprichwörtlich die Decke auf den Kopf fiel. Zuhause sitzen in trauter Zweisamkeit und nur einen Film gucken... ich wollte immer raus, weg, abschalten, allein sein. Das führte zu Spannungen, um es milde auszudrücken. Hatten wir das nicht alles schonmal?

Nein. Du irrst dich. Das war was anderes, glaub mir.

Ja, sicher. Wer ist es diesmal?

Nein. Nicht schon wieder. Auch wenn das immer mit einem humoristischen Unterton gesagt würde, scherzhaft, war es doch nicht schön.
Noch nahm er es locker, noch glaubte er mir, wenn ich sagte, ich gehe nur einkaufen oder ein Paet abholen. So war es ja auch.

Im März landete ich dann durch das Klicken eines Links in einem Selbsthilfeforum für Spielsüchtige. Das Tagebuch eines Spielers, geführt über zehn Jahre, schwarz auf weiß... und he... mir ging es grad genauso wie ihm am Anfang der Aufzeichnungen. Gab es da einen Zusammenhang?
- Aber nein... das ist was anderes. So schlecht wie ihm ging es mir nie. Er hat ein Problem, ja, aber ich? Und selbst wenn... Ist doch lang vorbei.
- Ist es das wirklich? Geht's ihm anders? Da war er auch schon... drei Jahre spielfrei, und dann von vorne, schlimmer als vorher. Und es war dir klar, daß es so kommt, noch bevor du bis dahin gelesen hattest. Wem willst du erzählen, daß das jemals enden wird?
- Im Ernst? Das ist was anderes. Er ist offensichtlich krank und braucht Hilfe. Und das weiß er doch auch, er tut's nur nicht.
- Tatsächlich? Du bist anders? Wo ist der Unterschied? Ist das ein Scherz? Würdest du es drauf ankommen lassen?

Meine Gedanken überschlugen sich. Ich wollt's nicht wahrhaben. Immernoch nicht. Es tat weh, das zu lesen. Ich wußte, wie das ist. Wie hilflos er sich fühlt. Warum wußte ich das? Warum ging mir das nahe?
Natürlich. Weil ich es selbst erlebt habe.
Wir sind beide krank.
Und das war das erste Mal, daß ich sah, daß ich damit nicht allein bin.

Als mich dann das erste Mal jemand nach meiner Vergangenheit fragte, ob ich Spieler sei oder Angehöriger, war das komisch. Unangenehm. Beschämend. Sie war die Verlobte eines Spielers und ich hätte die Antwort fast wieder gelöscht. Ich war überrascht von der Reaktion. Absolut nicht negativ. Es war raus. Irgendwie befreiend. Von da an ging es etwas leichter.
Wir haben immernoch Emailkontakt, da aufgrund eines technischen Problems des Forums die Hälfte der Beiträge eines Tages weg waren. Solche Probleme haben die dort leider öfter.

An dieser Stelle mein Dank an Brenda für die Geduld, den Frohsinn und den Glauben an das Positive in den Menschen... und an eine mir unbekannte Person namens Jim. Du hast mir mit dieser Offenheit mehr geholfen, als je jemand zuvor. Ich wünsche dir von Herzen, daß du deinen Weg findest. Du hättest es verdient, mehr als alles andere. Du wirst das sicher niemals lesen, und wenn, verstehst du es nicht, aber du bist soviel mehr wert, ich wünschte, du kannst das eines Tages auch so sehen.
Und natürlich auch danke an all die anderen, die da sind, um zu helfen, die zeigen, daß es machbar ist. Virtuell und im richtigen Leben. Das ist so unglaublich wertvoll.


Kurz gesagt... 2018 habe ich so unglaublich viel gelernt. Über mich und meine Krankheit. Daß es überhaupt eine ist, bzw ich davon betroffen bin.
"Ja. Ich bin pathologischer Spieler."
Besser spät als nie. Es gibt noch eine Menge zu tun für mich.

Zu glauben, eines Tages wäre das vorbei, ist Selbstbetrug, und davon hatte ich wahrlich genug in meinem Leben.

Ich wünsche ebenfalls einen guten Rutsch und ein spielfreies 2019. :)

*

Offline andreasg

  • *****
  • 1.085
Re: Jahreswechsel
« Antwort #5 am: 01 Januar 2019, 00:46:14 »
    Hallo ihr Lieben,

    ich bekomme vom Küchenfenster aus gesehen ein Super Feuerwerk mit, trinke wie gewohnt meinen Pfefferminztee und bin allerbester Laune!

    Ich wünsche Euch von Herzen ein wunderschönes spielfreies 2019, und die Kraft und den Mut, die Aufgaben, die das Leben für Euch bereit hält frohen Sinnes anzugehen..

    Der Dezember 2018 begann für mich in einer Depression, doch vier Tage vor Weihnachten wurde die durchbrochen. Womöglich, weil ich zum zweiten Mal Großonkel wurde. Es gilt ja, eine Lebensbotschaft weiterzugeben, und das hat das kleine neugeborene Mädchen in mir bewirkt.
    Ich bin so beglückt und erfreut, wie viel Zuwendung ich um die Weihnachtszeit erhalten habe.

    Heute Abend war ich in der Kirche, in der ich vor 51 Jahren konfirmiert wurde, habe mit der Gemeinde Abendmahl gefeiert, und am Ausgang meine erste Spielmünze für das nun vergangene Jahrin den Klingelbeutel gegeben.

    Ich wünsche uns allen ein fröhliches optimistisches Jahr 2019
    iebe Grüße
    Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

Re: Jahreswechsel
« Antwort #6 am: 01 Januar 2019, 06:59:01 »
FROHES  SPIELFREIES NEUES JAHR


 

Wir danken dem AOK Bundesverband für die Finanzierung des technischen Updates dieses Forums