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Sucht, Geschichte, Paypal und Co

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Re: Sucht, Geschichte, Paypal und Co
« Antwort #15 am: 23 Januar 2019, 19:20:11 »
Meine Meinung hierzu was CB anbelangt.

Jeder hat das Recht solange es sich um illegales Glückspiel handelt sich dagegen mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu wehren.  Abgesehen davon birgt ein CB die Gefahr das man plötzlich, je nachdem was man bekommt, wieder "reicht" ist und die Gefahr das wieder zu verballern ist enorm sofern man nicht schon im Vorfeld demensprechende Hilfe angenommen hat.

Re: Sucht, Geschichte, Paypal und Co
« Antwort #16 am: 23 Januar 2019, 20:02:40 »
Meine Meinung hierzu was CB anbelangt.

Jeder hat das Recht solange es sich um illegales Glückspiel handelt sich dagegen mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu wehren.  Abgesehen davon birgt ein CB die Gefahr das man plötzlich, je nachdem was man bekommt, wieder "reicht" ist und die Gefahr das wieder zu verballern ist enorm sofern man nicht schon im Vorfeld demensprechende Hilfe angenommen hat.

DANKE ! Genau so ist es.
CB ist wohl Auslegungssache aber ich bin absolut der Meinung, dass man wenn sich die Möglichkeit bietet, diese auch Ergreifen sollte. "Eherenschulden" hin oder her der Industrie und den Casinos tut das sicher nicht weh wenn sie hin und wieder mal einen Dämpfer bekommen.

Wieso sollte ich Ihnen das Geld lassen welches sie rein rechtlich sowieso nicht haben dürften ? Klar ich habs verspielt aber ... das Ändert nichts an der Tatsache, dass ich eigentlich garnicht die Möglichkeit dazu haben dürfte.

Vom Sucht-Aspekt aus glaube ich nicht, dass es negative Auswirkungen hat, ich habe auch mit CB genug Geld verloren so wie alle anderen die diese Möglichkeit in betracht ziehen. Aber auch das ist wohl wie alles Auslegungssache.

Re: Sucht, Geschichte, Paypal und Co
« Antwort #17 am: 23 Januar 2019, 20:34:16 »
Dennoch würde ich das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sowas pushed ungemein und die Versuchung ist groß!

*

dev

Re: Sucht, Geschichte, Paypal und Co
« Antwort #18 am: 23 Januar 2019, 23:14:40 »
Also,

dass ist jetzt auf keinen Fall eine Antwort auf den - sich anscheinend wiederholenden - Disput zwischen Taro und Olli.

Lieber Fjudge,

danke erstmal dafür, dass du deine Geschichte mit uns teilst. Ich bin kein Psychotherapeut, möchte aber als Spielsüchtiger (suchtanfälliger Typ) und Fachkraft (fast 10 Jahre Erfahrung), dir auch nochmal meine Meinung und Erfahrung zum Thema Chargeback erzählen.

Das Risiko, welches du im Auge behalten musst ist, dass du durch das Chargeback plötzlich wieder finanziell Luft haben könntest. Allein dies kann die Ausübung der Sucht auslösen. Es ist also Ratsam ein CB immer immer einhergehend mit anderen Hilfen, welche der Sucht entgegenwirken, einzuleiten. Und glaub mir... die, denen man bei einem CB hier im Forum unterstützt hat und die ihr Geld dann wieder verzockt haben, werden sich hier kaum wieder melden.

Und da du davon erzählt hast, dass du die Relation zum Geld verlierst beim Zocken.

Die Spielsucht ist zwar vergleichbar mit verschiedenen Substanzabhängigkeiten, jedoch gibt es da noch einen Haken. Bei einer Kokainsucht, ist definitiv Kokain das Suchtmittel, so auch bei einer Alkoholsucht oder Opiat.
Jedoch ist bei einer Glücksspielautomatensucht der Zusammenhang zwischen Geld und der Stimulanz (das Drehen der Walzen mit Gewinnen und Fast-Gewinnen) so eng, dass man meiner Ansicht nach von "Geld" als Suchtmittel reden kann.
Wäre nur der Glücksspielautomat das Suchtmittel, dann könnte man ohne Probleme kostenlose Slots spielen und würde nicht mehr auf den Gedanken kommen nochmal Geld einzuzahlen.

Du musst also als Spielsüchtiger achtsam damit sein, wenn du plötzlich eine größere Summe Geld zur Verfügung hast. Achtsamkeit ist in der Verhaltenstherapie ein wichtiger Begriff und ein Therapeut ist eine gute Adresse, wenn es z. B. mit der Selbstfürsorge nicht mehr so gut klappt.

Die Forschung zu Glücksspielsucht ist noch nicht so alt wie die zu anderen Süchten und noch immer mit vielen Klischees verbunden. Einzige Forschungen mit einer größeren Investition, wurden leider von der Glücksspielindustrie selbst finanziert (z. B. http://www.thetransparencyproject.org/Availabledataset.htm    kann man sich trotzdem mal durchlesen) und haben somit einen faden Beigeschmack.

Ich hatte Lust ein wenig zu schreiben... Danke für deinen Beitrag.

Re: Sucht, Geschichte, Paypal und Co
« Antwort #19 am: 24 Januar 2019, 09:11:14 »
Also,

dass ist jetzt auf keinen Fall eine Antwort auf den - sich anscheinend wiederholenden - Disput zwischen Taro und Olli.

Lieber Fjudge,

danke erstmal dafür, dass du deine Geschichte mit uns teilst. Ich bin kein Psychotherapeut, möchte aber als Spielsüchtiger (suchtanfälliger Typ) und Fachkraft (fast 10 Jahre Erfahrung), dir auch nochmal meine Meinung und Erfahrung zum Thema Chargeback erzählen.

Das Risiko, welches du im Auge behalten musst ist, dass du durch das Chargeback plötzlich wieder finanziell Luft haben könntest. Allein dies kann die Ausübung der Sucht auslösen. Es ist also Ratsam ein CB immer immer einhergehend mit anderen Hilfen, welche der Sucht entgegenwirken, einzuleiten. Und glaub mir... die, denen man bei einem CB hier im Forum unterstützt hat und die ihr Geld dann wieder verzockt haben, werden sich hier kaum wieder melden.

Und da du davon erzählt hast, dass du die Relation zum Geld verlierst beim Zocken.

Die Spielsucht ist zwar vergleichbar mit verschiedenen Substanzabhängigkeiten, jedoch gibt es da noch einen Haken. Bei einer Kokainsucht, ist definitiv Kokain das Suchtmittel, so auch bei einer Alkoholsucht oder Opiat.
Jedoch ist bei einer Glücksspielautomatensucht der Zusammenhang zwischen Geld und der Stimulanz (das Drehen der Walzen mit Gewinnen und Fast-Gewinnen) so eng, dass man meiner Ansicht nach von "Geld" als Suchtmittel reden kann.
Wäre nur der Glücksspielautomat das Suchtmittel, dann könnte man ohne Probleme kostenlose Slots spielen und würde nicht mehr auf den Gedanken kommen nochmal Geld einzuzahlen.

Du musst also als Spielsüchtiger achtsam damit sein, wenn du plötzlich eine größere Summe Geld zur Verfügung hast. Achtsamkeit ist in der Verhaltenstherapie ein wichtiger Begriff und ein Therapeut ist eine gute Adresse, wenn es z. B. mit der Selbstfürsorge nicht mehr so gut klappt.

Die Forschung zu Glücksspielsucht ist noch nicht so alt wie die zu anderen Süchten und noch immer mit vielen Klischees verbunden. Einzige Forschungen mit einer größeren Investition, wurden leider von der Glücksspielindustrie selbst finanziert (z. B. http://www.thetransparencyproject.org/Availabledataset.htm    kann man sich trotzdem mal durchlesen) und haben somit einen faden Beigeschmack.

Ich hatte Lust ein wenig zu schreiben... Danke für deinen Beitrag.

Morgen Dev und danke für deinen Beitrag. Du hast recht mit deiner Argumentation genau das ist das Problem, es gibt für mich nichts langweiligeres als Slots ohne Geldeinsatz zu spielen... Selbst Einsätze unter 30 Cent sind kaum von Bedeutung denn "was kann man schon dabei gewinnen". Jegliches Glücksspiel ohne Einsatz interessiert mich nicht im geringsten... leider.

Auch das mit dem finanziellen Freiraum ist zumindest teilweise richtig. Ich habe zwar gerade durch meine Rückbuchungen mehr als 4000€ zur Vefügung, weiß aber dennoch, dass das Geld nicht wirklich da ist. Immerhin stehen noch knapp 7k Kredikarten-Schulden an. Obwohl das mein Kopf wohl realisiert hat frage ich mich trotzdem "was machen die Leute eigentlich mit ihrem Geld ?" Ich mein ein paar 1000er auf dem Konto und einfach da lassen und nichts damit anfangen ? schon ein bisschen langweilig.
Das ist wohl auch eine Sache der Wertschätzung, mein bester Freund, der auch ein ernstes Glückspielproblem hat hat den gleichen Gedankengang. "Lieber das Geld spielen und evtl. gewinn ich was, bevor ich mir was davon kaufe das ich dann eh nicht benutze" Ist natürlich Schwachsinn aber naja Ihr kennt das ja alle.

Sollte es wirklich so sein, dass ich durch den CB in die Situation komme selbst nach Begleichung meiner Spielschulden, noch etwas Geld übrig zu haben, werde ich das wohl meiner Frau überweisen. Ich kann von Geld einfach nicht die Finger lassen, Geld das  einfach so rumliegt ist gefährlich für mich.

Apropos, ich habe meinen gestrigen Abend mit Battlefield spielen verbracht, war eine super Ablenkung ! Jetzt sitze ich jedoch wieder auf der Arbeit und mir ist langweilig, also immer her mit den Vorschlägen :D

Re: Sucht, Geschichte, Paypal und Co
« Antwort #20 am: 24 Januar 2019, 09:14:07 »
Job wechseln  8)

Re: Sucht, Geschichte, Paypal und Co
« Antwort #21 am: 24 Januar 2019, 09:35:00 »
Job wechseln  8)

Joa da wäre ich ganz schön doof, das ist die Firma meines Vaters die ich übernehmen werde. Ich denke die Option ist wirklich der aller letze Ausweg, mal abgesehen davon, dass ich nicht weis wie ich meinem Vater erklären sollte :D

Re: Sucht, Geschichte, Paypal und Co
« Antwort #22 am: 24 Januar 2019, 09:43:41 »
hab ja, wie dir bereits persönlich geschrieben, ganz ähnlich gelagerte Probleme. Gerade was die Zoggerei auf der Arbeit angeht und die Tatsache das ich den Job nich wechseln kann - das würde mich zweifelsfrei zum dümmsten Menschen der Nation machen  ;D

Gegen die Langeweile habe ich mir zeitweise 3 Nebenjobs (offiziell als ehrenamt deklariert - aber wer glaubt wird seelig ;D). Darunter waren 2 socialmedia -jobs - auch bei einem Profifußballverein war ich aktiv. Seit letztem Jahr arbeite ich schwer an meiner Nebenerwerbsselbständigkeit. So lange ich mich in Arbeit retten kann, habe ich keinen Gedanken/Bedarf an irgendwelche Slots....


Re: Sucht, Geschichte, Paypal und Co
« Antwort #23 am: 24 Januar 2019, 09:51:46 »
Auch ich hänge bei der Arbeit und habe auch ab und zu Langeweile aber momentan überkommt mich nichts was darauf hindeuten würde, dass ich wieder zocken will da die Angst vorm Untergang, wenn ich es wieder tun sollte, deutlich größer ist als irgendwo was gewinnen zu können denn der Verlust der Existenz wäre viel schlimmer als die Versuchung abermals zu zocken.

Re: Sucht, Geschichte, Paypal und Co
« Antwort #24 am: 24 Januar 2019, 09:56:50 »
Apropos, ich habe meinen gestrigen Abend mit Battlefield spielen verbracht, war eine super Ablenkung ! Jetzt sitze ich jedoch wieder auf der Arbeit und mir ist langweilig, also immer her mit den Vorschlägen :D

Fernkurs in Betriebswirtschaftslehre: Lernen in der freien Zeit auf der Arbeit
Den Vater nach mehr Aufgaben fragen
Lesen von Fachartikeln bzgl. der eigenen Arbeit, Weiterbildung
Beteiligung an Programmiererforen.
Nachrichten lesen.
Ehrenamtlich für einen Verein die Buchführung machen.
Arbeitszeit verkürzen



Re: Sucht, Geschichte, Paypal und Co
« Antwort #25 am: 24 Januar 2019, 10:25:07 »
Apropos, ich habe meinen gestrigen Abend mit Battlefield spielen verbracht, war eine super Ablenkung ! Jetzt sitze ich jedoch wieder auf der Arbeit und mir ist langweilig, also immer her mit den Vorschlägen :D

Fernkurs in Betriebswirtschaftslehre: Lernen in der freien Zeit auf der Arbeit
Den Vater nach mehr Aufgaben fragen
Lesen von Fachartikeln bzgl. der eigenen Arbeit, Weiterbildung
Beteiligung an Programmiererforen.
Nachrichten lesen.
Ehrenamtlich für einen Verein die Buchführung machen.
Arbeitszeit verkürzen

Danke für die Anregungen, wie sich herausgestellt hat, ist unser Lagerist heute krank, hab also bissl was zu tun :D
Glaube sowieso, dass für die meisten Leute das Problem aus Langeweile in Verbindung mit Neigung zum Glücksspiel besteht. Ich spiele nur wenn ich nichts anderes zu tun habe. Habe eine Zeit lang als Außendienstler für eine Versicherung gearbeitet das war wunderbar ! Den ganzen Tag unterwegs, keine Zeit und vor allem keine Lust zu spielen.

*

Offline taro

  • *****
  • 489
Re: Sucht, Geschichte, Paypal und Co
« Antwort #26 am: 24 Januar 2019, 10:34:53 »
Dieses vermeintlich gefangen sein im goldenen Käfig führt immer wieder in die Sucht. 
Der Weg aus der Spielsucht ist auch immer ein Aufbruch in die Freiheit.

Taro
#niemehrcdu
#artikel13

Re: Sucht, Geschichte, Paypal und Co
« Antwort #27 am: 24 Januar 2019, 10:44:40 »
Dieses vermeintlich gefangen sein im goldenen Käfig führt immer wieder in die Sucht. 
Der Weg aus der Spielsucht ist auch immer ein Aufbruch in die Freiheit.

Taro

 ;D ;D ;D Das Zitat könnte legendär in der Spielerszene werden - du Poet  ;)

*

Offline taro

  • *****
  • 489
Re: Sucht, Geschichte, Paypal und Co
« Antwort #28 am: 24 Januar 2019, 11:13:44 »
Danke Dev für die Erklärung, so ist es. Der Grosse WIR hat die Zensur meiner Beiträge veranlasst.
#niemehrcdu
#artikel13

Re: Sucht, Geschichte, Paypal und Co
« Antwort #29 am: 24 Januar 2019, 13:09:14 »

Glaube sowieso, dass für die meisten Leute das Problem aus Langeweile in Verbindung mit Neigung zum Glücksspiel besteht. Ich spiele nur wenn ich nichts anderes zu tun habe.

Ich glaube, dass das auf die Meisten nicht zutrifft.
Verharmlost du gerade etwas?

Die Langeweils ist kein Grund, sondern ein Vorwand zum spielen. Vielleicht aus ein Auslöser, tiefer in die Sucht zu geraten. Aber viele von uns haben sich, als die Sucht stärker wurde,  mit Lügen erst ihre freie Zeit geschaffen, um Spielen zu gehen.

Man kann sich seine freie Zeit mit Aufgaben zuballern, manchen werden zum Workaholic. Du spielst am PC, am Handy oder an der Konsole und beschreibst es als gute Ablenkung. Das alles kann Suchtverlagerung sein.

Wo kann das enden? Wenn du die Sucht nicht zum Stoppen bringst, kannst du das ganze Lebenswerk deine Vaters verspielen, sobald du Firmeninhaber bist.

Du hast dich gefragt, ob es eine genetische Veranlagung gibt. Man wird kein Spielgen finden. Aber das Eingehen von Risiken und die anschließenden Belohnungen hat sicher viele unserer Ahnen vorangebracht. Ich gehe Risiken ein und werde belohnt. Was für ein tolles Gefühl. Je jünger, desto abenteuerlusiger, deshalb schaffen viele erst mit 50 den Ausstieg aus der Sucht. Das pralle Leben ist nicht das Spielen, was uns irgendwann anwidert. Und doch kommen viele nicht los. Spielen ist der bequemste Weg. Wie geil ist das denn: Ich schmeiße 2 Euro in den Automaten und bekomme 50 raus. Solchen Gefühlen jage ich dann hinterher.

Mach dich auf die Suche nach anderen Optionen und einem anderen Leben.

Viele Grüße


 

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