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Die Sprache der Onlinecasinosüchtigen

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Re: Die Sprache der Onlinecasinosüchtigen
« Antwort #30 am: 15 Februar 2019, 19:15:52 »
Hallo skip,
Dein 0,00101 Witz hat mich gar nicht gestört. Richtig hätte es aber 0,0011 heissen müssen.
Ich bin nicht  dauerhaft sauer oder getroffen.
Ich fand es nur falsch und "künstlich aufregen" ist nun Mal sehr negativ.
Aber: alles gut.
Du bist eine Bereicherung, du bist ehrlich.
Fühlst du dich den bzgl. Spielen als Opfer?
Schönen Abend

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Offline Skip

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Re: Die Sprache der Onlinecasinosüchtigen
« Antwort #31 am: 15 Februar 2019, 19:22:18 »
Moment, moment, du stellst Fragen, das ist für mich ja ein emotionaler Rollercoaster. Eben dachte ich noch, ich hab euch jetzt völlig beleidigt... Aja, und bzgl. deiner Korrektur da bei dem 0,0 irgendwas - ich meine gerade erkannt zu haben, dass mein unterbewusst beiläufig gewählter Nickname möglicherweise treffender ist als angenommen.. ich skippe wohl zu schnell durch verschiedene Gedanken... und mache dann dadurch dumme Fehler.. haha, soll ich dir was 'beichten'? ich hab sogar extra Google konsultiert für meine Umrechnung, und trotzdem ist sie falsch... o_O

Ob ich mich als Opfer betrachte? Hm, ich ringe damit, weil wenn ich mich nicht als Opfer sehe, dann kann ich auch nicht guten Gewissens das OC klagen. Mehr kann ich dazu noch nicht sagen.

LG

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Offline taro

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Re: Die Sprache der Onlinecasinosüchtigen
« Antwort #32 am: 15 Februar 2019, 19:35:46 »
Skip,  da bringst Du es auf den Punkt, die meisten die CB machen sehen sich mit einer Überzeugung als Opfer das es mich immer wieder fassungslos macht.
Wenn Sie den wirklich solche Opfer wären käme ja gleichzeitig nur die Endmündigung in Frage.

Du kannst aber auch CB machen ohne Dich als Opfer zu sehen. Du kannst es einfach machen weil es geht. Das die Gegenseite Versucht das zu unterbinden wird Dich dann auch nicht so überraschen. Die machen zum unterbinden nämlich auch alles was geht.

Spielsucht ist eine ernste Krankheit, ich wünsche Dir von Herzen das Du das voll erfassen kannst.

Taro
#niemehrcdu
#artikel13

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Offline Skip

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Re: Die Sprache der Onlinecasinosüchtigen
« Antwort #33 am: 15 Februar 2019, 19:50:11 »
@Taro
lustig (= nicht wörtlich gemeint, sondern Ausdruck des Erstaunens), das ist für mich eine sehr 'männliche' Herangehensweise, eben die Begründung mit 'das es eben geht'. Nicht falsch verstehen, ich finde das befreiend und ich verstehe auch, wie du es siehst. Und jetzt kommt gleich wieder etwas, was ev. Verärgerung hervorzfen könnte, weil es so gedeutet werden könnte, als unterstellte ich dir irgendwas. Aber mir reicht diese Begründung eben nicht aus. Ich will es tatsächlich vor mir selbst moralisch rechtfertigen können. Weil sonst würde immer ein Körnchen Schuld an mir nagen und wie die Prinzessin auf der Erbse will ich nicht schlafen mein Leben lang. Deshalb ringe ich weiter. Und deshalb reicht mir die Begründung mit 'Spielsucht ist eine ernste Krankheit' nicht aus. Ich frage mich sofort, warum denn? Weil diese Aussage impliziert ja wieder ganz zuletzt diese Opferhaltung. 'Ich bin krank geworden' - moment, Korrektur, mir ist gerade die andere Sichtweise eingefallen. So wie B4N von Zugluft krank geworden ist, würde man hier mit Selbstverantwortung argumentieren, so Art, na wenn du das Fenster offen lässt (B4N - ja ich weiß, war dein Frauchen, sorry dass ich dich hier - und auch noch fehlerhaft - einbinde) dann wirst du halt mit hoher Wahrscheinlichkeit krank. Also 'spiel nicht mit dem Feuer, das kann zum Flächenbrand werden'. Und siehe da, der Kreis schließt sich. Ich bin mal wieder blöd und ziehe ein ernstes Thema ins Witzige: Schach!

Ich denke, dass OCs etwas ausnutzen. Und wenn man das nicht anerkennt, läuft man Gefahr, 'das Feuer ganz zu verbieten'. Und dann gibts aber kein gebratenes Steak mehr. Und hab ich da nun etwas erkannt, oder nicht? Um die Feuermetapher zu verstehen, muss man übrigens meine vorherigen Posts lesen.

Einen schönen Abend, meine sehr verehrten Herren. (:) nein, Scherz, ich meins ja gar nicht so)

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Offline taro

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Re: Die Sprache der Onlinecasinosüchtigen
« Antwort #34 am: 15 Februar 2019, 20:11:11 »
Es geht nicht um die OC und um CB, es geht um Dich.
Es geht nicht um männlich, weiblich, Deutscher, oder Ausländer, Hartzer,  oder Vorstand vom Dax Konzern. Uns alle eint etwas wir sind Spieler.
Die Unterschiede zwischen Spieler und Spielerin gibt es, sind aber auf den Weg in die Spielfreiheit uninteressant.

Wenn Du für den CB die absolutIon möchtest, dann lass es doch einfach, dann kannst Du Dich sofort auf das wesentliche konzentrieren.

taro
#niemehrcdu
#artikel13

Re: Die Sprache der Onlinecasinosüchtigen
« Antwort #35 am: 15 Februar 2019, 20:22:24 »
Da ist noch ganz viel Ambivalenz. Und der Wunsch aufzuhören ist auch nicht da. Verbessere mich, wenn ich falsch liege

Ich brauche kein Feuer mehr
Mir stecken noch die gebratenen Steaks im Hals.

Gute Nacht, liebes buschkangoroo (oder kennst du skippy nicht?)

Re: Die Sprache der Onlinecasinosüchtigen
« Antwort #36 am: 15 Februar 2019, 20:25:11 »
Vielleicht hab ich die feuermetapher doch gar nicht verstanden?

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Offline Skip

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Re: Die Sprache der Onlinecasinosüchtigen
« Antwort #37 am: 15 Februar 2019, 20:38:13 »
Danke, Taro,

ich glaube, ich verstehe, auf was du hinaus willst. Du erkennst vermutlich die Gefahr, dass ich das alles zu locker nehme, mich meiner Spielsucht nicht vollkommen stelle, sondern das nur oberflächlich tue. Und somit Gefahr laufe, bei der nächsten Schwierigkeit rückfällig zu werden und dann noch tiefer hinein zu rutschen. Ich persönlich glaube, dass ganz generell gesehen (und bitte, ich will hier echt nicht Abgründe aufreißen, indem ich das Geschlecht in die Diskussion reinbringe, auch nicht Unterschiede im Einkommen oder der Herkunft, mir ist klar, dass Menschen zu 99,9% 'gleich' sind und nebenbei bemerkt auch noch fast 98% ihrer Gene mit ich glaube Würmern teilen, aber oft sind es eben gerade die minimalsten Unterschiede, die übrigens gerade auch bei Berechnungen einen riesigen Unterschied ausmachen, selbst drei Stellen hinter dem Komma, wie ich durch Balduin gemerkt habe) übern Kamm gebrochen Frauen aus etwas anderen Ursachen heraus das gleiche Verhalten der Spielerei an den Tag legen, wo du einst nur Männer vorfandest.

Allerdings geht es mir nicht um Absolution, denn, eigenverantwortlich wie ich sein will, wird es niemanden geben, der mir diese erteilen kann. Aber es gibt sehr wohl für alles eine techn.-wissenschaftl. Erklärung, selbst, wenn der Mensch es noch nicht herstehen kann. Und ich will mich zumindest so weit es geht annähern. Ich interessiere mich nebenbei auch sehr für Recht. Hier werden diverse Themen diskutiert, um herauszufinden, was eben 'rechtens' ist. Und das Recht verändert sich auch, im besten Fall aufgrund neuer Erkenntnisse und Erfahrungen bzw. auch Entwicklungen. Es wächst mit der Menschheit mit und mit all den neuen Problemstellungen und Fragen, die sich so ergeben. Recht sollte Sinn machen, eindeutig sein und möglichst keine Schlupflöcher bieten. Was aber technisch nicht möglich ist, weil der Aufwand zu groß wäre in unserer extrem komplexen und immer komplexer werdenden Welt. Ich persönlich möchte kein Schlupfloch ausnutzen. Esseidenn, ich habe entweder gute Gründe dafür (wobei man da wieder 'gute Gründe' definieren müsste) oder ich bin wirklich im Recht.

Und trotz (noch) fehlendem Opfergefühl, spüre ich, dass ich speziell von dem OC aber so richtig verarscht, in die Irre geführt und ausgenutzt wurde. Nun mag es anders sein, wenn man bewusst in eine Spielhölle geht oder vorher gewarnt wurde etc. Dafür gibt es ja das Gesetz und Richter, sie sehen sich die individuellen Fälle an und leiten daraus verallgemeinerte Gesetze ab, welche gerade spezialisiert genug sind, um alle bisherigen Problemstellungen abzudecken.

Dass hier so rege Diskussion und noch keine eindeutige Gesetzeslage zu OCs herrscht, zeigt, dass dieser Problemfall noch nicht zur Genüge erfasst wurde. Und indem wir hier die scheinbar zentrale Frage, die Schuldfrage, debattieren, gerade eben lit Betroffenen, leisten wir vielleicht einen wichtigen Beitrag, der andere inspirieren kann, sodass eine höchstmöglich (in Betracht der Umstände) gerechte Gesetzeslage eingeführt wird.

Darum empfinde ich das 'weil es eben geht' als ein 'Sich-Entziehen' vor einer möglicherweise unangenehmen Wahrheit.

Und um zum Thema zurück zu kommen, was mir bei der Arbeit in Männerteams noch so aufgefallen ist: hier gibt es nahezu immer eine strenge Hierarchie. Das macht Sinn, weil ein gutes Team mit strenger Hierarchie wo alle ihren Platz kennen sehr erfolgreich sein kann. Und es gibt immer die sogenannten 'Heros', zurecht, möchte ich hinzufügen. Das sind diejenigen, die von anderen bewundert werden. Und an denen keiner zweifeln darf, weil sonst kommen die anderen aus dem Team sofort zur Verteidigung. Außer es handelt sich um einen scheinbar 'würdigen' Gegner, der sich beweist, trotz gegenteiliger Meinung. Dann antworten die oder das Alphamännchen selbst und die anderen akzeptieren das. Unter Frauen habe ich so ein Verhalten selten beobachtet. Vielleicht ist meine Offenheit deshalb für so manche irritierend?

Naja, Grüße aus der Badewanne

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Re: Die Sprache der Onlinecasinosüchtigen
« Antwort #38 am: 15 Februar 2019, 20:42:47 »
Buschkangoroo, na warte, Balduin, wer sagt denn das zu einer Frau, du Rüpel! Vielleicht ist es ja gut für dich, keine Steaks mehr zu essen und vielleicht werden wir auch echt mal alle Vegetarier, weil Tier sein halt eher sch*** ist in dieser Welt, aber ich weiß nicht, ob es schon Zeit ist, allen das Fleisch zu verbieten, das sollte eine natürliche Entwicklung sein.. ev. so wie beim Rauchen aktuell. Ich bin übrigens Gelehenheitsraucherin, schon wieder so eine halbschwangere Einstellung und Aussage, fürchterlich, nicht wahr?


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Offline Skip

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Re: Die Sprache der Onlinecasinosüchtigen
« Antwort #39 am: 15 Februar 2019, 20:45:47 »
Und: No Kangoroos in Austria. Du musst dich im Land vertan haben. Wir sind hier generell so schwammig, 50-50 bei der Bundespräsidentenwahl inkl. Wiederholung und rauchen darf man hier in Lokalen unter bestimmten Bedingungen auch noch. Wir haben momentan eine ziemlich rechte Regierung und einen Altlinken als Bundespräsident. Ganz im Trend der Zeit, aber nie eindeutig. Und du siehst ja grad selbst, dass die Österreicher wohl nicht anders können bei solchen Weibern...

Re: Die Sprache der Onlinecasinosüchtigen
« Antwort #40 am: 15 Februar 2019, 20:51:17 »
Ja, so bin ich. Bzgl. Frauen besteht mein Leben nicht aus verpassten chancen, sondern hauptsächlich aus verpatzten Chancen.
Google doch Mal skippy. War eine meine Lieblingsserien...

Re: Die Sprache der Onlinecasinosüchtigen
« Antwort #41 am: 15 Februar 2019, 21:01:37 »
Du bist Raucherin? Shocking!
Da hab ich ein Gedicht für dich:

Ein Raucher alleine, man glaubt es kaum
Verpestet einen ganzen Raum

Der Trinker hingegen soviel ich weiß
Nur ungefähr 2 Meter im Kreis

Der Spieler verspielt, wer hätt es gedacht
Sein ganzes Vermögen in einer Nacht




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Offline Skip

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Re: Die Sprache der Onlinecasinosüchtigen
« Antwort #42 am: 15 Februar 2019, 21:08:34 »
Ja, :) ich rauche gelegentlich. Spricht dann vorm himmlischen Richter für Suchtveranlagung, hm? Aber als noch alle geraucht haben, fand ich es uncool. Jetzt, wo es geächtet wird, hab ich angefangen (neben dem Studium, weil ich hinter der Bar gearbeitet hab, da war es die allerseits akzeptierte Pause). Ich werd Skippy mal googeln, wenn es deine Lieblingsserie war, dann nehme ich es gerne als Kompliment.

Bzgl. verpatzter Chancen, tja, vielleicht verstehst du durch die Diskussion ein wenig besser, warum? Ich übrigens hatte ein ähnliches Problem, hübsch und gescheit = einsam.

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Offline taro

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Re: Die Sprache der Onlinecasinosüchtigen
« Antwort #43 am: 15 Februar 2019, 22:47:33 »

....Und es gibt immer die sogenannten 'Heros', zurecht, möchte ich hinzufügen. Das sind diejenigen, die von anderen bewundert werden. Und an denen keiner zweifeln darf, weil sonst kommen die anderen aus dem Team sofort zur Verteidigung. Außer es handelt sich um einen scheinbar 'würdigen' Gegner, der sich beweist, trotz gegenteiliger Meinung. Dann antworten die oder das Alphamännchen selbst und die anderen akzeptieren das. Unter Frauen habe ich so ein Verhalten selten beobachtet. Vielleicht ist meine Offenheit deshalb für so manche irritierend?

Naja, Grüße aus der Badewanne
Ich bin in der SHG und in Foren strickt gegen Teambildung. Da hast Du einen wichtigen Punkt angesprochen. Sobald es soetwas gibt ist eine Suchtprävention für die Katz.
In der SHG hatte ich auch meine Heros,  die ich auch für mich vom Thron stoßen musste. Alles war aber nur in meinem Kopf selbst gemacht.
In der SHG funktioniert das, das aufkeimende Teambildung zerstört wird, wenn Menschen dort sind die soetwas machen, wenn nicht, dann nicht.
Ich bin seit einiger Zeit in Foren. Ich habe in den Jahren habe ich 5 für mich wertvolle Menschen kennengelernt die ich auch persönlich ab und an treffe.
Fast alle haben die Foren inzwischen verlassen.

Ich habe mich mit meiner Sucht auseinander gesetzt. Es ist mir wichtig, das ich etwas von dem was ich völlig unverdient an Leben zurückbekommen habe versuche an andere weiterzugeben. Ich kann nicht alles was ich getan habe gutmachen, somit ist das für mich ein Versuch das was ich bekommen habe eine Berechtigung zu geben.
Ich denke nicht viel mehr als die 5 Menschen die ich erwähnte sind froh wenn ich etwas schreibe. Auch hier bin ich maximal geduldet, auch nur solange ich zu bestimmten Themen keine unerwünschte Meinung schreibe.

Viele Worte, ich denke Du bist es Wert.

taro
#niemehrcdu
#artikel13

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Offline Skip

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Re: Die Sprache der Onlinecasinosüchtigen
« Antwort #44 am: 16 Februar 2019, 00:35:57 »
Hm, meiner Beobachtung nach hängt das oft mit mangelnder oder fehlgeschlagener Kommunikation zusammen. Dieses erwähnte Verhalten in der Gruppe kann durchaus positiv sein, wie bei einem Footballteam. In der Softwareentwicklung gibts etwas, dass Scrum heißt. Da gehts vor allem um effektives Arbeiten in Teams.

Um die Ebenen mal zu trennen, ich bin zwar eine Verfechterin der Gleichberechtigung, aber in letzter Zeit faszinieren mich die Unterschiede. Und das biologische-instinkthafte. Trotz unserer hohen Entwicklung läuft sehr vieles auch unbewusst und auch weitgehend von unserer bewussten Einflussnahme ab. Gerade bzgl. diesem 'Spieltrieb'-Thema und der Gestaltung des Glücksspiels - da wird Vieles 'ausgenutzt', genauso wie auch die Werbung oder etwa ein Supermarkt so gestaltet ist, dass man möglichst viel Begierde weckt oder lange bleibt, um mehr zu kaufen. Jeder fällt drauf rein, manche mehr manche weniger. Das hängt von vielen Faktoren ab. Umso besser man das aber versteht, umso besser kann man regulieren und eben Gesetze bestimmen. Die Werbung nur noch sachlich-nüchtern-faktenbezogen zu gestalten - hm, ob so eine nüchterne Welt die wahre Verheißung wäre?

Und um zum Thema zurück zu kommen: Männer und Frauen verhalten sich meistens ein klein wenig anders. Auch im Teambuilding. Gemischte Gruppen sind wieder etwas anderes. Männer haben meiner Beobachtung nach mitunter durch dieses unterschwellige Hierarchieverhalten ein Problem, hm, wie soll ich das ausdrücken... viele fühlen sich eben nicht erwünscht oder nur geduldet oder schätzen ihren Wert zu gering. Wenn man da dann als Frau, unbeschwert von Hierarchieproblemen, weil man eh alle möglichen Klischees im Hinterkopf hat, reinspaziert und ein paar 'sensible' Dinge einfach anspricht, dann klären sich bestimmte Missverständnisse oft auf und auf einmal macht es wieder Spaß im Team. Das funktioniert aber nicht überall. Es kommt eben auf die Teamleader an. Aber lassen wir das Thema lieber. Ich verwirre mich da selbst. Ich wollte eigentlich nur sagen, dass das normal ist, dass man oft den Eindruck hat, man wird nur bedingt akzeptiert. Da Menschen von Grund auf soziale Wesen sind ('Herdentiere'), hat jeder von uns Angst, ausgeschlossen zu sein. Alleine in der Wildnis zu überleben war lange Zeit verdammt schwer und ist es wohl auch heute noch.

Wie das zur Spielsucht passt? Ich weiß es auch nicht genau, aber ich denke, wie schon mal erwähnt, dass das gleiche Verhalten unterschiedliche  Wurzeln haben kann und das zB in SHGs ev. zu kurz kommt. Aber da ich nie in einer SHG war, kann ich das natürlich nicht beurteilen. Manche werden jedoch glaube ich dort nie richtig ankommen, obwohl sie auch wichtige und wertvolle Hilfestellungen zu allgemeinen Aspekten der Spielsucht bekommen. Und eben lernen, darüber zu sprechen. Und Menschen kennenlernen, die die gleichen oder ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Aber nach einer gewissen Zeit, wenn es um die Wurzeln geht, werden manche einfach nicht erreicht werden durch ein One Size Fits All Modell.

Ich kann an mir eine solche Spielsucht wie zB in den Videos vom von Ilona bereit gestelltem Link, die ich bisher durchgesehen hab, mich nicht wirklich wiedererkennen. Ja, gewisse Aspekte schon, aber es spiegelt nicht das, was ich durchlebt habe. Da ist ein anderer Grundtenor drinnen, ich kanns aber nicht genau erklären...

Ja, bei mir heute auch viele Worte. Aja, was ich noch sagen wollte... Ich hab ja immer geschrieben, dass ich erst aufgehört habe, als ich von der Illegalität erfahren habe. Nun hab ich mich gefragt, was gewesen wäre, wenn es legal wäre. Und ich spüre, dass ich auch so aufgehört hätte, eben weil es mich schon so angekotzt und angeekelt hat. Ich hab mich besudelt gefühlt, schmutzig. Und zwar nicht von mir selbst, sondern von dem, was das OC bei mir ausgelöst hat. Ich bin da tatsächlich in eine Falle geraten. Das schwerste für mich war das Erkennen, dass mich da jemand ganz ordentlich 'verarscht' hat, meine Wünsche und Sehnsuchte ausgenutzt und halt mein Verlangen gezielt getriggert hat. Und als ich das erkannt habe, wollte ich nicht mehr spielen, aber noch mehr wollte ich mich nicht so abgezockt fühlen, ich wollte diese 'Bande' nicht so einfach davon kommen lassen. Wütende Verzweiflung - das hat mich noch tiefer rein rutschen lassen. Mit Eigenverantwortung zu argumentieren kommt mir in meinem Fall falsch vor. Meine Schwäche im damaligen Moment wurde ausgenutzt und dahingehend getriggert, dass ich nicht so leicht rausgekommen bin. Ich habe es nicht selber herausgefordert. So fühlt sich das an, wenn ich mich einfühle. Jetzt habe ich wieder Erfolge und weniger Stress und da denke ich gar nicht ans Spielen. Es macht mir Spaß, mein Geld zu erarbeiten. Insofern bin ich ein Opfer, aber ich will da gar nicht drauf rumreiten, weil es sich bei mir nicht nach einer großen Sache anfühlt. Meine Mutter hat mich nach meiner Beichte fast ausgelacht und gesagt: 'Du bist keine Spielerin, ich kenne Spieler von früher aus meiner Zeit als Gastwirtin - das entspricht dir nicht'. Tja, sie wird es wohl wissen? Oder sie ist geblendet, weil ich ihre Tochter bin.

Sollte es aber zutreffen, dann bestätigt das, wie gefährlich gerade Onlinecasinos sind, weil auch ich kurzzeitig komplett in die Sucht gefallen bin und doch einige tausend Euro draufgegangen sind. Und das ist nicht richtig. Und deshalb müssen OCs streng reguliert werden. So ist momentan meine Meinung.

Schlaft gut.

 

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