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Meine Geschichte und Ängste

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Re: Meine Geschichte und Ängste
« Antwort #45 am: 22 Februar 2019, 17:37:09 »
Digger ich bin verbohrt ? Ich hätte darüber überhaupt kein wort verloren..

ich bin zumindest nicht hier weil ich erst geld verspiele und es dann wieder zurück holen will..

Ich bin hier weil ich keine lust mehr auf das spielerleben, das an nix anderes mehr denken, das die frau nicht mehr schätzen da man nur noch zocken im kopf hat, das geld von dritten leihen, das keinen sport mehr machen bzw keinem hobby mehr nachgehen.. das alles wollte ich nicht mehr !

Und das alles lebe ich auch nicht mehr, das kannste jetzt schlecht reden und bescheuerte definitionen und fachwörter raushauen, nenn mich wenn du willst also jetzt quartalsspieler und rede mir den erfolg damit runter, ich für mich weiß aber dennoch das ich heute viel viel weiter bin als damals und mich jucken solche definitionen null..

Für mich ist es ein erfolg wenn ich auch 200 verloren habe, so habe ich aber keine 4000 verzockt wie ichs früher gemacht hätte.

Ich kann damit leben, du auch ? Ich bin heute zufrieden mit mir, du mit dir auch ?

Mach doch deinen stand der dinge bitte nicht zu meinem, ich bin zufrieden mit dem der ich heute bin. Nenn mich weiterhim spieler wenn dich das befriedigt, ich sehe mich heute als sportler, ehemann, umschüler, mopedfahrer hundepapa, etc pp der 200 eu vrrzockt hat. Tja, shit happens..

Bin ich dafür hier nun falsch ? Du weißt doch nichtmal wo ich herkomme und du nennst mich verbohrt ?

Geh weiter und mach chargeback, haha.. ???


(@olli.. jetzt stampfe ich)  ;D :o ::) :-X

Ich denke wir lassen es dann an dieser Stelle auch sein^^ Es ist mir ja so gesehen egal, was du aus deinem Leben machst, ob du es verzockst oder nicht - letztlich ja allein dein Problem. Aber lass dir gesagt sein, dass ich hier nie das Ziel hatte, dich zu provozieren und auch nicht persönlich geworden bin, so wie du nun im zitierten Beitrag.
Ich habe übrigens auch nie versucht dich zu diskreditieren und das, was du sonst so erreicht hast im Leben, schlecht zu reden. Ich persönlich bin nur der Meinung, dass es, so wie du an die Sache herangehst, nicht gutgehen wird. Aber wie gesagt, du musst selbst wissen was du machst - mein Problem ist es nicht.
Und ja, ich habe letzte Woche wahnsinnige Scheiße gebaut und glaub mir, dafür leide ich gerade sehr. Und jetzt? Fühlst du dich jetzt besser, wenn es einem anderen derzeit schlechter geht als dir?

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Offline NW

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Re: Meine Geschichte und Ängste
« Antwort #46 am: 22 Februar 2019, 17:57:22 »
Ich fühle mich sicher nicht besser wenn es anderen schlechter geht, wie um himmels willen kommst du darauf ?

Ist in Deutschland aber traurige wahrheit dass sich der leiharbeiter darüber ärgert das der hartz4 empfänger das gleiche bekommt statt nach oben zu treten und mehr zu verlangen. Ich hab ohnehin nur die 2500, ob du nun 400 verzockst, 4000, oder 40000. Es ist mir vollkommen egal und ich würde es niemals verurteilen wenn du es wohl auch so verstanden hast..

Was ich dir damit bewusst machen wollte ist das ich nicht ohne grund hier bin und es nicht nur schwarz oder weiß gibt, wäre es für dich kein erfolg wenn du soweit gefestigt gewesen wärst das du nur 200 verzockt hättest und nun noch 3800 gehabt hättest..
Und würde es dich nicht nerven wenn das niemand sieht und dir jd nur an den kopf wirft ,, du hast aber gezockt" zocken=kacka - shg=supi.. wie bei.. keine Ahnung..

Das ist für mich ein erfolg und da lasse ich mich nicht von jemandem verbohrt nennen der mich überhaupt nicht kennt, nicht weiß wo ich herkomne und der noch komplett am anfang steht.

Ich wünsche dir von Herzen dass du es von Anfang an ohne jemals wieder zu gehen schaffen wirst und darüber würde ich mich mehr freuen wie wenn du nochmal 4 k verzockst, davon hab ich so oder so nix und ich hasse diese automatenindustrie..

Hab auch mit keinem Wort geschrieben dass es schlau von mir war, es war es mir eben wert in diesem Moment und fertig..

Da brauchst du mich nicht fragen was ich hier zu suchen habe nachdem ich hier schon zwei jahre an mir arbeite und du nur hier aufgetaucht bist weil du nach chargeback gegooglet hast und die erste frage con dir war ,, hab ich die Chance mein verlorenes geld wieder zurück zu holen, dann kann ich dir diese frage mmn nämlich eher stellen.

Ansonsten alles gute für deinen hund, das tut mir leid.
Und du hast recht, das ist in Wahrheit viel viel wichtiger wie ein paar hundert oder tausend euro.
Vieles ist viel wichtiger und höher einzustufen, genau das ist es doch !

Re: Meine Geschichte und Ängste
« Antwort #47 am: 22 Februar 2019, 18:39:05 »
Hallo hallo Mensch da bin ich einen Tag länger arbeiten haha
Erstmal zu dem was ich geschrieben hatte und ihr geantwortet hattet.
Ich denke der Grund wieso ich nicht jetzt sofort mit der Sprache rausrücke ist einfach die Angst verlassen zu werden..  ich möchte ihm wirklich nicht die Entscheidung lassen sondern sagen Mensch ich habe das verbockt aber es mittlerweile im Griff und Lösungen gefunden... wenn er mich fallen lassen würde würde eine Welt zusammenbrechen und ich weiß nicht wie das ausgehen würde. Da bin ich vielleicht auch ein wenig egoistisch

Angefangen zu spielen habe ich nicht als ich Pleite war... wir haben unter Freunden immer gepokert und dann kamen wir irgendwann zum online casino. Ich bin von pokern auf blackjack und nach meinem ersten großen Gewinn ging es bergab... da hat das spielen noch Spaß gemacht weil der Schaden nicht so groß war... jetzt spiele ich/habe ich gespielt um quasi wieder Plus auf dem Konto zu haben.
Aber deshalb habe ich mich auch gegen das CB entschieden. Ich denke wenn ich das Geld wieder hätte dann würde ich nicht drauß lernen sondern sagen ich fang ganz von neu an.. das würde nicht gut gehen


Ich kann verstehen das du gespielt hast...
Denke das Problem der anderen liegt woanders wenn ich mir mal rausnehmen kann das aus meiner Sicht zu erläutern.

Glückwunsch an jedem der kontrolliert spielen kann. Da wir das nicht können sind wir hier gelandet und du konntest das in der Vergangenheit wohl auch nicht.
Als ich mir den ersten großen Betrag auszahlen lassen habe,wenn ich das nennen darf 4000 Euro, habe ich die 4000 auch wieder investiert und zurückbuchen lassen über pay pal... und die 4000 wieder verspielt. Also 8000 Minus. Ich hoffe es ist nicht schlimm das ich die zahlen genannt habe.
Dann habe ich 4 Monate nicht gespielt und war finanziell wieder stabil. Dachte mir Mensch das war ein ausrutscher(damals war es wirklich noch kein suchtverhalten)... dann habe ich wieder 200 eingezahlt,gewonnen,verloren und nach einiger Zeit wieder eingezahlt. Es wurde immer mehr und hat sich summiert bis ich die Kontrolle komplett verlor.
Ich denke die Gedankengänge der anderen liegen genau darin. Die 200 Euro an sich sind nicht das Problem. Eher das das suchtgedächnis(wenn auch unterbewusst) wieder angeregt wird und es wieder zur Gewohnheit wird. Und siehe da in 2 Monaten sind wir wieder bei 4000 Euro... darum geht es denke ich.

Aber ich verstehe dein Verhalten vorkommen ich bin ja genau in derselben Situation. Aber ich weis auch genau ich zahle nicht mehr ein. Selbst wenn ich 10.000 Euro gewinne würde ich sie mir nicht auszahlen lassen sondern alles wieder verspielen. Das hatte ich im November. Und das tat weh ohne Ende...

Ich wünsche dir das beste
Liebe Grüße

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Offline NW

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Re: Meine Geschichte und Ängste
« Antwort #48 am: 22 Februar 2019, 19:01:14 »
Hey..

Was du sagst ist alles vollkommen richtig und sehe ich auch ganz genauso..

Nur hätte ich diese 300 ja nicht wieder verzockt, ich hätte mir das Motorrad gekauft und dann hätte sich das spielen für mich wieder erledigt, nun hat es sich so erledigt...

Ich hab ja 30 mal geschrieben dass es unvernünftig war und ein spiel mit dem feuer ist und habe mit keinem Wort geschrieben dass das gut oder besonders schlau war..

Natürlich funktioniert das langfristig nicht, für mich sowieso nicht, aber ich hab ja auch garkein interesse mehr am spielen, mich juckte halt das Motorrad und es ist einfach nicht vollkommen irrsinnig und utopisch zu denken man könnte 300 gewinnen, natürlich geht die komplette rechnung niemals auf aber dieser zwischengewinn ist nach monaten der spielfreiheit einfach nicht bei 1% und das abzusprechen ist einfach quatsch..

Dass das gefährlich ist hab ich niemals abgestritten aber es ist für mich absolut kein Problem den Verlust zu akzeptieren und mich juckt es null da jetzt wieder was zu riskieren..


Bzgl deinem freund kann ich dich sehr gut verstehen und würde ich genauso machen. Ich weiß aber das auch das hier nicht akzeptiert wird und bin aus dieser Diskussion direkt schonmal raus :P

Meine Meinung : rückgängig kannst du das ganze ohnehin nicht mehr machen und solange du nicht einfach so weitermachst und die zeit jetzt nutzt um ehrlich an dir zu arbeiten, ist das in meinen Augen vollkommen legitim und verständlich..

Andere werden jetzt sicher mit Hintertür offen halten usw wieder kommen, ist vielleicht auch nicht ganz falsch, aber lass dich nicht beirren und setz dich nur soviel druck aus wie du auch damit noch klar kommst und arbeite aufrecht und ehrlich an dir selbst ;)

Re: Meine Geschichte und Ängste
« Antwort #49 am: 22 Februar 2019, 19:35:05 »
Ja wie gesagt ich kann das wirklich sehr gut verstehen
 Trotzdem sei vorsichtig ich kenn das halt auch aus Erfahrung:-) ich kann auch nie versprechen das es mir niemals passieren wird. Ich weiß nur momentan das ich es nicht mehr möchte und auch ein Spiel sehr riskant wäre bei mir.


Ja Hintertür sagen auch viele aber ich habe Finanzen mittlerweile ja abgegeben und denke "erstmal" bin ich sicher

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Offline NW

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Re: Meine Geschichte und Ängste
« Antwort #50 am: 22 Februar 2019, 20:27:10 »
Bin ich natürlich, danke dir  :)

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Offline Olli

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Re: Meine Geschichte und Ängste
« Antwort #51 am: 23 Februar 2019, 06:24:36 »
Hi Scrime!

Schöner Beitrag!

Zitat
Die 200 Euro an sich sind nicht das Problem. Eher das das suchtgedächnis(wenn auch unterbewusst) wieder angeregt wird und es wieder zur Gewohnheit wird. Und siehe da in 2 Monaten sind wir wieder bei 4000 Euro... darum geht es denke ich.

Ja, es geht aber noch weiter ...

Wenn wir süchtig werden, dann nimmt auch das Spielen immer mehr Raum in unserem Leben ein.
Es ist nicht nur die Suchtausübung an sich, sondern das Spielen breitet sich in das gesamte Leben aus.
Es braucht niemanden, der einem sagt: Hey, das ist falsch, was Du da machst! - Wir wissen es selbst.
Wir erarbeiten uns das im Laufe der Zeit. Doch wer möchte sich das wirklich eingestehen?
Also erarbeiten wir uns auch Rechtfertigungen vor uns selbst. Wir suchen Ausreden - tarnen sie als Gründe.
Dabei verstricken wir uns aber eigentlich immer weiter.
Die Realität wird immer mehr Fiktion - bis sie über einem zusammen bricht.
Also wird das Spielen eingestellt - vorerst.
Doch das Spielen ist nun nicht mehr nur das eigentliche Problem.
Das Denken, welches jahrelang pro Spielen ausgerichtet war - ändert sich nämlich nicht automatisch mit.
Wir haben sozusagen "Dreck am Stecken". (Historische Redewendung: Der Stecken war ein Gehstock. Es war einst verpönt mit dreckigen Schuhen herum zu laufen. Also wurde der Gehstock benutzt, um den Dreck von den Schuhen zu entfernen.)
Nur weil die Schuhe nun sauber sind, ist der Dreck immer noch da - nur eben am Gehstock und nicht mehr an den Schuhen.
Es bedarf der Kapitulation vor sich selbst, um all die antrainierten Gedankengänge über den Haufen zu schmeissen.
Es braucht die Erkenntnis, dass die Rechtfertigungen schlichtweg falsch waren. Das ist nicht einfach, da es am Selbstbildnis nicht nur kratzt, sondern gewaltig sägt.
Einer Kämpfernatur, wie unserem NW fällt das ungemein schwer.
Da wird auf Gewinnmöglichkeiten herumgeritten - hier mal ein wenig eingelenkt und dort auch noch ein wenig.
Es wird auf die besherigen Erfolge gepocht und sich beschwert, dass sie nicht gewürdigt werden.
Das ist aber nicht das Problem.
Das Problem ist, dass er das Spielen als eine Problemlösungsstrategie benutzt hat und dieses auch noch vehement verteidigt.
Wann war Spielen denn wirklich mal ein Problemlöser?
Es sind die alten destruktiven Denkmuster, derren Ablegen wie die emotionale Erkenntnis einer Lebenslüge erscheinen lässt.
Aber wir leben nun mal im Hier und Jetzt. Wen interessiert das, nennen wir es mal überspitzt, Versagen von gestern, wenn wir das heute ändern können? Die Veränderung zu einem Erfolg werden lassen?
Ich kann mir hier die Finger wund tippen - diese Veränderung kann nur NW selbst zulassen und durchführen.

Und da das Thema ihn beschäftigt - er nicht locker lässt und auch immer wieder nachhakt, glaube ich fest daran, dass er das auch schafft!
Vielleicht nicht gerade heute. Aber vielleicht morgen oder übermorgen. Denn er macht es sich selbst ja nicht gerade einfach.
Was sind die beachtlichen 120 kg auf der Bank zu drücken gegen diesen Kampf ... :)
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

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Offline NW

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Re: Meine Geschichte und Ängste
« Antwort #52 am: 23 Februar 2019, 07:05:44 »
Oh man..  ???

 

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