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Online Casinos bald legal?

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Re: Online Casinos bald legal?
« Antwort #30 am: 14 Juli 2019, 13:47:41 »
Warum ist die falsch? Das sind Verbote, hebeln wir sie auf brauchen wir doch nicht..... 

Du sagst es doch selbst  kontrolliert spielen ... Wenn einige Menschen die diese Straftaten ausgeübt haben sich unter Kontrolle gehabt hätten dann bräuchten wir die Verbote nicht  aber wir haben sie trotzdem und warum weil halt einige sich nicht unter kontrolle  haben.Also müssen wir sie schützen durch ein Verbot und deshalb bin dafür das auch das Glückspiel verboten werden sollte . Die Chance seine Kontrolle bei spielen zu verlieren ist immens groß.

Wieviele sind süchtig und geben es nicht zu ,wie gross ist die Dunkelziffer  der Spieler die sich elendig verschuldet haben oder sich umgebracht haben, sich scheiden lassen haben, sich unerlaubt geldbeschaft haben und und und die kennen wir garnicht aber wir können es erahnen ein Verbot muss her Auch für andere Sachen aber das würde hier jetzt den Rahmen sprengen  ... Hier geht es um Spielen .

Vielleicht rede ich so weil ich genau so einer bin der seine Kontrolle verloren hat ,,, OK sorry dafür,,,, aber währe ein abzulutes Verbot da gewesen würde es mir heute besser gehen.
« Letzte Änderung: 14 Juli 2019, 14:12:06 von Pocasso »
Meine Beiträge spiegeln lediglich die meiner Meinung  wieder, und sind keine rechtlichen Verbindlichkeiten , dies sind auch keine Rechtsberatungen sowie Handlungsanweisungen. ..

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Offline Ltr88

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  • 321
Re: Online Casinos bald legal?
« Antwort #31 am: 14 Juli 2019, 14:10:17 »
Sehe ich genauso! Wir haben genug spielos in Deutschland! Da Kan man sich wenigstens sperren lassen ! Einmal reicht und du kommst nirgends mehr rein! Zumindestens bei uns in Hessen is das so!

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Online Olli

  • *****
  • 2.806
Re: Online Casinos bald legal?
« Antwort #32 am: 14 Juli 2019, 15:05:50 »
Hi Tom!

Vielen Dank!

Zitat
Hier wird die Meinung vertreten, dass die Mehrheit der Spieler süchtig sind.

Nein, das sehe ich anders.
Ich glaube aber, dass die Zahlen der BZfgA aus 2017 nicht stimmen können.
Zur Info: Es wurden ein paar tausend Personen telefonisch kontaktiert und befragt.
Erstmalig auch per Handy, was den Anteil der problematischen und pathologischen Spieler in Summe zur letzten Statistik nahezu verdoppelt hat.
Das Problem bei dieser Art der Erhebung der Zahlen liegt einfach in einem Symptom der Spielsucht begründet: Sie wird veheimlicht und verschleiert - es wird gelogen.
Es macht nun mal einen Unterschied, ob ich gefragt werde, wie viele TV-Geräte in meinem Haushalt existieren oder ob ich - ich übertreibe mal - einen an der Waffel habe.
Viele Spieler haben mit ihrem Selbstwert zu kämpfen und Fragen zu ihrem Glückspielverhalten untergräbt diesen, weil ihnen ihre Unzulänglichkeiten im Telefonat vor Augen gehalten werden.
Von einer fehlenden Krankheitseinsicht brauche ich erst gar nicht anfangen.
Also wird gelogen ...

Doch auch wenn wir uns die nicht süchtigen Spieler anschauen, so gibt es auch von denen genug, die innerhalb kurzer Zeit "langlebige" Schulden durch das Glückspiel zu tilgen haben.

Ich möchte das Glückspiel nicht verbieten. Ich möchte es reguliert wissen.
Nun schauen wir nur einmal auf Borns Beiträge hier im Thread.
Wir schauen uns Deine Ausführungen zu den Rückzahlungen an minderjährigen Personen an in Deinem Thread.
Die Glückspielanbieter im Internet bieten ihre Dienste trotz eines gesetzlichen Verbotes auf unserem Markt an.
Sie scheren sich einen Dreck um die Auswirkungen einer Spielsucht auf die Glückspieler - die Angehörigen - Freunde, Bekannte, Arbeitgeber - auf die Schäden, die unserer Wirtschaft widerfahren.
Sie nutzen jeden schmutzigen Trick um Gelder zu verweigern oder die Auszahlungen zu verzögern.
Und nun sollen genau diese Läden legalisiert werden in einigen Bundesländern.
Klar, es sollen massenhaft Schutzmechanismen eingebaut werden, so will es der Gesetzgeber.
Doch ändert dies etwas an der Mentalität dieser Branche?
Werden sie nicht auch in Zukunft jedwede klitzekleinste Gesetzeslücke aushebeln, umgehen oder sich Sachen einfallen lassen, die der Gesetzgeber nicht abgedeckt hat?
Wozu sollen wir uns das als Gesellschaft ans Bein binden?
Wir haben bereits einen riesigen Glückspielsektor - der reicht vollkommen.

Du hast in Deinem Thread geschrieben, dass Geld die Welt regiert und daher die OCs (sinngmäß) auf jeden Fall kommen werden.
Für mich bedeutet das im Kontext: Ich gebe mich mit dem zufrieden was ist und überlasse es den Spielern selbst den Schaden zu begrenzen/abzuarbeiten.

Diese Ansicht ist absolut falsch. Wir befinden uns in einer Sozialgemeinschaft.
In dieser hat jeder die Pflicht auf den anderen aufzupassen.
Und nur, weil einige das System zum eigenen Vorteil ausbeuten, darf das noch lange nicht heißen, dass dies alle tun sollten.
Denn dadurch wird das System zerstört.

Und nun kommen wir zum Ringschluss ...
Gäbe es allgemein die "Ausbeuter" nicht, dann wäre der Leistungsdruck in unserer Gesellschaft nicht so immens hoch.
Dann würden auch die Gehälter stimmen und z.B. der Gedanke an das "schnelle Geld" wäre nicht vorherrschend.
Unsere Gesellschaft kränkelt ganz schön unter der Oberfläche - auch erkennbar an Krankheitsständen in einigen Berufen.
Da braucht es keinen weiteren Bazillus, der uns noch mehr schwächt.

Daher sage ich ganz klar nein zu online-Glückspielanbietern!

Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Re: Online Casinos bald legal?
« Antwort #33 am: 14 Juli 2019, 16:27:42 »
So nachdem meine Anfangsfrage von Ilona beantwortet wurde, würde mich Eure Meinung interessieren.

Sollten Online Casinos in Deutschland legalisiert werden?

Ein paar Argumente für ja: Die Automaten in den Spielhallen und Gaststätten sind ja auch erlaubt, andere Suchtmittel wie Zigaretten und Alkohol gibts an jeder Ecke.

Argumente für nein: Ich muss das Haus nicht verlassen um zu spielen, ich kann zum Spielen Alkohol trinken.

Bin gespannt wie Ihr das seht.

Re: Online Casinos bald legal?
« Antwort #34 am: 14 Juli 2019, 16:38:22 »
Meine Meinung haste ja schon😎
Meine Beiträge spiegeln lediglich die meiner Meinung  wieder, und sind keine rechtlichen Verbindlichkeiten , dies sind auch keine Rechtsberatungen sowie Handlungsanweisungen. ..

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Offline TAL

  • ****
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Re: Online Casinos bald legal?
« Antwort #35 am: 14 Juli 2019, 17:23:05 »
Sorry, aber... Pocasso, der Vergleich hinkt.
Weder Tom, noch Fred's Schwester, noch meine Arbeitskollegin haben je jemandem aktiv geschadet. Sie haben für sich entschieden, sich von den schlechten Entscheidungen anderer weit genug distanzieren zu können, um letztlich ihren Lebensunterhalt damit zu verdienen. Es ist eine Frage von persönlichen Erfahrungen und Werten. Im Falle meiner Kollegin bin ich mir sogar sicher, daß ihr anfangs nichtmal bewußt war, worauf sie sich einläßt. Sie hat ihren Job in einer Spielhalle dann nach etwas über einem Jahr trotz guter Arbeitsbedingungen und ordentlicher Bezahlung an den Nagel gehängt.
Ich hingegen arbeite in einer Firma, die eng mit der Tabakindustrie zusammenarbeitet.
Ich rauche selbst - es ist meine Entscheidung.
Tom's Job könnte ich nicht machen, denn ich bin vorbelastet, und aufgrund meiner Vergangenheit hätte ich eine tiefe Abneigung dagegen.
Das ist aber nicht bei allen so.
Jedem das Seine.

Biete ich Glücksspiel an, ob nun legal oder nicht, entscheidet der Kunde immernoch selbst über seine Teilnahme. Er schadet sich damit selbst, aber ich tue ihm nicht weh, ich beklaue ihn nicht, und ich bringe ihn auch nicht um.

Er kommt trotzdem immer wieder, denn wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Zitat
...aber währe ein abzulutes Verbot da gewesen würde es mir heute besser gehen.

Denn ganz ehrlich... das wäre mir scheißegal gewesen. Ich habe damals erheblichen Aufwand betrieben, wenn ich glaubte, spielen zu müssen. Ein Verbot hätte mich sicher nicht aufgehalten.

Prinzipiell hat Fred da meiner Meinung nach recht. Mich hat auch nie jemand gezwungen, und mir zu sagen, ohne das entsprechende Angebot wäre das alles gar nicht passiert, also ist die Glücksspielindustrie schuld, lenkt mich davon ab, mal bei mir selbst zu gucken. Stimmt. Unterschreib ich so. Jammern rückt mir den Kopf nicht gerade, Schuldzuweisung und Selbstmitleid auch nicht. Diese Mischung kann aberwitzige Dimensionen annehmen - Kenn ich, ich hab selbst darin gebadet.
Trotzdem stimme ich zumindest in diesem einen Punkt dem Tenor hier zu: Über ein generelles Verbot kann man streiten. Solange es aber keine vernünftige Regulierung gibt, sollte man es auch nicht zulassen.
Denn es geht dabei ja nicht nur um uns, sondern auch um die, die nach uns kommen... und das sind  auch jetzt schon viele.
Ich halte mich fern, mit oder ohne Verbot, denn ich kenne die Konsequenzen, die solche Dinge für mich hätten. Meine Nichte sieht aber nur die bunte Werbung...

Ja, ich habe den Umgang lernen müssen, trotzdem muß ich ihn wirklich nicht haben, wenn ich es vermeiden kann.
Es war streckenweise wirklich hart für mich, nicht doch nachzugeben - sehr sogar. Aber zumindest hätte ich erst das Haus verlassen müssen... genaugenommen war ich das ein oder andere Mal schon über diesen Punkt hinaus.
OCs sind für mich genauso tabu wie jede lokale Örtlichkeit. Glücklicherweise bombardiert mich aber niemand mit Mails (mal abgesehen von irgendeinem Verein, der mir in unregelmäßigen Abständen 'gewinnensichere' Rubbellose andrehen will, dabei aber nichtmal in der Lage ist, wenigstens im Betreff einen grammatikalisch korrekten Satz zu bilden), ich bekomme nur sehr selten Kasino- oder Sportwetten-Werbebanner beim Surfen, keiner 'schenkt' mir Gratisboni, und ich habe auch keine Spielerkonten, auf denen ich 'nur mal so gucken' könnte. Wäre ich ein Onlinespieler, der aufhören möchte, wäre das anders.

Wenn es nach mir ginge, so sind OCs etwas, was die Welt nicht braucht. Niemand, absolut keiner, hat irgendeinen Nutzen oder Mehrwert von ihrer Existenz - außer dem Betreiber selbst. Deshalb wird dort fleißig die Werbetrommel gerührt. Der Gesellschaft schaden sie mehr, als daß sie nutzen, trotzdem ist die Ignoranz und Gutgläubigkeit vieler Verantwortlicher in dem Bereich ohne Worte. Selbst wenn einem der Gesundheitsfaktor egal sein sollte, oder man ihn vorsätzlich oder aus Unwissenheit ausblendet, ist auch jede kühle Kosten-Nutzen-Rechnung negativ für den Staat.
Aber was soll's? Es ist ja nur ein harmloser Zeitvertreib... das kann man den Leuten doch nicht verbieten.

Irgendwer sagte hier mal, es gäbe etwa 500.000 problematische Spieler in Deutschland. Mich hat diese Zahl ernsthaft erschrocken und sprachlos gemacht, wundern sollte mich das aber eigentlich nicht. Zählt man noch die Angehörigen dazu, die nie auch nur selbst einen Cent verspielt haben, und trotzdem drunter leiden, so ist das Problem alles andere als ein Kleines. Natürlich sieht das offiziell niemand, man kann ja heutzutage Existenzen vom Sofa oder aus dem Bett heraus zerstören. Daß man dabei nie wirklich Geld in der Hand hält, sich einigeln kann und auf dem Weg nichtmal einem ahnungslosen Passanten unter die Augen treten muß, macht es noch einfacher.

Hauptproblem hierbei ist die extrem starke Lobbyarbeit, die dafür sorgt, daß Entscheidungsträger in der Politik der Glücksspielindustrie ihr maßgeschneidertes Image vom Anbieter eines lustigen Zeitvertreibs für die ganze Familie nur allzu gerne abkaufen, ohne das Ganze zu hinterfragen und über den Tellerrand zu schauen. Das anrüchig-schmuddelige Spelunkenimage ist Geschichte, heutzutage ist das spaßig, weltoffen und absolut fair! Das Bild, was heute gezeichnet wird, unterscheidet sich drastisch von der Realität, die viele erleben. Nur sieht das eben keiner.
Und es ließen sich ja so Steuereinnahmen generieren. Also gut für die Allgemeinheit.

Nur... kein 'normaler' Mensch würde dort spielen, davon bin ich überzeugt. Wer das tut, hat ein Problem, und wenn nicht, ist er auf dem besten Weg, eins zu entwickeln. 'Natürlicher Spieltrieb der Bevölkerung'? Steht das wirklich irgendwo? Wer denkt sich sowas aus?
Beschönigung und Verharmlosung. Klar, die meisten Leute haben sich nie damit beschäftigt, ist also einfach, das Image in Richtung harmloser Zeitvertreib aufzupolieren.
Es ist auch keine Schande, nicht über alles bescheidzuwissen, für mich grenzt es aber an eine Verletzung der Sorgfaltspflicht, wenn ich es versäume, mich umfänglich über etwas zu informieren, über das ich eine nachhaltige Entscheidung treffen soll.

Ich bin für Eigenverantwortung, keine Frage, bei den meisten Punkten, die er in der Vergangenheit angesprochen hat, stimme ich Tom sogar vollumfänglich zu. Oftmals sträuben sich mir die Nackenhaare, wenn ich Diskussionen über Schuld und 'das böse System' lese. Manche machen es sich da sehr einfach. Aber das ist kein Grund, noch mehr und einfachere Möglichkeiten zu schaffen, in diese Abwärtsspirale zu rutschen... und eine andere Daseinsberechtigung, als das Bestreben, ein möglichst großes Stück vom fetten Kuchen abzubekommen, gibt es für OCs halt einfach nicht. Den Milliardenumsatz generieren Menschen wie ich, allein im stillen Kämmerlein, und nicht die quietschvergnügte Familie auf dem heimischen Sofa. In dem Moment, in dem meine Familie dann zum ersten Mal mit deren Existenz konfrontiert würde, stünde Spaß und Freude wohl ganz unten auf der Liste der Empfindungen...

An die Vernunft läßt sich nunmal sehr schlecht appellieren - auf beiden Seiten. Das dicke Kind den Kuchen bewachen zu lassen, wäre genauso sinnlos, wie das Hungrige mit selbigem alleinzulassen mit der Aufforderung, ihn sich für den Rest des Monats vernünftig einzuteilen. Beides kann nicht klappen...
Deshalb bedarf es vernünftiger Regulierungen, wenn man das schon so 'durchwinkt'. 
Selbstreflektion hin oder her - das momentane Chaos ist einfach nicht tragbar, und niemand scheint so wirklich gewillt zu sein, bereits bestehende Regulierungen durchzusetzen - wie soll das denn erst nach der Legalisierung von OCs werden, die ja nichtmal in Deutschland sitzen...

Es wird wohl darauf hinauslaufen, daß das Verbot von Onlinecasinos im nächsten GlüStV von vermeintlich freiheitsliebenden Gutmenschen aufgehoben wird, das denke ich auch. Bleibt nur zu hoffen, daß die Reglementierungen diesbezüglich dann weniger lächerlich ausfallen, als es in der Vergangenheit bei solchen Anlässen der Fall war. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt...
Zu deren Verteidigung kann ich aber zumindest sagen, daß ich mir selbst auch immer ganz sicher war, sowas wie Spielsucht gäbe es gar nicht. Ich bin eben nur einfach nicht mehr ganz frisch im Kopf.
Auch ich brauchte einfach nur Leute, die mir sagten: Spielsucht ist real, und es stecken Menschen dahinter.

Über den Sinn und Unsinn einer Legalisierung von OCs kann man geteilter Meinung sein.
Ein Werbeverbot, Spielerschutz und feste Richtlinien zu dessen Umsetzung hingegen sind meiner Meinung nach ein Muß.
Und dazu bedarf es vor allem einer Sache: Aufklärung.


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Offline Fred

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Re: Online Casinos bald legal?
« Antwort #36 am: 14 Juli 2019, 17:35:55 »
Kinderschutz ? Auf jeden Fall !
Jungendschutz ? Ganz sicher !

Erwachsenenschutz ?  :o :o :o Nein danke, ich möchte bitte meine Entscheidungen selbst treffen und mich nicht entmündigen lassen.
Natürlich darf nicht jeder selbst entscheiden, wie schnell er auf der Straße fährt, aber da geht es um die Gefährdung anderer.
In einer sozialen Gesellschaft soll und muss es Regeln geben die das Zusammenleben regeln.
Aber alles was nur mich allein betrifft, möchte ich selbst entscheiden.
In diesem Punkt ist Deutschland absolut überreguliert, aber das ist ein anderes Thema.

Ich hab mehr als mein halbes Leben verzockt ( > 30 Jahre ) und behaupte mal, mich recht gut in der Thematik auszukennen.
Aber ganz ehrlich, ein Verbot hätte mich nicht abgehalten davon. Das ist für mich eine fadenscheinige Ansicht.
Vielleicht kommt diese Ansicht auch aus meiner SHG, denn dort sind fast nur Alkoholiker.
Und die müssten tagtäglich mit "Ihrem Stoff" umgehen. Im Supermarkt, im Restaurant und in vielen anderen Lebenssituationen.

Den Süchtigen die hier so überaus gegen die Online-Casinos wettern möchte ich gern was auf den Weg geben:
Übernimm' mal Verwantwortung für dich selbst und versuche nicht deine Schuld auf andere abzuschieben.

@Ilona,da mir hier der Background fehlt, bist/warst du selbst mal süchtig oder ist dein Wissen theoretischer Natur ?
Der Kreis schließt sich erst wenn er vollendet ist !

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Offline Fred

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Re: Online Casinos bald legal?
« Antwort #37 am: 14 Juli 2019, 17:42:40 »
Das dicke Kind den Kuchen bewachen zu lassen, wäre genauso sinnlos,
wie das Hungrige mit selbigem alleinzulassen mit der Aufforderung, ihn sich für den Rest des Monats vernünftig einzuteilen. Beides kann nicht klappen...
Lange nich mehr so genußvoll gelacht:

Danke Tal, im Übrigen ein toller Beitrag.
Der Kreis schließt sich erst wenn er vollendet ist !

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Offline Ilona

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Re: Online Casinos bald legal?
« Antwort #38 am: 14 Juli 2019, 18:06:00 »
@Fred
Ich war viele Jahre nikotinsüchtig und habe diverse Anläufe gebraucht, um davon weg zu kommen. Ich bin heute eine sehr liberale Nichtraucherin. Ich mag aber nicht, wenn jemand Zigaretten in meiner Wohnung „vergisst“. Die vernichte ich sofort. Inzwischen kommt das aber kaum noch vor. Mein Bekanntenkreis besteht zu 95% aus Nichtraucher*innen.

Ich weiß aber viel über Prävention, da ich seit 1987 im Bereich Glücksspielsucht arbeite. Und ich kenne jede Menge teils sehr traurige Geschichten. Erst letzte Woche habe ich Kontoauszüge von jemandem gesehen, der innerhalb von 14 Tagen 60.000 € online verzockt hat. Bei einem Anbieter, der von sich selbst behauptet, er habe den Spielerschutz im Griff. Was ich damit sagen will, ich habe wenig mit der freudigen Seite des Glücksspiels zu tun. Ich behaupte übrigens nicht, dass jeder Glücksspieler süchtig ist. Auch wenn Tom das so behauptet. Das wäre Quatsch. Ich weiß aber, dass die Anbieter einen Großteil ihrer Umsätze (bis zu 80 %) mit Spielern machen, die ein Problem mit dem Glücksspielen haben. Das heißt: je mehr Süchtige unter den Kunden sind, desto höher die Gewinne. Wenn also ab morgen alle, die glücksspielsüchtig sind oder zumindest ein Problem damit haben, aufhören würden, hätte die Branche ein Riesenproblem und würde automatisch schrumpfen. Und zwar stark. Daher bin ich zum jetzigen Zeitpunkt gegen eine Liberalisierung.
Wir haben noch keine Strukturen dafür. Die Rechte der Spieler müssen zunächst gravierend verbessert werden. Ich bin z. B.
für ein komplettes Werbeverbot,
für die ein gut durchdachtes und funktionierendes Sperrsystem,
für die Entwicklung eines Webfilters,
für die Möglichkeit Krefitkarten etc. für Glücksspiele sperren zu lassen,
für die Einrichtung einer Stelle an die Spieler sich wenden können, die Probleme mit Glücksspielanbietern haben und für den Ausbau des Suchthilfesystems und der Schuldnerberatung.
LG Ilons

Re: Online Casinos bald legal?
« Antwort #39 am: 14 Juli 2019, 18:35:46 »
Wenn man den Höchsteinsatz auf 20 Cent und den Höchstgewinn auf zwei euro begrenzen würde, wie es eigentlich auch offline sein sollte, wäre ich auch für eine Liberalisierung. Das hat allerdings schon offline nicht geklappt.
Meiner Meinung nach brauchen wir auch Gesetze, die erwachsene vor sich selbst schützen.
Ich erinnere mich z. b. Noch an die Einführung der gurtpflicht, da sind eine Menge" freie Fahrtt für freie Bürger " sturmgelaufen.

Was für ein Segen und wie viele Tote wurden verhindert. Helmpflicht für Motorradfahrer, Verbot von harten Drogen, nicht mit dem eroller auf die Autobahn, Sperrung von gefährlichen Gewässern, alles Beispiele für Gesetze und Regeln die wir m. E. Brauchen. Klar gibt es immer Menschen, die diese Verbote umgehen und es wird auch immer Süchtige geben, sich andere Wege suchen.
Ich habe meine Verantwortung für meine spielsucht angenommen, mein Leben hätte sich aber besser entwickelt, wenn Geldspielautomaten in Deutschland verboten gewesen wären. Davon bin ich überzeugt.

Re: Online Casinos bald legal?
« Antwort #40 am: 14 Juli 2019, 18:52:05 »
Kinderschutz ? Auf jeden Fall !
Jungendschutz ? Ganz sicher !

Erwachsenenschutz ?  :o :o :o Nein danke, ich möchte bitte meine Entscheidungen selbst treffen und mich nicht entmündigen lassen.
Natürlich darf nicht jeder selbst entscheiden, wie schnell er auf der Straße fährt, aber da geht es um die Gefährdung anderer.
In einer sozialen Gesellschaft soll und muss es Regeln geben die das Zusammenleben regeln.
Aber alles was nur mich allein betrifft, möchte ich selbst entscheiden.

Ziemlich egoistische Einstellung....

Das erinnert mich an irgendwie an März 2010 wo in BaWü kein Alkohol ab 22-5 Uhr Morgens an den Tankstellen verkauft werden durfte.

Zufällig war ich morgens  um 4 Uhr am 01.03.2010 an der Aral und musste miterleben wie eine völlig zerzauste Frau in einem Pyjama, welcher schon bessere Tage gesehen hatte, aus einem Taxi ausstieg und in die Tanke hechtete und 4 Flaschen Korn kaufen wollte. Pustekuchen das Gesetzt galt und die Frau machte einen riesen Aufstand und hat auch das gleiche Argument angebracht und stieg dann wutentbrannt wieder ins Taxi uns düste davon. Ein paar Kilometer weiter nach Bayern wo das Gesetz eben nicht galt.

Und nein, ich war nicht dafür, sondern wollte auch selber entscheiden wann ich Alkohol kaufen kann aber rückblickend betrachtet muss ich zugeben, auch wenn das Gesetz für Jugendliche und dem "vorglühen" gelten sollte es mir doch gezeigt hat das es durchaus sinnvoll sein könnte. Einen Menschen, der sich gesundheitlich schadet und sich nicht selber helfen kann, eben Hilfe zuteil werden sollte und selbst dann wenn dies über ein Gesetz kommt.

Persönlich hätte ich nie gedacht, dass ich in den Strudel "Sucht" rutschen kann aber ich wurde, und das schmerzlich, eines besseren belehrt und wenn ich ehrlich bin wäre ich froh gewesen wenn hier auch solche Gesetze existent wären, wie in Schweden der Fall, und dies hätte mir eine Menge Leid erspart und vielen anderen auch! Muss man immer alles am eigenen Leib erfahren müssen oder wäre es da nicht besser wenn solche Dinge, wo Menschen einfach nicht stoppen können, zu regulieren, als Schutzmechanismus!?

Für das Wohl aller muss man seine Wüsche hinten anstellen.

Da ich mich voll in die Scheiße geritten, und nachdem ich mich mit dem Thema intensiv beschäftigt, habe muss ich sagen, dass ich schockiert bin da es zwar ein OC Verbot gibt aber alle Milliarden scheffeln und das teilweise mit perfiden Methoden. Diesem Treiben muss Einhalt geboten werden.
« Letzte Änderung: 14 Juli 2019, 18:59:01 von Born4Nothing »

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Offline taro

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Re: Online Casinos bald legal?
« Antwort #41 am: 14 Juli 2019, 18:52:34 »
Moin zusammen,

mein grosser Sohn kommt diese Woche nach Hause, er weiß das ich spielsüchtig bin. Er erzählt mir, daß ein Freund, (14 Jahre alt) sich einen Bonus für onlinespiel geholt hat. Er hat selber 50 Euro eingezahlt. Er hat entsprechenden Umsatz gehabt könnte sich seine noch vorhandenen 81 Euro auszahlen lassen. Nun zur Auszahlung möchte das Casino natürlich das er sich verifiziert. Das kann er wegen nicht vorhandener Volljährigkeit natürlich nicht.

Nun fragt mein Sohn, wie er an das Geld kommt. Ich erklärte ihm, daß sein Freund nichts gewonnen hat, er durfte nicht spielen, also kann er auch nichts Gewinnen. Ich empfahl das Geld abzuschreiben. Etwas was ich auch allen Erwachsenen Spielern empfehle.

Obwohl mir gerade beim Thema Jugendschutz die Hutschnur hoch geht, jeden Verantwortlichen dafür würde ich sofort eine reindrücken.

Ich fragte wie er überhaupt darauf gekommen sei. Mein Sohn erklärte mir, daß in der Springerpresse gerade ein Bericht zocken ohne Reue war, es wurde über cb  ub die Möglichkeiten geschrieben. Toll, die Werbung war für die Casinos und Paypal vermutlich recht günstig. Hat sich für alle Beteiligten voll gelohnt, zumal der größte Teil der cb Kohle eh wieder zurück kommt.

Ich habe bis heute keinen nichtsüchtigen jemals gehört er würde in eine Spielhalle gehen. Nicht Süchtige gehen einmal rein, verspielen 1-5 Euro, finden das nur doof und kommen nie wieder.

Im Casino gibt es etwas mehr nichtsüchtigen die regelmäßig kommen. Sie riskieren bis 100 Euro, jedoch gehen sie bei einer vorher festgelegten Gewinnsumme einfach raus und machen sich einen schönen Abend davon. Davon kann auch kein Casino leben, die leben doch von den Spielern die so lange Spielen bis alles Weg ist.

Sportwetten ist vermutlich der größte Anteil an nichtsüchtigen. Onlinecasinos finden dann die Kids und die Glücksritter, ist aber nur eine Vermutung.

Wenn Erwachsene und Süchtige Ihr Geld verzocken, dann ist es wie es ist. Wenn jedoch die Kids da problemlos auf die Seiten kommen dann ist das ein Skandal. Das es niemanden interessiert das in die Öffentlichkeit zu bringen und Politiker unter Druck zu setzen, weil Sie sich alle mit den CB Werbewochen beschäftigen ist der Hammer. Schön das noch die Uni Bremen sich mit der Spielsucht beschäftigt, die Jugendlichen fliegen dort wohl auch unter dem Radar.

Olli hat letztens eine schöne Geschichte über eine Kreditkarte geschrieben, die er nicht dabei hatte, wo er bei der Rückfahrt wieder klar im Kopf wurde. Das gilt sicher nur für nicht Spieler, wenn ich meine Kreditkarte 1000 km entfernt gelagert ist, dann fahre ich die 1000 km, die Fahrzeit verbringe ich im Kopfkino und pusch mich richtig hoch. Der Rückfall beginnt nicht mit der Geldeinzahlung, er endet damit.

Taro

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Offline Ilona

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Re: Online Casinos bald legal?
« Antwort #42 am: 14 Juli 2019, 19:09:25 »
Taro, die Situation in diesem Fall ist so eindeutig. Eindeutiger geht es nicht. Das Geschäft ist nichtig. Das Casino darf von unter 18-jährigen keinen Einsatz annehmen. Und unter 18-jährige dürfen dort nicht spielen und ergo auch keine Gewinne annehmen. In diesem Fall liegt das Casino richtig. Durfte aber seinerseits keine Einsätze annehmen. Daher muss der Einsatz zurück gezahlt werden. Können die Eltern veranlassen. Über die Glücksspielaufsicht oder über uns. 
LG Ilona

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Online Olli

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Re: Online Casinos bald legal?
« Antwort #43 am: 14 Juli 2019, 19:21:14 »
Hi!

Was bedeutet eigentlich Liberalisierung? Hat sich darüber schon mal jemand den Kopf zerbrochen?

Liberalisierung bedeutet den Abbau staatlicher oder gesellschaftlicher Eingriffe und Vorschriften.

Jetzt haben wir momentan einen Glückspielstaatsvertrag der in weiten Teilen versagt hat.
Wir haben eine Glückspielaufsicht, die rigoros versagt hat.
Wir haben ein Staatsversagen ...

Und da soll das Glückspiel noch mehr entreglemtiert werden?

Das Hauptziel ist es, die OCs zu legalisieren, damit Steuern eingenommen werden.
Welche Mühen haben fags und Andere in eine zentrale bundesweite Sperrdatei für Automatenspieler investiert ...
Sie sind an vielen Orten gescheitert.
Und nun soll diese kommen? Auf einmal? Da spielt z.B. der Datenschutz plötzlich keine Rolle mehr?

Auch die anderen angestrebten Reglements kaschieren nur den eigentlichen Mißstand.

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die Legalisierung der OCs und Sportwetten lediglich das Staatsversagen kaschieren soll nach dem Motto:
Dass die OCs etc. irgenwann kommen, das war ja unvermeidlich (Argument von Tom) - jetzt haben wir das Beste daraus gemacht. <eigeneSchulterklopf´ und eigenesKöpfchenstreichel´>




Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Re: Online Casinos bald legal?
« Antwort #44 am: 14 Juli 2019, 19:42:23 »
@Ilona

Ein OC darf vieles nicht aber macht es, und das mit voller Absicht, dennoch und warum? Weils dem OC egal ist woher die Kohle kommt

 

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