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Überweisungsbetrug

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Offline Olli

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Re: Überweisungsbetrug
« Antwort #30 am: 04 Februar 2020, 14:27:47 »
Dein väterlicher Beschützerinstinkt in allen Ehren ...

Manchmal müssen Söhne aber auch ihre eigenen Erfahrungen sammeln.
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

*

Offline taro

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Re: Überweisungsbetrug
« Antwort #31 am: 04 Februar 2020, 14:28:29 »
Born, da bist gerade Du ja bekannt für, das Du die Verantwortung für Dein verzocktes Geld übernimmst, wirklich das ist der Witz des Tages.

Re: Überweisungsbetrug
« Antwort #32 am: 04 Februar 2020, 14:29:12 »
@Taro

ich hab mehr Verantwortung in den einem Jahr übernommen als du in deinem ganzen Leben und lebe nicht in einer Welt wie Pipi Langstrumpf...(ich mach mir die Welt, widde widde wie sie mir gefällt...)

Und seien wir doch mal ehrlich, du bist mir, egal in welchem Umfang auch immer, in keiner Weise auch nur ansatzweise gewachsen denn im Gegensatz zu dir blubber ich nicht nur vor mich her sondern lasse meinen Aussagen auch Taten folgen. Versteck du dich gerne weiter hinter deinem PC und denn wenn es hart auf hart kommt bist du der Erste hier der sich aus dem Staub macht aber hey, Macher können nicht alle sein und die Verantwortung zu übernehmen nur die wenigstens....

Abgesehen davon finde ich es schon mehr als nur traurig das alles was du von dir gibst auch noch aus Überzeugung machst und total für andere Argumente unempfänglich bist aber vor allem deine Dreistigkeit wie du andere, die nicht deiner Meinung sind, persönlich angehst, solltest dich schämen!
« Letzte Änderung: 04 Februar 2020, 15:03:14 von Born4Nothing »

Re: Überweisungsbetrug
« Antwort #33 am: 04 Februar 2020, 14:39:04 »
Man merkt deutlich, ihr seit keine Väter.

Natürlich bekommt der Vater mit Anzeige nie sein Geld, das wäre schon mehr als ein Wunder.
Einen nackten kann man nicht in die Tasche greifen.

Es geht nicht darum, dass der Vater sein Geld vom Sohn bekommt. Es geht darum, dass die Bank dem Vater das Geld wieder gutschreiben muss. Und dafür wird die Bank eine Anzeige verlangen. Dann gibt es kein Schuldverhältnis zwischen Vater und Sohn.

Jetzt mal anders herum gedacht: Würde man als einsichtiger Spielsüchtiger erwarten, dass sein Vater seine Schulden bezahlt, die man selbst durch Betrug verursacht hat? Nein, ein Spielsüchtiger auf dem Weg in die Abstinenz würde sich selbst anzeigen und seine Verwandten schützen.

Re: Überweisungsbetrug
« Antwort #34 am: 04 Februar 2020, 14:47:10 »
Sehe das ebenso wie Balduin!

Zitat
Nein, ein Spielsüchtiger auf dem Weg in die Abstinenz würde sich selbst anzeigen und seine Verwandten schützen.

DAS können nur die wenigstens...wäre aber das Beste für alle!
« Letzte Änderung: 04 Februar 2020, 14:56:02 von Born4Nothing »

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Offline Ilona

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    • Fachverband Glücksspielsucht e.V.
Re: Überweisungsbetrug
« Antwort #35 am: 04 Februar 2020, 15:01:05 »
Wäre jemand aus der Familie bei in Beratung, würde ihr/ihm dringend ein gemeinsames Gespräch angeraten. Zunächst gilt es zu klären, ob der Sohn sein Verhalten ändern möchte. Falls ja, was er bereit ist dafür zu tun. Wer sich von einer Spielsucht trennen will, muss schon was unternehmen. Dazu gehört natürlich auch, dass man Verantwortung übernimmt und Strategien entwickelt, den angerichteten Schaden zu  regulieren. Das kann eine Selbstanzeige sein, kann aber auch eine Vereinbarung sein, wie und in welcher Zeit man den Schaden gut machen kann. Dazu gehört auch, dass man Wertgegenstände veräußert und erste Raten zahlt. Im Ergebnis sollten alle Beteiligten zustimmen können. Das ist ein schwieriges Unterfangen, kann aber angegangen werden. Falsche Rücksichtnahme könnte kontraproduktiv wirken.
LG ilona
Juristische Beratung: Kanzlei Kraft, Geil und Kollegen / Bielefeld http://www.kguk.de/
Ansprechpartnerinn: Dr. Iris Ober und Juliane Brauckmann  (Fachanwältinnen für Bankenrecht)  Terminanfragen: 0521-529930
Weitere Infos  hier: https://www.forum-gluecksspielsucht.de/forum/index.php?topic=3737.0

Re: Überweisungsbetrug
« Antwort #36 am: 04 Februar 2020, 15:06:56 »
Ja sehr kontraproduktiv.

Wobei ich mir nicht vorstellen kann das der Sohn hier noch irgendwas besitzt was sich zu Geld machen lässt. Ich hab auch alles verscheuert um weiterspielen zu können...

Auch spiegelt das Verhalten vom Sohn den weiteren Verlauf..... zeigt er sich demensprechend verantwortungsvoll, wobei ich das erstmal nicht glauben würde, ist das schwer wenn das Vertrauen fehlt. Legt der Sohn die LMAA Einstellung an den Tag dann gibt es keine Diskussion über das weitere vorgehen.
« Letzte Änderung: 04 Februar 2020, 15:11:21 von Born4Nothing »

Re: Überweisungsbetrug
« Antwort #37 am: 04 Februar 2020, 15:17:38 »
Ihr müsst wegen sowas nicht streiten, es hat ja keiner von euch wirklich Unrecht. Eine ultimative Lösung gibt es nicht, aber irgendwo versuche ich einen Mittelweg zu finden und die Beziehung(en) zu retten ohne dass der Vater auf dem Mist sitzen bleibt, aber auch ohne strafrechtliche Konsequenzen für den Sohn, dessen Kind hier unschuldigerweise mit leiden muss. Sollten noch Infos fehlen oder ich Fragen nicht beantwortet haben, versuche ich das später mal zu machen. Am Handy ist das mit Foren immer etwas schwierig.

Das schlimmste hierbei ist, dass es nicht das erste, zweite oder dritte Mal ist.
Der Familie kann man vorwerfen, dass sie nicht genug interveniert hat, aber nach jedem größeren Bock hat man gedacht, dass das der Schlussstrich ist. Dass es irgendwann soweit kommt, hätte niemand erahnt.
Ein paar hundert Euro Diebstahl/Betrug ist scheiße, mehrere Tausend tut weh, ist jedoch noch irgendwie bezahlbar, aber so ein Betrag hängt einem viele Jahre hinterher.

Wertgegenstände oder ähnliches sind schon lange verzockt worden. Und natürlich behauptet der Täter, dass er es bezahlen wird und zeigt nun Reue blabla, aber die Schulden bleiben viele Jahre beim Opfer und ein Verfall in alte Muster wäre auch nichts neues.

Ich versuche euch auf dem laufenden zuhalten, falls sich etwas neues ergibt. Bis dahin nochmal vielen Dank für jeglichen Input.

Re: Überweisungsbetrug
« Antwort #38 am: 04 Februar 2020, 15:22:36 »
Dein Vorhaben in allen Ehren aber nur der Sohn kann dafür etwas tun. Niemand sonst!

Mir ist durchaus klar, das man die Anzeige vermeiden will aber alleine schon an deinem Beitrag erkenne ich, das du es dir zwar insgemein erhoffst aber letztendlich schon die Antwort auch kennst.

Selbst mit einer Anzeige kann der Opa dennoch die Kinder und Frau unterstützen und ich gehe auch davon aus das er das tun wird. Ebenso seinen Sohn sofern er hier demensprechende Schritte unternimmt und nicht nur aus Selbstschutz und Angst rumblubbert!

Ein Beispiel wie sowas aussehen könnte hab ich aus meinem Umfeld parat:

Ein Mann,  Kinder und Frau,  leidet an paranoider Schizophrenie, dies hätte man nicht festgestellt wenn nicht einer Courage gezeigt und Ende Oktober 2019 einen RTW gerufen hätte. Der Mann wurde in die Psychiatrie eingeliefert und war hart für die Familie ihn so zu sehen und auch der Mann beteuerte immer: ich bin gesund!

Die Diagnose wurde dann nach 7 Wochen gestellt. Nun bekommt er Medikamente und es geht im den Umständen entsprechend.  Der Wo angerufen hat war der Vater! Das ist auch für einen Vater nicht einfach aber es ging um die Gesundheit und da muss man solche Entscheidung treffen! Viele wussten das etwas nicht stimmt oder haben es vermutet aber nur der Vater hat gehandelt - alle anderen haben aus Angst weggesehen.

Eine solche Krankheit steigert die Suizidalität und was wäre wenn der Vater nichts unternommen hätte!?

Irgendwann hätte sich der Mann das Leben genommen und die Frau mit den Kindern wäre aufgeschmissen und der Mann ist noch nicht mal 30!

So hat der Vater alles dafür getan, egal wie hart es auch gewesen ist, seinem Sohn zu helfen!
« Letzte Änderung: 04 Februar 2020, 15:36:56 von Born4Nothing »

Re: Überweisungsbetrug
« Antwort #39 am: 04 Februar 2020, 16:06:16 »
Für mich stellt das ein hohes Maß an krimineller Energie dar was dieses Mitglied begangen hat. Es gibt für mich hierfür auch keine Entschuldigung. Ein klares Handeln ist angesagt, seitens der Betroffenen sowie der Verursacher.

So wie ich gelesen habe, scheint er selbst sich dem ganzen noch nicht gestellt zu haben, lediglich eine Vermutung steht ihm Raum.

Klare Ansage der Familienmitglieder gegenüber den Verursacher ist zwingend notwendig. Welche Hilfen sich zum Schluss für beide Parteien sich daraus ergeben, wird sich zeigen.

Wird das ganze ohne jegliche Konsequenzen verharmlost, werden weitere kriminelle Machenschaften geplant und ausgeführt.

Oft müssen Dinge erst mit gewissen Folgen entgegen getreten werden, bevor Hilfen dann angenommen und angewandt werden. Alles andere ist einfach nur schädlich für aller involvierten Parteien.

Meine Meinung!

*

Offline dev2

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  • 31
Re: Überweisungsbetrug
« Antwort #40 am: 05 Februar 2020, 02:42:10 »
Guten Abend,

hier wurden schon viele richtige Dinge gesagt, jedoch möchte ich nochmal die Argumentation des Verfassers durchleuchten. Soweit ich nun verstanden habe, möchte das Opfer den Täter nicht Anzeigen, da der Täter seinen Job verlieren würde und es dem Kind des Täters schaden könnte, sollte dieser einer Strafe in Haft absitzen müssen.

Also es gibt viele Branchen in denen natürlich etwaige Vorstrafen ungern gesehen sind, jedoch hat dies auch seinen Sinn und Zweck. Z. B. wenn Sexualstraftäter nicht in Kitas o. ä. arbeiten können, ist dies ja dem Schutz und Wohl der Kinder gedacht. Dieses (extreme) Beispiel kann man natürlich auch auf sein Kind übertragen. Das Kind würde auch vor dem (es ist leider so) kriminellen Vater geschützt.

Man muss sich nämlich vor Augen führen, dass durch die kriminelle Energie dieses Menschens auch eine akute Mittellosigkeit seiner Familie entstehen kann (kein Bargeld im Haus, Bankkarten geklaut etc.) und Salopp gesagt ist "kein Geld haben" aus Jugendamtssicht ein wichtiges Kriterium für eine Kindeswohlgefährdung. Darüber muss sich auch die Mutter des Kindes im Klaren sein und nicht nur darüber... auch dass eine Person, die akut Suchtkrank ist und nicht in Behandlung ist, kein gutes Elternteil sein kann. Es hört sich vielleicht hart an.. aber gerade eine Spielsucht kann zu einer emotionalen Verwahrlosung führen, welche auch in einer Familie ihre Spuren hinterlassen kann.

Vielleich ist ein sich stabilisierender Vater im Knast bzw. in Behandlung (bzw. beides) als ein schwer kranker, arbeitender, in der eigenen Familie-isolierter Vater, die bessere Option?

Ich hoffe ich habe nicht zu viel falsch interpretiert. Habe nur versucht ein paar Eventualitäten auszuführen..

Viel Gesundheit euch

*

Fred1

Re: Überweisungsbetrug
« Antwort #41 am: 05 Februar 2020, 08:00:44 »
Moin, ich schreibe mal so, als wäre es dein Sohn. ( Wenn das falsch ist, formulieren die Sätze selbst um )

Dein Sohn ist krank, nicht böse oder kriminell.
Reiche ihm die Hand.
Wenn er sich helfen (lassen) will, gib ihm die Chance seinen Schaden wieder gut zu machen.

Alle Spieler die hier jetzt rumposaunen "Schlag ihm den Kopf ab" haben in ihrem Leben zu 99,5% selbst
kriminelle Taten begangen. Und sei es nur der 50er beim Papa aus dem Portemonaie genommen. Egal, die Spanne ist sehr vielfältig.

Wenn du es finanziell irgendwie bewerkstelligen kannst, lass die Bank davon nichts wissen.
Die erstatten zu 100% Anzeige gegen deinen Sohn.

Es ist dein Sohn ! Eigenes Fleisch und Blut.
Und er ist krank ... spielkrank. Eine weltweit anerkannte Krankheit.

Wäge die Mittel ab

Ich würde ihm eine Chance geben


Re: Überweisungsbetrug
« Antwort #42 am: 05 Februar 2020, 08:21:53 »
Niemand hat gesagt das man ihm den Kopf abschlagen soll und ja auch ich habe Mama mal 50 D-Mark aus dem Geldbeutel geklaut - da war ich aber 12 Jahre als - das war vor 30 Jahren allerdings habe ich nie Urkundenfälschung betrieben, mir so 50.000 EUR erschlichen und meinen Vater/Mutter, niemanden, so in die Scheiße geritten wie hier der Fall.

Und nur weil er krank ist, das steht außer Frage, bedeutet das noch lange nicht das man auch Schuldunfähig ist -->  https://www.forum-gluecksspielsucht.de/forum/index.php?topic=4284.msg34754#msg34754

Auch finde ich es zweifelhaft wenn man jetzt als Vater sagt: Ach egal, ist nur Geld, mach du deine Therapie und der Sohn kommt mit zwei blauen Augen davon. Wie bitte soll der Sohn da etwas lernen oder Verantwortung übernehmen!? Wenn es schon so weit gekommen ist dann wird der Sohn genau das sagen was Papa/Mama und alle Anderen hören wollen bis zum nächsten Vorfall.

Klar kann man eine zweite Chance geben und davon bin ich auch nicht abgeneigt doch der Sohn muss dafür auch was unternehmen und nicht die Einstellung Papa/Mama werden es schon richten...

Wäre ich als Vater in dieser Situation würde ich selbstverständlich auch alles versuchen, mit diversen Leuten sprechen und auch einen Anwalt konsultieren um aus der Nummer irgendwie heraus zu kommen. Nur in letzter Konsequenz würde ich den Schritt mit der Anzeige gehen, sofern mein Kind total blocken würde.
« Letzte Änderung: 05 Februar 2020, 08:28:57 von Born4Nothing »

Re: Überweisungsbetrug
« Antwort #43 am: 14 Februar 2020, 05:54:43 »
Wohl des Kindes...
Ich hoffe nur schwer, dass der Papi gut seine kriminelle Handlungen von der Vater-rolle trennen kann.
"Einer, der mit fremden Geld spielt ist kein Anfänger". Als ich das im Spielsuchtzentrum zum ersten mal hörte, wollte es nicht glauben.

Ich wurde auch beraten eine Anzeige zu gestatten und habe es nicht gemacht. Er lebt weiterhin mit seinem Spielsucht, total verschuldet, aggressiv und ohne jegliche Verantwortung als Vater. Das Kind nützt er nur als Ausrede um uns abzupassen.
Dafür muss ich aber im Gericht /Sorgerecht &Unterhalt/ beweisen, dass nicht ich die Spielsüchtige bin! Immerhin ist mit meiner Kreditkarte gespielt worden. Er weigert die Kontoauszüge dem Gericht zu geben mit der Ausrede, dass er kein Geld um sie auszudrücken hat. Konsequenzen gibt es keine.
Die Bank angelogen, dass er kein Kind hat um einen höheren Kredit zu bekommen, den er auch verspielt hat - Konsequenzen keine.

Es zählt ja nur das was Aktenkundig ist. Ich habe weder ihn, noch unser Kind, oder mich geholfen.

Ich denke, dass es Menschen gibt, die das Mitgefühl den Angehörigen schätzen und beginnen mit der Sucht zu kämpfen und solche, die das nur als Möglichkeit weiterzumachen sehen.
Hoffentlich ist der Sohn von den ersten, denn sonst wird es bitter nicht nur für den Vater sondern auch für sein Enkelkind und die Mutter.

« Letzte Änderung: 14 Februar 2020, 06:19:11 von Ichhabgenug »

 

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