Hallo Gast
ONLINEBERATUNG GLÜCKSSPIELSUCHT
Anonym und kompetent
» Deutsche Onlineberatung
» TÜRKÇE ONLINE DANIŞMA
HOTLINE-Glücksspielsucht NRW
Kostenfreie & anonyme Experten-Hotline:
Deutsch 0800 - 0776611
TÜRKÇE: 0800 - 3264762

Der Rückfall der mich 4.000€ kostete

  • 11 Antworten
  • 734 Aufrufe
Der Rückfall der mich 4.000€ kostete
« am: 07 August 2020, 09:22:43 »
Hallo zusammen,

ich muss mir hier mal kurz den Frust von der Seele schreiben.

Ich bin ja schon länger dabei und war jetzt auch eine Zeit lang spielfrei, aber durch einen Arbeitsunfall bin ich aktuell zuhause und wusste nichts mit mir anzufangen. Im Juli verspielte ich ein komplettes Monatsgehalt, es ging los mit 75€ Einzahlung und Spiele auf 0,50€ ... nichts wildes eigentlich und es ging sogar ganz gut. Aus den 75 machte man 130... sogar direkt ausgezahlt, aber dann kam die Spirale die sicherlich viele von euch kennen. Da schleicht sich im Kopf der Gedanke ein, dass mehr zu holen ist... man funktioniert wie ein Roboter, alle Argumente die man vorher hatte, verpuffen direkt. Man handelt blind. Natürlich die Summe verloren, irgendwann dann 200€ eingezahlt um zurückzuholen und am Ende 2x 500€

Es hätte sogar geklappt, ich war auf 4.000€ hoch! Das Casino brachte es jedoch fertig, 1 Woche für die Verifikation der Dokumente zu brauchen - zwischenzeitlich alles wieder weg.

Ärgerlich, sehr ärgerlich...

Danach direkt Gamban auf dem PC installiert, alles super soweit...

Klar, aber gibt ja noch ein Handy...

Um es kurz zu machen, ich hab 2000 von meinem Ersparten verloren, war zwischenzeitlich auf 2.8 hoch und da setzte die Gier ein...
Ich wollte es sogar auszahlen lassen, aber lt. Onlinecasino war mein Auszahlungslimit für diese Woche erreicht ... na klar ::)

Die Gier setzte ein und natürlich gab das Casino 0,0 zurück... Es gab ein einziges Mal Freispiele auf einem Einsatz von 2€ bei 2800€ Guthaben... verrückt...
Beide Monate kosteten mich nun also 4.000€ und es ist verrückt, was man damit hätte machen können.
Ich bin kein Großverdiener... 4.000€ sind für mich knapp 3 Monate Arbeit.

Naja, nun ist Ebbe auf dem Konto, aber irgendwie auch eine innere Zufriedenheit... schwer zu erklären.
Achja, ich bin bereits in Therapie beim Psychologen, habe übernächste Woche meine nächste Sitzung und hoffe, dass ich von diesem scheiß Glücksspiel wegkomme :(

Jungs & Mädels, lasst es bleiben... der Hausvorteil liegt immer bei der Bank (Wenn das mal so einfach wäre  ::) )

Immerhin habe ich keinerlei Schulden, sodass es durchaus einen Ausweg gibt... nur schade um die verlorene Zeit und um das hart erarbeitete Geld.

LG
Tarakko

Re: Der Rückfall der mich 4.000€ kostete
« Antwort #1 am: 07 August 2020, 11:32:49 »
Zitat
Jungs & Mädels, lasst es bleiben... der Hausvorteil liegt immer bei der Bank (Wenn das mal so einfach wäre..

Diese Erkenntnis haben/hatten wir alle - Problem dabei ist jedoch, dies auch zu verinnerlichen und dem Teufelchen auf der Schulter Paroli zu bieten wenn der kleine Scheisser sich wieder mal melden sollte.

Um eben Paroli bieten zu können muss man vorher aber los gelassen haben, und nur dann kann man, egal in welcher Situation, dem kleinen Scheisser widerstehen!^^

*

Offline Olli

  • *****
  • 3.733
Re: Der Rückfall der mich 4.000€ kostete
« Antwort #2 am: 07 August 2020, 12:00:32 »
Hi Tarakko!

Ich muss das gleiche Zitat auch noch mal bemühen:

Zitat
Jungs & Mädels, lasst es bleiben... der Hausvorteil liegt immer bei der Bank (Wenn das mal so einfach wäre..

Also der Rat, der hier von Dir kommt, ist schon etwas scheinheilig - oder? Zudem konzentriert er sich nicht auf das Wesentliche.

Du bist schon etwas länger dabei und Du schreibst ja auch, dass Du in Therapie bist. Ist hier auch Scheinheiligkeit im Spiel?

Eigentlich nicht, denn nur wir kennen die Ambivalenz zu gut: Eine Zeit lang abschalten versus den Selbstvorwürfen wieder einmal versagt zu haben.

Um Dir hier ein wenig auf die Sprünge zu helfen, bemühe ich noch ein Zitat:

Zitat
Im Juli verspielte ich ein komplettes Monatsgehalt, es ging los mit 75€ Einzahlung und Spiele auf 0,50€ ... nichts wildes eigentlich

Siehst Du den Punkt an dem Du ansetzen musst/kannst/darfst? Du hast Dir das Gambeln schlichtweg erlaubt. Im nächsten Schritt verharmlost Du die erste Einzahlung.
Was danach kommt ist schnuppe - vollkommen uninteressant, da es den normalen Verlauf der Suchtausübung wiederspiegelt. Dies hin bis zum jetzigen Erwachen mit entsprechendem Kater.

Du hattest einen Arbeitsunfall - schlimm, da Du hierfür ja sogar krank geschrieben wurdest. Ist das aber ein Grund sich selbst zu zerstören?
Langeweile ... ist das die Legitimation, die Du Dir gibst? Es ist auch kein Grund um zu spielen.
Ist auf dem Weg vom Doc nach Hause eine grüne Welle gewesen? Das ist auch kein Grund. Ist in China ein Sack Reis umgefallen? Das ist auch kein Grund.

Das sind alles Ausreden - größtenteils eben suchtbedingt. Es gibt nur einen einzigen Grund zu spielen und das ist das Spielen selbst.

Die Sachen, die Du da anführst, nennen sich "Leben". Es gibt Höhen und es gibt Tiefen.

Das Geld, welches Du verspielt hast, ist auch uninteressant. Es bringt Dir nichts darüber im Konjunktiv nachzudenken und sich Luftschlösser oder Luftlöcher, in die Du Dich hineinfallen lassen kannst, zu bauen.
Das Geld hat nun ein Anderer.

Was bleibt ist einzig die Frage: Wie kannst Du Deine Abstinenz aufrecht erhalten - und wofür eigentlich?
Wozu gehst Du zur Therapie? Was ist Dein Ziel? Da gibt es sicher mehr als "Geld" und "Zeit". Es möchte nur formuliert und ausgesprochen werden, um es Dir bewusst zu machen.

Wenn Du hier gewichtige "Gründe" findest, dann wird der nächste Suchtdruck zum Kinderspiel. Ich nenne sie Abstinenzentscheidungen ...

Ich erlaube mir nur für heute spielfrei bleiben zu dürfen!

Dieses Mantra habe ich schon etliche Male in dieses und andere Foren geschrieben. Hier müsste sich auch ein Beitrag mit einer Erklärung von mir finden lassen.
Wenn Du magst, dann suche mal danach. Den Kern habe ich damals aus meiner SHG mitgenommen und habe ihn dann aber auf mich zugeschnitten.
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Re: Der Rückfall der mich 4.000€ kostete
« Antwort #3 am: 07 August 2020, 17:18:53 »
Hi Tarakko!

Ich muss das gleiche Zitat auch noch mal bemühen:

Zitat
Jungs & Mädels, lasst es bleiben... der Hausvorteil liegt immer bei der Bank (Wenn das mal so einfach wäre..

Also der Rat, der hier von Dir kommt, ist schon etwas scheinheilig - oder? Zudem konzentriert er sich nicht auf das Wesentliche.

Du bist schon etwas länger dabei und Du schreibst ja auch, dass Du in Therapie bist. Ist hier auch Scheinheiligkeit im Spiel?

Eigentlich nicht, denn nur wir kennen die Ambivalenz zu gut: Eine Zeit lang abschalten versus den Selbstvorwürfen wieder einmal versagt zu haben.

Um Dir hier ein wenig auf die Sprünge zu helfen, bemühe ich noch ein Zitat:

Zitat
Im Juli verspielte ich ein komplettes Monatsgehalt, es ging los mit 75€ Einzahlung und Spiele auf 0,50€ ... nichts wildes eigentlich

Siehst Du den Punkt an dem Du ansetzen musst/kannst/darfst? Du hast Dir das Gambeln schlichtweg erlaubt. Im nächsten Schritt verharmlost Du die erste Einzahlung.
Was danach kommt ist schnuppe - vollkommen uninteressant, da es den normalen Verlauf der Suchtausübung wiederspiegelt. Dies hin bis zum jetzigen Erwachen mit entsprechendem Kater.

Du hattest einen Arbeitsunfall - schlimm, da Du hierfür ja sogar krank geschrieben wurdest. Ist das aber ein Grund sich selbst zu zerstören?
Langeweile ... ist das die Legitimation, die Du Dir gibst? Es ist auch kein Grund um zu spielen.
Ist auf dem Weg vom Doc nach Hause eine grüne Welle gewesen? Das ist auch kein Grund. Ist in China ein Sack Reis umgefallen? Das ist auch kein Grund.

Das sind alles Ausreden - größtenteils eben suchtbedingt. Es gibt nur einen einzigen Grund zu spielen und das ist das Spielen selbst.

Die Sachen, die Du da anführst, nennen sich "Leben". Es gibt Höhen und es gibt Tiefen.

Das Geld, welches Du verspielt hast, ist auch uninteressant. Es bringt Dir nichts darüber im Konjunktiv nachzudenken und sich Luftschlösser oder Luftlöcher, in die Du Dich hineinfallen lassen kannst, zu bauen.
Das Geld hat nun ein Anderer.

Was bleibt ist einzig die Frage: Wie kannst Du Deine Abstinenz aufrecht erhalten - und wofür eigentlich?
Wozu gehst Du zur Therapie? Was ist Dein Ziel? Da gibt es sicher mehr als "Geld" und "Zeit". Es möchte nur formuliert und ausgesprochen werden, um es Dir bewusst zu machen.

Wenn Du hier gewichtige "Gründe" findest, dann wird der nächste Suchtdruck zum Kinderspiel. Ich nenne sie Abstinenzentscheidungen ...

Ich erlaube mir nur für heute spielfrei bleiben zu dürfen!

Dieses Mantra habe ich schon etliche Male in dieses und andere Foren geschrieben. Hier müsste sich auch ein Beitrag mit einer Erklärung von mir finden lassen.
Wenn Du magst, dann suche mal danach. Den Kern habe ich damals aus meiner SHG mitgenommen und habe ihn dann aber auf mich zugeschnitten.

Hi Olli,

ob der Rat scheinheilig ist oder nicht muss jeder für sich selbst entscheiden. Aus diesem Grund habe ich extra hinzugefügt, dass es nicht so einfach ist. Wir alle wissen schon vor der Anmeldung, dass wir von beispielsweise 100 eingezahlten Euros nur 95 Euro statistisch gesehen zurückbekommen.

Dass ich in Therapie bin, halte ich für einen guten Schritt in die richtige Richtung, daher verstehe ich deinen Angriff mir der Scheinheiligkeit nicht direkt?

Du hast Recht, mit dieser kleinen Einzahlung ging es wieder los und die Sucht hat in diesem Moment gewonnen und löste sozusagen eine Lawine aus, es hat alte Verhaltensweisen reaktiviert, sodass die einzig logische Konsequenz der kalte Entzug sein muss.

Die Legitimation, wenn es eine solche überhaupt gibt, war das Geld verdienen. Angefixt durch einen 5-stelligen Gewinn vor etwa 7-8 Jahren versucht man natürlich, diese Situation zu wiederholen. Die Gewinne brennen sich im Kopf ein - die Verluste werden durchgesiebt.

Dumm nur, dass es in 99% der Fälle nicht klappt. Hätte ich meine ganzen Einzahlungen mal zusammengerechnet, wäre sicherlich schon ein neuwertiger Mittelklassewagen drin - ja, tut weh aber ändern kann ich es nicht. Das Geld ist weg, ärgerlich aber eigene Schuld.

Warum ich mit dem spielen angefangen habe, werde ich in naher Zukunft mit dem Psychologen herausfinden und hoffentlich bald eine ganz neue Sichtweise auf diese bekloppte Spielsucht finden :)

Grüße

*

Offline Olli

  • *****
  • 3.733
Re: Der Rückfall der mich 4.000€ kostete
« Antwort #4 am: 09 August 2020, 15:20:52 »
Hi Tarakko!

Entschuldige, dass ich den Eindruck erweckt habe, Dich anzugreifen. Darum ging es mir definitiv nicht.

Mit der Scheinheiligkeit meinte ich diesen Satz:

Zitat
Jungs & Mädels, lasst es bleiben...

Wie kannst Du diesen Aufruf starten, wenn Du ihm selbst nicht folgst?
Hier geht es ums Loslassen. Loslassen von einer Sache, von der wir genau wissen, wie schädlich sie für uns ist - und wir sie trotzdem wiederholen.
War dieser Appell vielleicht gar nur an Dich selbst gerichtet? Oder ist es Dein Umkreis, der Dich zum Loslassen bewegen und dem du eigentlich auch folgen möchtest?

Schaue Dir dies mal an, bitte: https://www.youtube.com/watch?v=7QOvcepIncM

Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Re: Der Rückfall der mich 4.000€ kostete
« Antwort #5 am: 12 August 2020, 14:33:15 »
Hi Tarakko!

Entschuldige, dass ich den Eindruck erweckt habe, Dich anzugreifen. Darum ging es mir definitiv nicht.

Mit der Scheinheiligkeit meinte ich diesen Satz:

Zitat
Jungs & Mädels, lasst es bleiben...

Wie kannst Du diesen Aufruf starten, wenn Du ihm selbst nicht folgst?
Hier geht es ums Loslassen. Loslassen von einer Sache, von der wir genau wissen, wie schädlich sie für uns ist - und wir sie trotzdem wiederholen.
War dieser Appell vielleicht gar nur an Dich selbst gerichtet? Oder ist es Dein Umkreis, der Dich zum Loslassen bewegen und dem du eigentlich auch folgen möchtest?

Schaue Dir dies mal an, bitte: https://www.youtube.com/watch?v=7QOvcepIncM

Hey, danke für deine Rückmeldung.

Den Satz hatte ich aus Verzweiflung geschrieben, so wie Alkoholiker nach einem Kater sagen "ich trinke nie wieder"

Aber Recht hast du, aus meinem Mund klang der Satz in dieser Situation etwas komisch und natürlich wissen wir alle, dass das spielen uns nichts bringt.

Ich möchte natürlich selbst loslassen, dazu muss ich aber erstmal einen Weg finden. Mein Gang zum Psychotherapeuten ist sicherlich schon der richtige Ansatz, das wird aber bestimmt noch ein langer und harter Weg werden.

Das gute daran ist, dass sich der Weg lohnen wird.

Wird endlich Zeit mal nach vorn zu schauen. In Zukunft werde ich wohl lieber mein hart verdientes Geld in meine Hobbies, ins Auto oder in den nächsten Urlaub stecken... davon hat man definitiv mehr davon :)

Dein Video schaue ich mir direkt mal an, könnte hilfreich sein

Grüße

Re: Der Rückfall der mich 4.000€ kostete
« Antwort #6 am: 15 August 2020, 08:09:08 »
Hi Tarakko!

Entschuldige, dass ich den Eindruck erweckt habe, Dich anzugreifen. Darum ging es mir definitiv nicht.

Mit der Scheinheiligkeit meinte ich diesen Satz:

Zitat
Jungs & Mädels, lasst es bleiben...

Wie kannst Du diesen Aufruf starten, wenn Du ihm selbst nicht folgst?

Ich denke das dieser Aufruf möglicherweise auch im Unterbewusstsein an sich selbst gerichtet war. Falls ich falsch liege dann betrachtet es nur als Vermutung aufgrund eigener Erfahrungen.
Ich kann zumindest aus eigener Erfahrung berichten. Als ich mich damals hier angemeldet habe, gelesen habe wie es anderen erging, ihnen irgendwann in Phasen meiner eigenen Vernunft Ratschläge gegeben habe, hat es mir jedenfalls immer wieder in den ersten Abstinenz Wochen geholfen, mich sogar in Zeiten von aufkommenden Kontrollverlust selbst an meine eigenen Worten zurückzuerinnern und mir quasi den Spiegel vors Gesicht zu halten wenn es wichtig war

Re: Der Rückfall der mich 4.000€ kostete
« Antwort #7 am: 15 August 2020, 15:10:05 »
Du könntest Recht haben, der Gedanke ist auch immer im Hintergrund da. Nur wenn man seine paar Zahlen auf dem Konto hin- u. herbucht, wird einem das gar nicht so bewusst, wieviel Geld man da verpulvert.

Wir wissen alle vorher, dass Casino sich nicht zum Geld verdienen eignet. Ich spiele eigentlich nur im Casino weil ich mir mehr Geld für meine Hobbies, Urlaub etc wünsche.

Wenn ich aber dran denke, dass ich in den letzten Monaten über 4.000€ ausgegeben habe... das wäre schon ein netter Urlaub gewesen ;D

Immer wenn ich den Drang zum spielen verspüre, schaue ich hier ins Forum und lese (auch wenn es für denjenigen blöd klingt) gerne neue Threads wo Leute etwas verloren haben.

Im Gegenzug könnt ihr euch auch an meine Stories bereichern :)

Es bestätigt mich in dem Moment, dass Glücksspiel Unsinn ist.

Die lieben YouTube Streamer haben ja genau das Gegenteil vermittelt...

LG

Re: Der Rückfall der mich 4.000€ kostete
« Antwort #8 am: 15 August 2020, 15:38:19 »
Zitat
Es bestätigt mich in dem Moment, dass Glücksspiel Unsinn ist.

Die lieben YouTube Streamer haben ja genau das Gegenteil vermittelt...

Das was die ganzen Youtube Streamer so gewinnen hab ich in den Sand gesetzt; in der Summe waren das sicherlich locker 600.000 EUR und nun stehe ich mit einem Minus von ca. 370.000 EUR da...

Letztendlich hatte ich die Problematik auch dann noch übelst unterschätzt als ich mir bereits Hilfe geholt hatte und hab danach alles in den Sand gesetzt.

Da ich aber im Juni 2019 dem materiellen komplett abgeschworen und losgelassen habe, geht es mir trotz dem dicken Minus wesentlich besser als mit dem dicken Kontostand - das ist aber auch das einzig positive. An meiner Gesundheit, über die ich Jahrelang einen abartigen Raubbau betrieben habe, arbeite ich - 10km jeden Tag joggen aber ganz werde ich selbige wohl nimmer zurück bekommen.

Dir kann ich nur raten es nicht soweit, wie ich das getrieben habe, kommen zu lassen!
« Letzte Änderung: 15 August 2020, 15:49:18 von Born4Nothing »

Re: Der Rückfall der mich 4.000€ kostete
« Antwort #9 am: 15 August 2020, 17:55:56 »
Zitat
Es bestätigt mich in dem Moment, dass Glücksspiel Unsinn ist.

Die lieben YouTube Streamer haben ja genau das Gegenteil vermittelt...

Das was die ganzen Youtube Streamer so gewinnen hab ich in den Sand gesetzt; in der Summe waren das sicherlich locker 600.000 EUR und nun stehe ich mit einem Minus von ca. 370.000 EUR da...

Letztendlich hatte ich die Problematik auch dann noch übelst unterschätzt als ich mir bereits Hilfe geholt hatte und hab danach alles in den Sand gesetzt.

Da ich aber im Juni 2019 dem materiellen komplett abgeschworen und losgelassen habe, geht es mir trotz dem dicken Minus wesentlich besser als mit dem dicken Kontostand - das ist aber auch das einzig positive. An meiner Gesundheit, über die ich Jahrelang einen abartigen Raubbau betrieben habe, arbeite ich - 10km jeden Tag joggen aber ganz werde ich selbige wohl nimmer zurück bekommen.

Dir kann ich nur raten es nicht soweit, wie ich das getrieben habe, kommen zu lassen!

WOW! 600.000€ sind schon eine ganz andere Hausnummer! Das tut mir wirklich Leid für dich, aber ich denke, dass du auf einem guten Weg bist.

Ich stand aber damals auch schon vor dem nichts, jedoch mit geringeren Summen. 7500€ Kredit, Dispo am Anschlag etc

Immer zum Monatsanfang war das Konto gerade so ausgeglichen.

Ich war so happy als der Dispo und der Kredit abbezahlt waren.

Ich hoffe für dich, dass du dich auch irgendwann von diesem "Schock" erholst und dass du trotz der hohen Minussumme ein anständiges Leben führen kannst.

LG

Re: Der Rückfall der mich 4.000€ kostete
« Antwort #10 am: 15 August 2020, 19:38:58 »
Die Summe spielt eigentlich keine Rolle - nur diese Erkenntnis erlangt man meist immer dann wenn es schon viel zu spät ist und dann hilft nur eine einzige Sache - dem Geld nicht mehr hinterher laufen und komplett los zu lassen!

Nur wer komplett loslassen kann - bis dahin ist es ein steiniger Weg - kommt dann auch mit der Situation klar. Geld beruhigt aber macht sicherlich nicht glücklich.

 

Re: Der Rückfall der mich 4.000€ kostete
« Antwort #11 am: 15 August 2020, 20:20:50 »
Die Summe spielt eigentlich keine Rolle - nur diese Erkenntnis erlangt man meist immer dann wenn es schon viel zu spät ist und dann hilft nur eine einzige Sache - dem Geld nicht mehr hinterher laufen und komplett los zu lassen!

Nur wer komplett loslassen kann - bis dahin ist es ein steiniger Weg - kommt dann auch mit der Situation klar. Geld beruhigt aber macht sicherlich nicht glücklich.

Zum jetzigen Zeitpunkt seh ich bei mir persönlich noch ein recht hohes Rückfallrisiko, aber jeder Tag an dem man nicht spielt, ist ein Schritt in die richtige Richtung... kalter Entzug tut weh, aber hilft meist  :)

Wünsche dir alles Gute und viel Erfolg weiterhin beim Sport  :)

 

Wir danken dem AOK Bundesverband für die Finanzierung des technischen Updates dieses Forums