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Gericht verurteilt erstmals Online-Casino zur Rückzahlung verspielter Beträge

  • 132 Antworten
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Rofl1312

Ich bin für ein vorläufiges Zahlungsverbot, nicht sofort Pfänden.

Das Konto kann bis zu einem Monat mit dem Verbot belegt werden, innerhalb dieser Zeit muss ein Pfändung und Überweisungsbeschluss beantragt werden, gibt es kein PfüB ist das Konto wieder frei.

In der Zeit wo das Konto mit dem Verbot belegt ist,  seht ihr ob es was zu holen gibt oder nicht.

Und außerdem muss der Anbieter improvisieren, wie er Gelder auszahlt :)

Ihr habt den Anbieter also quasi an den Eiern, ihr habt sein Konto und er macht für euch was ihr wollt :).
Einen Monat nicht auszahlen können ist schon hart :)

Natürlich sollten diese Anbieter keine Lizenz für D erhalten,  unzuverlässig etc.

Ansonsten einfach mal mit den Österreichern kommunizieren, da hat ja der Mr. gezahlt also existiert ein Konto, Österreich ist nicht so weit weg wie Malta.

Ergänzung :

Mit dem PfüB sichert ihr euch außerdem den Rang, Konto eingefroren und somit bekommt ihr mit dem PfüB die Kohle zu erst danach die anderen Leute die den PfüB beantragt haben.

Wenn es nach mir geht, sollte jeder ein VzV beantragen schön nervig und irgendwann wird es auch den Anbietern zu bunt und Zahlen freiwillig.
« Letzte Änderung: 20 Oktober 2020, 11:25:12 von Ex-Gamer1337 »

die OC's sind ja nicht blöd wie wir desöfteren festgestellt haben. ich habe noch nie gesehen, dass ein anbieter ein eigenes konto in DE hat. sei es bei einzahlungen auch bei auszahlungen waren immer andere firmen zwischengeschaltet. die schalten mehrere firmen dazwischen, die die zahlungen hin und her schieben. da ist extrem schwerig  an die daten des endempfängers zu gelangen.
deshalb ist doch die mittlerweile insolvente Firma Wirecard deshalb oft kritisiert worden, die für illegale glücksspielanbieter konten verwaltet hat.

https://www.sn.at/salzburg/chronik/online-casino-konzern-hat-viele-klagen-am-hals-94377046


Zitat
Online-Casino: Konzern hat viele Klagen am Hals
Mr Green betreibt laut Urteil in Österreich illegales Glücksspiel und musste einem Pinzgauer 130.000 Euro zurückzahlen. Nun klagten weitere Spieler ihre hohen Verluste ein.


Es ist ein Urteil mit Präzedenzwirkung. Ein Urteil mit nicht abzusehenden Folgen, das ein ehemals schwer spielsüchtiger Pinzgauer nach rund zweijährigem Gerichtsstreit gegen den international aktiven, millionenschweren Online-Glücksspielanbieter Mr Green erfochten hat.

Gemäß dem im Mai 2020 endgültig rechtskräftig gewordenen Richterspruch muss der Onlinecasino-Riese dem Pinzgauer 130.000 Euro zurückzahlen. Diese Summe hatte der Mann allein im Februar 2017 beim tage- und nächtelangen Zocken über Handy und Computer am einarmigen Banditen verloren. Und dann eingeklagt. Die zwei mit der Causa befassten Gerichte (Landesgericht Salzburg, Oberlandesgericht Linz) stellten nämlich klar fest: Der vom Pinzgauer geklagte Onlinecasino-Riese mit operativem Sitz in Malta betreibe am österreichischen Markt verbotenes Glücksspiel. Online-Glücksspiele wie etwa der einarmige Bandit, bei dem Gewinn und Verlust nur vom Zufall abhängen, unterliegen laut Erstgericht und Berufungsgericht eindeutig dem heimischen Glücksspielmonopol. Und ebendieses Monopol verstößt laut Judikatur des Obersten Gerichtshofs (OGH) und auch jener des Europäischen Gerichtshofs EuGH nicht gegen Unionsrecht (EU-Recht).

Anwalt: "Es sind zehn weitere Klagen anhängig"
Aus diesem Grund, so der Succus des unumstößlichen Urteils, sei zwischen dem Pinzgauer Spieler und dem Anbieter Mr Green Limited auch kein gültiger Glücksspielvertrag zustande gekommen. Sämtliche via Kreditkarte bezahlten Spieleinsätze seien daher rückforderbar - und von Mr Green zurückzuzahlen.

Der erfolgreiche Kläger, der inzwischen auch tatsächlich die 130.000 Euro von dem Glücksspiel- und Sportwetten-Konzern ersetzt bekommen hat, wird vom Salzburger Rechtsanwalt Johannes Koman vertreten. Der Anwalt lässt im SN-Gespräch aufhorchen: "Am Landesgericht Salzburg sind inzwischen rund zehn weitere Zivilverfahren anhängig, in denen ich jeweils Spieler vertrete, die großteils bei Mr Green, aber auch bei anderen bei uns illegal tätigen Online-Glücksspiel-Anbietern Geld verloren haben. Sei es beim einarmigen Banditen oder auch beim Online-Roulette." Bei zwei dieser Kläger geht es laut Koman ebenfalls um die Rückforderung von jeweils einem sechsstelligen Verlust "aufgrund unrechtmäßiger Bereicherung" durch den Glücksspielanbieter, bei den übrigen Klagen um fünfstellige Summen. Einen weiteren Kärntner Kläger vertritt Koman am LG Klagenfurt.

Höchst bemerkenswert ist überdies, dass der ehemals spielsüchtige Pinzgauer bei Mr Green nicht nur 130.000 Euro, sondern zwischen April 2016 und März 2017 insgesamt sogar 750.000 (!) Euro verlor. "Wir haben natürlich auch die restliche verspielte Summe von mehr als 600.000 Euro eingeklagt. Allerdings aufgedröselt in vier weitere Einzelklagen. Würden wir nämlich die gesamte Summe auf einmal einklagen, wären die Gerichtsgebühren für meinen Mandanten enorm hoch", erklärt Anwalt Koman.

Mr Green ist in zwölf europäischen Ländern aktiv
Bis Mr Green dem Pinzgauer die im "Musterverfahren" eingeklagten 130.000 Euro überwies, dauerte es etliche Monate. Johannes Koman: "Wir haben uns zuerst vom LG Salzburg einen europäischen Zwangsvollstreckungstitel ausstellen lassen und eine maltesische Anwaltskanzlei mit der Exekution beauftragt. Eine Überweisung erfolgte aber erst dann, als wir die Zwangsverwaltung der Österreich-Domain von Mr Green betreffend Online-Gaming beantragten."

Die SN ersuchten den in zwölf europäischen Ländern aktiven Online-Gaming- und Sportwetten-Konzern Mr Green über dessen Presseabteilung um eine schriftliche Stellungnahme. Einerseits zum rechtskräftig erledigten Prozess, andererseits zu den zahlreichen weiteren anhängigen Verfahren. Eine Reaktion bzw. Antwort blieb jedoch aus.
« Letzte Änderung: 20 Oktober 2020, 14:55:32 von Olli »

also sowie ich verstanden habe, hat wohl europäische vollstreckungstitel und einschaltung eines anwaltes in malta kein erfolg gehabt. erst die zwangsverwaltung der domäin hat die hände des OC gebunden.

ich denke es würde sinn machen wenn die dt. anwälte mit diesen österreichischen anwalt kooperieren würden um unnötige kosten zu sparen und den direkten erfolgreichen weg wählen würden

Dazu müsste man mal in Ö bei dem Anwalt anfragen...
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Der europäische Zwangsvollstreckungstitel bringt schon was, jedoch ist es halt die Frage in wie weit die maltesische Kanzlei sich in Hinblick auf die Eintreibung engagiert hat. Wenn man nen Dackel anstatt nen Pitbull vorschickt ist es logisch.

Deshalb auch genau richtig das Sie dann im laufe mit Kanonen auf die Spatzen geschossen haben.

Sobald man sein Recht erlangt muss man auch die großen Boxhandschuhe anziehen und nicht mit Wattebällchen werfen.

Aber schön das es MrGreen getroffen hat, hab ja damals  "Anfang des Jahres" geschrieben was Ich ja für Antworten erhalten habe, daher umso cooler das es genau dieses OC getroffen hat.

Und das mit der Domain denke ich würde hier in DE auch gehen.

Mittels einstweiliger Verfügung §935 - §940 ZPO. Hier wird klar die Möglichkeit dargestellt das man ein Verbot aussprechen kann (wie z.B. eine Verwaltung/Sperrung einer Domain) und in den fortlaufenden Paragraphen wird dies noch unterstrichen, dementsprechend auch die Aufhebung durch (Sicherheits)leistung des Beklagten.

Aber das müsste mal ein Anwalt prüfen, das ist nur eine Vermutung/Recherche im Netz.

und hier nächste erfolgreiche Klage in Österreich. Dort steht es zwar nicht ob die Frau das Geld schon bekommen hat. Aber die österreicher scheinen den Weg gefunden haben wie Sie an das Geld der Casinos's kommen.

https://www.krone.at/2265419

Bin mal gespannt wie sich das ganze in den nächsten Monaten entwickelt.

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Offline Alex86

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könnte schon die richtige Wende nehmen, da ist Cllb auch als Prozesskostenfinanzierer einspringt und die das nicht machen würden wenn die Chancen schlecht stehen würden

Nicht CLLB selbst sondern ein dritter finanziert die Fälle.

https://www.profil.at/oesterreich/spieler-fordern-eine-halbe-million-von-mr-green-zurueck/401412228

In dem Bericht geht es um die Probleme der Vollstreckung trotz rechtskräftige Urteile und Europäische Vollstreckungstitel.

 

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