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Der erste Rückfall mit dem ich nicht gerechnet habe

  • 3 Antworten
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Der erste Rückfall mit dem ich nicht gerechnet habe
« am: 30 März 2021, 12:24:45 »
Hallo zusammen,

ich bin 29 Jahre alt, männlich und lese schon seit Jahren immer mal wieder in diesem Forum die Beiträge. Vermutlich immer dann wenn die Spielsucht wieder angefangen hat eine Teilkontrolle über mein Leben zu erlangen.

Ich habe das erste mal 2012 gespielt, in einer Kneipe am Automaten. Zurückblickend hat es mir leider zu viel Spaß gemacht. Ich vergleiche diesen Moment gerne damit, als mir früher mal ein Freund mir früher mal einen Joint angeboten hat und ich sagte "Ne lass mal, nachher gefällt mir das noch". Diese Stärke habe ich beim Glücksspiel nie gefunden, irgendwann ging ich plötzlich alleine in Spielotheken und letztendlich fand ich dann das Online-Casino.

Ich würde sagen dass mir die Sucht und die Problematik sehr schnell bewusst waren, ich habe mir das nie schön geredet - Mein Scham stand der professionellen Hilfe jedoch jahrelang im Weg, weswegen die ganze Situation schlichtweg in Selbsthass umschlug. Die meisten die das lesen kennen dieses Gefühl vermutlich zu Genüge. Ich habe es immer wieder für ein paar Tage, Wochen, ja sogar mal Monate geschafft nicht zu spielen, losgekommen bin ich aber nie komplett.

Nun etwas konkreter:

Letztes Jahr hatte ich erneut einen schweren Rückfall. Ich kann direkt vorwegnehmen dass ich nicht weiß wieso und weshalb, aber es ist passiert. Die Auswirkungen auf meine Psyche waren diesmal jedoch stärker als jemals zuvor - der Unterschied: Ich habe Ende 2019 meine Freundin kennengelernt. Eine tolle Freundin die ich sehr liebe und der ich sofort von meinem Problem erzählt habe als es in Richtung "Beziehung" ging. Ich habe mich so unfassbar schrecklich gefühlt, ich war so verzweifelt. Ich habe immer nur mir selber geschadet, aber jetzt betrifft es noch jemanden mit - schlimme Gefühle waren das. Ich habe daraufhin einen Termin bei einer Beratungsstelle gemacht und gehe dort auch bis heute wöchentlich zu Gruppen- und Einzelgesprächen, aktuell läuft zudem der Therapieantrag.. Zusätzlich hatte ich meine Geldmittel komplett abgegeben, alle Online-Zahlmöglichkeiten gesperrt - schlichtweg kein Zugriff zu Geld. In meiner Therapiegruppe reden wir nicht über zahlen, weil das triggern kann - trotzdem möchte ich es hier tun weil es mich gerade sehr bewegt. Ich hatte einen Dispo von 6000,00 ausgeschöpft und war im vergangenen Monat wieder im grünen Bereich. Leider habe ich mich irgendwann so sicher gefühlt, dass ich das Geldmanagement wieder angekommen habe. Und was soll ich sagen, es endete in zwei Rückfällen in den vergangenen Tagen.

Ich fühle mich gerade einfach nur schrecklich verzweifelt und schuldig und ich bin mir selber peinlich. Natürlich spielt da jetzt auch die finanzielle Situation mit rein, den Dispo hätte ich mal zurückstufen lassen sollen, denn jetzt bin ich fast wieder dort angekommen wo ich vergangenes Jahr war.

Neben der finanziellen Situation empfinde ich aber genau so viel Angst, Sorge und Verzweiflung wenn ich an die Zukunft denke. Natürlich bin ich stolz was ich trotzdem in den vergangenen 12 Monaten geschafft habe. Aber wie soll das nur dauerhaft weitergehen? Ich habe so unfassbare Angst es nie komplett zu schaffen und immer wieder nur für Zeiträume. Jeder Rückfall katapultiert mich dann finanziell und psychisch wieder komplett zurück.

Also nächsten Schritt, das muss ich zugeben, sehe ich das komplette Geldmanagement auf unbestimmte Zeit nicht mehr bei mir. Aktuell würde ich es am liebsten für immer abgeben, damit ich der Versuchung nicht widerstehen muss, sondern es schlichtweg nicht möglich ist. Das Wort ist jetzt schon mehrfach gefallen, aber ja, aus mir spricht gerade die Verzweiflung. Ich glaube ich habe mich entschlossen hier einen Beitrag zu schreiben in der Hoffnung dass es gut tut. Und ja, es tat gut das runterzuschreiben.

Vielleicht hat ja jemand von euch aufmunternde oder warme Worte. Kennt diese Situation und gibt mir Mut. Mir fällt es gerade nämlich wirklich schwer positiv zu denken und Kraft zu schöpfen... mal wieder...

*

Offline Olli

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Re: Der erste Rückfall mit dem ich nicht gerechnet habe
« Antwort #1 am: 30 März 2021, 13:46:28 »
Hi Frozen!

Ja, es tut gut seine Gedanken einfach mal zur Tastatur oder auch zu Papier zu bringen. Der Grund ist ganz einfach. Wir beschäftigen uns mit der Problematik.
Da flackern dann hier und da Gedanken auf, wie wir etwas tun oder lassen können. Es entwickeln sich kleine Pläne.
Dass Du hier öffentlich, und ich hoffe doch auch in Deinen Einzel- und Gruppenterminen, Deine Sorge im wahrsten Sinne des Wortes teilst, ist ein wunderbarer Lebeneffekt.

Natürlich schenke ich Dir, nicht nur ein wenig, sondern einen großen Batzen Mut und Hoffnung. Du hast das schon wunderbar herausgestellt: Schau, was Du schon alles erreicht hast. Seien es die spielfreien Phasen oder die wahnsinnige Überwindungsarbeit gegen Deine Scham denn doch zur Beratung zu gehen.
Du hast Dich Deiner Freundin damals offenbart und, wenn noch nicht geschehen, wirst Du es wieder tun.

Ich habe es die letzte Zeit schon ein paar Male geschrieben. Eine Glücksspielsucht kommt nicht mit einem Fingerschnipsen. Sie entwickelt sich - ist oftmals ein langer Prozess. Je Charakter und Lebensumstände dauert die Gewöhnungsphase mit all ihren Begleiterscheinungen mal länger und dann wieder mal kürzer.
Doch was für die Sucht gilt, dass gilt auch für die Genesung. Die Medizin ist da einhelleig, sie redet nicht von Heilung, sondern von Genesung - einer Verbesserung. Genesung ist ein Prozess. Er besteht aus Lernen - logischem Verstehen und emotionalem Begreifen.
Mit dem Lernen hast Du angefangen über die Beratungsstelle und führst es mit einer Therapie fort.

Schau, Du schreibst in der Überschrift, dass dies der erste Rückfall sei, mit dem Du nicht gerechnet hattest.
Ja, das mag sein. Doch einem Rückfall geht immer etwas voraus. Er kommt nie aus heiterem Himmel.
Die Anzeichen zu entdecken, um dann gegen zu steuern, gehört zum o.g. Lernprozess.
"Ein Rückfall gehört zur Genesung dazu!" - heisst es nicht ohne Grund. Dein Rückfall gehört jetzt aufgearbeitet. Jetzt sind die Erinnerungen noch frisch.
Jetzt bist Du gerade emotional am Boden und der Lerneffekt ist weitaus größer dadurch.
Schaue mal hier hinein: https://www.forum-gluecksspielsucht.de/forum/index.php/topic,4852.msg43494.html#msg43494
Habe da mal was stichpunkthaft zusammengestellt. Vielleicht findest Du Dich darin wieder oder kannst den Beitrag sogar ergänzen.

Noch mal kurz zur Genesung ... Ich bin jetzt bald 15 Jahre spielfrei. Trotzdem denke ich hier und da an die "gute alte Zeit" zurück, die tatsächlich ja gar keine war. Die Sucht lässt da grüßen mit übertriebener Nostalgie. Mir ist das aber bewusst und so kann ich diese Gedanken belächeln und brauche mit der Sucht nicht in Diskussion zu gehen. Meine Entscheidung für Abstinenz steht weiterhin auf stabilen Füßen - meine Abstinenzentscheidungen.
Anfangs habe ich diese aus dem Bauch heraus getroffen. Habe formuliert, was ich nicht will. Erst später habe ich formuliert, was ich will. In diesen Formulierungen tauchte Glückspiel erst gar nicht auf.
Das erste halbe bis dreiviertel Jahr - wenn Du in den Einzeln oder in der Gruppe fleissig an Dir arbeitest - ist am Schwersten aus meiner Sicht. Danach wird es deutlich einfacher.

Thema Geldmanagement ... ich denke, dass Du über die Situation jetzt, gut lernen kannst. Nein, es ist keine Option, dass Du für immer und ewig keine Kontrolle über Deine Finanzen hast. Wieso genau hast Du die Verantwortung wieder übernehmen wollen? Welche Beweggründe hattest Du?
Da werden sicher einige dabei sein, die vollkommen gesund erscheinen. Aber sind sie es auch? Sind sie vielleicht durch die Sucht mit ihrem stetig gleichen Ziel mißbraucht worden?
Hattest Du vielleicht sogar solch einen Gedankenfetzen wie: Einmal könnte ich ja noch ... ?
Thema Dispo ... ja, wieso hast Du ihn nicht zurücksetzen lassen? Gedankenlosigkeit? Übergeblichkeit? Oder war es einfach nur zu lästig?
An Deiner Stelle würde ich jetzt die Finanzen wieder abgeben und das erst mal so lassen bis nach der Therapie. Wenn du dann wieder auf stabilen Beinen stehst, dann lasse das Geldmanagement langsam auslaufen.
Sobald ein Tausender vom Dispo abgezahlt ist, lasse ihn senken, bis auf 0 runter. Wer braucht schon einen Kredit mit über 14 % Zinsen?

Nachtrag ... nicht aufgeben, sondern weiter machen. Du bekommst das schon hin!
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Re: Der erste Rückfall mit dem ich nicht gerechnet habe
« Antwort #2 am: 30 März 2021, 14:27:13 »
Hi Olli,

vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag.

Als erstes möchte ich sagen dass ich es sehr beeindrucken finde, dass du seit 15 Jahren abstinent bist, aber dir deine Probleme weiterhin bewusst machst indem du in diesem Forum aktiv mitwirkst. Ich glaube genau das ich der richtige Weg, denn die Sucht wird einen wohl ein Leben begleiten. Das "damit umgehen" muss ich noch lernen. Ich denke ich werde mir ein Beispiel daran nehmen und neben meinen Einzel- u. Gruppensitzungen auch hier aktiv dabei sein. Das hilft denke ich auch mir.

Bezüglich dem Auslöser für meinen Rückfall tue ich mich aktuell sehr schwer klare Gedanken zu fassen. Ich befinde mich glaube ich aktuell in einer starken "Trauerphase" und die Gedanken kreisen um das "Warum nur, ich Idiot". Die finanziellen Auswirkungen finde ich auch schwer zu verarbeiten. Aber ich versuche es mal: Ich habe schon gemerkt dass ich in letzter Zeit wenig entspannt bin. Mein Job nimmt ziemlich viel Zeit ein, und was dazu kommt ist auch dass ein recht hoher Leistungsdruck herrscht - zumindest setze ich mich selber diesem Druck aus - dass das nicht gut ist mir natürlich bewusst. Ich kann tatsächlich nicht in Worte fassen was mich dazu bewegt hat das wieder zu tun. Ich höre immer viel von "In eine andere Welt verschwinden" oder "sich zurückziehen". Ich kann das nicht komplett bestätigen, irgendwie war es wohl einfach der Reiz und die Aufregung dabei. Die Aufregung dabei ist nicht schön und es tut mir auch nicht gut, aber alles andere war vorher langweilig. Viel besser bekomme ich es gerade nicht in Worte gefasst.

Bezüglich dem Geldmanagement denke ich auch dass das so der richtige Weg ist. Wenn ich drüber nachdenke was mich dazu bewogen hat dass wieder selbst in die Hand zu nehmen.. Dann war es wohl die Überheblichkeit, allerdings keine bewusste. Ich habe mich so gut und sicher gefühlt und nicht gedacht dass mir das nochmal passieren könnte. Und genau deswegen habe ich gerade auch große Sorgen vor der Zukunft. Was wenn ich mich nochmal sicher fühle und es mir gut geht und sich die finanzielle Lage entspannt hat?

Ich glaube mein Fehler war dass ich mein Problem ein Stück weit vergessen oder verdrängt habe. Auch ich sollte mir das Problem öfters bewusst machen und täglich eine Abstinenzentscheidung treffen bzw. untermauern.

Deinen Beitrag zum Thema "Rückfall" habe ich mir durchgelesen und ich finde ihn sehr interessant. Ich werde mal drüber nachdenken, ggf ein ein paar Tagen auch was beitragen wenn sich mein Zustand gebessert hat.

Ich fühle mich gerade wirklich einfach nur schlecht und weiß nicht was ich machen soll. Vermutlich brauche ich gerade einfach etwas Zeit um meine Wunden heilen zu lassen.

Wie bist du denn früher mit solchen Situationen umgegangen? Hattest du auch einen Rückfall vor den 15 Jahren Abstinenz?

*

Offline Olli

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Re: Der erste Rückfall mit dem ich nicht gerechnet habe
« Antwort #3 am: 30 März 2021, 17:12:59 »
Hi Frozen!

Hatte ich einen Rückfall? Tausende und keinen einzigen! Es ist eine Frage der Definition!

Es gab früher immer wieder Phasen, in denen ich nicht gespielt habe. Mal waren es Wochen, dann wieder Monate. Aber ... sie waren nicht von mir selbst initiiert.
Bin also immer wieder mal aufgeflogen, habe Stein und Bein geschworen nicht mehr zu spielen. Irgendwann wurden die Beschränkungen gelockert und es floss wieder genau so langsam das Glückspiel in mein Leben.
Im Grunde genommen habe ich lediglich Spielpausen eingelegt. Eine Pause hat es ja nun mal in sich, dass sie einen Anfang hat und ein Ende - von vornhinein.

In meiner späteren SHG wurde "trocken"-sein definiert als mindestens ein halbes bis dreivierteljahr Abstinenz UND gleichzeitige aufrichtige Arbeit an sich selbst in der Gruppe/beim Therapeuten. Jetzt weisst Du, wieso ich den Zeitrahmen oben genutzt habe ... :)

Wenn ich also diese Definition heranziehe, dann war ich nie trocken - immer nass - und hatte somit auch keine Rückfälle. :)

Was ist nun besser? Ist eigentlich egal, oder nicht?

Nun, die Selbstzerfleischung und den finanziellen Schaden kann man nicht schön reden. Trotzdem - oder gerade deswegen - setzt Du Dich jetzt wieder intensiver mit Dir auseinander. Wirst wachsamer, neudeutsch: achtsamer und arbeitest an Deiner Resilienz.
Also hat auch ein Rückfall durchaus seine positiven Seiten.

Als Beispiel: Wenn Du künftig irgendwann Deine Finanzen wieder übernehmen möchtest, dann wirst Du in Dich hinein hören:
Bin ich schon soweit?
Bin ich gefestigt genug?
Kann ich jemanden für die nächste Zeit noch lieber einen Blick aufs Konto werfen?
...
Und wenn Du in einem Punkt auch nur zögerst und damit Bedenken anmeldest, dann lässt Du eben noch ein wenig alles beim Alten. Safety first

Zu den 15 Jahren ... die Zahl klingt gigantisch. Doch eigentlich zählt immer nur das Heute.
Wie oft habe ich es schon erlebt, dass langjährig Trockene irgendwann wieder rückfällig wurden.
Das kann mir theoretisch auch passieren. Bin da garantiert keine Ausnahme.
Es macht mir nichts aus, wenn ich bei dem Thema ein weng mißtrauisch bleibe.
Auf der anderen Seite habe ich einige sehr harte Erlebnisse gehabt, wo ich nicht einen Gedanken ans Spielen verschwendet habe. Dies gibt mir also Zuversicht.
Die Zukunft ist aber noch nicht geschrieben und daher mache ich mir darüber keine Gedanken. Das Heute kann ich beeinflussen, aber weder das Gestern, noch das Morgen.

Zitat
Ich höre immer viel von "In eine andere Welt verschwinden" oder "sich zurückziehen". Ich kann das nicht komplett bestätigen
Ich auch nicht!

Zitat
irgendwie war es wohl einfach der Reiz und die Aufregung dabei. Die Aufregung dabei ist nicht schön und es tut mir auch nicht gut, aber alles andere war vorher langweilig.

Dem Verlangen ist es egal ob es schön ist oder nicht. Es will nur befriedigt werden.
Dem Verlangen ist es egal, ob die Realität durchsickern will, wenn Du zwischendurch an den Kontostand denkst - an die Enttäuschung in den Gesichtern Deiner Liebsten.
Dem Verlangen ist das Heute egal - es zählt nur der eine Moment - das Jetzt und sofort!

Zitat
Bezüglich dem Auslöser für meinen Rückfall tue ich mich aktuell sehr schwer klare Gedanken zu fassen.

Auch das ist normal!
Viele Auslöser sind uns ja selbst gar nicht bewusst. Daher ist es eben wichtig in den Einzel oder der Gruppe darüber zu sprechen.
Es gibt auch nicht "den" Auslöser oder "den" Grund! Es gibt da zumeist viele Aspekte, die da ineinenander fließen.
Das aufzubröseln braucht etwas Zeit - und es braucht Unterstützung.
Gute 24 h
Olaf

(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

 

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