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Selbst erstrittenes Urteil gegen ein Curacao Casino

Begonnen von tarakko, 09 November 2022, 17:44:26

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Hallo zusammen!

Nach langer Zeit habe ich mal wieder hier reingeschaut, bei mir gibt es ein paar Änderungen, sodass ich nicht mehr so häufig hier reinschaue.

Weiterhin spielfrei, viele meiner Fälle habe ich an einen Prozessfinanzierer abgegeben, das läuft alles so nebenbei ohne das ich mich drum kümmern muss.

Das Curacao Urteil liegt immer noch in meiner Schublade und ist wohl 30 Jahre gültig. Große Hoffnung zur Vollstreckung mache ich mir aber derzeit nicht.

Es gibt zwar die Möglichkeit, einen europäischen Mahnbescheid zu erwirken aber ich werde aus den ganzen geltenden Vorschriften bezüglich EU, Überseegebiet etc nicht ganz schlau.

Das Problem ist, dass eine Vollstreckung auf Curacao mit einer hohen Investition für Gerichts- bzw. Anwaltsgebühren verbunden ist und dann ist noch fraglich, ob die Firma überhaupt solvent ist.

In den meisten Fällen wird eine N.V. mit 100$ Startkapital gegründet und die Firmen sterben schneller als Eintagsfliegen. Die Seite und der Name bleibt bestehen, aber der Betreiber wechselt oft alle paar Monate.

Grüße


Bananenrepublik und Bananenlizenz. 100 $ Startkapital. Wer diese Anforderung geschaffen hat,  wusste genau, wofür das gut sein wird. 😂

Kurzum zusammengefasst:

Das Geld für die Klage zum Fenster rausgeschmissen. Man ist im Endeffekt genau so schlau wie vorher.

Ich hatte dich per PN Kontaktiert, schade das Du nicht geantwortet hast. Es gibt da noch 1-2 Möglichkeiten bzw. Versuche um an dein Geld zu kommen.

Zitat von: BadSlot am 18 November 2023, 19:43:57
Kurzum zusammengefasst:

Das Geld für die Klage zum Fenster rausgeschmissen. Man ist im Endeffekt genau so schlau wie vorher.

Ich hatte dich per PN Kontaktiert, schade das Du nicht geantwortet hast. Es gibt da noch 1-2 Möglichkeiten bzw. Versuche um an dein Geld zu kommen.

Hey, habe keine PN von dir bekommen, habe gerade nochmal in meinem Posteingang nachgeschaut.

Geld rausgeworfen hatte ich nicht, weil ich für das damalige Verfahren PKH beantragt und genehmigt bekommen hatte.

Grüße

Es gibt doch mittlerweile Kanzleien die auf Curacao sitzen und mit europäischen Anwaltskanzleien zusammenarbeiten und dann dort vollstrecken.
Außerdem gibt es auch eine Möglichkeit über die Niederlande zu klagen, was ich gelesen habe.

Und es gibt bereits mehrere Fälle wo Spieler ihr Geld wieder zurückbekommen haben..

Hat hier jemand schon Erfahrungen gemacht?

Zitat von: XTREM6677 am 21 November 2023, 01:36:15
Es gibt doch mittlerweile Kanzleien die auf Curacao sitzen und mit europäischen Anwaltskanzleien zusammenarbeiten und dann dort vollstrecken.
Außerdem gibt es auch eine Möglichkeit über die Niederlande zu klagen, was ich gelesen habe.

Und es gibt bereits mehrere Fälle wo Spieler ihr Geld wieder zurückbekommen haben..

Hat hier jemand schon Erfahrungen gemacht?

Soweit ich richtig informiert bin, zahlt in den Niederlanden der Gewinner für den Verlierer seine Gerichtskosten

Hallo an alle,

der Thread ist zwar schon einige Jahre alt, aber ich probiere es trotzdem mal.

Hatte hier jemand zwischenzeitlich Erfolg mit selbst erstrittenen Urteilen gegenüber Offshore-Casinos (außerhalb der EU)?

Mich würde die praktische Vorgehensweise interessieren, gerade als juristischer Laie.

Lass es, bei solch kleinen Beträgen die für ein selbst erstrittenes Urteil ausreichen macht das keinen Sinn. Spätestens auf Curacao brauchst du einen Anwalt und die kosten.
Es hat schon seinen Grund warum Pkfs erst ab bestimmten Beträgen und nur gegen bestimmte Betreiber annehmen. Bei den meisten ist eh nichts zu holen.
Da ich kein Anwalt bin spiegeln meine Posts lediglich meine eigene Meinung wieder.

Man spricht die Lizennehmer, die ihre Unterlizenzen nach Curacao vergeben, in den Niederlanden an!
Die haben es wohl nicht gerne, wenn man ihre Lizenzen angreift! Herr RA Cocron hatte darüber mal im FAGS-Online-Cafe referiert, wenn ich mich nicht irre.
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Ansprechen ist übertrieben. Die sprechen egal wo der Sitz ist hin und wieder mit Anwälten.
Klage vor das deutsche Gericht bringen.
Nach Zustellungsbeleg 4 Wochen Zeit für die Verteidigungsanzeige. Wenn nichts kommt was häufig der Fall ist gibt's ein vorläufig vollstreckbares Säumnisurteil.
Das wird wieder zum Anbieter geschickt.
Wenn die Zustellung geklappt hat haben die nach Eingang nochmals 4 Wochen Zeit um gegen das Urteil vorzugehen. Passiert nichts bekommst du ein rechtskräftiges Urteil und kannst vollstrecken.
Hier kommt das Gericht in Curacao ins Spiel die das absegnen müssen. Die Niederlande ist eigentlich die dritte und entscheidende Instanz falls notwendig.

Wirkt natürlich nur bei einigen Anbietern die auch greifbar sind. Aber ja Lizenz pfänden hat etwas 😁

Soweit meine bescheidene Kenntnis. Sollte ich etwas vergessen haben liegt es an meiner rechtlichen Ahnungslosigkeit 😁
Da ich kein Anwalt bin spiegeln meine Posts lediglich meine eigene Meinung wieder.

#26
Mich würde interessieren, wie so ein Verfahren praktisch abläuft, wenn man es als juristischer Laie weitgehend selbst organisiert...

Zum Beispiel wie eine mündliche Verhandlung in so einem Fall abläuft und wie umfangreich bzw. juristisch sauber die Schriftsätze vorbereitet sein müssen. Reicht es, den Sachverhalt, die Zahlungen, den Betreiberbezug und die rechtliche Begründung verständlich darzustellen?

Gerade bei Anbietern mit Sitz auf Curaçao (oder sonst wo) scheint ja nicht nur das eigentliche Urteil das Problem zu sein, sondern vielmehr das "drumherum" also vor allem Zustellung und spätere Vollstreckung.

Hat jemand Erfahrungen, wie viel davon man realistisch selbst machen kann und ab welchem Punkt man ohne Anwalt kaum noch weiterkommt?

Liebe Grüße

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