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Hey, bin neu hier

Begonnen von hiigweyn22, 27 Februar 2026, 23:54:19

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Hallo zusammen!

Ich wollte mich hier auch mal vorstellen, bin der stefan und junge 33 Jahre alt.
Wohne alleine, kleine Mietwohnung und studiere derzeit Informatik, noch ein Jahr im Bachelor, haut eigentlich ganz hin.

Ich hatte schon immer mal wieder Probleme mit der Spielsucht, mal im Casino mal online.
Hat wie bei den meisten klein angefangen und ist dann immer größer geworden...
Hab damals schon mit 18, 19 Jahren bei mir in der Heimat in so einem kleinen Gasthaus immer wieder Poker gespielt und bin dann über zu Automaten.

Schlimmer ist es über das letzte Jahr geworden. Bin damals von meiner Firma betriebsbedingt gekündigt worden (Ingenieurdienstleistung für Autos, läuft ja momentan überhaupt nicht die Branche)
Im Zuge dessen eine gute Abfindung bekommen ca 8k für 2 Jahre in der Firma..
Naja war dann Joblos, und hatte Geld und den ganzen Tag nix zu tun :)

Also erstmal online Casino ziemlich viel verzockt, dann mit Sportwetten alles in allem würd ich so um die 30k schätzen, bis ich eben kein Geld mehr hatte. Muss sagen das Geld war selbst angespart, hab nie Schulden gemacht, aber tut halt trotzdem weh :/

naja irgendwann musste ich mich dann was ich weiterhin und habe mich eben für das Studium entschieden.
Problem: die Spielsucht hab ich damit leider nicht ablegen können. Immer mal wieder im Casion gezockt, hab mir dann Gamban aufn PC und aufs Handy geladen, das funktioniert ganz gut, würd ich empfehlen.
Allerding hab ich mir auch vorgenommen wieder etwas auf die Seite zu schaffen.
Hab dafür eine Invenstitionsapp, hab mir Aktien gekauft. Nur früher oder später wird mir dann wieder und ich fang wieder zu gambeln an, mit Optionen...

Erst heute wieder heim, aktien verkauft mit nen Optionen verzockt, bei der Bank angerufen, Rahmen um 1k erweitern lassen, alles weg....

Ich steck nicht in der großen Schuldenkrise. hab zwar bis Montag nur mehr 100 Euros aber dann gibts wieder Geld.. bekomme ein Stipedium und Arbeitslosengeld ca 2500€...

Problem ist nur ich will halt etwas aufbauen, und das ist ziemlich schwer wenn man immer wieder alles verzockt...
Und natürlich drückts auch auf die Laune wenn man die Kohle dazu braucht um den Kreditrahmen auszugleichen..

Hat jemand Tipps für mich? wäre sehr dankbar..

LG

*edit
Ich hab grad einen Forumsbeitrag weiter unten gelesen aka "immer wenn ich geld habe, hab ich das gefühl etwas damit machen zu müssen"
Mir gehts da genauso. Überlegung geht in Richtung: vlt bin ich ja gar nicht spielsüchig und das ausgeben von Geld soll mir eine gewisse emotionelle Leere nehmen?


Hallo Stefan,

ich erkenne mich in vielem von dem wieder, was du schreibst.

Bei mir war es ähnlich: Es hat klein angefangen, zwischendurch dachte ich immer wieder, ich hätte es ,,im Griff". Kein totaler Absturz, keine riesigen Schuldenberge – also habe ich mir eingeredet, es sei vielleicht gar keine richtige Spielsucht. Aber das Muster war immer gleich: Sobald Geld da war, hatte ich das Gefühl, ich muss etwas damit machen. Still liegen lassen ging kaum.

Ich habe über Monate täglich mehrere Tausend Euro verspielt – 3–5k am Tag waren keine Seltenheit – und trotzdem wurde ich nie von Anbietern auf mein Spielverhalten angesprochen. Von außen wirkte alles normal. Innerlich war es das nicht.

Dieses Gefühl, dass Geld ,,arbeiten" oder ,,in Bewegung" sein muss, kenne ich sehr gut. Bei mir war es nicht nur die Hoffnung auf Gewinn. Es war eher:
   •   Leere füllen
   •   Anspannung abbauen
   •   Kontrolle zurückholen
   •   Für einen Moment das Gefühl haben, ,,aktiv" zu sein

Und gerade Optionen oder Trading triggern das extrem. Es fühlt sich nicht wie Zocken an, weil es technisch wirkt – Charts, Strategien, Analysen. Aber emotional ist es oft genau dasselbe Muster wie Casino.

Der Gedanke ,,Vielleicht bin ich gar nicht süchtig, vielleicht fehlt mir nur etwas emotional" hatte ich auch. Für mich war die ehrliche Antwort:
Es ist beides.
Die emotionale Leere ist da – und das Zocken ist mein maladaptiver Lösungsversuch dafür.

Was mir persönlich hilft bzw. geholfen hat:
   1.   Zugriff erschweren
Gamban ist gut. Aber auch Kreditrahmen reduzieren statt erhöhen. Ich habe irgendwann verstanden: Wenn ich in der Akutsituation bei der Bank anrufen kann, verliere ich.
   2.   Geld trennen
Fixe Daueraufträge direkt nach Geldeingang auf ein ,,unangreifbares" Konto. Am besten eines, auf das du keinen sofortigen Zugriff hast.
   3.   Nicht investieren, solange das Muster da ist
So hart es klingt: Für mich waren Aktien und Optionen nur ,,sozial akzeptiertes Zocken". Erst als ich komplett raus bin, wurde es ruhiger im Kopf.
   4.   Emotion identifizieren, bevor Geld da ist
Bei mir ist es oft: Unruhe + Langeweile + leichte Niedergeschlagenheit = Drang, Geld zu bewegen.

Du klingst reflektiert. Du studierst, hast Struktur, keine massiven Schulden. Das ist eine starke Basis. Aber genau deshalb ist es gefährlich – weil man denkt: ,,Ich funktioniere doch."

Die Frage ist weniger, ob du ,,offiziell spielsüchtig" bist.
Die wichtigere Frage ist:
Verlierst du wiederholt die Kontrolle, obwohl du es nicht willst?

Wenn ja, dann ist es ein Thema – unabhängig vom Label.

Und dass es auf die Laune drückt, kenne ich auch. Dieses Gefühl, wieder bei null zu sein. Wieder von vorne anfangen. Das zermürbt.

Vielleicht hilft dir der Gedanke:
Geld aufbauen ist im Moment nicht dein erstes Ziel.
Stabilität aufbauen ist es.

Wenn du magst, sag mal:
Was fühlst du genau, kurz bevor du wieder Optionen kaufst? Ist es eher Langeweile, Stress, Hoffnung, Frust?

#2
Hallo und willkommen Stefan!

Zitatund das ausgeben von Geld soll mir eine gewisse emotionelle Leere nehmen?

Ich finde diesen Ansatz sehr intressant. Man kann ihn, denke ich, von vielen Seiten beleuchten. Doch bleiben wir einmal bei dem, was Du über Dich und Dein Leben so schreibst.
So bist Du schon vor langer Zeit mit dem Glücksspiel in Berührung gekommen. Erst war es Poker, dann Casino und jetzt Aktien. Du lebst alleine und hast viel Zeit, die Du auszufüllen versuchst, mit etwas, was Dich auch emotional bewegt.

Eine Glücksspielsucht ist eine Gewöhnung. Das wäre ja nicht generell verkehrt, wenn sie nicht aus dem Ruder laufen würde. In der Angewöhnungsphase werden die Emotionen stark bedient. Egal, ob positive oder negative Gefühle ... Hauptsache, sie sind stark.
Nun gewöhnt sich aber der menschliche Körper an die übermäige Ausschüttung von Dopamin. Die Rezeptoren können nur eine bestimmte Menge aufnehmen. Die Folge: Intuitiv werden die Einsätze erhöht und die investierte Zeit auch. Eine Zeit lang funktioniert auch dies, doch dann gewöhnt sich der Körper auch daran.

Nun ist es aber so mit den Endorphinen, dass es einen Level, ich nenne ihn mal "0" gibt. Geschieht etwas Alltägliches, was die Glücklichmacher anregt ausgeschüttet zu werden, dann steigt der Level auf "10". Hat sich die Sache wieder beruhigt, dann geht es wieder zurück auf "0" und Du fühlst Dich ausgeglichen.
Jetzt kommt aber eine starke Emotion ... immer und immer wieder ... der Level steigt erst auf "20" an, geht aber durch die Gewöhnung irgendwann doch wieder nur bis "10". Eine Erregung ist also durchaus noch vorhanden. Doch was kommt danach? Der Lebel geht im Anschluss auf "-10". Es gibt also einen Peek ins negative Spektrum meiner frei definierten Skala. Diese "-10" bedeuten dann aber das Gefühl einer "inneren Leere", etwas, was wieder aufgefüllt und/oder kompensiert werden möchte. Wir fühlen uns ... schlecht ...
Das Schöne an der Sache ist aber ... wir können uns wieder umgewöhnen. Es bleiben Erinnerungen, keine Frage. Das Suchtgedächtnis bleibt erhalten, wenn es auch mit zunehmender Zeit abnimmt. Doch, es braucht dazu nur etwas Zeit, der normale Level "0" nach einer Dosis Glücklichmacher kann wieder erreicht werden. Auch hier wirst Du erst einmal das Gefühl haben, dass nichts wirklich Spaß macht. Aber diese Zeit geht vorüber! Fülle die Zeit, die Dir nun zur Verfügung steht, mit Dingen, die Dir Spaß machen. Sport, bei dem auch Dopamin ausgeschüttet wird, hilft Dir bei der Rückgewöhnung (gibt es das Wort überhaupt?).

Schau Dir an, wie Dich das Glücksspiel bereits manipuliert hat. Das geschieht für uns ja immer unmerklich - fast zumindest. Wieso sprichst Du von "1 K"? Fällt es Dir schwer 1000 € zu schreiben? Hilft es dem angekratzten Ego die Währung von € auf K zu setzen? Wird daraus dann irgend etwas Imaginäres, was eben nicht Geld ist?

Wie normal findest Du es, mit Geld zu traden, was Du eigentlich gar nicht hast? Wer traden möchte, der muss dieses Geld übrig haben. Wer tradet, der weiss, dass es verloren gehen kann, insbesondere, wenn Du mit vollem Risiko tradest.

Wie normal findest Du es, Deinen Kreditrahmen mal eben durch ein Telefonat um 1000 € ausweiten zu lassen? Wie viele Menschen machen das wohl "mal eben so"?

Mit 18 hast Du angefangen, bist heute 33 Jahre alt. Das sind 15 Jahre Glücksspiel, die etwas mit Dir gemacht haben. Wie viele Rituale hast Du in Dein Leben etabliert, die irgendwie etwas mit dieser Sucht zu tun haben? Was denkst Du?

Hast Du eine Vertrauensperson in Deiner Umgebung, mit der Du reden kannst?
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Moin hiigweyn22,
herzlich willkommen hier im Forum.

Du fragst nach Tips.
Da fällt mir zur Zeit nur einer ein.
Dein Wunsch, nie mehr spielen zu müssen.
Den solltest dir erst mal gönnen.

Und danach überlegen, was du an deinem Leben ändern solltest / willst.

Hilfe zur Selbsthilfe: [url="https://www.forum-gluecksspielsucht.de/forum/index.php/topic,7258.msg79598/topicseen.html#msg79598"]https://www.forum-gluecksspielsucht.de/forum/index.php/topic,7258.msg79598/topicseen.html#msg79598[/url]
Erfolgstabelle [url="https://www.forum-gluecksspielsucht.de/forum/index.php/topic,7251.0.html"]https://www.forum-gluecksspielsucht.de/forum/index.php/topic,7251.0.html[/url]
---

Hallo Stefan,

schön, daß Du hier bist, und noch besser, daß Du Dir Deiner Spielsucht bewußt wird. Natürlich geht es ums liebe Geld, ich lese immer wieder das "k", mehr des als astronomisches Kürzel, weniger als Währungseinheit. Also Geld verdienen, Prämie bekommen, all das in den Ofen schieben, das angesparte dazu, und sich wundern, warum es nicht erwärmend wirkt?
Die Akzeptanz der Spielsucht setzt die Anwesenheit einer Peron vorraus, und diese braucht Resonanzen. Du studierst Informatik, kennst Dich allerbestens mit den Geflogenheiten der EDV aus, aber kennst Du Dich mit Dir selber auch aus?
Bei einem Arbeitslosengeld und Bafög von 2.500€, eine kleine Mietwohnung, - und da komme ich ins Stocken...

Ich wurde im August 2000 arbeitslos, Insolvenz des Arbeitgebers, nach 10 Jahren Spielabstinenz hatte ich massiv Spieldruck. Dem bin ich mit Müh und Not,ohne Rückfall,  aber nur mit einer neuen Einstellung zum Leben entkommen, habe lande und hart an mir gearbeitet, um wieder "auf der sicheren Seite zu sein" Als Merkzeichen war ich auf einem Event in einer Burg in der Eifel, einem Zusammenkommen von Spielsüchtigen Menschen auf dem Genesungsweg!

Also meine Antwort: das Computerwesen wird Dich beständig begleiten, aber gehöre bitte nicht zu den Protagonisten, die mit dem Smartphone in der Hand gegen den Laternenpfahl laufen! Hier gilt auch das Zusammenkommen von Studierenden auf dem Campus, das Engagement von Arbeitssuchenden in Sozialkreisen, alles das mit dem Zusammenwirken Deiner erlernten Kenntnisse, in der Gabe diese auszuführen.

Du hast jetzt noch festen Boden unter Deinen Füßen, gehe bitte einen Weg, der Dich vom Glücksspiel fernhält.

schöne 24 Stunden

Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

Hi Stefan!

Da Du gerade online bist ...

Heute abend 19 Uhr ... lade Dir den kostenlosen Zoom-Client herunter und dann klickst Du kurz vor 19 Uhr auf diesen Link: https://us02web.zoom.us/j/87305340826?pwd=UnFyMlB6bkwyTHU3NGVISWFGNSs2UT09

Das ist unsere Online-Gruppe. Für mehr Infos klicke auf den gleichlautenden Link oben auf dieser Seite.
Du bist eingeladen teilzunehmen!
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Hallo Hiigweyn22,

ZitatProblem ist nur ich will halt etwas aufbauen, und das ist ziemlich schwer wenn man immer wieder alles verzockt...
Und natürlich drückts auch auf die Laune wenn man die Kohle dazu braucht um den Kreditrahmen auszugleichen..

WAS willst Du denn aufbauen? Und wozu? Und - ist das realistisch? Passt das zu Dir persönlich oder ist es was, wovon Andere 'sagen', dass es vernünftigerweise gemacht werden muss? -- Das ist wichtig zu überlegen! --
Es ist DEIN Leben, allein Deins. Wofür interessierst DU Dich?
Sind es wirklich Haus, Garten, Zwerge und Zaun oder vielleicht sogar die große Freiheit? Vielleicht möchtest Du auch eine Familie aufbauen? Kinder?
Keine Kinder? Sicher ist nichts im Leben, aber versuchen und gucken, was Dir ein gutes Gefühl macht und DAS dann tun, ist wohl das beste Leben, was individuell 'geht'. Alt wirst Du ganz von allein.
Also nutze doch lieber ALLES, was Du an Möglichkeiten hast und ... schon wird Dir bewusst werden, wie öde und eingleisig die Zockerei ist gegenüber einer neuen Freiheit, mit der Du Dich wohl fühlst.

VG R
--Meist ist Geist geil--

hey :) erstmal danke für die Antworten!

Ich versuch mal mir etwas Zeit zu nehmen, damit ich das ein bisschen sickern lassen kann und etwas aus den beiträgen mitnehme.
Und quasi mit Antworten/Gegenfragen abzuarbeiten.

Zitat von: Durchbrenner am 28 Februar 2026, 07:00:45Der Gedanke ,,Vielleicht bin ich gar nicht süchtig, vielleicht fehlt mir nur etwas emotional" hatte ich auch. Für mich war die ehrliche Antwort:
Es ist beides.
Die emotionale Leere ist da – und das Zocken ist mein maladaptiver Lösungsversuch dafür.

Was mir persönlich hilft bzw. geholfen hat:
   1.   Zugriff erschweren
Gamban ist gut. Aber auch Kreditrahmen reduzieren statt erhöhen. Ich habe irgendwann verstanden: Wenn ich in der Akutsituation bei der Bank anrufen kann, verliere ich.
   2.   Geld trennen
Fixe Daueraufträge direkt nach Geldeingang auf ein ,,unangreifbares" Konto. Am besten eines, auf das du keinen sofortigen Zugriff hast.
   3.   Nicht investieren, solange das Muster da ist
So hart es klingt: Für mich waren Aktien und Optionen nur ,,sozial akzeptiertes Zocken". Erst als ich komplett raus bin, wurde es ruhiger im Kopf.
   4.   Emotion identifizieren, bevor Geld da ist
Bei mir ist es oft: Unruhe + Langeweile + leichte Niedergeschlagenheit = Drang, Geld zu bewegen.

Du klingst reflektiert. Du studierst, hast Struktur, keine massiven Schulden. Das ist eine starke Basis. Aber genau deshalb ist es gefährlich – weil man denkt: ,,Ich funktioniere doch."

Die Frage ist weniger, ob du ,,offiziell spielsüchtig" bist.
Die wichtigere Frage ist:
Verlierst du wiederholt die Kontrolle, obwohl du es nicht willst?

Wenn ja, dann ist es ein Thema – unabhängig vom Label.

Und dass es auf die Laune drückt, kenne ich auch. Dieses Gefühl, wieder bei null zu sein. Wieder von vorne anfangen. Das zermürbt.

Vielleicht hilft dir der Gedanke:
Geld aufbauen ist im Moment nicht dein erstes Ziel.
Stabilität aufbauen ist es.

Wenn du magst, sag mal:
Was fühlst du genau, kurz bevor du wieder Optionen kaufst? Ist es eher Langeweile, Stress, Hoffnung, Frust?

Ich denk auch das es beides ist. Zumal ich jetzt nicht am Montag in der Früh aufstehe und mir denke "hmm erstmal zocken". Ne es muss schon was passieren, vlt am Wochenende alleine zuhause, paar Bier, whatever...
Zu den Tipps.. ja natürlich kann ich mich finanziell so kurz halten dass keine Kohle mehr da ist zum Zocken. Aber das ist ja nicht die Lösung, denn sobald dann wieder etwas da ist gehts wieder von vorne los?

Stabilität aufbauen ist das Ziel?
Hmm ja geb ich dir Recht. Nur wie? Wie schaff ich es das ich einfach nicht mehr in dieses Muster falle?
Das ich diese Impulse kontrollieren kann?


Wenn du magst, sag mal:
Was fühlst du genau, kurz bevor du wieder Optionen kaufst? Ist es eher Langeweile, Stress, Hoffnung, Frust?

Gute Frage. Vlt sollte ich da mal ansetzen. So genau hab ich das noch nicht beobachtet.

Zitat von: Olli am 28 Februar 2026, 07:17:28Schau Dir an, wie Dich das Glücksspiel bereits manipuliert hat. Das geschieht für uns ja immer unmerklich - fast zumindest. Wieso sprichst Du von "1 K"? Fällt es Dir schwer 1000 € zu schreiben? Hilft es dem angekratzten Ego die Währung von € auf K zu setzen? Wird daraus dann irgend etwas Imaginäres, was eben nicht Geld ist?

Wie normal findest Du es, mit Geld zu traden, was Du eigentlich gar nicht hast? Wer traden möchte, der muss dieses Geld übrig haben. Wer tradet, der weiss, dass es verloren gehen kann, insbesondere, wenn Du mit vollem Risiko tradest.

Wie normal findest Du es, Deinen Kreditrahmen mal eben durch ein Telefonat um 1000 € ausweiten zu lassen? Wie viele Menschen machen das wohl "mal eben so"?

Mit 18 hast Du angefangen, bist heute 33 Jahre alt. Das sind 15 Jahre Glücksspiel, die etwas mit Dir gemacht haben. Wie viele Rituale hast Du in Dein Leben etabliert, die irgendwie etwas mit dieser Sucht zu tun haben? Was denkst Du?

Hast Du eine Vertrauensperson in Deiner Umgebung, mit der Du reden kannst?

Wieso sprichst Du von "1 K"? Fällt es Dir schwer 1000 € zu schreiben? Hilft es dem angekratzten Ego die Währung von € auf K zu setzen? Wird daraus dann irgend etwas Imaginäres, was eben nicht Geld ist?
Ich glaub nicht, dass das eine besondere bedeutung hat. 1k=1000 ist halt nur "schnellschreibweise"

Wie normal findest Du es, Deinen Kreditrahmen mal eben durch ein Telefonat um 1000 € ausweiten zu lassen? Wie viele Menschen machen das wohl "mal eben so"?
Nein auf keinen Fall!! Deswegen gibs ja den Beitrag hier. Damit ich so einen Blödsinn in Zukunft nicht mehr mache  ;D

Mit 18 hast Du angefangen, bist heute 33 Jahre alt. Das sind 15 Jahre Glücksspiel, die etwas mit Dir gemacht haben. Wie viele Rituale hast Du in Dein Leben etabliert, die irgendwie etwas mit dieser Sucht zu tun haben? Was denkst Du?
Idk, ich glaub ich hab mich schon etwas dran gewöhnt. Aber hab jetzt keine feste Rituale wie zum Kaffee erstmal ein paar Slots spielen.

Zitat von: FredHH am 28 Februar 2026, 08:31:36Moin hiigweyn22,
herzlich willkommen hier im Forum.

Du fragst nach Tips.
Da fällt mir zur Zeit nur einer ein.
Dein Wunsch, nie mehr spielen zu müssen.
Den solltest dir erst mal gönnen.

Und danach überlegen, was du an deinem Leben ändern solltest / willst.


Dein Wunsch, nie mehr spielen zu müssen.
Den solltest dir erst mal gönnen.

Tja  ;)  ;)  ;)

Zitat von: andreasg am 28 Februar 2026, 10:56:31Also meine Antwort: das Computerwesen wird Dich beständig begleiten, aber gehöre bitte nicht zu den Protagonisten, die mit dem Smartphone in der Hand gegen den Laternenpfahl laufen! Hier gilt auch das Zusammenkommen von Studierenden auf dem Campus, das Engagement von Arbeitssuchenden in Sozialkreisen, alles das mit dem Zusammenwirken Deiner erlernten Kenntnisse, in der Gabe diese auszuführen.

Du hast jetzt noch festen Boden unter Deinen Füßen, gehe bitte einen Weg, der Dich vom Glücksspiel fernhält.


Ja, das wäre ja auch mein Plan.
Problem ist nur ich weiß, aus Erfahrung, dass früher oder später wieder der Moment kommt, wo mir eben mal wieder langeweilig ist und ich etwas über hab. Mir gehts darum wie ich dann entscheiden kann nicht zu spielen?

Zitat von: Olli am 28 Februar 2026, 15:32:17Hi Stefan!

Da Du gerade online bist ...

Heute abend 19 Uhr ... lade Dir den kostenlosen Zoom-Client herunter und dann klickst Du kurz vor 19 Uhr auf diesen Link: https://us02web.zoom.us/j/87305340826?pwd=UnFyMlB6bkwyTHU3NGVISWFGNSs2UT09

Das ist unsere Online-Gruppe. Für mehr Infos klicke auf den gleichlautenden Link oben auf dieser Seite.
Du bist eingeladen teilzunehmen!

Hi danke für das Angebot. Habs leider übersehen.
Kann sein, dass ich online war nur wie gesagt bin in der Informatik, da läuft der PC eigentlich durchgehend und Browser sind 200Tabs offen.

Zitat von: Rubbel am Gestern um 09:25:31WAS willst Du denn aufbauen? Und wozu? Und - ist das realistisch? Passt das zu Dir persönlich oder ist es was, wovon Andere 'sagen', dass es vernünftigerweise gemacht werden muss? -- Das ist wichtig zu überlegen! --
Es ist DEIN Leben, allein Deins. Wofür interessierst DU Dich?
Sind es wirklich Haus, Garten, Zwerge und Zaun oder vielleicht sogar die große Freiheit? Vielleicht möchtest Du auch eine Familie aufbauen? Kinder?
Keine Kinder? Sicher ist nichts im Leben, aber versuchen und gucken, was Dir ein gutes Gefühl macht und DAS dann tun, ist wohl das beste Leben, was individuell 'geht'. Alt wirst Du ganz von allein.
Also nutze doch lieber ALLES, was Du an Möglichkeiten hast und ... schon wird Dir bewusst werden, wie öde und eingleisig die Zockerei ist gegenüber einer neuen Freiheit, mit der Du Dich wohl fühlst.

VG R


Auch dir danke für die Antwort.
Ich glaub daran kann ich auch arbeiten. Wenn ich mir meiner Interessen besser bewusst werde, wirds halt nicht langweilig, darüber hab ich mir auch schon Gedanken gemacht.

Nur wie findet man eigentlich heraus was Spaß macht und was man nur macht um etwas davon zu haben?
Arbeiten-->Geld Sport-->Körper usw..




Nochmals danke an alle!




#8
Du könntest ja mal anhand einiger Programmiersprachen wie Java Script, C++, HTML etc. die Gewinnmöglichkeiten errechnen am PC mit guter Rechenleistung. Vielleicht hilft Dir das zu erkennen, dass Casino-Gewinnmöglichkeiten eher Leute ansprechen mit Glauben an Magie.

Wenn ich da an mich denke ...: für mich war es zeitweilig eine Schicksalsherausforderung ... bei so viel Pech steht mir doch wenigstens im Spiel ein bisschen Glück zu, irgendwann ... *wuhaha*.

Vielleicht kann man bei 'Investitionen' sogar ähnlich denken.
Dagegen steht allerdings so viel Bewegung und Manipulation, dass es sonst für Jeden der beste Tipp für wirtschaftlichen Erfolg wäre.
Es gäbe auch kein soziales Gefälle mehr und als Antwort sofort überall Inflation ... und 'das gleiche Spiel' von vorn.

Vielleicht ist auch Informatik nicht 'Deins'. Ist ja auch nicht ungefährlich, s. KI/AI.
--Meist ist Geist geil--

Hi!

ZitatKann sein, dass ich online war nur wie gesagt bin in der Informatik, da läuft der PC eigentlich durchgehend und Browser sind 200Tabs offen.

"Nur" 200 Tabs? :)
Das geht mir auch immer so ... :)

Also ... legen wir mal los ...

ZitatIch denk auch das es beides ist. Zumal ich jetzt nicht am Montag in der Früh aufstehe und mir denke "hmm erstmal zocken". Ne es muss schon was passieren, vlt am Wochenende alleine zuhause, paar Bier, whatever...

Zunächst mal ... das denken viele ... es hat den Eindruck, als würde das Glücksspiel aus heiterem Himmel auf Dich einstürzen und Du musst Dich dem dann beugen.

Wir hatten gestern im FAGS-Online-Cafe das Thema Rückfall und Herr Gauls, der Referent, schilderte genau solche Beispiele aus seiner Praxis. Das Glücksspiel "gehört" zu Deinem Leben. Und wenn ich nach Ritualen frage, dann passt hier das WE mit Bierchen und was weiss ich noch alles genau dort hinein.
Dein Leben, Deine Gedanken, Deine Gefühle und Dein Handeln sind infiltriert. Es ist nicht der Moment, wo Du das Bier in der Nase hast, der Dich spielen lässt. Das Spiel übt eine Funktion aus.
Gerade Traden, Pokern und Wetten greift auf vermeindliche Kompetenzen zurück, mit denen wir unseren Selbstwert und unsere Identität stärken möchten. Was, wenn Du durch Deinen Beruf unterhalb der Woche genug "herausgefordert" bist und dies am WE weiter fortführen möchtest? Tritt Erholung ein, rein vom Gefühl, wenn Du Stress mit Stress begegnest?
An welche Situationen Beim Traden erinnerst Du Dich besser? An die positiven Erfolge? Oder die negativen Mißerfolge? der Mensch ist so gepolt, dass er das Negative gerne verdrängt und vergisst. Dein Konto vergisst das aber nicht ... :) Gleiche zum Spaß mal Deine Erinnerungen mit Deinem Konto ab ... :)

ZitatZu den Tipps.. ja natürlich kann ich mich finanziell so kurz halten dass keine Kohle mehr da ist zum Zocken. Aber das ist ja nicht die Lösung, denn sobald dann wieder etwas da ist gehts wieder von vorne los?

Ein Geldmanagement ist immer eine zeitlich befristete Maßnahme, die Dir helfen soll wieder zu lernen mit Geld umzugehen ... abstinent zu werden ... und zu versuchen herauszufinden, wieso Du so agierst, wie Du es tust.
Schnappe Dir eine Vertrauensperson und mache solch ein Geldmanagement. Du bist derjenige, der es beendet!
Doch wenn Du ehrlich zu Dir bist und feststellst, dass da der kleine Suchtteufel in Dir bereits Freudensprünge macht, dann verlängere das Geldmanagement. Es gibt dabei nicht nur die Schalterstellungen ein oder aus. Du kannst das geldmanagement mal mehr und dann mal weniger "dimmen", um bei dem Gleichnis zu bleiben.

Solch ein Geldmanagement wird gerne empfunden als eine Bevormundung. Das ist es aber gar nicht. Es ist eine Chance! Stelle Dir vor, Du handelst so, wie Du es befürchtest. Schützt Dich das geldmanagement dann rein nur vor finanziellen Schäden? Wie sieht es aus? Hast Du Dich schon selbst beschimpft? Dich nieder gemacht, weil Du doch wieder gespielt hattest? Das alles fällt weg ...




A propos Kompetenzen ... Herr IT-ler! :) Hier im Eingabefenster im Browser Chrome wird mir fast jedes Wort als falsch markiert. Wo finde ich die entsprechende Einstellung, um das abzustellen? Kannst Du mir da weiterhelfen?
Uns wurde der Firefox wegen Sicherheitsmängeln deinstalliert.
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

danke dir...

ja ich werd in zukunft ein "sparkonto" auf meine mutter oder so...
zumindest bin ich mich von der Sucht geheilt fühle..

Zitat von: Olli am Gestern um 13:33:28A propos Kompetenzen ... Herr IT-ler! :) Hier im Eingabefenster im Browser Chrome wird mir fast jedes Wort als falsch markiert. Wo finde ich die entsprechende Einstellung, um das abzustellen? Kannst Du mir da weiterhelfen?
Uns wurde der Firefox wegen Sicherheitsmängeln deinstalliert.

nicht sicher, aber würd mal mit rechtsklick aufs textfenster und rechtschreibprüfung einstellungen auf deutsch setzen versuchen



Dankeschön ... :) werde es gleich ausprobieren ...

Zitatzumindest bin ich mich von der Sucht geheilt fühle..

Ich denke, ich weiss, wie Du das meinst. Trotzdem muss ich hier ein wenig Informationen einwerfen, die wichtig sind:

Es gibt bei der Glücksspielsucht keine Heilung. Wenn Du Dir ein Bein brichst, es wird geschient und wächst so wieder zusammen, als wäre nichts geschehen ... dann ist das eine Heilung.
Bei der Glücksspielsucht allerdings gibt es nur eine Genesung. D.h. die Sucht wird Dich Dein restliches Leben lang begleiten. Allerdings wirst Du lernen, damit umzugehen. Du wirst die Anzeichen merken, wenn die Sucht in Dir Dich in Versuchung bringen möchte und Du wirst diesen Freund in Dir anlächeln und sagen: Quatsche Du nur ... ich weiss, was ich zu tun und zu lassen habe. Die Sucht wird sich wieder in ihre Behausung zurückziehen und auf eine bessere Gelegenheit warten.
Sie wird älter werden, gebrechlicher und sie wird immer seltener vor die Tür kommen, doch sterben wird sie erst zusammen mit Dir.

Mache Dir also bitte keine Illusionen, irgendwann wäre es vorbei. Es gibt natürlich Spieler, die sagen, sie hätten mit dem Glücksspiel abgeschlossen. Ich denke, damit ist aber ist eine Veränderung der Grundeinstellung gemeint ... die der eigenen Prioritäten im Leben.
Die Erfahrungen von teils Jahren und Jahrzehnten lassen sich nicht auslöschen. Sie können nur bis zu einem kläglichen Rest abgewöhnt werden.
Gute 24 h
Olaf


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