ONLINE-Selbsthilfegruppe | Samstags von 19 Uhr bis 21 Uhr

Glücksspielsüchtig (Online) - Ich will einfach nicht mehr

Begonnen von Albon, 01 Juni 2026, 20:43:05

Vorheriges Thema - Nächstes Thema
#15


Gamban, das wollte ich auch mal probieren. Ist es aber nicht so, dass du einfach gamban deinstallieren könntest ? Das bringt doch dann nix oder ? Wenn man das in paar sekunden einfach so deinstallieren könnte.

Leider kann ich niemandem mein geld übergeben. Danke und Gruß
alban



Ob ich das deinstallieren könnte hab ich bisher nicht ausprobiert .Werde ich auch nicht - bin ja froh , dass ich es habe.

Ich hab das mit meinem Mann zusammen gemacht, ich glaube , dass er da ein Passwort hinterlegt hat , was ich zum deinstallieren bräuchte.

Vermutlich lässt sich jede Sperre irgendwie umgehen - ABER es würde ein bisschen Zeit brauchen.
Zeit , in der man sich vielleicht doch nochmal besinnen kann , dass man sich eigentlich gegen das Spielen entschieden hat.

Wer immer tut, was er schon kann ,
 bleibt immer das, was er schon ist .

Hi Albon!

Wenn Du Dir erst einmal Deine Abstinenzentscheidungen aufgebaut hast, dann denkst Du beim Thema Schutzsoftware auch nicht direkt wieder an dessen Entfernung. :)

Natürlich kannst Du jeden Schutz umgehen. Einen kompletten Schutz gibt es nicht. Aber es gibt eben diese Scheunentore, die Du verschließen kannst. Um das Schloss daran zu knacken, brauchst Du nämlich Zeit. Zeit ist aber ein Feind des Suchtdrucks, der möchte sofort bedient werden.

Je mehr dieser Scheunentore Du verschließt, desser länger brauchst Du, um sie zu umgehen. Irgendwann setzt sich dann der Gedanke fest, es erst gar nicht zu versuchen. Denn, es bleibt Dir ja nicht verschlossen, Du verarschst Dich ja mit jeder Umgehung selbst. :)

Zum Geldmanagement haben wir im FAGS-Online-Cafe nächsten Monat ein interessantes Thema ... schaue mal unter Aktuelles und Termine!
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Ich sehe jemanden der noch nicht bereit ist aufzuhören.
Viel Selbstmitleid und alles was wichtig wäre an Schutzmaßnahmen geht nicht.
Anscheinend bist du ohne Eltern, Geschwister und Freunde unterwegs. Das würde mir wirklich leid tun für dich.
Ein bisschen aufhören geht nicht, der Entschluss muss von dir ganz alleine und vom Herzen kommen. Dazu bedingt es alle Hilfe die geht anzunehmen auch wenn es Angst macht und im ersten Moment Chaos bringen würde.
Das von mir lange praktizierte, ich nenne es mal Schein aufhören, ist hauptsächlich eine Rechtfertigung für einen selbst alles getan zu haben.

Der Weg ist hart und manchmal Scheisse, jedoch lohnt er sich. Glaube mir!

Geht's wenigstens finanziell noch aus dass du da nicht in Schwierigkeiten gelangst?

Grüße Roy
Da ich kein Anwalt bin spiegeln meine Posts lediglich meine eigene Meinung wieder.

Hallo Albon!

Ich melde mich kurz zu Wort in deinem Tagebuch, obwohl ich auch ein Newbie hier bin.

Auf mich machst du einen sehr sensiblen Eindruck.

Deshalb
1) du stehst vollkommen am Anfang eines spielfreien, spielsüchtigen Lebens.
2) zerbrich dir nicht den Kopf wegen des Rückfalls. Ich verstehe deine Gedanken, deinen Selbsthass und deine Angst. Aber mach morgen einen ersten kleinen Schritt vorwärts, schau in der Forum-SHG vorbei und erzähl dort deine Geschichte. Ich habe erst gestern gelernt, was es für einen Unterschied ausmacht, mit anderen Spielsüchtigen darüber zu sprechen. Es ist auf absurde Weise schön, ganz normale Normalos kennen zu lernen und andere Blickwinkel zu hören.
3) glaub mir bitte: du bist mit 28 Jahren sehr jung. Du kannst dein Leben noch mit sehr viel Leben, das spielfrei gelebt wird, füllen.

Alles Liebe und wir lesen hier voneinander in nächster Zeit. Versprochen.
Markus
La vita e bella...

Guten Morgen zusammen,

@Roy1234  Finanziell geht das noch, da ich noch was bei seite habe. Man kennt es, zocker schaffen es irgendwie immer, auch wenn die kein geld haben. (Ohne kriminell zu werden meine ich)
Ich habe nun auch die app runtergeladen. Jedoch war/ist die ganze zeit eine sache in meinem kopf. Ich muss es selber schaffen, auch ohne die ganzen steine vor mir. Am ende des tages muss man es ja im leben auch ohne die hürden schaffen nicht zu zocken.

@markus_anton
Ich gebe mein bestes um nicht noch mehr gesundheitlichen schaden durch das spielen zu bekommen.
In den letzten jahren habe ich wegen dem spielen immer noch angstzustände. Dass ist echt krass.

Heute ist der 14.06.2026. Stand jetzt bin ich seit 2Tagen und einen halben spielfrei. Etwas um die 60-70 Stunden.
Der Druck ist da, heute nacht konnte ich auch sehr schlecht schlafen weil mein kopf sich wie ein karussel angefühlt hat, aber schlimmer. Hatte angstschübe und minipanikattacken. Wahrscheinlich entzugserscheinungen.
In den letzten 2-3 stunden ist der suchtdruck immens. Mir ist es komplett bewusst und ich halte mich stark dagegen.

@Olli

Ich konnte auch gestern nicht in der selbsthilfegruppe dabei sein. Ich war mit arbeitskollegen gestern den ganzen tag unterwegs, da ich jetzt versuche alles umzukrempeln in meinem leben, dazu gehört jetzt auch mal wieder teil im leben zu haben, und nicht nur zuhause zu sein.
Es ist nicht so dass ich die selbsthilfegruppe bezüglich der wichtigkeit drunter stelle, aber es ist einfach aus zufall bei beiden malen so gewesen das ich auf einmal mit leuten unterwegs war. Und es war sehr schön.

#21
Zitat von: Albon am 14 Juni 2026, 08:55:45Es ist nicht so dass ich die selbsthilfegruppe bezüglich der wichtigkeit drunter stelle, aber es ist einfach aus zufall bei beiden malen so gewesen das ich auf einmal mit leuten unterwegs war. Und es war sehr schön.

Guten Morgen!

Doch, was denn sonst? Erst hattest Du einen schönen Abend und dann verfolgen Dich die Panikattacken in den Schlaf. Du setzt Prioritäten wie beim Zocken ... und lebst nur für den Moment. Was danach kommt, das ist Dir egal.

Verstehe mich bitte nicht falsch. Ich habe und will Dir nichts vorschreiben. Du alleine bist für Dich verantwortlich.

Was mich nur stört, das ist für dumm verkauft zu werden. Da bist Du auch nicht der Einzige, der meint, das schaffen zu können. Das liegt aber wahrscheinlich daran, dass Du Dir selbst schon was vormachst.

Spiele, wenn Du spielen willst, leide, wenn Du leiden willst. Das alles hat mit mir nichts zu tun. Ich weiss, dass ich spielfrei und sehr, sehr froh darum bin.

Wir hatten gestern wieder eine sehr schöne Zeit in der Gruppe und haben gar nicht gemerkt, wie schnell die 2 h wieder einmal rum waren. Jeder bringt sich ein, wie er kann und will. Es gibt da kein Richtig und kein Falsch. Jeder Einzelne kam mit entspanntem Rückrat in die Gruppe, denn die Last der Scham und der Schuld können wir in der Gruppe ablegen.

Noch einmal: Es ist Deine Entscheidung, was Du machst. Die wird Dir auch niemand nehmen oder streitig machen! Mein Angebot steht, Du brauchst es nur annehmen ...
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Zitat von: Albon am 14 Juni 2026, 08:55:45Ich habe nun auch die app runtergeladen. Jedoch war/ist die ganze zeit eine sache in meinem kopf. Ich muss es selber schaffen, auch ohne die ganzen steine vor mir. Am ende des tages muss man es ja im leben auch ohne die hürden schaffen nicht zu zocken.


Hallo Albon ,
dein Suchtteufel scheint meinem sehr ähnlich zu sein .
Der gleiche Gedanke schlich sich bei mir  auch ein paar Mal ein .
Hab die Apps nicht aus Überzeugung , dass das der einzig richtige Weg ist , runtergeladen , sonders weil ich es auf keinen Fall verkacken wollte und mir bei diesem Thema halt nicht vertrauen kann .

Inzwischen seh ich das ein bisschen anders :

Stell dir einen Bergsteiger vor. Wenn er ein Sicherungsseil benutzt, würde niemand sagen: "Du hast den Berg nicht wirklich bestiegen, das Seil hat es geschafft." Das Seil ist ein Hilfsmittel, aber klettern musste er trotzdem selbst.

Genauso bei Spielsucht:

* Die Sperre trifft nicht die Entscheidung für dich.
* Die Sperre verhindert nur, dass du in einem schwachen Moment sofort handeln kannst.
* Die eigentliche Leistung besteht darin, diese Schutzmaßnahmen überhaupt einzurichten und aufrechtzuerhalten.

Ein weiterer Gedanke: Die Spielsucht nutzt oft genau das Gefühl aus, alles allein schaffen zu müssen. Das Ego sagt:

"Wenn ich wirklich stark wäre, bräuchte ich keine Hilfen."

Aber bei einer Sucht geht es nicht um einen Charaktertest. Es geht darum, das eigene Gehirn vor einem Mechanismus zu schützen, der nachweislich die Selbstkontrolle zeitweise stark beeinträchtigen kann.

Vielleicht hilft dir folgende Perspektive:

Du schließt die Scheunentore nicht, weil du schwach bist. Du schließt sie, weil du deinen Suchtteufel kennst.


Das sind zumindest die Gedanken , die ich mir zu diesem Thema gemacht habe .

Mir geht es damit gut ,vielleicht hilft dir diese Sichtweise ein bisschen .
Wer immer tut, was er schon kann ,
 bleibt immer das, was er schon ist .

Ich sehe nach wie vor jemanden der nicht wirklich bereit ist aufzuhören. Es sind nur gut gemeinte Vorschläge von Isa und Olli. Ich hör dann einfach mal so auf und schaffe es ohne Outen und andere Hilfen klappt eigentlich nie. Wenn dann erst wenn der allerletzte Strohhalm gerade noch so an der Oberfläche zu sehen ist. Und bis dahin gehen je nach max. Möglichkeiten noch tausende, Zehntausende oder mehr ins Land.
Erst wenn jeglicher Druck des verheimlichens, der leichten Geldbeschaffung in die richtigen Bahnen gelenkt sind geht's langsam bergauf.

Für dich ist es eigentlich erstmal wichtig ob du aufhören oder pausieren willst.
Ich behaupte mal wenn ich die Menschen hier im Forum mit ihren Geschichten und Maßnahmen eher kennengelernt hätte würde ich jetzt bei weitem besser da stehen.
Irgendwann kommt auch die Zeit an dem nicht mal der zweite oder dritte Kredit dich stört. Es geht nur um Wetten und/oder bunte Lichter in den Slots.
Wir sind krank und deshalb ist es nicht einfach so locker etwas auszusetzen.
Eine Grippe ja, bei Krebs zB braucht man medizinische und psychologische Unterstützung.
Da ich kein Anwalt bin spiegeln meine Posts lediglich meine eigene Meinung wieder.

Ich danke euch für die Antworten. Ich muss mich jetzt leider wieder selber enttäuschen. Ich bin eben wieder rückfällig geworden. Gott alter.
Ich habe mir soeben gamban app geholt für meinen pc und mein handy.
 :-\


,,Ich muss mich mal wieder selbst enttäuschen" klingt, als wäre das unvermeidbar gewesen. War es aber nicht. Du hast einen Fehler gemacht, wie viele von uns auf diesem Weg. Entscheidend ist nicht der Rückfall, sondern was du daraus machst.
Gamban ist da schonmal ein guter Anfang.
Wer immer tut, was er schon kann ,
 bleibt immer das, was er schon ist .

#26
Was kann ich noch machen außer Gamban ?
Gamban habe ich gemacht, termin für spielsucht therapie. Was gibts noch ?

Hi Albon!

Was Du tun kannst? Nun, den Wunsch von "halbschwanger" sein ablegen. Entweder Du spielst weiter oder Du gibst Dein Bestes, um spielfrei zu bleiben. Es gibt nichts dazwischen.

Hatte ich Dir nicht Fragen gestellt? Wie wäre es mit ... beantworten ... ?

Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Was ich hier im Forum immer wieder gelesen habe :

*Zugang zum (schnellen) Geld kappen.
*Zugang zum Spiel kappen.
*Sofortmaßnahmen bei Spieldruck ( z.B. kalt duschen , scharfes Essen etc.)
*Jemanden einweihen

Für mich persönlich war "jemanden einweihen" der schwierigste aber wichtigste und effektivste Schritt .

Wer immer tut, was er schon kann ,
 bleibt immer das, was er schon ist .

Man kann dir eigentlich nichts richtiges schreiben. Du erwartest anscheinend eine leichte lockere Anleitung ohne unbequeme Schritte. Ich will dir nicht zu nahe kommen, was auch unfair wäre, da ich ähnliche Fehler gemacht habe.
Zum Psychiater zB ohne es wirklich ernst zu nehmen. Sozusagen eine Show für mich selbst. Hätte ich damals Arsch in der Hose gehabt und mein eigentliches vorhandenes Wissen ernst genommen hätte das mir einen weiteren sechsstelligen Verlust erspart.
Ich habe das von Olli oben angesprochene halbschwanger in vollen Zügen durchlebt und mir zwar Scheunentore verschlossen im Bewusstsein dass die Scheune hinten keine Wand hat.

Bei unserer Krankheit gibt es kein bisschen sondern entweder oder.

Überleg mal ob es normal sein kann wenn Spieler sagen wir 10.000 Euro hinten liegen und dann eine Glückssträhne haben und 9.500 Euro gewinnen. Der normale Spieler hört auf und denkt sich Glück gehabt nur 500 weg, wir denken und da geht noch mehr und am Ende sind nicht nur die 10000 weg sondern oft der nächste Kredit von Nöten.

Wir alle wollen dir das ersparen aber du musst es wollen.
Leider hast Du von deinen ganzen Lebensumständen nichts Preis gegeben. Also ist es schwer einzuschätzen was machbar wäre.

LG Roy
Da ich kein Anwalt bin spiegeln meine Posts lediglich meine eigene Meinung wieder.

Wir danken dem AOK Bundesverband für die Finanzierung des technischen Updates dieses Forums