ONLINE-Selbsthilfegruppe | Samstags von 19 Uhr bis 21 Uhr

Glücksspielsüchtig (Online) - Ich will einfach nicht mehr

Begonnen von Albon, 01 Juni 2026, 20:43:05

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Hi Albon!

Ich habe den, der mehrere Gruppen besucht, in der Vergangenheit darauf hingewiesen, und ich mache das bei Dir nun auch, dass Du aufpassen musst, dass Du nun die Gruppen nicht pathologisch nutzt.
Meiner Meinung nach reichen 1 bis 2 Gruppensitzungen pro Woche. Weshalb? Weil Du automatisch und ohne dass Dir das einer sagen muss, "Hausaufgaben" mit nach Hause nimmst. Diese musst Du verarbeiten, überdenken, verwerfen oder auch Erkenntnisse daraus ziehen, um diese dann wiederum auszubauen.

Achte also sehr genau auf Dich.
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Ja, es kann natürlich passieren, dass man sich mit vielen Gruppenbesuchen von sich selbst ablenkt. Es kann aber auch sein, dass man in der ersten Zeit die Gruppen besucht, um sich zu schützen. Ich erinnere mich an einen Spieler aus Hamburg, der das 2-3 Monate lang gemacht hat. Allein, um in dieser für ihn gefährlichen Zeit nicht zu spielen. Nachdem er sich etwas stabilisiert hatte und sich wieder über den Weg traute, ging er dann nur noch in eine Gruppe. Mir hat das imponiert, man konnte seinen Drang, sich zu schützen, regelrecht spüren. Das ist schon sehr viele Jahre her, ich habe es aber nie vergessen.
LG Ilona
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Bluesky@gluecksspielsucht.bsky.social

Oh mann leute...ich bin wiederholt rückfällig geworden...wie ferngesteuert. Ich verstehs nicht mann. Was ist nur kaputt mit mir.

Hi Albon,
beschreibe doch mal möglichst detailliert, wie das bei dir abläuft, also vom vorletzten Aufhören bis zum letzten.

Hallo Albon ,
erstmal finde ich sehr stark , dass du mit deinem Rückfall hier so offen umgehst .
Ich kann deine Verzweiflung verstehen.
Dennoch gehört ein Rückfall leider bei vielen zum Genesungsweg dazu.
Schau dir an , wie lange du es schon geschafft hast .
Dieser Erfolg ist nicht verloren .
Du kannst daran anknüpfen, auch wenn es jetzt einen Rückfall gab.
Du weißt ja , wie es geht.
Gib nicht auf !!
Wer immer tut, was er schon kann ,
 bleibt immer das, was er schon ist .

Hi Albon!

Augen zu und durch ... das klappt nicht nur bei Rückfällen, sondern auch bei der Aufarbeitung. Na gut, die Augen sollten dann wieder auf sein ... :)

Zitat.wie ferngesteuert.

Ne, ne, ne ... diese "Ausrede" ist weit verbreitet, doch sie ist auch falsch! Du hast die Entscheidung zu spielen getroffen. Wahrscheinlich hast Du Dich auf die süchtigen Gedanken, die irgendwann eintraten, eingelassen. Du hast mit ihnen diskutiert und am Ende hast Du diesen Kampf mal wieder verloren. Das ist aber keine Überraschung, sondern bei uns gang und gäbe. Wir dürfen uns eben nicht auf eine Diskussion einlassen. Wenn die Sucht damit anfängt, dann unterbinde es. Nutze die üblichen Skills oder finde eigene, die bei Dir greifen.
Wappne Dich vor solchen Situationen - bereite Dich vor!
Ferngesteuert? Wie wäre es mit "Trunken vor Vorfreude"? "Abgedriftet in die Verdrängung?" "Gefangen in der emotionalen Extase"?

Ich konnte mir damals auch nicht vorstellen, dass ich dagegen etwas unternehmen könnte. Aber ich habe es geschafft. Wieso solltest Du das dann nicht auch schaffen? Bist ausgerechnet Du etwa der "besonders schwere Fall"? Ein hoffnungsloser Fall? Die Niete des Jahrhunderts? Der Versager des Jahrtausends?

DER WAR ICH DOCH SCHON!

Da habe ich mal was erreicht und schon wird es mir wieder streitig gemacht! :)

Spaß beiseite ...

Wenn Du etwas verändern möchtest, dann musst Du dafür schon etwas tun. Spreche darüber in der Gruppe. Vielleicht wird Dir dann klar, was schief gelaufen ist und wie Du in Zukunft besser agieren kannst. Es bringt Dir nichts, wenn Du jetzt rumjammerst und Dich selbst fertig machst. Ich betrachte das auch als "zum Spiel dazugehörig".

ZitatSchau dir an , wie lange du es schon geschafft hast .
Dieser Erfolg ist nicht verloren .

Ist Dir bewusst, dass es ein Erfolg war, wie Isabell hier schreibt? Beschreibe diesen Erfolg mal.
Was machte ihn aus? Was machte er mit Dir?




Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Zitat von: Loser65 am 21 Juli 2026, 12:21:08Hi Albon,
beschreibe doch mal möglichst detailliert, wie das bei dir abläuft, also vom vorletzten Aufhören bis zum letzten.

Ich stehe morgens auf und der erste gedanke ist sofort beim spielen. Sobald ich langeweile habe geht der gedanke direkt dahin. Ich versuche mein alltag normal zu leben, kämpfe dann im laufe des tages gegen diese gedanken und habe aber dann den kampf verloren. Und dann sage ich wieder das gleiche wie die letzten 12345 male, wie konnte ich das nur wieder machen, immer und immer wieder. Und wieder von anfang das gefühlskarussell.
Bei jedem rückfall hoffe ich einfach das es der letzte ist...

Zitat von: Isabell80 am 21 Juli 2026, 13:17:03Hallo Albon ,
erstmal finde ich sehr stark , dass du mit deinem Rückfall hier so offen umgehst .
Ich kann deine Verzweiflung verstehen.
Dennoch gehört ein Rückfall leider bei vielen zum Genesungsweg dazu.
Schau dir an , wie lange du es schon geschafft hast .
Dieser Erfolg ist nicht verloren .
Du kannst daran anknüpfen, auch wenn es jetzt einen Rückfall gab.
Du weißt ja , wie es geht.
Gib nicht auf !!


Danke für deine schönen Worte  :)

#53
@Olaf

Ja der Erfolg wo ich spielfrei war für die Tage war wirklich einfach nur schön. Also auf der einen Seite war es hart weil ich gemerkt habe wie mein kopf danach geschrien hat und ich innerlich unruhig war und schlechter schalfen konnte. Aber auf der anderen viel besseren seite war es so schön ohne das spielen. Da merkt man wie schön das leben ohne das spielen ist.

Da tun diese rückfälle sage ich immer, doppelt so weh.
Aber klar du hast recht mit der Ausrede. Ich habe die Tage wo ich spielfrei war mir immer den einen satz im kopf behalten. Den du auch beschrieben hattest. " ich habe die wahl, die wahl zu spielen und die wahl nicht zu spielen ". Und immer wenn ich den gedanken zum spielen hatte, habe ich die wahl genommen es nicht zu tun. Das ging wirklich so gut. Verstehe nicht wieso all das positive auf einmal überschattet wird mit dieser einen aktion wo man dann wieder spielt. Das ist wirklich unglaublich

Moin Albon,
ich glaube, du musst mal mit dem Kopf durch die Wand. Wie wäre es mit nicht mehr können statt nicht mehr wollen?
Probiere daher mal folgendes: Lade dir ein kostenloses Spiel aufs Handy oder Tablet, dass ordentlich an den Nerven zerrt, Tetris o. ä., und das spielst du dann erstmal so lange, bis es dir meterweit zum Hals raus hängt. Eher hörst du nicht auf, klaro?!
Wenn dir dann immernoch nach Geld verzocken ist, versuche absichtlich zu verlieren, aber immer nur den kleinstmöglichen Einsatz.

#55
Guten Morgen zusammen!

ZitatWenn dir dann immernoch nach Geld verzocken ist, versuche absichtlich zu verlieren, aber immer nur den kleinstmöglichen Einsatz.

Also, wenn mir das damals jemand vorgeschlagen hätte, dann hätte das Spielteufelchen in mir sofort Freundenpurzelbäume geschlagen. Dieser Vorschlag "erlaubt" ihm das Spielen. Da wird es mal schwierig und anstatt dagegen zu halten, gibt es hier eine einfache Lösung: Ich gönne mir Glücksspiel, "Dir schlage ich ein Schnippchen, indem ich klein spiele und absichtlich verliere!" - Das Problem dabei: Du "musst" dabei spielen!
Die Lösung des Problems kann nicht sein, das Problem zu erzeugen. "Gründe" zu spielen gibt es genug. "Gronde" abstinent zu sein, gibt es auch genug, sie sind uns oftmals nur nicht bewusst!

Daher @Albon: Finde Gründe, wieso Du abstinent sein willst. Schreibe sie Dir auf, Benutze dabei keine Negationen. "Nicht" ist verboten. Du kannst alles positiv formulieren!
Wie wäre es für den Anfang mit 10 Punkten? Versuche es mal.
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Zitat von: Loser65 am 23 Juli 2026, 01:03:59Moin Albon,
ich glaube, du musst mal mit dem Kopf durch die Wand. Wie wäre es mit nicht mehr können statt nicht mehr wollen?
Probiere daher mal folgendes: Lade dir ein kostenloses Spiel aufs Handy oder Tablet, dass ordentlich an den Nerven zerrt, Tetris o. ä., und das spielst du dann erstmal so lange, bis es dir meterweit zum Hals raus hängt. Eher hörst du nicht auf, klaro?!
Wenn dir dann immernoch nach Geld verzocken ist, versuche absichtlich zu verlieren, aber immer nur den kleinstmöglichen Einsatz.

Was soll hier das Ziel sein ?
Dass man des Spielens überdrüssig wird ?
Ich habe in meiner aktiven Zeit soooo viele Stunden durchgespielt , ohne Geldeinsatz, mit kleinem Einsatz und mit hohem Einsatz .
Wenn eins nie eingetreten ist , dann ein Gefühl von Überdruss...
Im Gegenteil - im Hinterkopf was immer "Ach komm , ein Versuch noch ..."
Wer immer tut, was er schon kann ,
 bleibt immer das, was er schon ist .

Moin Isa,
wie siehst du dich heute, als abstinent oder geheilt?


Moin Olli,
mal ganz langsam, laut und deutlich:

     GLÜCKSSPIELSTAATS - VERTRAG.

Wie weit muss das Tor noch offen stehen?

Hi Loser65!

Du sprichst in Rätseln! :)

Was hat der GlüStV jetzt gerade mit Albon zu tun?

Nehmen wir einmal an, dass Du in seinen Schuhen stecken würdest und Du nicht schwimmen könntest.
Springst Du dann in den Rhein, nur weil er da ist?

Wenn Du nicht schwimmen kannst, dann solltest Du kein Risiko eingehen und Abstand vom Wasser haben.
Durch die Erfahrungen des Kontrollverlustes, wirst Du niemals in einem Planschbecken Deinen Neuschwimmer machen. Genau das schlägst Du aber doch vor ... um was zu tun? Dir zu suggerieren, dass es gar keinen Sinn hat, das Schwimmen zu erlernen? Es sind schon Leute in Pfützen ertrunken!

In der Vergangenheit gab es schon heftigste Diskussionen zum Thema "kontrolliertes Spielen". M.E. zielt Dein Vorschlag in diese Richtung. Zielgruppe sind Personen, die trotz therapeutischer Interventionen den "Vorteil" des Spielens nicht aufgeben wollen. Davon betroffen sind aber nur minimalste Anteile der Spieler.

Das KS ist auch eine therapeutisch geführte Maßnahme, die den Zweck hat, doch die Entscheidung zur Abstinenz zu treffen. Tatsächlich ergaben Studien, dass tatsächlich diese Entscheidung überwiegend getroffen wurde.

Allerdings, und das muss noch mal betont werden, ist dies eine therapeutisch geführte Maßnahme! Das sind keine eigenmächtigen Selbstversuche. Die Leute werden durch Gespräche sensibilisiert, ihr Verhalten, ihr Denken und Fühlen aufzudröseln und hinter ihre eigene Fassade zu blicken.

Wenn Du aber hier die externe Erlaubnis gibst, es ist OK wenn Du schon mal spielst, dann mit geringem Einsatz, dann wird der Spieler in Albon das doch nur allzu gerne aufgreifen und es dem gesunden Teil von Albon unter die Nase reiben!

Albon wird sicherlich die Erfahrung, die Du hier hervorbringen möchtest, schon tausendfach abgespeichert haben. Es braucht da keine weiteren.

@Albon

Die Sucht ist schon ne bitch ... Aber sie ist eine, die keine Zeit hat. Sie will bedient werden, jetzt und sofort! Sie ernährt sich aber nicht nur durch die Suchtausübung selbst. Als Apperetiv genießt sie es zu diskutieren und futtert einen Gruß aus der Küche nach dem Anderen, wenn Du ihr diesen Raum gibst und in die Diskussion einsteigst. Der 2. Gang tritt zumeist ein, wenn Du die Entscheidung zum Spiel getroffen hast. Dann ernährt sich die Sucht an der Vorfreude. Im Körper wird das Belohnungssystem wie beim Hauptgang selbst angeschmissen, der Suchtausübung. Als Nachtisch gibt es dann Selbstzweifel und - exzellent gepfefferte Selbstvorwürfe.

Wenn ich zurückdenke, wie viel Energie ich da in dieses Hamsterrad gesteckt hatte. Als ich spielfrei wurde, da war all diese Last weg. Mein Selbstwert, der all die Jahre als Prügelknabe herhalten musste, wuchs und gedieh. Es war kein Fingerschnippen daran beteiligt. Es brauchte schon Zeit.
Ich habe da viele innere Kämpfe ausgefochten, die immer in die Richtung zielten: Darf ich das denn? Glücklich sein? Lob annehmen? Darf ich selbstbestimmt sein? Schaffe ich das? ... Ach, der kleine innere Kritiker, der ist schon einer ... :) Heute passt er auf mich auf und macht genau das, was er soll!
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Dann eben metaphorisch:
Ich stehe also am Rhein und kann nicht schwimmen. Der Schwimmlehrer zeigt mir gerade nochmal die auszuübenden Bewegungen und sichert mir zu, dass das Wasser nicht tief ist. Hinter ihm sind schon mehrere Rettungsschwimmer einsatzbereit angetreten und flussabwärts hat die FEUERwehr eine Barriere errichtet, damit ich nicht abtreiben kann.
Mein Ehrgeiz flüstert mir Mut zu und irgendwer hat wegen des Zögerns "Feigling" gerufen.
Ich gehe trotdem wieder nach hause, weil der Staatsvertrag mich mal kann?

Sind die Überlebenden eigentlich aus den Pfützen rausgeschwommen oder einfach aufgestanden?

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