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Glücksspielsüchtig (Online) - Ich will einfach nicht mehr

Begonnen von Albon, 01 Juni 2026, 20:43:05

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Moin Albon ,
erstmal schicke ich dir eine feste virtuelle Umarmung , weil es für mich so klingt , als würdest du das gerade am meisten brauchen.

Was auch immer du gerade für dich und dein spielfreies Leben machst , scheint nicht das richtige für dich zu sein , oder es reicht einfach so noch nicht ?
Bist du noch in deinen SHGs?
Was machst du ansonsten ?

Ich weiss , du schliesst das für dich komplett aus , aber ich glaube , es führt kein Weg daran vorbei , jemanden von deinen Liebsten einzuweihen .
Ja , sie werden enttäuscht sein.
Vielleicht sind sie sogar sauer .
Aber du wärst nicht mehr alleine auf deinem Weg .
Denn alleine scheinst du es aktuell nicht zu schaffen !

Ich wünsche dir viel Kraft

Wer immer tut, was er schon kann ,
 bleibt immer das, was er schon ist .

Zitat von: Isabell80 am 19 August 2026, 12:48:39Moin Albon ,
erstmal schicke ich dir eine feste virtuelle Umarmung , weil es für mich so klingt , als würdest du das gerade am meisten brauchen.

Was auch immer du gerade für dich und dein spielfreies Leben machst , scheint nicht das richtige für dich zu sein , oder es reicht einfach so noch nicht ?
Bist du noch in deinen SHGs?
Was machst du ansonsten ?

Ich weiss , du schliesst das für dich komplett aus , aber ich glaube , es führt kein Weg daran vorbei , jemanden von deinen Liebsten einzuweihen .
Ja , sie werden enttäuscht sein.
Vielleicht sind sie sogar sauer .
Aber du wärst nicht mehr alleine auf deinem Weg .
Denn alleine scheinst du es aktuell nicht zu schaffen !

Ich wünsche dir viel Kraft



Danke für deine netten Worte  :)

Ich versuche dieses mal alles anders zu machen, etwas, was ich davor nicht getan habe. Ich schreibe dieses mal ein Tagebuch über mein verlangen zu spielen, die negativen folgen und wie ich mich dabei immer fühlen würde. Und das mache ich jetzt jeden Tag. Außerdem will ich bei verlangen etwas anderes tun, wie z.b. einfach raus und spazieren oder mich mit den negativen folgen des spielens beschäftigen. Ich will diese ekelhaften und teuflischen gefühle die man beim/nach dem zocken hat mir dabei immer vor die augen führen. Sodass es einfach endlich klick macht.

Ich habe ab ende september wieder einzeltherapie in der suchthilfe.Sowohl auch eine neue Selbsthilfegruppe.

Jemanden aus meiner familie einweihen ist meine letzte option. Wirklich die letzte, dass will ich vermeiden. Die Sorge würde ab dem moment wo ich es teile ja für immer da sein. Vertrauen wäre für immer weg. Ich finde das man dieses leid dadurch auf die angehörigen teilt. Diese würden sich ja nach der aussage für immer sorgen machen. Und das möchte ich denen nicht antun.


Moin Albon,
dein Tagebuch ist ein guter Ansatz. Wenn du das Forum dazu nutzt, schaut dir vielleicht auch jemand auf die Finger und fragt nach, falls du dabei schwächelst.

Kannst du mal kurz berichten, in welcher Form du Urlaub gemacht hast? Dein Rückfall lässt auf kalten Entzug schließen, was oft die Sucht noch verstärkt, wenn nicht lange genug durchgezogen wird.

Hat aus deiner Familie eigentlich schonmal jemand Andeutungen oder spitze Bemerkungen hinsichtlich deiner Sucht gemacht? Ich kann mir nicht vorstellen, dass dein Spieldrang zu verheimlichen geht. Deine Familie hat entweder noch viel peinlicheres zu verdrängen oder die Rollen sind bei euch derart streng geregelt, dass alle meinen, du arbeitest den ganzen Tag, weil sie es ja selbst auch tun. Vor allem die so genannten Helicoptermütter fahren sich gern in dieser Sichtweise fest, weil ihr Kontrollzwang fürs Umdenken keine Zeit erübrigt.

Wie auch immer, du gewinnst derzeit wohl tatsächlich nichts, wenn du die Familie einweihst. Aber vielleicht kannst du dir einen Zweitjob besorgen, um deine Unterforderung mit etwas Gewinnbringendem auszugleichen. Den solltest du dann aber auch erstmal für dich behalten.
Deinen Familienmitgliedern gehört zwar allesamt ein Bein gestellt, aber nur wenn sie dabei weich landen.

#78
Hi!

Vor einigen Tagen habe ich ChatGPT entdeckt, um Bilder zeichnen zu lassen. Ich sage der KI einfach, was ich will und er schmückt es dann noch aus. Was mir nicht passt, schmeiße ich wieder raus oder ergänze entsprechend.


Erstellt mit ChatGPT

Du kennst sicher die Redewendung, sich Hintertürchen offen zu lassen. Viele Spieler, Du auch, lassen sich aber riesige Scheunentore offen, die den direkten Weg zum Spiel ebnen.

Schaue Dir das Bild an. Du siehst hier eine Person, die sich gar nicht um die Scheunentore kümmert. Er mag sie zwar kennen, schaut aber dann bewusst weg. Er sitzt an einem Schreibtisch und macht sich viele Gedanken. Vor sich hat er schon eine Liste erarbeitet. Viele Fehlversuche erkennen wir an den zerknüddelten Blättern Papier, die überall rumliegen. Er scheint also gar nicht dumm zu sein, wenn es so viele Alternativen gibt, die verworfen werden wollen.

Nur die Wege zum Spiel, direkt hinter ihm, er bräuchte nur aufstehen und die Tore verschließen, die lässt er offen. Dabei wäre es doch so einfach. So wird er noch viel Papier beschreiben und nach Auswegen suchen und wird immer und immer wieder scheitern. Vielleicht schafft er es ja den Berg zerknüddelten Papiers so hoch aufzuwerfen, dass er nicht mehr die Scheunen betreten kann. Das hat aber einen Nachteil. Es wird die meiste Zeit seines Lebens dauern, den Papierberg aufzuwerfen.

Was sind diese Scheunentore? Du hast Zugang zu Geld! Du weißt, wenn Du Deine Liebsten einweihst, dann verbauen sie für Dich den Zugang zum Spiel. Deine Ängste, die Du hier äußerst, mögen wahr werden - irgendwann kommt statistisch gesehen ja auch wieder ein Dinosaurierkiller aus den Tiefen des Weltalls - letztlich ist das aber Geschwurbel Deinerseits. Ein weiteres Scheunentor kann verschlossen werden durch eine Schutzsoftware. Auch eine OASIS-Sperre schließt wieder ein Tor.

Das sind so die Standards ... man müsste einfach bei Dir schauen, was noch wie verschlossen werden könnte. Aber das willst Du ja eigentlich gar nicht. Du sagst der SHG und was Du auch immer noch so nutzt: Wasch´ mich, aber mach´ mich nicht nass! Das alles hat für Dich nur eine Alibifunktion nach dem Motto: Ich mache doch was ... !

Weißt Du, was das Fundament einer Genesung ist? Es ist die absolute Aufrichtigkeit. Aufrichtigkeit richtet sich immer nach Innen und nach Aussen. Da gibt es keine Kompromisse.
Um es den Kritikern etwas zu erschweren, die absolute Aufrichtigkeit bedeutet nicht, dass ich mit meiner Sucht Klinken putzen gehe. Aber die Menschen aus meinem innersten Kreis müssen Bescheid wissen!

Du hast Dir jetzt überlegt, dass Du Dir ein Tagebuch anlegst und immer an das Negative des Glücksspiel denkst. Nun, ist das eine Veränderung? Ist es nicht das, was Du nach dem Spiel auch immer gemacht hast? Was bewirkt also Dein Handeln? Hälst Du damit nicht die Verknüpfungen in Deinem Gehirn aktiv, die mit der Sucht verbunden sind? Wie wäre es denn, wenn Du ein Tagebuch führst und Dir die positiven Dinge aufschreibst, die Du durch eine Abstinenz erreichst?

Im Moment, Scham, Schuld und Ängste einmal beiseite gewischt, belügst Du Deine Liebsten - Du betrügst sie um das Wissen, wie es Dir geht! Nur weil sie Dich nicht ansprechen auf das heikle Thema heißt das doch nicht, dass sie sich keine Gedanken machen! Du hintergehst sie absichtlich!
Egal was folgt nach einer gnadenlosen Offenbarung - Du kannst Dich wieder im Spiegel betrachten! Du hast "reinen Tisch" gemacht! Diese Altlast drückt nicht mehr auf Deinen Schultern. Sie nagt nicht weiter an Deinem Selbstwert! Und dass der im Keller ist, zeigt nun mal Dein Vorschlag.

Die rechte Tür ist für Dich. Ich selbst hätte mich nach der Klinke noch recken müssen ... :)

Erstellt mit ChatGPT

Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

#79
Vielleicht gibt dir der Erfolg ja Recht, Olli, aber:
Glücksspiel ist u. a. auch eine ziemlich unschädliche Form des Konsumierens. Es kommt in der Ökobilanz vermutlich nicht weit hinter Lesen und evtl. noch vor Radfahren, wenn man Bau und Erhaltung der Infrastruktur mit einbezieht. Selbst Hundehaltung dürfte schlechter abschneiden. Spielsüchtige auf Briefkastengröße zu schrumpfen, ist daher ziemlich vermessen, wenn man bspw. sieht, auf welches Niveau Alkohol- und Drogensüchtige einschließlich ihrer Vertreter in höchsten Positionen sinken können.
Wenn schon zu viel Geld im Umlauf ist, bei den Spielern ist es noch am sichersten, bevor Andere darauf bestehen, damit ihre Dekadenz zu finanzieren. Womöglich erfährt Glücksspiel gerade deshalb derart staatlichen Schutz. Wenn man sieht, was auf Grund der weltweiten Geldschwemme an idiotischen Investitionen getätigt wird, kann man den Spielern nicht mal raten, ihr überflüssiges Geld irgendwo anzulegen.
Ich muss deshalb für die Spieler hier mal eine Lanze brechen. Von allen Gestörten auf dieser Welt sind sie in Anbetracht ihr sonstigen Genügsamkeit nämlich noch die Größten.

#80
Hallo nochmal ,
irgendwie lässt mir das keine Ruhe.
Ich verstehe deine Gedanken in meiner Rolle als Spielerin total.
Du willst die anderen nicht belasten , sie schützen und euer Verhältnis nicht für immer dadurch verändern .

ABER , ich bin auch  Mutter von 2 Töchtern.
Eine ist bereits erwachsen .
Die Vorstellung , dass eine von beiden in so einer verzweifelten Lage steckt ,sich so sehr quält ,wie du es gerade tust , und damit ganz alleine dasteht , weil sie mit niemandem darüber spricht ,bricht mir mein Mutterherz !

Die allermeisten Mütter ( und deine sicher auch ) wünschen sich für ihre Kinder nur das Beste .
Ein glückliches , zufriedenes , erfülltes Leben.
Sie würden alles dafür geben, ihre Kinder auf einen guten Weg zu bringen.

Zu wissen , dass es deinem Kind nicht gut geht , egal wie alt es ist , ist schlimm.
Es aber nicht zu wissen , obwohl es so ist , ist noch schlimmer .

Und glaub mir , deine Mutter macht sich bereits Sorgen um dich . Auch wenn sie noch nichts gesagt hat und auch wenn du denkst , dass du dir vor ihr nichts anmerken lässt .
Eine Mama will nicht von ihrem Kind geschützt werden .
Sie will ihr Kind schützen .

Natürlich wird sie geschockt , enttäuscht und im ersten Moment vielleicht sogar sauer sein , wenn sie erfährt was mit dir los ist .
Aber wenn sie es irgendwann auf anderem Wege erfährt , wird es schlimmer sein .

Sie ist deine Mutter.
Sie wird dir zur Seite stehen und es wird nichts an ihrer Liebe zu dir verändern.

Sie wird etwas Zeit brauchen , aber dann dankbar sein , dass du ihr so sehr vertraust .

Ich glaube es gibt nichts schlimmeres für eine Mutter , als wenn das eigene Kind leidet und NICHT mit ihr spricht .

Überleg dir das nochmal ...


Dazu noch eine kleine Anekdote aus meiner Jugend .
Meine Eltern haben mir zum Ausbildungsstart ein Auto geschenkt , damit ich nicht jeden Morgen um 4:23 in den Zug steigen musste.
Wir hatten damals nicht viel Geld und für das Auto hatten sie ordentlich gespart .
Nach nicht einmal 2 Wochen hab ich das Auto zu Klump gefahren .
Totalschaden !
Mir ist nichts passiert und auch allen anderen nicht .
Mein Vater war ziemlich cholerisch, so dass ich mich kaum getraut habe ihm zu erzählen , was passiert ist .
Weinend und zitternd stand ich vor ihm .
"Papa, es ist etwas schlimmes passiert ."
"Was ist los ????"
" Wir haben ein Problem.Ich hab das Auto geschrottet ."

Seine Antwort habe ich bis heute nicht vergessen :
"Isa , alles was man mit Geld oder Arbeit wieder gutmachen kann , sind keine echten Probleme!
Aber auch wenn du mal ein echtes hast , komm bitte immer zu uns !"

Es ist ein Satz , den ich meinen Kindern schon mindestens 100 Mal zitiert habe.
Was auch immer in eurem Leben los ist und egal ob ihr daran schuld seid oder nicht , kommt immer zu uns !
Wir finden einen Weg !





Wer immer tut, was er schon kann ,
 bleibt immer das, was er schon ist .

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