ONLINE-Selbsthilfegruppe | Samstags von 19 Uhr bis 21 Uhr

An diesem heutigen Tag

Begonnen von andreasg, 02 Juli 2021, 10:10:11

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..... bin ich aufgewacht, und hatte den Eindruck, daß ich wieder Zeit finden kann, mich um einfache strukturelle Dinge zu kümmern. So habe ich nach der Morgentoilette die Waschmaschine in Gang gesetzt. O ja, ich kann dem nachfühlen, wenn der Bauch richtig gut gefüllt ist, dann braucht es Bewegung, um sich zu befreien. So läuft bei ihr das Programm, und ich kann anschließend die Bewegung und Frischluft auf dem Balkon genießen!
In der Wohnküche sieht es aus wie in einem Blumenladen. Hauptverantwortlich dafür ist der Pflegedienst. Gestern wurde mir eindringlich erklärt, daß Sonnenblumen viel, viel Wasser brauchen. Desweiteren ereilte mich die Order, Blumentöpfe und - erde zu besorgen. Zudem hat die Haushälterin noch eine überwuchernde Pflanze rapide gestutzt, nur die Rosen fangen an zu welken, Die Natur geht ihren Weg, und ich sitze hier, schreibe, und warte auf die Pflegerinnen. Es gibt eine Fluktation im Dienst, und ich bin gleich wieder an den Hintergründen interessiert, sage aber HALT, es ist nicht mein Job. Immer wieder kommt das Bewußtsein in mir hoch, ich wäre für alles verantwortlich!
Der avisierte Rückzug aus meiner Präsenzgruppe nagt an mir, aber ich weiß, es ist in Ordnung, daß ich mich verabschiedet habe. Gestern war ich beim Hausarzt, habe eine Überweisung, Transportscheine, abgeholt, und eine Terminzusage beim Gastroentrologen erhalten! Das ist schon wirklich ein Geburtsstagsgeschenk für mich. Nun drückt der Bauch gerade, aber der Schmerz ist nicht präsent, ich denke Geist, Seeele und Körper senden Signale. Wenn ich Ruhe und Frieden im Herzen finde, wird es auch besser und stabiler gehen.

Einen Tag zur Zeit
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

..... habe ich gerade einen Brief von der Krankenkasse erhalten, wegen Antrag auf eine REHA in einer Lymph - Klinik. Sie schreibt, daß es eine Prüfung vom Medizinischen Dienst gibt. Das ist einerseits in Ordnung so, andernseits bekomme ich wieder richtig Bammel. Diese Tatsache, daß irgendwo in einem Büro fremde Leute über mich und mein Schicksal entscheiden, das macht mich verrückt. Sicherlich ist das ein Prozedere was immer wieder kehrt. Ich bin eigentlich gewappnet, mit einem etwaigen Ablehnungsbescheid zur Angiologin zu gehen, um einen Widerspuch zu erörtern, Das ist ja das gängige Prozedere in diesm Fall. Nun klinkt sich die aktuelle Politische Situation in unserem Staate ein, nee, da will ich mich hier lieber nicht drauf einlassen...
Also hilft nur Vertrauen, schlicht und einfach.
Wenn ich mir ein Steak brate, ziehe ich mir eine Herrenschürze an. Jedesmal denke ich dabei an meine Erstbegutachtung vom MD wegen meiner Pflegestufe. Ich ärgere mich darüber, daß diese Bauernfängerei von den Gutachtern noch durchgeführt wird, vor allem, wenn ich an meine Mutter denke, die ihrer eigenen Mutter bedingungslos gehorchen mußte... So habe ich mich bei der Gelegenheit darauf besonnen, daß ich zwei linke Hände habe, und fertig! - Übermorgen bin ich bei der Lymphdrainage, und der Therapeut ist wirklich sehr kompetent. Der wird schon die richtigen Worte finden, und ich kann gerade dort entspannt bleiben.

Einen Tag zur Zeit
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

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