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BGH Urteil

Begonnen von Aloisius, 29 Februar 2024, 15:59:39

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@Speedy im zweiten ist was von Curacao erwähnt, hieß es nicht das man Curacao kaum zur Rückzahlung zur Zeit bekommt?

Zitat von: Alexx13 am 24 April 2024, 23:14:47
@Speedy im zweiten ist was von Curacao erwähnt, hieß es nicht das man Curacao kaum zur Rückzahlung zur Zeit bekommt?

Von da Geld zu bekommen kann schwierig werden. Darum geht es mir aber nicht so wirklich. Mich interessiert eher, dass die Gerichte noch die gleiche Einstellung haben und eben die Urteile sprechen mit der Begründung dass die Anbieter keine Lizenz hatten und deshalb Ihr Angebot in DE etc. nicht hätten Anbieten dürfen.

Das hier ist das wichtigste:

Zur Begründung führte das OLG Karlsruhe aus, dass im Zeitraum bis zum 30. Juni 2021 die Beklagte gegen das Totalverbot von Online-Glücksspielen in Deutschland gemäß § 4 Abs. 4 Glücksspielstaatsvertrag in der Fassung von 2012 verstoßen habe. Obwohl sie nicht über die Erlaubnis verfügte, in Deutschland öffentlich Glücksspiele im Internet zu veranstalten, habe sie dem Kläger von seinem Wohnsitz in Baden-Württemberg aus die Teilnahme an den Online-Glücksspielen ermöglicht.


#693
Mal eine doofe Frage...warum klagt man gegen Curacao??? Da gibts doch niemals Geld zurück, oder sehe ich das falsch? Und wenn nein, dann habe ich nichts ausser Spesen...klärt mich auf.

Ich hab mir gerade noch eine andere kranke Sache überlegt, Da die Illegalität ja jetzt in aller Munde ist, könnten doch sämtliche Anbieter wieder alles anbieten ohne Lizenz. Denn: der Spieler würfe sich selbst strafbar machen und, weil er von der Illegalität wusste, kann er nicht klagen. Ergo: die Lizenz wàre obsolet, oder nicht? :)


curacao gehört zu niederländischen kolonien und ist damit nicht rechtlich unverwundbar. auch da versuchen anwälte, genau wie bei malta casinos, rechtsmittel einzulegen und exekutionen durchzusetzen. zumindest gibt es dort kein bill55, auch wenn die chancen dadurch aktuell natürlich nicht besser stehen.

Weiss ich alles.
Aber mein Anwalt hat gesagt: vergiss es. Denke noch schlimmere Verbrecher als auf Malta

Daher halte ich eine Klage und einen Anwalt, der Dir dazu ràt, eher für fragwürdig...oder?

Wie man so schön sagt - abwarten und Tee trinken. Curacao rückt als OC-Oase auch immer mehr in den Fokus und die wollen ihren Glücksspielapparat überarbeiten hinsichtlich Transparenz und Spielerschutz. Ewig werden die sich nicht mit ihrer Bananenlizenz vor der Verantwortung entziehen können.

Frage zwischendrin, wie lange dauert es eigentlich bis nach der Verhandlung das Urteil verkündet wird?

Zitat von: Eddy am 25 April 2024, 19:00:04
Frage zwischendrin, wie lange dauert es eigentlich bis nach der Verhandlung das Urteil verkündet wird?


ca 4-5 Wochen

laut Gesetz, drei Wochen, aber ist eher die Ausnahme ,...

https://dejure.org/gesetze/ZPO/310.html

Das stimmt aber nach einem Hinweisbeschluss beim BGH dürfte es hoffentlich schneller gehen.... Egal wie ist die Sachlage klar. Die Anbieter warten mit Absicht damit sie keine Schwäche zeigen..

#701
ich muss nochmal fragen...

Ja, alles illegal ohne Lizenz. Aber wenn jetzt alle davon wissen, dass es illegal ist, kann ich doch ein illegales Angebot wieder starten, weil ja niemand klagen kann...oder nicht?
Es braucht also keine Lizenzvergabe mehr...ausser der Staat geht dann gegen die Anbieter vor. Aber das macht er ja nicht.

Oder habe ich einen Denkfehler?

Also man schreibt einfach ganz easy in seine AGBs: Der Kunde ist selbst verantwortlich :)

hallo leute,

ich habe einige klagen selbst finanziert und vor gericht gewonnen. unter anderem befindet sich darunter ein anbieter der sich aus dem österreichischen markt zurückgezogen hat.

kann ich dort das geld abschreiben? oder besteht eine chance sobald bill55 gekippt wird...

grüße

Zitat von: wluchten66 am 25 April 2024, 20:21:04
ich muss nochmal fragen...

Ja, alles illegal ohne Lizenz. Aber wenn jetzt alle davon wissen, dass es illegal ist, kann ich doch ein illegales Angebot wieder starten, weil ja niemand klagen kann...oder nicht?
Es braucht also keine Lizenzvergabe mehr...ausser der Staat geht dann gegen die Anbieter vor. Aber das macht er ja nicht.

Oder habe ich einen Denkfehler?

Also man schreibt einfach ganz easy in seine AGBs: Der Kunde ist selbst verantwortlich :)

so einfach ist das nicht.
Es gibt auch Urteile, die sagen, dass selbst, wenn der Kläger davon gewusst hat ,dass er dennoch seine Kohle wieder bekommt.

Wenn ein Spieler eine OASIS Sperre einrichtet, dann weiß er auch, dass er nicht spielen darf. Aber auch dann bekommt er nach einigen Urteilen sein Geld zurück, wenn er
trotzdem spielen konnte und einen Verlust erlitten hat.

Einer der Gedanken vom Glücksspielstaatsvertrag ist der, den Spieler auch vor sich selbst zu schützen. Nur so wird das mE erreicht.

Zu Mal der Glücksspielanbieter am besten wissen müsste, dass er das Glücksspiel X nicht anbieten darf. Insofern handeln beide "illegal".

Gff. könnte das Verhalten also strafrechtlich relevant sein.

Keine Absage für den Termin am 2. Mai.
Somit kann man nun echt davon ausgehen, dass die Verhandlung stattfinden wird.

Find ich sehr gut die Entwicklung!
Eine Absage am Montag oder am Dienstag wäre echt unwahrscheinlich.

Dann haben wir bald ein finales Urteil!

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