Unterstützen Sie unsere Arbeit Jetzt spenden!
Hallo Gast
Das Forum wird gewartet. Bitte entschuldigt eventuelle vorübergehende Störungen.
Online-Selbsthilfegruppen Glücksspielsucht
» Mittwochsgruppe    |    » Samstagsgruppe
     

PKF will Verfahren einstellen

  • 55 Antworten
  • 9664 Aufrufe
*

Offline Eddy

  • ****
  • 176
Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #45 am: Gestern um 12:34:54 »
Ok, dann habe ich das wohl irgendwie falsch aufgefasst, um welche Höhe geht es denn? also nur grob, vielleicht lohnt sich sogar selbstifnanzierung?

Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #46 am: Gestern um 14:30:42 »
Müssten so an die 40k sein

Glaube selbst finanzieren ist mir zu heiss 😬

Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #47 am: Gestern um 15:10:17 »
Ich würde es auch vom Anbieter abhängig machen. Es gibt viele gute Gründe zu finanzieren. Insbesondere: wenn man selbst keine fünfstellige Beträge für die Verfahren ausgibt, schmerzen eine Niederlage oder Verzögerungen deutlich weniger.

Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #48 am: Gestern um 18:14:28 »
Ich würde jedem abraten selbst zu finanzieren. Ich hab noch 3 Klagen offen alle mit PKF.

Eine Klage hatte ich ohne und zwar als die Rechtslage noch Nichtstun klar war dort gab es den Hinweis Beschluss OLG Frankfurt und Urteil OLG Dresden.

Hab verloren weil das Richter den Hinweis Beschluss aus Frankfurt im Urteil 1 zu 1 abgeschrieben hatte.

Kosten 5000 Euro für mich in Summe.

Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #49 am: Gestern um 18:20:11 »
Kann auch nur PKF empfehlen, selbst wenn man gewinnen sollte, ist die Marschroute in den meisten Gerichten im Moment so, dass es so oft verschieben wird bis die Anbieter Zeit haben irgendwie zu agieren ,sodass die Gefahr besteht, dass man  selbst die Kosten tragen muss weil die Beklagten nicht mehr liquide sind. Da würde ein Urteil auch nicht mehr helfen. Oder Bill55 usw.

*

Offline Eddy

  • ****
  • 176
Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #50 am: Gestern um 18:40:23 »
Aktuell sind wahrscheinlich nur die Limitklagen gegen die Üblichen vielversprechend,solange die Summe überschaubar bleibt. Anwaltskosten kann man abstottern, aber die Gerichtskosten müssen halt direkt auf den Tisch gelegt werden.
« Letzte Änderung: Gestern um 18:43:56 von Eddy »

Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #51 am: Gestern um 18:58:17 »
Man muss hier vorsichtig sein, Ängste nicht mit der statistischen Realität zu verwechseln.
​Natürlich ist Sicherheit ein Argument, und jeder Fall ist ein Einzelfall. @Balou2024: Dass du diesen einen Prozess verloren hast, ist extrem bitter, aber gerade mit den Verweisen auf OLG Frankfurt/Dresden und der damaligen Rechtslage spiegelt das nicht die heutige Breite der Rechtsprechung wider. Man darf von einem negativen Ausreißer nicht auf die Gesamtsituation schließen.
​Wir bewegen uns mittlerweile in einem Umfeld, in dem die Gewinnwahrscheinlichkeit bei den gängigen Gerichten schätzungsweise bei über 90 % liegt. Das ist kein Glücksspiel mehr, sondern überwiegend gefestigte Rechtssprechung.
​Ich kann da nur aus meiner eigenen Praxis berichten:
Ich habe 5 Klagen komplett eigenfinanziert.
Ergebnis: Alle 5 gewonnen.
Bei 3 Anbietern ist das Geld inklusive Zinsen bereits geflossen.
​Hätte ich das über einen PKF gemacht, hätte ich von der Gesamtsumme mal eben 35-40 % abgedrückt. Bei 40k Streitwert (wie bei Steve) reden wir da über rund 14.000 bis 16.000 Euro Provision. Für dieses Geld kann man sich verdammt lange und gut anwaltlich vertreten lassen, selbst wenn es mal holprig wird.
​Zum Thema Insolvenz/Liquidierung (@Klopp9875):
Das mag bei reinen Briefkastenfirmen aus Curacao stimmen. Aber bei Anbietern, die heute auf der Whitelist stehen oder eine deutsche Lizenz haben/wollen, ist das Panikmache. Diese Unternehmen können sich eine taktische Insolvenz oder dauerhafte Zahlungsverweigerung kaum leisten, ohne ihre lukrative deutsche Lizenz zu gefährden. Der Hebel ist heute ein ganz anderer als vor drei Jahren.
​Wer sich einen PKF "leistet", kauft Sicherheit zu einem extrem teuren Preis. Das kann man machen, aber man sollte sich nicht einreden, dass das Risiko einer Eigenklage heute noch unkalkulierbar wäre. Das ist es in den meisten Fällen nämlich nicht mehr.

Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #52 am: Gestern um 19:54:57 »
Wieso genau sollten sie es sich nicht leisten können? Eine Lizenzübertragung ist alleine mit Vesprechungen derzeit möglich und wird schon praktiziert. Das ist keine Panikmache, sondern halt die Realität. Du kannst dir gerne weiter einreden, dass die GGL irgendwann handeln muss, aber das ist halt nicht die Realität. Das könnte bei genügend Druck passieren, aber zu 100% muss es nicht passieren.

Spieler die sind meist sowieso schon finanziell kurz vorm Ende, daher würde ich derzeit immer den PKF empfehlen, denn so gut wie du es darstellst sieht es halt nicht mehr aus und die Verfahren werden derzeit bis zum geht nicht mehr verschoben. (Rechtlich bin ich bei dir, aber bzgl. Zahlungsbereitschaft, da wird von den Anbietern derzeit viel versucht, bill55 hilft da natürlich)
« Letzte Änderung: Gestern um 19:57:45 von Klopp9875 »

Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #53 am: Gestern um 20:47:19 »
Ich verstehe deine Skepsis total. Wenn man sich das aktuelle Trauerspiel ansieht, liegt der Schluss nahe, dass das System versagt.
Aber ich weigere mich, den Rechtsstaat deshalb komplett abzuschreiben.
Die GGL ist eine blutjunge Behörde. Die haben Anlaufschwierigkeiten und einen Reformbedarf, der mich aktuell stark an die Deutsche Bahn erinnert: Es läuft massiv unrund, es ist träge, es ist frustrierend – aber das heißt nicht, dass der Zug nie ankommt oder das Schienennetz für immer stillgelegt wird.
Dass Bill 55 und Lizenz-Verschiebungen auf Dauer funktionieren, glaube ich schlicht nicht. Wir sind immer noch in der EU. Die Mühlen mahlen langsam – extrem langsam, ja – aber sie mahlen.
Deshalb bleibe ich dabei:
Wer finanziell mit dem Rücken zur Wand steht, für den ist der PKF der richtige Weg. Keine Frage.
Aber wer es sich leisten kann, sollte sich nicht von der momentanen Schwäche der Aufsicht dazu verleiten lassen, seine Ansprüche billig zu verkaufen. Darauf zu wetten, dass der Rechtsstaat am Ende doch funktioniert, ist für mich die bessere Option als die Panik vor dem Totalausfall.

Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #54 am: Gestern um 20:54:20 »
Ganz wichtig noch zur Klarstellung:
Ich will PKFs hier nicht schlechtreden. Sogar gut das es die Möglichkeit und Dienstleistung gibt.Ich verstehe jeden, der diesen Weg geht, weil die Kasse leer ist – ich war früher selbst an dem Punkt, wo nichts anderes möglich gewesen wäre. Wenn es finanziell keinen anderen Weg gibt, ist der PKF alternativlos und richtig. Besser 60% vom Recht als gar nichts.
Mir geht es hier nur um die rein unemotionale, ökonomische Seite:
Wer die Wahl hat, sollte sich nicht aus purer Angst vor der Zermürbungstaktik der Anbieter 35-40 % nehmen lassen. Das ist einfach extrem viel Geld für eine "Versicherung" gegen ein Risiko, das meiner Meinung nach überschaubar ist.

Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #55 am: Gestern um 22:13:33 »
Grundsätzlich stimme ich dir zu, Hudini. Ich teile deine Hoffnung, dass es so kommt. Diese Hoffnung soll man auch haben können. Aber gleichzeitig kann ich nicht verstehen wie du anderen Szenarien von anderen Usern als Panikmache abtust.  Lizenzübertragungen passieren. Bill55 ist vorhanden. Liquidität wird verschoben. Betreiber werden inaktiv auf dem deutschen Markt. All das ist halt Realität und keine Panikmache. Das war einfach mein Punkt.

 

Wir danken dem AOK Bundesverband für die Finanzierung des technischen Updates dieses Forums