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BGH Urteil

Begonnen von Aloisius, 29 Februar 2024, 15:59:39

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Naja, in juristischer Hinsicht wird es aber erst bei den Differenzierungen interessant, wenn man keine Überraschungen erleben will. Wenn das Casino straffrei ausgeht, weil es wegen der Anonymität des Onlinespiels nicht wissen konnte, dass deine Spielsucht pathologisch ist, steht nicht mehr zur Debatte, ob es um deine Spielsucht wusste. Du hättest vielleicht eine Entschädigung bekommen, hast aber Heilung verlangt.

#8281
Die Frage ob "normal"spielsüchtig oder pathologisch ist für das Gericht mehr oder weniger irrelevant.
Als Kläger sollte man es aufjedenfall trotzdem erwähnen in welcher Form auch immer, sieht man in solchen Fällen ja auch schon an den Einzahlungsfrequenzen. Das Gericht ist ja auch nicht blöd.

In einem Urteil(glaube Limitfall) wurde mal auf ein Aufsatz Bezug genommen, der besagt dass Einzahlungen über dem 1000 monatlich als pathologisch gelten.

@Copper, das sind doch die Standardfloskeln, Ausland, Pkf, alles normales Zeug. Du scheinst noch im Frühstadium des Prozesses zu sein. Alles was Sie behaupten, müssen die auch belegen etc. guess what..können Sie nicht, es sei den du warst tatsächlich im Urlaub.

E: Bei den Klageerwiderungen spielt auch viel Psychologie mit, die wissen natürlich auch dass du nur bis zu den Gesetzen liest. Du sollst halt erstmal verängstigt werden etc. Dafür hast du aber einen Anwalt,



Genau, Dwight. Es zu erwähnen hilft mir mehr als denen.

@Loser65
Mich interessierte gar nicht, ob ich mich darauf berufen kann, sondern inwiefern es überhaupt Sinn macht, da irgendwas abzugrenzen. Sucht ist Sucht. Egal wie man sie jetzt gerade bezeichnet.
Was genau soll denn da der Unterschied überhaupt sein?


Und he, sie haben meinen vollen Namen, meine Adresse, meine Bankdaten und meine Historie.
Sie müssen nicht auf mich aufpassen, aber zu behaupten, sie könnten das nicht zuordnen... naja...

Was ist an deiner Sucht pathologisch, wenn du 100.000 im Monat verdienst und davon 1.000 verspielst? Bei monatlich 2.000 Einkommen ist es schon etwas anderes. Du solltest dafür streiten, dass deine Sucht erkennbar war, aber nicht, dass sie erkennbar pathologisch ist.

@Dwight
Also das mit dem Urlaub habe ich alles offengelegt. Scheinbar, das wusste ich wirklich nicht mehr, habe ich 80 euro eingezahlt. Das hat mein Anwalt aber in einer Stellungnahme auch erwähnt und aus der Forderung herausgerechnet.

Die Gegenseite hat in ihrem Schreiben eine Menge Prozessbeispiele genannt wo das mit dem Ausland eine Rolle spielt. Ich bin gespannt was das Gericht sagt.

Mhhh... ja... wenn man das so betrachtet... Da geht es dann wohl darum, ihnen nur das vorzuwerfen, was sie tatsächlich sehen und wissen können.

Sie wissen ja nicht, was ich tatsächlich verdiene. Ich könnte ja auch Millionär sein. Da hast du wahrscheinlich recht.
Auch wenn ich es nicht schaffen würde, dauerhaft "nur" 1000€ zu verspielen, wenn ich deutlich mehr zur freien Verfügung hätte, kann man immer behaupten, dass man nicht wissen konnte, dass ich mir das nicht erlauben kann. Ist zwar eine zweifelhafte Argumentation, wenn man sich mit Sucht auskennt, hätte aber juristisch möglicherweise sogar Bestand.

Ist totaler Bullshit, klingt aber logisch.


#8286
@Loser, du haust Zahlen raus, die nicht annähernd der Realitäten entsprechen. Rechnen wir mit dem Medianeinkommen
von ca. 54k Brutto, hast du Netto ca. 2500-2600 in Tasche. Ich würde tendenziell etwas niedriger ansetzen. Da bist du mit deinen 1000€ schon bei fast 50% vom Gehalt. Wovon du noch essen und irgendwo wohnen musst. Und das nur wenn der Anbieter sich an die 1000€ hält. Ist das für dich nicht pathologisch? Warum immer diese krassen Beispiele?


Noch ne andere Frage bzgl Ausland. Wenn ich bspw in Österreich gespielt habe, aber das Casino für dieses Land ja auch keine gültige Lizenz hatte, macht das dann überhaupt Sinn das zu erwähnen (von der Beklagtenpartei)?

Dwight,
weil es in erster Linie darum geht, dem Anbieter eine Pflichtverletzung nachzuweisen, indem er das Suchtverhalten negierte. Ober das Spielen pathologisch war, ist eher subjektiv.

Warum regt ihr euch auf?
Ausland muss OC nachweisen nicht derjenige der dort nicht war.
Sucht hin oder her vor Gericht. Die Richter sind nicht blöd und wissen vor allem bei den großen Klagen was Sache ist.
Die OC's können das nicht wissen? Die haben Top geschulte VIP Manager die alles im Auge haben und wissen wann der richtige Zeitpunkt da ist den Suchti mit Geschenken oder mega Boni zu überhäufen.

Zu den Klageerwiderungen ist zu sagen dass man diese nicht oder zur Erheiterung lesen sollte. Da wird alles auf links gedreht, durch die Blume gedroht und grundsätzlich sind im schlechtesten Fall für die beide gleich Schuld.

Mein liebstes Beispiel ist die Illegalität. Man wirft dem Kläger vor dies wissen zu müssen und wenn nicht dann gilt die Regel die OC's dachten sie dürfen das derweil anbieten. Klar ich als 0815 Fuzzi muss mich trotz Werbung auf zig Seiten, in Fußballstadien etc als Wissender abstrafen lassen während die OC's mit einem Arsch voll der besten Anwälte dies überrascht?

Also das sind dutzende Seiten voll wirren Paragraphen, teils Urteilen aus dem Strafrecht und Muskelspieler in juristischer Form was für ein böser Bube da Klage erhebt. Natürlich werden feinst die zwei Hände positiver OC Urteile eingebracht die in der Regel fast alle vom nächsten Gericht einkassiert wurden.

Was will ich sagen? Die Anwälte haben das hundertfach gelesen und wissen dem entgegnen. Für uns in die elektronische oder Papier Ablage damit man alles zur Hand hat.
Da ich kein Anwalt bin spiegeln meine Posts lediglich meine eigene Meinung wieder.

@CopperBub
Es zählt sowieso nur ob die eine Lizenz in D hatten. Selbst wenn die 5 Lizenzen in Österreich gehabt hätten ist das uninteressant.
Da ich kein Anwalt bin spiegeln meine Posts lediglich meine eigene Meinung wieder.

Die Anwälte der Casinos kassieren natürlich für jeden Schriftverkehr ab, auch wenn Sie wissen, dass Sie verlieren. So machen die natürlich bewusst die Taschen voll.

#8292
Ok danke und sorry der vielen doofen Nachfragen. Aber immer wenn ich so ein Schreiben bekomm versuche ich mich damit auseinander zu setzen aber verstehe oft nur die Hälfte (wenn überhaupt)

Das ist Sinn und Zweck der OC's uns Kläger wirr zu machen. 😁
Da ich kein Anwalt bin spiegeln meine Posts lediglich meine eigene Meinung wieder.

Das Schreiben der Anwälte auf beiden Seiten beruhen auf Musterschreiben die erstellt worden sind und evtl. etwas individuell angepasst werden. Auch unsere Anwälte kassieren damit ab. Bin mir sicher dass wir alle in etwa die gleiche Schreiben bekommen und erstellt haben.
Und ebenso die Gerichte. Ein seriöses Gericht sollte die (haltlose) Vorwürfe mittlerweile einordnen können.

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