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An diesem heutigen Tag

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Re: An diesem heutigen Tag
« Antwort #60 am: 16 Dezember 2021, 11:18:38 »
Zitat
Was kann ich denn dort vorführen, was kann ich beweisen, welche Fähigkeiten heben mich ins rechte Licht?

Deine Herzlichkeit, deine Empathie und Hilfsbereitschaft, deine Erfahrungen für junge Spielsüchtige im Umgang mit der Sucht. Ausserdem kannst du sehr gut schreiben . Deine Singkünste sind wahrscheinlich auch sehr viel besser als du denkst.
Ich sing immer im Auto mit und jeder kann mich da sehen,aber nicht hören ;D

LG Wolke

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Offline andreasg

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Re: An diesem heutigen Tag
« Antwort #61 am: 19 Dezember 2021, 10:36:45 »
Danke lieber Wolke, es tut gerade gut, Deinen Kommentar zu lesen.

... habe ich eben laut, sehr laut - im Badezimmer gesungen, und mußte hinterher viel Wasser wegwischen, aber das liegt ja mehr am Duschstuhl, als an meiner überschäumenden Vitalität.
Der 4. Advent ist für mich etwas besonderes, aber auch schwer zu erklären. An diesem Sonntag kann ich mich damit auseinandersetzen, warum ich mir so gerne Marienbilder in vielen Kirchen, daheim und andernorts anschaue, und mir Zeit für die Bildbetrachtung nehme. Es kann sein, daß ich in den Bildnissen etwas suche, das ich bei meiner Mutter nicht gefunden habe. Es ist, wie gesagt, eine lange und sehr komplizierte Geschichte.

Meine Bildbetrachtungen sind ja für mich anregend, wenn ich mich in dem Bild wiederfinde, und es nicht hinterfragen brauche. Nehme an, ich würde durch den Louvre geschoben werden, und könnte einen Blick auf die Mona Lisa richten, und Mona Lisa sieht mich auf ihre Art und Weise an, und das in der schiebenden Menschenmasse, das hieße, meine Sehnsucht gesehen, und erkannt zu werden fände Bestätigung. Aber ist es nicht besser, dann noch einmal in den Raum, zu kommen, mich von Turisten anschieben zu lassen, nur weil ich nicht glaube, daß Mona Lisa mich auch wirklich erkennt? Die vielen anderen großartigen Gemälde im Louve würden keine Rolle mehr spielen.

In der Kirche gibt es viele Motive, die Religion auszudrücken. Meine Stimmung ist eher dazu geneigt, es einfach zu halten, und die Glitzerwelt draußen zu lassen. Gerade weil ich einen solch fragilen Glauben habe.  In diesem Glauben ist Religion eher untergeordnet. Ich kann, und konnte ihn, den Glauben nur gewinnen, weil ich fast mein Leben verloren habe. Da ist der Weg zu einer heilsamen Energiequelle eine Wegweisung für mich. Meine fürchterlichen Selbstzweifel können genetisch sein, oder durch die Erziehung in einer dyfunktionalen Familie, oder durch die Zeit im Kinderheim, und doch haben alle Ereignisse eine Vision: Ich kann zurückkehren, zu dem Ort, an dem ich mich wohlfühe und angenommen werde.

Gestern war ich mit meiner Schwester, den Neffen und deren Angehörigen beim Bowling. Eine Großnichte wurde wegen Erkältung ausgeschossen, Mutter und Kind verließen nach eingehender Betrachtung der Situation das Kegelzentrum. Mich hat es eher bedrückt, habe mich aber doch dann entschlossen, zu bleiben. Vielleicht war es auch gut so, und wir sind doch alle locker geblieben. Aber ich habe an meinem Plan festgehalten, abends in meine Videokonnferenz zu gehen. Mein Neffe, der Kindesvater schaut mich an und fragt: "ich denke, du wolltest diese Aufgaben endlich angeben"? Da habe ich ein wenig rumgedruckst, aber ihm das Versprechen gegeben, ihn und seine Familie in einer anderen Stadt, 120 km entfernt suchen zu wollen.

Dort in der Nähe gibt es eine Kirche, die Heiligabend speziell für Obdachlose Menschen offen ist, und in einem Nebenraum fand einmal am Heiligabend ein  Meeting meiner Selbsthilfegemeinschaft statt. Der Besuch dort ist für mich unvergessen, und da glaube ich, entsteht etwas, was ich nicht verstehe, aber mich dazu bringt es zu beschreiben, so wie ich ein Bild beschreiben möchte.  Manchmal kommt mir durch Zweifel der Gedanke, es möge doch alles bald vorüber gehen, aber die Zeiten ändern sich . Mein Spielgeld lege ich symbolisch in den Opferstock,

und dann fange ich einfach wieder neu an.
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

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Offline andreasg

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Re: An diesem heutigen Tag
« Antwort #62 am: 01 Januar 2022, 10:06:27 »
... bin ich um 6: 25 Uhr aufgestanden, Tabletten genommen, Frühstück bereitet, und mich wieder hingelegt. Die Pflegerin kam um 8: 35 Uhr, quälte sich mit meinen Strümpfen rum , die Arme. Und als der Blutdruck gemessen war, holte sie ihr Smartphone raus und zeigte mir Fotos von der Weihnacht in Polen. Wenn das mein Prolog für 2022 ist, dann kann es nur ein Gutes Jahr werden.

Gestern Abend habe ich - natürlich - "die Neunte" gehört, mit dem Chicago - Symphonie - Orchester, ja, die Stadt ist für mich immer noch ein Traumziel! In der Realität habe ich am Rechner gesessen, mir einen Fotokalender zusammengesetzt, und Fotos von der Elbe, von den Städten, Landschaften, Schiffen dazu verwendet, immer akkurat auf den Monat zugeschnitten. Das zusammen mit dem "Andante molte e contabile" des langsamen Symphonischen Satzes hat meine Gefühle wieder unter Dampf gesetzt, und  es wirkte wirklich befreiend, Schmerz und Freude liegen so oft beieinander. Es ist ein so entspanntes Gefühl, am Flußufer zu stehen, das Wasser ziehen zu lassen, und nur die Wellen zu hören.  Die Elbe ist so vielfältig, so vital, und auch fat gemächlich ruhig.
Eingedenk der Musik suchte ich in der Wikipedia nach dem "Theater am Kärntnertor". Es sah auf den Zeichnungen so unscheinbar aus, am Rad der Wiener Altstadt. Als der Komponist sein Werk uraufgeführt hat, herrsche Totenstille im Saal, alles ist still. Irgendjemand hat ihn an den Schultern genommen, ihn dem Publikum zugewandt, und er konnte sehen, daß er stehende Ovationen für sein Werk erhielt.

Es gibt Einschränkungen im Leben, es gibt Indekationen, die es nicht ermöglichen, sich als "normaler" Mensch zu fühlen. Ist die "Nicht geliebte Liebe" ein Merkmal, oder wird mir dann eine Hand auf die Schulter gelegt,, die Zuvertrauen spendet? Bei mir ist nichts "in Ordnung, wenn nur das Chaos nicht wäre"! Das Chaos ist meine Indekation, ist mein Mangel. Ei9nfach einmal Fotos sichten, ob Abends am Rechner mit Musik, oder Morgens , wenn die Pflegerin Zeit findet. Die Erinnerungen bleiben lebendig, und wer weiß, ob es irgendwann Aufnahmen von der Oder, dem Bug, der Weichsel in meinem Fundus gibt.

Ein schönes Neues Jahr
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

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Offline andreasg

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Re: An diesem heutigen Tag
« Antwort #63 am: 04 Januar 2022, 11:30:35 »
... bin ich morgens nach der ersten Portion Tabletteneinnahme wieder ins Bett, und habe geträumt, ich wäre als Maßnahme des JobCenters in einem Halb - staatlichen Betrieb, für ein Bewährungspraktikum. Dort bekam ich 2 Stück Papier und sollte dafür einen Vorgang anlegen, und diesen weiterverfolgen. Mehr wurde mir nicht gesagt, ich las es durch, aber das stand nichts drauf. Ich wollte den Bürovorsteher fragen, was ich tun sollte, aber der hatte den Rechner runtergehahren, verabschiedete sich, ich saß alleine da, konnte nicht weg, wegen Angst vor Sanktionen des JobCenters. Da kam doch der Bürochef wieder, legte mir offen, den Rechner hochzufahren, ich sollte dort nach Belieben surfen... Ich wachte auf - aber, hören diese Träume niemals mehr auf???

Ich bin in Rente, also wach bleiben, und da liebt noch ein Protokoll in Kladde auf meinem Drucker, das will eingetippt werden. Ich für das Öffentlichkeitsteam meiner anderen Selbsthilfegemeinschaft.. Ja Advent und Weihnachten, ich bin da einigermassen gut durchgekommen, bloß daß ich Heiligabend "einen Moralischen" hatte, und mich in den Armen der Pflegerin wiederfand. Andrere sind es nicht. Gestern habe ich eine Whatts App bekommen,, das Thema war: Rückfall - Ausleben der Spielsucht. Natürlich habe ich gleich darauf geantwortet. Aber -

- die Quintessenz ist, daß wer noch irgend etwas dem Spielen abgewinnen kann, der soll getrost weiterspielen, und sich nicht aufhalten lassen. Wem hilft es, sich helfen zu lassen, der sich nicht helfen lassen kann. So in etwa, mit der Seniorin am Zebrastreifen, die von jungen Mann am Arm genommen wird, über die Straße an hupenden Autos vorbei, über die Straße geleitet wird, und am Ende ausspricht, daß sie garnicht über die Straße gehen wollte. Was bringt Hilfe, wenn sie nicht angenommen, sondern verworfen wird? Die - der Helfende leidet, der Schmerz des nicht - gesehen - nicht beachtet werdens kommt hoch, und trifft es mit hoher Wucht. Die helfende Hand wird zum Opfer, der Mensch dahinter wird nicht für voll genommen, verpöhnt, verlacht?

Gerade gucke ich aus dem Fenster, da sehe ich eine ältere Dame, die permanent damit beschäftigt ist, den Müll vom Fußweg zu fegen, den Vorgarten zu harken, die Tonnen zu richten. Wir mögen uns beide, und wir haben beide für das Müll wegräumen ein gemeinsames Argument: die Körperbewegung dabei, die uns fit hält. Ob sich andere darüber ärgern oder freuen, bleibt unberührt.

Also bei den beiden Zockern, die vorm Casino stehen, der eine in der Unterhose, der andere Nackt ist es so: der Nackte Mann fragt den anderen: "Wieso hat Du eine Unterhose an"?, Sagt der Andere: "Ja, ich will doch nicht die Kontrolle über das Glücksspiel verlieren"!  Nein - es geht ja nicht um das Übertrumpfen, sondern um die Einsicht.

Als ich mein letztes Spiel hat, hat mich das 42,00 DM gekostet, Jemand , ein Bekannter aus der Gruppe stellte sich zu mir, ich spürte meine Angespanntheit, wie sehr ich gnervt war, und fand das kliene rote Knöpfchen oben an dem Daddelkasten, ich war nicht mehr alleine in meinem Schmerz.

Wie tief ich durch das Spielen traumatisiert bin, immer noch, ich weiß es nicht. Der Freund, der mir den og. Witz vermittelte, hat von mir mehrmals eine Forderung gestellt: meine Lebensgeschichte aufzuschreiben. Eine davon steht , wenn ich mich recht erinnere im Forum, unter dem Register: "Persönliches" , aber das Leben wandelt sich ja permanent.

Kindheitstraumata schlafen tagsüber und werden nachts agil, Mobbing am Arbeitsplatz, eine Politik, die ihre Wähler denunziert, und nun noch ein Kampf ums Überleben, bei dem auch Sperren von Spielstätten in der Argunentation liegt. Wer braucht eigentlich noch Spielhallen? Ich gestehe, ich weiß es nicht, nein -  ich weiß nur eines: als ich auf dem Rücken lag, und mit den Beinen zappelte, als ich mich dem Spielen entzog, da habe ich Antworten bekommen.

Heute Abend ist Präsenzmeeting, mit Desinfektion, Abstandregelung, und Maulkorb beim Zutritt. Das Meditationsbuch der Co Abhängigen werde ich aber auch mitbringen. Die Welt steht uns offen, wenn wir spielfrei bleiben.

Einen Tag zur Zeit
Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

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Offline andreasg

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Re: An diesem heutigen Tag
« Antwort #64 am: 05 Januar 2022, 00:43:28 »
... zur Guten Nacht noch eine Notiz.: Die Email mit dem Protokoll ist rausgegangen,

Windows 11 ist installiert, nun hoffe ich , daß Ransom & Spyware Rücksicht auf meinen Schlaf nehmen. Der Virenscanner funktioniert einwandfrei.

Gute Nacht
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

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Offline andreasg

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Re: An diesem heutigen Tag
« Antwort #65 am: 07 Januar 2022, 10:18:00 »
... habe ich meine Weihnachtsdeko weggeräumt, und ihr incl. Engel den Platz im Küchenschrank unten zugewiesen. Es hat mich dieses Mal auch traurig gestimmt. Dann sah ich auf den fast leeren Tisch, und da lag und liegt das Buch über die Bergpredigt.
Ich stellte mir die Frage: Welcher Mensch hat das Buch in einem entfernten Stadtteil in den offenen Bücherschrank gestellt, und wieso hatte ich an diesem Tag vor dem Therapiezentrum Zeit zum Stöbern gefunden?

Ich habe zum Glück mich diese Weihnacht inhaltlich auseinandersetzen, und mein Wunsch bleibt:

Die Damen und Herren im Talar und in Würden sollten die Bergpredigt mal lesen, - und ich möchte gerne dabei sein! Ich denke, ich schreibe einfach einmal eine Email an die Pastorin meiner Kirchengemeinde, und lasse mich über die Antwort überraschen.

Schöne 24 Stunden
Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

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Offline andreasg

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Re: An diesem heutigen Tag
« Antwort #66 am: 09 Januar 2022, 11:29:47 »
... denke ich an das stillgelegte Forum: spielsucht.net, in dem ich im Jahr 2008 (?) eine Konfrontation mit dem User "Ziegenbock" hatte. Es ging im Kern um das Gleichnis "Pharisäer und Zöllner" , also um Scheinheiligkeit. Das beschäftigt mich wieder:
also , ich bin, als ich mir meiner Spielsucht bewußt geworden bin, wieder in die Kirche gegangen, (aus der ich heraus Konfirmiert wurde), ich habe regelmäßig an den Gottesdiensten teilgenommen, bin im Kirchenchor gewesen, dort Messen, Requien und Motetten gesungen, ich habe die Kirchenzeitung verteilt, habe das Kirchencafè bestellt, Fotos für einen Spendenaufruf  geschossen, alles in dem Bewußtsein, es hilft mir stabil spielfrei zu werden, und auch zu bleiben.".
Wenn ich an das Ausleben meiner Sucht denke, dann bin ich in Spelunken im Rotlichtviertel abgesoffen, habe fetttriefenden halbgammeligen Fraß, manchmal aus der Tonne, in mich hineingestopft, und ferner Spielstätten als Spielhölle definiert. Über Alkohol und Fettsucht kann ich leichter schreiben, als über meine Spielsucht, und deren Ausmassen und Wirkungen. In zwei dieser drei Süchte bin ich strafbar geworden, alo die Frage: "hat dein Guter Ruf unter der Spielsucht gelitten", hat ein klares JA!

Und nun die Kirche, alles wunderschön, ein gutbürgerliches Leben, und ich im Glanz des Schwarzen Anzugs auf dem Podium, ein Lob Gottes zu singen. Ich bin Spieler, und ich bin süchtig. Wenn ich im Chor singe, habe ich den Anspruch, als Bass - Solo Interpret aufzutreten, , das verlangt meine Traumwelt als Spieler von mir. Der Kaffee, den ich koche, muß kräftig sein, soll er doch meine Stärke und Vitalität ausdrücken. Und daß mein Name als Fotograf im Spendenbrief erschien: Ehre, wem Ehre gebührt.

Mein Gesang Heute ist grauenhaft, reicht gerade noch für die Duschkabine, in der Kirche werde ich nicht mehr beachtet, nur die alte Vorsteherin verlangt, daß ich ihr nicht zu Nahe komme, dias Kirchenblatt ist online gestellt, und das Kirchencafé geschlossen.
Der Organist orgelt auf der restaurierten Orgel, ich sehe das Bild seiner Hände auf der Tastatur vor mir, es war die beste Aufnahme, als ich ihn an meinem Geburtstag auf der Empore ablichtete. Es war eine Erfahrung für mich, an meinem Geburtstag zu diesem Tag, nicht mehr alleine bleiben zu müssen.
Für das Kirchencafé habe ich eine Helferin. Die Freundin hat einen Behindertenstatus, wie auch ich, und sie war früher in der Gastronomie tätig. Die spricht mich an, offen, und fragt wann es wieder losgeht, damit sie die Tische eindecken kann. Das wäre, das ist im Augenblick, die einzige Perspektibve, weiter Mitglied der Kirche zu sein.

Die Mahnung von User "Ziegenbock" sagt mir aber: schau Dir die andere Seite an: Ich sehe mein persönliches Krippenbild. Wenn ich es mir anschaue, dann ist es so, wie es war, als ich das erste Mal in eine Selbsthilfegruppe kam. Das ist ein Bild in mir, fest eingebrannt. Wenn ich Heute an Meetings, aller drei Suchtrichtungen gehe, dann denke ich daran, wie es war, als ich  am 31.08.1989 die Tür öffnete, und die Frage stellte: "Bin ich hier richtig"?

Heute im Bad, es war dieses Bild: mich einfach nur in einen Gebetsraum eizufinden, nichts zu tun, nur das eine: in Frieden mit sich selber und der Welt, so wie die Welt sich mir gegenüber auch gerade zeigt.
Meiner Geschiedenen - habe ich in einem Brief eine kurze Nachricht meiner Insperation gegeben, Bezug auf einen wunderschönen Rosengarten, für dessen (teuren) Besuch sie mir das Eintrittsgeld geschenkt hat. Das Geld liegt wohlverwahrt, die Zeit wird kommen, die Sehnsucht ist da, vielleicht einfach auch zu der "Goldenen Aue" zu fahren.. Mich einfach nur vor den Wundern hinknien, dankbar zu sein, und zu staunen.

Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

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Offline andreasg

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Re: An diesem heutigen Tag
« Antwort #67 am: 17 Januar 2022, 10:38:15 »
... bin ch wieder mit meinen Finanzen beschäftigt. Immerhin: Niemand hat mein Bankkonto gehackt, die Miete und die Eisenbahn - DVD sind bezahlt, der kleine Jeff schickt mir noch ein Datenübertragungskabel aus seiner großen Garage, ein neuer Duschkopf mußte her, damit der Kof fernner frisch bleibt. Das Geld vom Wohngeldamt und von der Pflegekasse ist noch in Bearbeitung, das habe ich mit der Pflegeleitung abgestimmt, die Überzahlung meiner Medikamende wird von dort geregelt, denn ich bin ja befreit von Zuzahlungen. Zum guten Schuß noch eine Abbuchung: eine zugegeben kleine Spende an den Fachverband, die mich erinnern soll, daß ein spielfreies Jahr 2021 hinter mir liebt, und ein hoffnungsvolles Jahr 2022 auf mich wartet.

Das macht mich gerade Dankbar.
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Offline andreasg

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Re: An diesem heutigen Tag
« Antwort #68 am: 19 Januar 2022, 09:43:47 »
.. soll ich meine Booster - Spritze bekommen, der Termin ist für 11:45 Uhr notiert. Letzte Woch bat ich die Arzthelferin um eine Terminbestätigung. Sie sagte, die Apotheke hat nicht genügend Impfstoff geliefert. Trotz aller Bemühungen und Komplikationen muß ich mich, gegen meinen Willen, zu der Corona - Pandemie mit Nachrichten überhäufen lassen.
Ich bin Herzrisikopatient, durch eine Angina pectoris, gehöre mithin zur Risikogruppe und ich bin 100% Schwerbehindert, Merkzeichen "G". Sollte ich trotz meiner "Qualifikation" Heute nicht geimpft werden, werde ich mit den Querdenkern sazieren gehen! Denen werde ich es zeigen, die mir die so wichtige Imfung verweigern, und den ganzen Billigsprit in den Armmuskel rammen, der nicht der Vorsorge, oder gar der Heillung dienst.
Die Arzthelferin kann sich schon einmal warm anziehen, gerade wenn sie sich vor den Arzt stellt, wie einst Hagen von Thronje vor der brennenden Etzelburg.!

Das Gehirnkino martert mich wieder. Ich staune, daß ich ruhig blieb, als die Pflegerin Heute Morgen anrückte, und alles hat funktioniert., Tabletten sind eingenommen, die Kopfhaut eingecremt, der Blutdruck gemessen, und die Strümpfe sitzen perfekt. Zum Frühstück habe ich den Rechner hochgefahren. Kein Wohngeld, kein Geld der Verhinderungspflege sind eingegangen, aber der Emal - Account hat auch keinen Bitcom - Trojaner mehr, seit einer Woche!

Die Geduld: wenn sie doch schneller wäre, als meine Gedanken und meine Gefühle. Wohngeldamt und Pflegekasse haben meine Anträge vorliegen, die Pflege hat sie überarbeitet, der Psychologe mahnte mich Gestern zur Sorgfalt im Umgang mit den Spritzen, und lieber den Hausarzt sachlich fragen, was jetzt der Status Quo ist, als meinen Mangel an Zuwendung heraus zu plärren.

Freitag kommt die Pastorin zu einem Gesrpäch in meine frugale Küchenstube. Was ist mir wichtig dabei? Ich sehe mir die Menschen via Zoom an, sich in ihren Süchten verlieren, mir fehlt die Präsenz. Zugegeben, ich habe ja auch banale Gründe, ein Meeting zu versäumen, nehme die Lymphtherapie, die ich wegen möglicher Impfung vorgezogen habe. Ich sehe aber auch die Kirche, das Gebetshaus, daß mehr von Gottesdienstleitenden als von  - Besuchern besetzt ist. An Heilig Abend kann es wohl anders gewesen sein. Wenn eine Kirchengemeinde, (nicht meine) sich den Teufel an die Fenster malt , und einem Gott huldigt, der sich als Pathologischer Narziß zeigt, ist dann mein Gehirn überstrapaziert.. Ich habe in einem Fotoalbum ein Paradebild von mir, auf dem ich mit einem übergestülpten Kartoffelsack und DEMO - Schild vorm Arbeitsamt stehe. Daran will ich denken. Früher habe ich für das Recht auf Arbeit gekämpt, Heute für eine Spritze, und meine Spielbstinenz.

Mein aufrichtiger Wunsch: einen Ort zu finden, an dem ich in Ruhe und Frieden danken kann. Dafür brauche ich ein G2 in meinem Impfpass, denn dafür bracht es eine Eisenbahnfahrt. Ich sehe meine realen Ziele vor mir, die weiterführende Arbeit an mir selber, auch in der Stille einer "offenen Kirche" Dann werde ich auch unbesorgt mich wieder dort einfinden können, wo ich Erfahrung, Kraft und Hoffnung in Gemeinschaft teilen kann. Gestern kam eine Einladung dazu, für ein großes Präsenzmeeting an Himmelfahrt, dahin will ich schauen.

Sorget nicht für Morgen ...
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Offline andreasg

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Re: An diesem heutigen Tag
« Antwort #69 am: 19 Januar 2022, 18:51:34 »
Es hat natürlich alles gut geklappt, und es ging alles Blitzschnell. Eben habe ich per QR meinen digitalen Impfausweis neu gescannt, und es fühlt sich alles gut an. Ich war eigenlich nur nach dem Mittagsschläfchen etwas benommen, die Arzthelferin mahnte: "Immer alles in der Ruhe!!

Das ist somit mein Tagesmotto.
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

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Offline andreasg

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Re: An diesem heutigen Tag
« Antwort #70 am: 21 Januar 2022, 18:08:35 »
... war kurz beschrieben die Pastorin zu Besuch. Ich war relativ gelassen, wußte, was mein Kern gerade ist, und dahin dahin ging die seelsorgerische Hand.
Ich mag es jetzt nicht in allen Details auslegen,
sas Gesräch war wirklich sehr zufrieden stellend.

Ich habe nunmehr wieder eine kleine gewisse Reiselust,
einfach wieder etwas erleben.

Danke von Herzenh
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Offline andreasg

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Re: An diesem heutigen Tag
« Antwort #71 am: 22 Januar 2022, 10:26:55 »
... habe ich mir auf meinfoto.de einen Trinkbecher gestaltet, und das Produkt gleich bestellt. Es ist eine Antwort auf das Seelsorgerische Gespräch Gestern Vormittag.

Ich will sagen: die Botschaft ist, Glaubenssachen nicht hinaus zu posaunen, sondern im Herzen zu bewahren.

Also ich argumentiere entweder so:

"Ich bin spielfrei, und nun kriegt ihr mal den Arxch hoch, es auch zu schaffen"

oder ich gehe in die Stille:

"Ich bin Dankbar Heute spielfrei sein zu dürfen, und wünsche mir, in  dieser gewonnene Zuversicht umsorgt Leben zu können".

Das Gut, die Spielfreiheit, kann ich nur erhalten, indem ich sie mit anderen ebenso Betroffenen Menschen teile.
Warum es reicht, einfach nur dabei zu sein, können mir Ärzte, Therapeuten, Seelsorger in die Ohren brüllen, nur wenn ich dem auch vertraue, bin ich bereit.für ein Neues Vertrauen.

Einen Tag zur Zeit. :) ;) 8)

« Letzte Änderung: 22 Januar 2022, 10:32:24 von andreasg »
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Offline andreasg

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Re: An diesem heutigen Tag
« Antwort #72 am: 26 Januar 2022, 09:39:40 »
.... wird es so langsam friedlich - in mir. Ich habe mir ja einen neuen Trinkbecher bei meinfoto.de bestellt, mit einer Anregung, mich nicht über alles aufzuregen, also auch nicht, wenn meinen Mitmenschen ein Splitter im Auge plagt. Die Konsequenz daraus liegt ja im Baumarkt in Balkenform bereit!

Es reicht aus, wenn ich mich um meine Angelegenheiten kümmere. Wenn gleich ein gelb/rot/schwarz gekleideter Mensch an meiner Haustür klingelt, wie begegne ich ihm? Darf er aus dem Becher, wenn er ihn mitbringt, in Ruhe einen Kaffee trinken? - Gewiß, denn ich wünsche mir ja eine Wohnstube der Kommunikation und des Beisammenseins. Durch die Pflege lerne ich ja , mein Heim gemütlich zu gestalten.

Der Becher ist wirklich wie beschrieben angekommen. Mittags sehe ich mir oft Videos auf youtube an , letztens im Logistikbereich (blauIweiß) , und ich bin zwar noch traurig, daß ich meinen Beruf als Spiditionskaufmann nicht mehr ausüben kann, oder in Vergangenheit - ausüben konnte, das Herzblut aber ist mir dennoch geblieben.

Menschen auf Augehöhe zu begegnen, das ist so einfach, sich aber zu positionieren überflüssig .

Einst trug der Sohn des Zimmermanns seinen Balken auch nicht den Berg hoch, bevor er sich setzte ... Gut, daß ich mit der Pastorin über dieses Thema gesprochen habe.

Nun aber zur Fußpflege, aber das ist ein anderes Thema

Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

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Offline andreasg

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Re: An diesem heutigen Tag
« Antwort #73 am: 05 Februar 2022, 09:47:17 »
... beschäftigt mich etwas, daß schon 1 1/2 Jahre zurückliegt: Ich war in der Herzkatheterklinik der Medizinischen Hochschule, und hatte dort einen stationären Termin zur Pulmolarvenenisolation. Der behandelnde Oberarzt erwähnte in der Besprechung, daß erst eine Magenuntersuchung, und danach der Eingriff erfolgen sollte. Es war ein heißer Tag Mitte August 2000. Ich lag verschlaucht und verstöpselt im Zimmer. Ich mußte nüchtern bleiben, kein Trinken und Essen war erlaubt. Irgendwann, als ich schon am Verzweifeln war, kamen die Behandler, gaben mir ein direktes Schlafmittel, und später wachte ich auch wieder auf. Mir wurde mitgeteilt daß die Pulmolaren später dran waren, also warten, warten, warten. - Es tat sich nichts, Gar nichts. Doch plötzlich ging die Tür auf, eine Schwester erschien, und fragte freundlich, ob alles in Ordnung wäre? Ich war nicht freundlich, gebe ich zu. Wenn ich wütend bin, teile ich das auch mit, bin aber immer bedacht, keinen Zorn und schon gar keinen Groll mit einzubauen. Eigentlich ging es mir ja gut, aber das Warten bedeutet für mich , daß die frühkindlichen Störungen, des Alleingewerden lassens, der Arwertungen, der Verwerfung hochkommen. Das konnte ich in aller Ruhe reflektiren. Ich hatte auch lediglich Hunger und Durst, und es war Spätnachmittag, und über 30 Grad warm. Die Stationsärztin eilte persönlich mit einem reich beladenen Tablet herbei, und brachte das Gewünschte. Dann erklärte sie mir den Sachverhalt: Die Magengeschwüre & Co sind zu belastend, und müssen medikamentös vorab behandelt werden, bevor  die Herz - Lungen - Vene behandelt werden kann. Bei der Visite der Ärzte an meinem Krankenbett war ich wohl noch im Schlafzyklus. Vor der Nacht kam die Schwester rein, hielt mir einen bitterbösen Vortrag über Anstand und Benehmen, und versorgte mich alsdann. Ich blieb ruhig, Durst gestillt und satt. Am nächten Morgen kam eine andere Schwester, baute sich vor mir auf, die Hände in die Hüfte gestemmt, und kämpfte so damit, mir die Schwere und Würde ihres Beruffs beizubringen. Es fehlte lediglich nur noch die gelbe Schnur unter der rechten Schulter, Veteranen wissen, was ich meine.

Soweit die Vorgeschichte:

Ich frage mich nun immer wieder , warum ich mich gegen diese Ansagen, die ohne praktisch nachvollziebren Argumenten auf mich einprasselten, mir stillschweigend gefallen ließ. Habe ich nicht für mich gesorgt? Hege ich noch Rachegefühle? Bin ich immer noch der Versager, der Trottel? Die Ärztin gab mir ja die Antworten, die ich mir wünschte, es war also alles in bester Ordnung, für mich war das Thema durch, als ich Antwort und Abendbrot erhilt.
Gestern war ich in einem Zoom - Meeting für Co - abhängige Menschen. Eine ähnliche Situation wurde beschrieben, auch mit der Auswirkung, der Fäuste in der Hüfte. Ich dachte an mein Helfersyndrum, und wie es mir erging, wenn meine Kandidaten für Hilgeempfang nicht parierten. Das Helfersyndrum erlebe ich ja nun als extrem egoistisch, welange ja quasi Aufwertungen von denen, die am Boden liegen, nur damit ich im hellen Lichte stehen kann. . Ich nenne es , mein Spiel mit den Menschen, meine allerschlimmste Sucht!

Warum Heute dieser Spiegel?

Gestern war eine Dame vom MDK bei mir zu Besuch. Es ging um eine Beurteilung meines Pflegedienstes. Dazu bin ich willkürlich ausgelost worden, wie nett! Die Pflegedisponentin meinte, ich solle alúf alles Fragen mit ja antworten. "Na warte" erwiderte ich ihr, (wir duzen uns) Und es kam, wie es kommen mußte. Sie, die Disponentin verplapperte sich dei der Intimpflege, und dann - sprang ich rüber zur Pflegedusche. Die Gutachterin jubelte, als ich von der Intensivdusche erzählte geradezu. (Ein kleiner Blick auf mein anderes Furum, als ich hart kritisiert wurde, als ich die Pflegedusche in Anspruch nahm), sie ist Heute für mich der Highligth, und hilft mir nicht nur körperlich, auch aus der Depression.

Die Nähe von Menschen auszuhalten, und mich dabei nicht zu verlieren, das ist reale Arbeit für mich, immer einen Tag zur Zeit. Mit positiver Zuwendung umzugehen, ist Schwerarbeit, ich muß - ja dann aufhören zu kämpfen. Ich glaube nicht, mich vervorgetan zu haben, um die Beurteilung des Plegedienstes zu manipulieren, sondern fühle, daß ich bei mir bleiben konnte. Die Gutachterin war zufrieden, und ich auch.

Mein alter Pastor hat mir einmal das Wort "Befriedigend" ausgelegt. Ein Wort daß Frieden beinhaltet, und Zufriedenheit schafft.

So wurden ja auch an meinem 68. Geburtstag 2020 zur Feier des Tages, meine Pulmolaren vereist. Heute habe ich keine auffälligen Herzrhythmusstörungen mehr, und die MHH - Herzkatheterklinik ruft von Zeit zu Zeit an, ob alles in Ordnung wäre. Darüber freue ich mich wirklich sehr.

DANKE.


An Wochenende kommen Pflegerinnen oft später, mache mir Sorgen, also gleich anrufen, nicht wegen der Strümpfe, sondern wegen Blutdruck - eben Herzensangelegenheiten

Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

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Offline andreasg

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Re: An diesem heutigen Tag
« Antwort #74 am: 10 Februar 2022, 09:08:19 »
... hat gerade das Telefon geklingelt: Hallo, "Microsoft - Sicherheits - Firma", eine junge weibliche Stimme mit Akzent. Eigentlich bin ich darauf innerlich vorbereitet, doch nun zögerte ich erst einmal. Dann doch gleich den Hörer auflegen, bevor noch der Verstand einsetzt. Es gibt eben Dinge, die sich nicht mit Intelligenz regeln lassen, sondern der Stimmung seiner Gefühle.

Das wichtigste hier ist Prävention, und noch einmal Prävention, der Geist will geübt sein. Um 11:00 Uhr haben wir Gedächtnistraining im Genossenschafts - Treffpunkt. Dort kann ich Herrschaften treffen, die von "Enkeln, Wasserwerkern und Polizisten" angerufen werden. Auch wenn mein Name noch in keiner Relevanz zu meinem Alter steht, habe ich einen Pflegegrad, der Umgang mit Geld erfordert. Deshalb, und wegen anderem war ich Gestern bei der Pflegestation. Das Alleinsein ergibt keine Sicherheit.

In diesem Sinne viele Grüße nach Antalya und La Valetta, - oh' wie schön ist Panama  8) :o :-\
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

 

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