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BGH Urteil

Begonnen von Aloisius, 29 Februar 2024, 15:59:39

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EuGH = Europäischer Galgenhumor?
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Zitat von: Olli am 06 Februar 2026, 15:05:56
EuGH = Europäischer Galgenhumor?

Nein.. Erst unseren Geduldsfaden Holen

Zitat von: Hans1 am 03 Februar 2026, 22:11:18
Nennen wir sie lieber Scam-Maker. Das wirds wohl gewesen sein. Fast 5 Jahre klagen umsonst :). Eine der ältesten Buden im Geschäft verp*sst sich nach über 22 Jahren vom Markt ohne je ein Urteil gezahlt zu haben (soweit ich weiß). Es ist ohne zu übertreiben wahrlich ein Verbrechen riesigen Ausmaßes. Jede normale natürliche Person würde bis ans Lebensende in den Knast gehen...die kommen einfach so davon.


Naja...wird man jetzt sicher öfter sehen.

Gibts dazu nähere Infos? Ich hab auch ein Urteil vom LG und ist jetzt beim OLG. Die Wich... können sich doch nicht einfach so verpissen.


Es wurde kein einziger Anbieter erwähnt 🧐


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Glauben Sie, dass Hoffenheim heute im Bundesliga-Spitzenspiel bei den Bayern gewinnt? Wenn Sie darauf wetten und recht behalten, könnten Sie eine Menge Geld verdienen. Wahrscheinlich ist Ihr Geld aber weg.

Sportwetten waren in Deutschland jahrelang illegal, hat der BGH 2024 festgestellt. Viele Spieler hatten ihre Verluste eingeklagt. Doch die Verfahren liegen auf Eis, weil die Gerichte auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) warten. Vergangenen Donnerstag sollte in Brüssel endlich entschieden werden, nun wurde der Termin auf den 19. März verschoben. Für Tausende Betroffene heißt das: weiter warten, weiter Unsicherheit.
,,Die erneute Verschiebung des Schlussantrags am EuGH ist für unsere Mandanten sehr unerfreulich", sagt der Münchner Wirtschaftsjurist Igor Vasiljevic, der mit seiner Kanzlei Staudt.Law Hunderte Spieler vertritt, zu BILD. ,,Sie müssen noch länger auf ein rechtskräftiges Urteil warten. Im schlimmsten Fall geht es erst im Herbst weiter."


Besonders alarmierend für den Juristen: ,,Wir befürchten, dass manche Anbieter die gewonnene Zeit nutzen, um von der Bildfläche zu verschwinden oder – trotz Milliarden-Gewinnen – gezielt die Zahlungsunfähigkeit herbeizuführen."

In BILD sprechen einige der Kläger. Sie wollen anonym bleiben, wir haben ihre Namen geändert.
Sven hat fast eine Million Euro verspielt
Sven Martin war 30 Jahre spielsüchtig. Fußball-Toto, 11er-Wetten, später Online-Sportwetten: ,,Am Ende war fast eine Million Euro weg."
Angefangen habe alles ,,als kleine Ablenkung nach der Arbeit". Doch daraus wurde eine Obsession. Rund 2500 Euro im Monat verzockte er über Jahre. Martin verdiente gut: 140.000 bis 150.000 Euro im Jahr, dazu Prämien und Mieteinnahmen. ,,Wer viel verdient, ist eher bereit, hohe Einsätze zu riskieren", sagt der Familienvater. Besonders gefährlich sei das Online-Spielen: ,,Man hat kein Geld in der Hand, schiebt Beträge mit der Maus von einem Konto aufs andere. Mit Bargeld wären die Skrupel wohl größer."


Seine Frau ahnte lange nichts. Getrennte Konten, viel Arbeit, viel Geheimhaltung. ,,Süchtige können gut verschleiern", sagt der heute 57-Jährige. ,,Spieler sind eindeutig süchtig – wer das abstreitet, belügt sich selbst."
Irgendwann ging es nicht mehr. Kredite platzten. ,,Ich konnte nachts nicht schlafen." Seine Schwester half mit 90.000 Euro, im Gegenzug überschrieb er ihr Lebensversicherungen. Seine Frau erfuhr erst vor knapp vier Jahren die Wahrheit.
Sven Martin hat zwei Wettanbieter verklagt. Es geht um 570.000 Euro.


Chris hat gewonnen, aber kein Geld gesehen
Für Chris P. klang der Beschluss des BGH wie eine Erlösung. 160.000 Euro hatte der Unternehmer bei Sportwetten verloren. Doch bis heute hat Chris keinen Cent zurückbekommen. ,,Aktuell wird zu wenig Druck auf die Sportwetten-Anbieter ausgeübt", sagt er.


Chris begann 2015 zu spielen. ,,Ich hab abends mit Freunden die Dart-WM geguckt und dann spontan Wetten platziert." Erst Fußball, dann Eishockey, Tennis – irgendwann alles, was lief. ,,Wenn die Saison vorbei war, hab ich auch auf Baseball in Südkorea getippt."
Heute sagt er: ,,Hätte ich damals gewusst, dass die Wetten illegal waren, hätte ich niemals gespielt." Ein Gericht gab ihm recht. Doch der Anbieter zahlte nicht, legte Berufung ein. Jetzt wartet er auf den EuGH.


Robert hat 250.000 Euro verloren
Auch Robert Schmidt wartet. Fast acht Jahre lang wettete der Beamte auf Fußball. ,,Ich habe mich intensiv mit Spielern und Ligen beschäftigt." Anfangs lief es gut. Ein Wochenende gewann er fast 50.000 Euro. ,,Ich habe meine Kumpels angerufen und gesagt: ,Kommt, wir fahren nach Berlin. Ich zahle alles.'" Und er ergänzt: ,,Man ist 30 Tage Bauer, einen Tag König."


Doch auf Gewinne folgten Verluste. Große Verluste. ,,Ich klage um 80.000 Euro. Tatsächlich habe ich aber mehr als 250.000 Euro verspielt." Viele Einsätze zahlte er bar im Wettshop – juristisch kaum nachweisbar. Um Spiel-Schulden zu begleichen, verkaufte er sein Haus.
Ein Erlebnis hat sich bei ihm eingebrannt: ,,Ich saß in einem Wettshop in Magdeburg und traf einen Spieler aus Hannover, der nicht mal mehr Geld hatte, um seinen Tank für die Heimfahrt zu füllen." Schmidt half ihm – aber nicht mit Geld. ,,Ich wettete für ihn 100 Euro auf ein Fußball-Ergebnis. Im Auto habe ich das Spiel verfolgt. Er hat 350 Euro gewonnen."
Doch irgendwann verlor das Wetten seinen Reiz. Er stand im Wettshop, sah die vielen Verzweifelten. ,,Da erkennt man, zu welcher Gruppe von Männern man gehört." Schmidt hat in fünf Jahren rund 3900 Wettscheine gespielt – seine Gewinnquote: 23 Prozent.
Auch er klagte und bekam recht. Dann legte der Anbieter Widerspruch ein. Wieder Stillstand. ,,Es war meine Entscheidung, zu spielen", sagt Schmidt. ,,Aber im Nachgang wurde bekannt, dass es bei den Anbietern Lizenzverstöße gab. Es war rechtlich nicht sauber. Deshalb müssen sie sich jetzt vor Gericht verantworten."


Milliardenmarkt – und offene Fragen
Während Spieler wie Sven, Chris oder Robert klagen, boomt der Sportwettenmarkt. Nach Statista-Angaben wettet etwa jeder Vierte mindestens einmal im Jahr auf ein Sportereignis. Die Anbieter erzielen Umsätze in zweistelliger Milliardenhöhe.
Ob tatsächlich Geld an die Kläger fließt, wenn der EuGH die Sportwetten für illegal erklärt – darauf sollte man besser nicht wetten.


Leider übliche Blabla damit es gefühlt jeder versteht... Druck auf Anbieter oder Justiz ist das keiner

Zitat
ZitatLeider übliche Blabla damit es gefühlt jeder versteht...

Das liegt am Springer-V sowie an den Käufern/Lesern dieser Zeitung, die nun wirklich unter jedem Informations- und Bildungsradar bleibt und einzig und allein polemisch hoch 3 ist.
--Meist ist Geist geil--

#5303
Zitat von: Bobby Speedy Ewing am 01 Februar 2026, 22:23:39
Bei mir auch ohne Probleme. Limitklage?

Wie lange hat es gedauert?

Weiß halt (noch) nicht wann bzw. ob zugestellt wurde, ob es schon richtung Versäumnis geht, kA. Jedenfallls kann das ja keine Ewigkeiten dauern bei dem Anbieter.

LG

6 Monate bis zum Vergleich nach Klagezustellung. Klagezustellung ging schnell..wenige Wochen.

#5305
Aber schon mit Verhandlung oder vorab?

Zitat von: Eddy am 08 Februar 2026, 21:31:06
Aber schon mit Verhandlung oder vorab?

Nein, ohne Verhandlung oder Termin

Nochmal zum Thema Anbieter "Sonnenmacher"

Die gehören zur Gruppe Play"kirsche" Ltd, gehört zur "Komm"On , gehört wiederum zur Cherry AB, gehört wiederum zu European Entertainblabla
Man hat bereits die letzten Jahre Verluste im Millionenbereich geschrieben (wie auch immer das möglich gewesen sein soll) und das Tochterunternehmen vollständig ausbluten lassen. Rücklagen für Klageforderungen wurden ja offiziell in den Bilanzen nie gebildet, da diese "unrechtmäßig" aber ironischerweise "höchst riskant" sind etc.

Nun verabschieden die sich komplett vom Markt und haben demnach praktisch keinerlei Einnahmequellen mehr unter der Marke

Außerdem gab es bereits Infos, wo laut Insidern gesagt wurde, Cherry wolle die gesamte "Komm"On Gruppe verkaufen und sich komplett vom Verbrauchermarkt verziehen.

Zählt man das alles zusammen, sollte wohl klar sein, was hier folgt. Eine leere Hülle ohne jegliche Einnahmen und ohne jegliche Rücklagen...und die sollen noch freiwillig Klage Forderungen im beträchtlichen Millionenbereich bedienen, bevor sie dann komplett zu machen?  Vom Blitz getroffen werden ist wohl wahrscheinlicher....

Und Bill55 hat die ganze Nummer rechtlich sauber gemacht, denn: nach maltesischem Recht müssen Rückstellungen nur gebildet werden, wenn Abfluss "wahrscheinlich" ist. Aber Dank Bill 55 sind Zahlungen nicht wahrscheinlich, die Anbieter gehen offiziell davon aus vor Vollstreckung geschützt zu sein. → Also keine Rückstellungspflicht nach ihrer Rechtsauffassung.

In Deutschland und Österreich ist das sehr sicher Insolvenzverschleppung, wenn wie hier:

Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung vorliegt
Keine Insolvenz angemeldet wird
negatives Eigenkapital

Gläubigerbenachteiligung:

Bewusstes Nicht-Bilden von Rückstellungen
Während weiterhin (noch) Geschäfte laufen

Es war letztendlich doch alles nur eine Verzögerungstaktik, die sie bis vor den EuGH herauszögern konnten...nur um die Firma im Hintergrund auszusaugen und am Ende den Pleitegeier steigen zu lassen. Frei nach dem Motto: Bill55 hält uns den Arsch frei...und falls nicht, machen wir die Hände hoch

Billig und perfide, aber sehr effektiv. So wie man es von den Casinos schon kannte, als man dort früher noch süchtig Geld verbrannt hat.

Ohne Haftung der Muttergesellschaft und Geschäftsführer wird man keinen Cent sehen



Andere Anbieter haben dasselbe gemacht aber führen ihr Geschäft halt unter einer anderen Gesellschaft weiter. Die Angeklagte Gesellschaft bleibt die Leere Hülle. Die GGL hat die Lizenzübertragung approved weil mündlich versprochen worden ist, den Spielerschutz einzuhalten. :D

Wie es aussieht werden diesen Weg die allermeisten Anbieter gehen. Ich hoffe mal es findet sich noch einen Weg wie ihr Hans noch an das Geld kommt. Am Ende des Tages gehen nur die ehemaligen Spieler leer aus.

#5309
Brüssel – Die Social-Media-Plattform TikTAk  ;D steht im Visier der EU! Nach vorläufigen Ergebnissen einer Untersuchung verstößt die App gegen europäisches Recht. Der Vorwurf: Sucht fördernde Mechanismen wie das endlose automatische Abspielen von Videos. Das teilte die EU-Kommission in Brüssel mit.

🤔 Beim Online Glücksspiel gibt es die EU wohl seit 20 Jahren nicht 😅



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