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PKF will Verfahren einstellen

  • 55 Antworten
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Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #30 am: Gestern um 04:48:48 »
Die Zustellung ist ein Problem, aber am Ende doch bisher immer machbar gewesen? So war es zumindest bei mir.
Wie es da auf Gibraltar weiter geht weiß wohl niemand. Aber ich spekuliere  ;) jetzt einfach mal, dass da ein Deal zwischen PKF und Anbieter vorliegen könnte. Ich finde das daher äußerst fragwürdig.

Was wird dir denn angeboten? Du musst natürlich keine genaue Zahl nennen.

Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #31 am: Gestern um 07:11:56 »
Gamesright will mir 5% geben 😄

Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #32 am: Gestern um 07:51:05 »
Macht Sinn
Meines Wissens nach gibt der Anbieter gern 20% um das Verfahren zu beenden. 5% für dich,15% für den PKF. Soll sich jeder sein eigenes Urteil über die Fairness machen. Nur Spekulation.

Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #33 am: Gestern um 07:58:04 »
Das ist wirklich lächerlich.  :-X

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Offline Eddy

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Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #34 am: Gestern um 09:39:59 »
Bevor du kündigt les deinen Vertrag durch, nicht dass du irgendwelche Kosten zu tragen hast.
Ansonsten lass bevorzugt lieber Gamesright aussteigen, wenn Sie keine Lust mehr haben. Olg Urteil hast Du ja bereits?! Dann würde ich nachdem Sie ausgestiegen sind zu den Profis gehen. Im Grunde hast du nix zu verlieren. Ist ja echt dreist von Gamesright, den Laden haben wir es überhaupt zu verdanken, dass alles so lange dauert...
« Letzte Änderung: Gestern um 09:47:32 von Eddy »

Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #35 am: Gestern um 10:06:22 »
dein pkf ist auch ein pkf, ähm ....

schau mal ins Handelsregister und tippe da deinen pkf ein. (www.handelsregister.de, völlig kostenlos)
Du wirst dann bei den Gesellschafter die Gesellschafter selbsterklärend lesen.
wenn du dann einen Namen davon bei Google eintippst, wirst du dann möglicherweise feststellen,
dass eine weitere Firma, deren Geschäftsführer wiederum Rechtsanwalt ist, Gesellschafter ist.

wenn du dann wiederum diesen Namen des Anwalts eintippst, dann wirst du feststellen, dass dieser zumindest laut google
deinen PKF hin und wieder vertritt.


Kurzfassung:
Ein Anwalt ist Geschäftsführer einer Firma, deren Firma wiederum erhebliche Gesellschaftsanteile an einen Prozesskostenfinanzierer
besitzt. Der Prozesskostenfinanzierer beauftragt dann wiederum laut Google hin und wieder diesen Anwalt mit der Wahrnehmung der Interesse
des Prozesskostenfinanziers.


das wird aber alles andere als transparent auf der Homepage angezeigt.


würde ich einen Prozesskostenfinanzierer beauftragen, den ich 35/40% abdrücke, für Textbausteine, die heutzutage auch mit bisschen Hirn die KI
gut erstellen kann, dann beauftragt der PKF auch noch einen "Experten"-Anwalt, der rein "zufällig" Geschäftsführer einer Firma ist, die wiederum
erhebliche Gesellschaftsanteile des PKF hat, wobei der Anwalt dann seine gesetzlich vorgesehenen Gebühren vom PKF erhält, ...


ich würde mich zumindest extremst veräppelt fühlen.

Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #36 am: Gestern um 10:20:42 »
Die Beiträge hier und die Recherche von @Istvoelligegal bestärken meinen persönlichen Eindruck, der sich über die letzte Zeit verfestigt hat:
Bei der Konstruktion vieler  PKF scheint das wirtschaftliche Eigeninteresse der Firmen oft schwerer zu wiegen als das optimale Ergebnis für den Spieler. Das liegt in der Natur dieses Geschäftsmodells – Risikominimierung für den Finanzierer führt eben oft zu schnellen, niedrigen Vergleichen.
Deshalb mein dringender Rat an alle, die noch vor der Entscheidung stehen:
Prüft unbedingt Alternativen zum PKF.
Wir haben diesen Punkt auch im letzten Online-Meeting der Selbsthilfegruppe besprochen. Ein wichtiger Hinweis daraus war:
Die Möglichkeit einer Ratenzahlung besteht sehr häufig.
Traut euch, die Anwälte direkt darauf anzusprechen und verhandelt das.
Eine Honorarvereinbarung oder Ratenzahlung ist am Ende rechnerisch fast immer günstiger als 35-40% der Rücksumme (plus MwSt) abzutreten. Zudem bleibt ihr Herr des Verfahrens und seid nicht davon abhängig, ob der Finanzierer das Risiko noch tragen "will" oder nicht.
Macht euch nicht abhängiger als nötig.

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Offline Ilona

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  • 4.082
    • Fachverband Glücksspielsucht e.V.
Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #37 am: Gestern um 10:24:35 »
Kurze Ergänzung hierzu: Wer sehr klamm ist und über wenig Einnahmen verfügt, kann auch mit dem Anwalt prüfen, ob ein Antrag auf Prozesskostenfinanzierung (PKH) möglich und sinnvoll ist.
Bleibt stabil!
LG Ilona
« Letzte Änderung: Gestern um 17:46:36 von Ilona »

Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #38 am: Gestern um 10:27:15 »
Du meinst PKH?
Prozesskostenhilfe.

Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #39 am: Gestern um 10:35:21 »
Vielleicht erzähle ich irgendwann mal meine Story. Wenn man sich die Strukturen und das ganze zum Thema "Glücksspiel" anschaut und auch selbst jahrelang erfahrung mitbringt...kommt man zum Schluss, oder besser gesagt komme ich zum Schluss, dass das ganze gar kein Glücksspiel ist sondern reine Abzocke.

Die deutschen Gerichte haben die Verfahren ausgesetzt aufgrund vom Weisungsrecht. "Unsere" Politiker haben das zu verantworten dass das so ist wie es ist. Die Schuld liegt nicht alleine beim Anbieter oder "Spieler", sondern eben auch bei "unseren" Politikern. Der Bundespräsident,der Kanzler und das Bundesinnenmisterium wissen von alle diesen Umständen und tun bewusst nichts. Sie haben Interesse daran dass Millionen von Menschen ABGEZOCKT werden.

Zu den Prozesskostenfinanzieren muss ich sagen, dass die meisten wohl für die "Casino" betrieber arbeiten. In meinem Fall ist es ein Finanzierer aus Luxenburg, ein Konzern. Luxenburg ist ja bekannt dafür dass dort die reichen sind.

Wir werden hier von vorn bis hinten verars.... und ABGEZOCKT.

Natürlich reden alle immer von Vergleichen weil das den Casinos zugute kommt. Oder gibt es hier Leute die ihr Urteil und Zinsen durchsetzten konnten? Ich meine wieso klagt man dann und erzwingt ein Urteil, wegen eines Vergleiches?  Wir Kläger sollen eben mit Vergleichen maximal abgezockt werden. Mal ganz abgesehen von den Verfahren die alle in die Länge gezogen werden.... Das ganze Thema ist ein rießen Skandal.

Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #40 am: Gestern um 11:46:47 »
Ich kann deinen Frust absolut nachvollziehen. Dass man nach Jahren des Wartens wütend ist, ist verständlich und menschlich.
Wir müssen hier aber aufpassen, dass wir Emotionen und Fakten nicht vermischen, sonst tun wir uns selbst keinen Gefallen.
Gerade bei dem Punkt mit der Justiz muss ich dir widersprechen: Es gibt in Deutschland kein "Weisungsrecht" der Politik gegenüber Richtern. Kein Ministerium kann einem Gericht vorschreiben, Verfahren auszusetzen. Dass die Verfahren ruhen, liegt daran, dass die Richter auf Rechtssicherheit durch EuGH oder BGH warten. Das ist für uns extrem nervig, aber ein normaler juristischer Vorgang, keine Verschwörung von oben.
Auch bei den PKFs glaube ich nicht, dass die heimlich für die Casinos arbeiten. Das Problem ist simpler: Es geht ums Geschäft. Die wollen schnelles Geld und kein Risiko. Ein jahrelanger Prozess kostet, ein schneller (schlechter) Vergleich bringt sofort Cash. Das ist kalte Berechnung, aber wahrscheinlich kein geheimer Pakt mit den Anbietern.
Dass die Gegenseite Vergleiche will, um Urteile zu verhindern, stimmt absolut. Das ist deren Strategie.
Lass dich aber von der Wut auf das "große Ganze" nicht auffressen. Wer denkt, dass eh alle unter einer Decke stecken und alles abgekartet ist, der hört auf zu kämpfen. Und genau das wollen die Anbieter ja. Bleib lieber kritisch an der Sache dran, statt zu resignieren.

Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #41 am: Gestern um 12:06:28 »
Danke für alle Rückmeldungen.

Ich habe denen jetzt klar gemacht das ich nicht verkaufe und denen angeboten das Vertragsverhältnis aufzulösen, sodass ich mit anderen Anwälten klagen kann.

Mal sehen was kommt…

Lg

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Offline Eddy

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  • 176
Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #42 am: Gestern um 12:24:19 »
Gut so, du hast ja schon das OLG urteil in der Tasche oder?

Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #43 am: Gestern um 12:27:03 »
Ich habe meine Verfahren selbst finanziert und bin sehr glücklich darüber. Aber ich gebe eines zu Bedenken: Ihr müsst letztlich bereit sein, die volle Kostenlast durch drei Instanzen zu tragen.

Bei einer Rückforderung in Höhe von 50.000€ kann das bedeuten, dass ihr über 36.000€ bezahlen müsst, wenn ihr letztlich verlieren solltet.

Selbst wenn ihr über 3. Instanzen gewinnen solltet, müsst ihr mit etwa 14.000€ - 15.000€ in Vorleistung treten. Wenn der Anbieter am Ende nicht zahlt, dann seht ihr dieses Geld nie wieder, auch wenn ihr gewonnen habt. Dieses Geld wird übrigens auch nicht verzinst.

(Anmerkung: 14-15k ergeben sich aus: Gerichtskosten für die erste Instanz und eigene Anwaltskosten über 3 Instanzen. Ich habe bei dem Beispiel angenommen, dass die Beklagte immer Rechtsmittel einlegt und daher zu den weiteren Gerichtskosten verpflichtet ist)

Re: PKF will Verfahren einstellen
« Antwort #44 am: Gestern um 12:32:03 »
Gut so, du hast ja schon das OLG urteil in der Tasche oder?

Nein in dem Fall ist die Klage noch nicht mal zugestellt seit über einem Jahr :/

 

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