Hab mir das Video auch nicht angeschaut.
Aber jetzt habe ich mich doch wieder angemeldet, weil ich das nicht so stehenlassen kann.
Denn auch für den Irrtum, nach zwanzigmal Schwarz müsse die Wahrscheinlichkeit, daß als nächstes Rot fällt, gestiegen sein, gibt es einen Begriff: Man nennt das treffenderweise 'gambler's fallacy', also sowas wie 'des Spielers Trugschluß'.
Dem wäre auch tatsächlich so, wenn jede Zahl aus dem Spiel genommen würde, sobald sie einmal gefallen ist. Beim Roulette ist das aber nunmal nicht so, denn alle Zahlen stehen ja weiterhin im Kessel. Die Chance bleibt daher immer, selbst nach 100mal Schwarz, gleich - nämlich 50% (oder besser gesagt 48,6%, wenn man die Null mit bedenkt).
Kennt man ja eigentlich noch aus der Schule 'Wahrscheinlichkeiten mit und ohne Zurücklegen'.
Zudem begründen die Wahrscheinlichkeiten bei 'Strategien' wie Martingale oder Fibonacci auf der Grundlage von unendlichen Reihen, was ja, wie jemand hier vorher schon schrieb, schon aufgrund des Tischlimits und des begrenzten eigenen Kapitals, real nicht umsetzbar ist. Von der mangelnden 'Disziplin' mal ganz zu schweigen.
Nur... Ich wußte das rein rational auch damals schon, denn wenn ich eins kann, dann sind das Zahlen. Geholfen hat es aber trotzdem nicht. All das 'Wissen' bringt nichts, wenn ich spiele um des Spielens Willen. Dann halte ich wider besseren Wissens an jedem 'Strohhalm' fest. Und dieser klingt, zumindest auf den ersten Blick, besonders 'logisch'.